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Die richtige Berufswahl!

Die richtige Berufswahl- und vorgelagert die richtige Schulwahl – von Jugendlichen entscheidet ganz vehement darüber, ob Ihr Kind in Zukunft glücklich wird.

Neulich beobachtete ich einen Jugendlichen, den ich recht schnell als kreativ einschätzte. Im Gespräch mit der Mutter erfuhr ich, dass er eine kaufmännische Schule besucht, die zweite Schulstufe bereits wiederholt und aller Voraussicht nach noch mehrere quälende Jahre vor sich haben wird.

Kreative Menschen zeichnet aus, dass sie tendenziell weniger mit Ordnung und Struktur am Hut haben. Die Kreativität erfordert, dass sie frei denken können. Ordnung und Struktur schränkt sie ein und behindert den Fluss ihrer Ideen. Gerade im kaufmännischen Bereich sind Struktur, Zahlen, Daten und Fakten ein Muss. Ein Horror für kreativ veranlagte Menschen.

Welche Anlagen bringt man mit?

Menschen verfügen über ganz unterschiedliche Anlagen. Manche sind sogenannte Zahlenmenschen, denen die Beschäftigung mit Zahlen Freude bereitet. Andere wiederum sind Freigeister, die gerne Dinge ausprobieren, Sachen erfinden und gestalterisch agieren.

Bestimmte Anlagen schließen das Vorhandensein anderer Anlagen aber aus. Bereits ohne nähere Beschäftigung mit Persönlichkeitstypen ist allgemein bekannt, dass Künstler tendenziell Schwierigkeiten mit der kaufmännischen Gebarung ihrer Dienstleistungen haben. Umgekehrt erwartet man von einem Buchhalter keine großen Kunstwerke.

Bei der richtigen Schul- oder Berufswahl ist daher ganz entscheidend, sich zu überlegen, welche Anlagen das Kind mitbringt. Dabei ist es auch meines Erachtens nicht zielführend, ob eine Schulwahl gegen die natürlichen Anlagen eine bessere Einkommensquelle verspricht.

Im oben genannten Beispiel wage ich zu prophezeien, dass der junge Mann keine Laufbahn als erfolgreicher Buchhalter einschlagen wird. Viel eher ist zu erwarten, dass sich seine Liebe zu Musik und sonstigen Künsten durchsetzen wird. Leider befürchte ich auch, dass es ein langer, steiniger Weg für ihn werden wird.

Was tun?

Um zu erkennen, welche persönliche Neigungen Ihr Kind mitbringt, bedarf es früher Auseinandersetzung mit den Talenten Ihres Kindes. Reichen Ihre eigenen Beobachtungen dazu nicht aus, so empfehle ich, sich externe Hilfe zu suchen, um die Talente Ihres Kindes einschätzen zu lassen.

Profis können die Persönlichkeit Ihres Kindes leicht einschätzen und sind in der Lage vorherzusehen, welche die geeignete Schul- und Berufswahl für Ihr Kind ist.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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Verlangen Sie ein Zwischenzeugnis!

Leider mache ich relativ häufig die Beobachtung, dass Klienten die lange in einer Firma gearbeitet haben, kein Zwischenzeugnis vorlegen können! Je länger Sie in einer Firma gearbeitet haben, desto problematischer ist das.

Warum ist das Zwischenzeugnis wichtig?

Der wichtigste Grund, der leider in der Praxis sehr häufig vorkommt ist, dass ein Bewerber in einer Firma Karriere gemacht hat und unerwartet in der Situation sind, sich einen neuen Job suchen zu müssen!

Unter Garantie haben Sie nach vielen Jahren einen ganz anderen Job als zu Beginn Ihres Arbeitslebens. Wenn auch der Jobtitel immer noch gleich ist, so hat sich in den letzten 10 bis 20 Jahren aufgrund der Digitalisierung unser gesamtes Leben derart stark verändert, dass es schon aus diesem Grund große Veränderungen innerhalb Ihres Jobs gegeben haben muss.

Bauen Sie vor!

Es kann viele Gründe geben, die ausschlaggebend für ein Zwischenzeugnis sein können. Es muss noch nicht mal an Ihnen liegen, dass ein Zwischenzeugnis für Sie wichtig sein könnte. Wenn z.B. Ihre Führungskraft, mit der Sie sich sehr wohl fühlten, das Unternehmen verlässt, empfehle ich unbedingt ein Zwischenzeugnis zu verlangen. Denn nur die direkte Führungskraft weiß wirklich, welche Verantwortungen Sie getragen haben.

