Wann das Duzen passt – und wann es ein Fehler wäre
Immer mehr Unternehmen duzen in ihren Stellenanzeigen. Für viele Bewerberinnen und Bewerber entsteht dadurch die Frage: Soll ich meine Bewerbung ebenfalls per Du verfassen – oder bleibe ich beim klassischen Sie?
Die Antwort ist differenzierter, als es auf den ersten Blick scheint. Hinter dem „Du“ in Inseraten steckt meist mehr als nur eine moderne Tonalität. Dieser Beitrag erklärt, wie Sie die Signale richtig lesen, wann das Duzen sinnvoll ist – und wann es Ihre Chancen verschlechtern würde.
Warum Unternehmen überhaupt per Du inserieren
Signal für Kultur, Modernität und Zielgruppe
In vielen Fällen soll das „Du“ im Inserat vermitteln:
- Offenheit
- flache Hierarchien
- ein Start-up-ähnliches Umfeld
- Teamgefühl und Nähe
Besonders junge Unternehmen, Digitalfirmen oder Start-ups bedienen sich dieser Sprache, weil sie Menschen ansprechen wollen, die genau dieses Umfeld suchen.
Marketing statt Realität
Das „Du“ sagt jedoch oft weniger über die tatsächliche Kultur aus, als man glauben möchte. Ein Unternehmen kann nach außen locker wirken – intern aber weiterhin:
- traditionell
- hierarchisch
- stark titelorientiert
- oder kulturell gespalten sein
Kurz: Das Du im Inserat ist eine Botschaft – aber nicht zwingend die Realität.



