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Lang in einer Firma? Verlangen Sie ein Zwischenzeugnis!

Leider mache ich relativ häufig die Beobachtung, dass Klienten die lange in einer Firma gearbeitet haben, keine Zeugnisse vorlegen können!

Dies ist problematisch, besonders dann, wenn Sie innerhalb der Firma Karriere gemacht haben und nunmehr unerwartet in der Situation sind, sich einen neuen Job suchen zu müssen!

Bauen Sie also vor!

Verlangen Sie jedenfalls dann, wenn Sie innerhalb der Firma Abteilungen oder Teams gewechselt haben, wenn Sie ein anderes Aufgabengebiet oder eine Führungsrolle übernommen haben, wenn Sie über ein Praktikum in die Firma kamen und fix übernommen werden, etc., ein Zwischenzeugnis!

Das Gesetz sieht dazu  vor, dass Sie ein Recht auf ein solches Zeugnis haben! Etwas praxisfern ist, dass weiters gesetzlich geregelt ist, dass Sie die Kosten dieses Zeugnisses selbst tragen müssen.

In meiner langjährigen Praxis kam mir kein einziger Fall unter, wo die Kosten des Zeugnisses dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin in Rechnung gestellt worden wären, schon allein deshalb nicht, weil das bezugnehmende Gesetz den wenigsten bekannt ist!

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7 superwichtige Tipps für Ferialjobs

Sommerzeit ist für viele Jugendlichen die Zeit, in der sie sich etwas zu ihrem Taschengeld dazu verdienen können!

Unbedingt erforderlich ist, dass Ihr 1) einen Arbeitsvertrag bekommt, wo zumindest drinnen steht, was Ihr zu tun habt und wieviel Geld man Euch dafür bezahlen wird. In diesem Zusammenhang erfolgt seitens des Unternehmens auch die Anmeldung zur Sozialversicherung, deren Höhe von Eurem Gehalt abhängig ist. Ihr müsst über diese Anmeldung eine Kopie bekommen.  Wichtiger Tipp dazu: viele Arbeitgeber, lassen das vereinbarte Arbeitsmonat bereits einige Tage früher enden, um weniger zahlen zu müssen, wenn die letzten Tage dieses Monats auf ein Wochenende fallen! Stellt Euch darauf ein, da es auch bedeutet, dass Ihr weniger (nämlich nur “aliquot”, was “anteilig” bedeutet!) bezahlt bekommt!

2) Da es sich bei einem Ferialjob um ein “ganz normales” Dienstverhältnis (im Unterschied zu einem “Pflichtpraktikum”)handelt, unterliegt Ihr dem Schutz diverser Arbeitsgesetze. Deshalb muss bei solchen Jobs ein Mindestgehalt bezahlt werden, das sich nach den kollektivvertraglichen Bestimmungen bemisst!

3) Ihr habt das Recht auf die Einhaltung von Pausen , egal welcher Arbeit Ihr nachgeht! Wenn Ihr unter 18 Jahre alt seid, muss euch nach viereinhalb Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten gewährt werden. Über 18 gilt, dass Euch nach längstens sechs Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten zusteht! Insgesamt dürfen Jugendliche unter 18 wöchentlich maximal 40 Stunden arbeiten (ausgenommen Gastgewerbe, hier sind es 45 Stunden).

4) Da Ihr ein Dienstverhältnis mit dem Unternehmen eingeht, habt Ihr Rechte wie alle Mitarbeiter in diesem Unternehmen. Dazu zählen auch (anteilig) Urlaubs- und Weihnachtsgeld und (anteilig) Urlaub. Den Urlaubsanspruch (2 Tage pro Monat) wird man nicht während der Ferialpraxis beanspruchen, wenn diese nur einen Monat dauert, sondern bekommt ihn abgegolten.

5) Wer unter 18 ist, kann von Gesetzes wegen keine gültigen Verträge (zumindest nicht solche, die ihn/sie verpflichten) schließen. Ein Vertrag bedarf daher immer auch der Unterschrift des gesetzlichen Vertreters. Ihr solltet daher ohne Eltern gar nichts unterschreiben – wenn Euch was “untergejubelt” wurde, bindet jedenfalls Eure Eltern ein! Wichtiger Tipp dazu: nicht nur bei der Ferialpraxis sondern immer dann, wenn Ihr was unterschreiben sollt, verlangt eine Kopie davon!

6) Lasst Euch unbedingt ein Arbeitszeugnis ausstellen, damit Ihr später für den ersten “richtigen” Job bereits eine Beurteilung aus der “Arbeitswelt” von Euch vorweisen könnt! Jede Ferialpraxis ist für späterer Berufseinsteiger ideal, um Motivation, Eigeninitiative und Lernbereitschaft nachweisen zu können! Vergesst daher nicht, die Praxis in Eurem Lebenslauf zu erwähnen! Wichtiger Tipp dazu: die wenigsten Unternehmen denken von sich aus daran, ein Arbeitszeugnis auszustellen! Ihr habt aber ein Recht darauf, auch wenn Ihr dem Unternehmen diesbezüglich nachlaufen müsst!

7) Wer unter € 12.000.- im Jahr (Stand 2015) verdient, muss keine Lohnsteuer bezahlen! Diese wurde aber bereits vom Arbeitgeber an das Finanzamt gezahlt! Wenn Ihr also innerhalb eines Jahres unter diesem Betrag verdient, könnt Ihr Euch das Geld vom Finanzamt mittels Lohnsteuerausgleich zurückholen!

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