Meistens gehen mit organisatorischen Veränderungen ebenfalls Veränderungen im Arbeitsplatz einher. Ob Abteilungen umorganisiert werden, Teams zusammengelegt werden oder Abteilungsverantwortungen wachsen, in jedem Fall hat sich Ihr Job verändert.

Letztendlich kann die eigene Karriere ein Grund für ein Zwischenzeugnis sein.  Verlangen Sie es jedenfalls dann, wenn Sie innerhalb der Firma Abteilungen oder Teams gewechselt haben.

Vergessen Sie Ihr Zwischenzeugnis auch nicht, wenn Sie aus einer Trainee- oder Praktikumszeit übernommen wurden oder eine Führungsaufgabe bekommen haben.

Das Gesetz sieht dazu  vor, dass Sie ein Recht auf ein solches Zeugnis haben!

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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7 superwichtige Tipps für Ferialjobs

Sommerzeit ist für viele Jugendlichen die Zeit, in der sie sich etwas zu ihrem Taschengeld dazu verdienen können! Ich gebe Ihnen wichtige Tipps für Ferialjobs.

Arbeitsvertrag

Unbedingt erforderlich ist, dass Ihr einen Arbeitsvertrag bekommt, wo zumindest drinnen steht, was Ihr zu tun habt und wie viel Geld man Euch dafür bezahlen wird.

In diesem Zusammenhang erfolgt seitens des Unternehmens auch die Anmeldung zur Sozialversicherung, deren Höhe von Eurem Gehalt abhängig ist. Ihr müsst über diese Anmeldung eine Kopie bekommen.

Wichtiger Tipp dazu: viele Arbeitgeber, lassen das vereinbarte Arbeitsmonat bereits einige Tage früher enden, um weniger zahlen zu müssen, wenn die letzten Tage dieses Monats auf ein Wochenende fallen! Stellt Euch darauf ein, da es auch bedeutet, dass Ihr weniger (nämlich nur “aliquot“, was “anteilig” bedeutet!) bezahlt bekommt!

Mindestgehalt

Da es sich bei einem Ferialjob um ein “ganz normales” Dienstverhältnis (im Unterschied zu einem “Pflichtpraktikum“) handelt, unterliegt Ihr dem Schutz diverser Arbeitsgesetze. Deshalb muss bei solchen Jobs ein Mindestgehalt bezahlt werden, das sich nach den kollektivvertraglichen Bestimmungen bemisst!

Arbeitszeiten

Ihr habt das Recht auf die Einhaltung von Pausen , egal welcher Arbeit Ihr nachgeht!

Wenn Ihr unter 18 Jahre alt seid, muss euch nach viereinhalb Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten gewährt werden. Über 18 gilt, dass Euch nach längstens sechs Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten zusteht!

Insgesamt dürfen Jugendliche unter 18 wöchentlich maximal 40 Stunden arbeiten (ausgenommen Gastgewerbe, hier sind es 45 Stunden).

Anteilige Vergütungen

Da Ihr ein Dienstverhältnis mit dem Unternehmen eingeht, habt Ihr Rechte wie alle Mitarbeiter in diesem Unternehmen. Dazu zählen auch (anteilig) Urlaubs- und Weihnachtsgeld und (anteilig) Urlaub. Den Urlaubsanspruch (2 Tage pro Monat) wird man nicht während der Ferialpraxis beanspruchen, da diese nur einen Monat dauert, sondern bekommt ihn in der Regel abgegolten.

Unterschrift durch gesetzliche Vertreter

Wer unter 18 ist, kann von Gesetzes wegen keine gültigen Verträge (zumindest nicht solche, die ihn/sie verpflichten) schließen. Ein Vertrag bedarf daher immer auch der Unterschrift des gesetzlichen Vertreters.

Ihr solltet daher ohne Eltern gar nichts unterschreiben – wenn Euch was “untergejubelt” wurde, bindet jedenfalls Eure Eltern ein!

Wichtiger Tipp dazu: nicht nur bei der Ferialpraxis sondern immer dann, wenn Ihr was unterschreiben sollt, verlangt eine Kopie davon!

