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Startup Pitch – was ist das?

Ein Startup Pitch wird von jungen Unternehmen dazu verwendet, potentielle Investoren von einer Geschäftsidee zu überzeugen. Im Bestfall überzeugen sie und erhalten das benötigte Geld.

Das Wesen

Im Unterschied zum Elevator Pitch ist der Startup Pitch zeitlich nicht so stark limitiert und zeichnet sich dadurch aus, dass meistens Präsentationen als Hilfsmittel eingesetzt werden können.

Startup Pitch – bekannt aus dem Fernsehen

Derartige “Pitches” kennt man mittlerweile aus dem Fernsehen (“Höhle der Löwen” in Deutschland oder “2 Minuten, 2 Millionen” in Österreich).

Der Startup Pitch muss so kurz als möglich gehalten werden, da die Aufmerksamkeit der Investoren bereits nach wenigen Minuten nachlässt!

Der Inhalt der Pitches muss auf den Punkt bringen, wer Sie sind, was Sie produzieren und was Sie vom Investor wollen. Dabei ist besonders wichtig, dass der Inverstor erkennt, was sein Gewinn bei der Investition ist. Man muss also genau vorbereiten, welchen Nutzen ein Produkt beim Kunden erzielt bzw. welches Bedürfnis bei ihm befriedigt wird.

Mit allen Sinnen

In den obengenannten Fernsehsendungen ist besonders schön zu sehen, dass erfolgreiche Präsentationen alle Sinne des Publikums ansprechen.

Die Investoren erfahren oft durch Anschauungsmaterial, worum es geht. Damit wird der Sehsinn angesprochen. Durch die verbale Produktbeschreibung wird der Hörsinn erreicht. Bei Produktpräsentationen ist es sogar möglich, das Produkt erfühlen zu lassen. Damit wird der Tastsinn angesprochen. Bei Nahrungsmitteln ist es letztlich sogar möglich, das Publikum riechen oder schmecken zu lassen und somit die olfaktorische und die gustatorische Wahrnehmung zu erzielen.

Je mehr es Ihnen beim Startup Pitch gelingt, unterschiedliche Sinne anzusprechen, um so höher ist die Chance, jenen anzusprechen auf den das Publikum anspringt.

Beim Startup Pitch sind die Chancen erfolgreich zu sein, wesentlich höher als beim Elevator Pitch, der nur den Hörsinn des Publikums erreicht.

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Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Themen rund um die Arbeitnehmerkündigung

Haben Sie beschlossen zu kündigen? Dann gibt es einiges, was Sie bei der Arbeitnehmerkündigung beachten sollten.

Einhaltung vertraglicher  Fristen

Informieren Sie sich auf Basis Ihres Arbeitsvertrages, zu welchem Datum UND unter der Einhaltung welcher Frist Sie kündigen dürfen.

Form

Prinzipiell dürfen Sie auch mündlich kündigen. Zum Zwecke der besseren Beweisbarkeit – insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung der Kündigungsfrist und des Termines – sollten Sie die Kündigung schriftlich verfassen.

In kleineren Firmen wird es durchaus möglich sein, die Kündigung persönlich zu überreichen. In größeren Firmen ist es ratsam, die Kündigung eingeschrieben, postalisch zu übermitteln, um sicherzustellen, dass sie den richtigen Ansprechpartner erreicht. Bedenken Sie alle Möglichkeiten hinsichtlich Ihres besonderen Einzelfalles. Bei der persönlichen Übergabe bestehen Sie jedenfalls darauf, dass man Ihnen die Übergabe Ihrer Arbeitnehmerkündigung bestätigt!

Wirkung und Folgen

Wenn Sie selbst gekündigt haben, haben Sie kein Recht auf Freistellung zur Arbeitssuche! Dieses Recht besteht nur, wenn die Beendigung des Dienstverhältnisses vom Arbeitgeber ausgeht. Abweichungen davon können allerdings im Kollektivvertrag oder individuellen Dienstvertrag vorgesehen sein.

Sollten Sie selbst die Kündigung ausgesprochen haben, so entsteht der Anspruch auf Arbeitslosenentgelt frühestens nach Ablauf von vier Wochen nach Auflösung des Dienstverhältnisses. Sollten Sie dazu Fragen haben, so steht Ihnen das Arbeitsmarktservice für Auskünfte zur Verfügung.

Mit der Kündigung haben Sie Anspruch auf Auszahlung der aliquoten Anteile von Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration, die vom Arbeitsjahr bemessen werden. Wichtig dabei ist, dass manche Firmen andere Fristen hinsichtlich des Arbeitsjahres haben. Dieses muss sich nicht zwangsläufig mit dem Kalenderjahr decken.

