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Geld zurück nach dem Vorstellungstermin?

Die Globalisierung bringt mit sich, dass Menschen Jobs in anderen Ländern suchen. Dabei stellt sich die Frage, wer die damit verbundenen Vorstellungskosten trägt.

Wurden die Vorstellungskosten bei der Einladung erwähnt?

Sie wurden von einem Unternehmen zum Vorstellungsgespräch eingeladen? Gratulation!

In Österreich gilt, dass der Arbeitgeber in seiner Einladungsnachricht, bekanntgeben muss, dass er die Kosten nicht trägt. Dann können Sie Ihre Reiseaufwände beim Unternehmen geltend machen!

Personen die sich in Österreich bewerben, können also einen Kostenersatz verlangen. Wenn Sie sich von Österreich aus in einem anderen Land bewerben, gilt die Gesetzeslage des jeweiligen Landes.

Der Regelfall

Ich persönlich habe nie erlebt, dass Arbeitgeber in Ihren Bestätigungsmails zur Einladung zum Vorstellungstermin darauf hingewiesen hätten, dass  die Anfahrtskosten nicht übernommen werden! (Update, 16.10.2015: mittlerweile ist mir die Einladung eines staatsnahen Unternehmen untergekommen, die einen eindeutigen Hinweis enthielt, dass die Kosten nicht übernommen werden!)

Die Rechtssprechung

Ein fataler Fehler,  wie die Rechtsprechung (in Österreich!) mittlerweile festgestellt hat! Sie nimmt nämlich an, dass der Arbeitgeber sich stillschweigend zum Ersatz der mit der “Vorstellung” verbundenen Kosten (deshalb auch “Vorstellungskosten“)  verpflichtet hat! Dabei soll sich der Kostenersatz jedenfalls auf die notwendigen Kosten beschränken!

zur Rechtsprechung

In Fällen, wo man eine längere Anfahrt zum Unternehmen in Kauf nehmen musste, sollte man jedenfalls abwarten, bis man den Ausgang des Auswahlverfahrens kennt. Im positiven Fall ist man jedenfalls gut beraten, die Kosten selbst zu tragen!

Letztlich müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie die Vorstellungskosten geltend machen wollen und damit vielleicht gleich zu Beginn Ihrer neuen Tätigkeit negativ auffallen.

Noch Fragen? ich stehe Ihnen jederzeit gerne für Auskünfte zur Verfügung!

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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PS: Ich freue mich über Ihre Kommentare!