Arbeitszeugnis

Lasst Euch unbedingt ein Arbeitszeugnis ausstellen, damit Ihr später für den ersten “richtigen” Job bereits eine Beurteilung aus der “Arbeitswelt” von Euch vorweisen könnt!

Jede Ferialpraxis ist für späterer Berufseinsteiger ideal, um Motivation, Eigeninitiative und Lernbereitschaft nachweisen zu können! Vergesst daher nicht, die Praxis in Eurem Lebenslauf zu erwähnen!

Wichtiger Tipp dazu: die wenigsten Unternehmen denken von sich aus daran, ein Arbeitszeugnis auszustellen! Ihr habt aber ein Recht darauf, auch wenn Ihr dem Unternehmen diesbezüglich “nachlaufen” müsst!

Lohnsteuer – Ausgleich

Wer unter € 12.000.- im Jahr (Stand 2015) verdient, muss keine Lohnsteuer bezahlen! Diese wurde aber bereits vom Arbeitgeber an das Finanzamt gezahlt! Wenn Ihr also innerhalb eines Jahres unter diesem Betrag verdient, könnt Ihr Euch das Geld vom Finanzamt mittels Lohnsteuerausgleich zurückholen!

Die jeweils aktuellen Lohnsteuersätze findet Ihr hier.
(Update 2020: die Lohnsteuergrenze beträgt derzeit € 12.600.-)

Mit diesen 7 Tipps für Ferialjobs wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer!

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Generation PflichtPraktikum

Was möglicherweise vor einigen Jahren gut gemeint war, stellt sich in meinen Augen mittlerweile als Falle heraus! Das Pflichtpraktikum.

Wie alles begann!

Als die ersten Fachhochschulen am Markt erschienen, dachte man offenbar noch, dass es eine gute Idee sei, die fachliche Ausbildung mit Praxiserfahrung zu kombinieren. Der Schuss ging aus meiner Sicht nach hinten los!

Anfänglich fiel es vielen Studenten schwer, geeignete Praktikumsplätze zu finden. Dieser Umstand ist nicht weiter verwunderlich, hat man doch befürchtet, mit den Praktikanten zusätzlichen Aufwand zu haben, der sich letztlich nicht rentiert. Die Einarbeitungsphase wird schnell damit beendet, dass der Student wieder zurück an seinen Uniplatz geht!

Entwicklung der Praktika im Laufe der Zeit

Über die Jahre stellten Unternehmen offenbar fest, dass es durchaus sinnvoll sein kann, z.B. die Sommermonate mit vergleichsweise günstigem Personal zu überbrücken.

Die Kosten

Der Student zählt, wenn überhaupt, nur vorübergehend zum Personalstand und fällt daher hinsichtlich der FTE- Zahlen  (“full time equivalent“, eine Kennzahl zur Messung des Mitarbeiterstandes) besonders am Jahresende nicht ins Gewicht. Dieser Umstand ist für börsennotierte Unternehmen wichtig.

Gleichzeitig sorgen Verträge dafür, dass der Student nur ein geringeres in vielen Fällen sogar gar kein Gehalt (!) erhält und damit wesentlich günstiger ist als das Stammpersonal. Wenn der Student kein Gehalt bekommt, entfallen auch die Sozialaufgaben und Steuern.

Studenten sind oftmals vergleichsweise besser ausgebildet, höher motiviert  und insbesondere mit neuen Medien besser vertraut, als das Stammpersonal.

Recruitingwerkzeug

Letztlich haben Unternehmen erkannt, dass sie damit ein neues und  besonders effizientes Recruiting Instrument entdeckt hatten. Wie kann man besser feststellen, ob der Kandidat geeignet ist, als ihn monatelang unter Beobachtung agieren zu sehen? Die Unternehmen ersparen sich dadurch auch sämtliche Personalsuchkosten.

Somit wurde das, was ursprünglich als “Pflichtpraktikum” durch die Fachhochschulen geboren wurde, rasch zu einer gängigen Praxis. Nämlich Absolventen einer Hochschule nicht mehr fix sondern – über das Arbeitsrecht sonst eigentlich verbotene – befristete Verträge anzustellen. Dabei werden häufig Kollektivverträge und sozialrechtliche Vorschriften völlig ignoriert.

Für alle, die bereits  – möglicherweise sogar mehrfach und bei derselben Firma –  ein Praktikum absolviert haben und Unterstützung benötigen, gibt es eine Initiative, die sich um die Beseitigung der Mißstände bemüht.

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