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“Results Only Work Environment“ (ROWE) – werden wir in wenigen Jahren nur noch von zu Hause aus arbeiten?

Hauptsache, die Arbeit wird erledigt! Glaubt man den Analysten der “Future Foundation” so werden wir 2020 nicht mehr zur Arbeit gehen, sondern unsere Arbeit einfach machen!”

http://www.stern.de/wirtschaft/news/microsoft-schafft-bueropflicht-ab-ohne-arbeitsplatz-oder-feste-arbeitszeiten-2143831.html

Amerikanisch geführte Unternehmen wie Microsoft oder IBM scheinen die Vorreiter einer unaufhaltsamen Bewegung zu sein.

Was aber bedeuten die Entwicklungen der letzten fünfzehn Jahre für Arbeitgeberschutzpflichten, wie z.B.  die Einhaltung der Arbeitszeit- und Ruhezeitbestimmungen, der Vorschriften zur Arbeitsplatzgestaltung und -Sicherheit? Was bedeuten sie für steuerrechtliche Fragen wie z.B. den Sachbezügen oder den Abschreibungsmöglichkeiten für ein Arbeitszimmer?

Ist zwischen den Mitarbeitern und ihren Unternehmen eine Abgeltung hinsichtlich der Energiekosten getroffen, die ja beim Arbeiten von zu Hause aus, den Arbeitnehmer treffen? Ist dem Arbeitnehmer bewusst, dass der Arbeitgeber sich möglicherweise einen Teil seiner Kosten dadurch erspart, dass sie vom Mitarbeiter getragen werden? Energie für PC, Telefon, die Heizung und letztlich auch die Kaffeemaschine treffen dann plötzlich den Mitarbeiter.

Was passiert hinsichtlich der – in den meisten Arbeitsrechtverträgen befindlichen – Bestimmungen zum Datenschutz. Kann jeder Mitarbeiter, der auf seinen privaten Geräten arbeitet (“bring your own device – BYOD”) garantieren, dass dabei keine Sicherheitslücken bestehen? Ist diese Frage den Arbeitgebern bewusst, die in der Firma enorme finanzielle Anstrengungen unternehmen, um Sicherheitslücken zu vermeiden?

Wird dem Mitarbeiter ein Teil der Verantwortung, die eigentlich den Arbeitgeber trifft, zugeschoben, obgleich die gesetzlichen Bestimmungen dazu anderes vorschreiben?

Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, hinkt die Gesetzgebung den aktuellen Entwicklungen hinten nach. Dies bedeutet jedoch ein unternehmerisches Risiko, da Gesetze, wie z.B, das Arbeitszeitgesetz, finanzielle Sanktionen in Form von Verwaltungsstrafen vorsehen. Dem Unternehmer bleibt daher nichts anderes übrig als den Spagat zwischen erwähntem finanziellen Risiko und den fortschrittlichen Entwicklungen zu machen.

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