“Abfertigung alt” – Sollte Ihr Dienstverhältnis vor 2003 begründet worden sein, so haben Sie Anspruch auf eine Abfertigung, die sich nach der Dauer der Zugehörigkeit in Ihrem Unternehmen richtet! Dieser Anspruch besteht jedoch nur, wenn Sie vom Arbeitgeber gekündigt werden. Deshalb ist in solchen Fällen genau zu überlegen, ob Sie selbst die Kündigung einreichen. 

Sollten Sie eine rechtliche Beratung in Anspruch nehmen wollen, so steht die Arbeitskammer Ihnen für juristische Auskünfte zur Verfügung.

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aktualisiert im April 2019

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Was heißt “unternehmerisch Denken” eigentlich?

Gemäß dem aktuellen Career Monitor 2018  ist die Eigenschaft unternehmerisch denken zu können immer noch die am meisten gesuchte Eigenschaft bei heimischen Recruitern. Doch was versteht man darunter eigentlich?

Mit Sicherheit würde man auf diese Frage viele verschiedene, sehr subjektive Antworten erhalten. Ich möchte daher den Versuch starten,  unternehmerisches Denken zu definieren.

Definition

Allem Voran ist das Ziel eines Unternehmens Gewinn zu machen! Unternehmerisch Denken muss also sowohl Umsatzsteigerung als auch Kostensenkung im Fokus haben.

Unternehmerisch zu Denken setzt als auch Voraus, Ziele im Auge behalten zu können. In erster Linie ist das Ziel Umsatzerzielung, Kostensenkung und daraus resultierend die Gewinnmaximierung. Jedes untergeordnete Ziel muss auf diese Hauptziele gerichtet sein und in diesem Sinne verfolgt werden.

Unternehmerisch Denken ist auch strategisches Denken. Man muss in der Lage sein, längerfristig zu denken und auch die Folgen aktuellen Handelns für die Zukunft abschätzen können. Dazu ist erforderlich, Istzustand und angestrebten Zustand klar zu definieren und in der Lage zu sein, Lösungen und Wege zu finden, die auf die Zielerreichung gerichtet sind.

Unternehmerisch Denken bedeutet auch, in der Lage zu sein,  vernetzt zu denken. Ein Unternehmen steht in Konkurrenz zu anderen, ist von den Mechanismen des Marktes abhängig und weist – je nach Größe – oft, komplexe Zusammenhänge auf. Unternehmerisch Denken bedeutet also auch das Zusammenspiel dieser Aspekte berücksichtigen zu können.

Nicht zuletzt bedeutet unternehmerisch Denken ein Mindestmaß an Wissen über Finanzmanagement. Darunter versteht man Budget- und Forecast Planungen, Finanzanalysen, Buchhaltungsaspekte und Key Performance Indikatoren (KPI). Diese sind nötig, um auf dem Weg zur Zielerreichung Fortschritte messen zu können und gegebenenfalls steuernd eingreifen zu können.

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aktualisiert im April 2019

Der kooperative Führungsstil

Der kooperative Führungsstil (oft auch demokratischer Führungsstil genannt) ist in der Regel sowohl bei MitarbeiterInnen als auch bei Führungskräften beliebt. MitarbeiterInnen tragen dabei nur wenig Verantwortung, werden  aber in Entscheidungen eingebunden bzw. zeitnah informiert. Der kooperative Führungsstil verspricht beiden Seiten hohe Motivation mit guten Ergebnissen, sofern er richtig angewandt wird.

Das Wesen kooperativer Führung

Der Mitarbeiter weist meist ein (noch) mittelmäßiges Know How auf und auch sein persönliches Engagement ist (noch) mittelmäßig bis eher niedrig.

Die Führungskraft delegiert Aufgaben in kleinen Dosen und leitet bei der Erledigung an. Sie kontrolliert und steuert. Die Letztentscheidung obliegt dem Vorgesetzten, der auch die Verantwortung für die Erfüllung der Aufgabe trägt.

MitarbeiterInnen werden bei kooperativer Führung auch in Entscheidungen der Führungskraft eingebunden. Meinungen und Einschätzungen der MitarbeiterInnen werden abgeholt. Die Kommunikation hat bei Anwendung des kooperativen Führungsstils einen hohen Stellenwert, da der Führungsstil sowohl aufgaben- als auch beziehungsorientiert ist.

Im Zentrum dieses Führungsstils stehen die Förderung und Unterstützung der MitarbeiterInnen. Sie erhalten die Gelegenheit, in die Aufgaben und das Unternehmen hineinzuwachsen. Es ist ihnen in weiten Teilen möglich, selbstständig zu arbeiten und sie beginnen sich schrittweise mit dem Unternehmen zu identifizieren. Fehler werden offen besprochen und Konflikte miteinander gelöst.

Der Aufwand der Führungskraft ist während der Phase der Anwendung des kooperativen Führungsstils hoch und gleitet allmählich – je nach Eignung des Mitarbeiters und der Phase in der sich das Unternehmen befindet – in den relationären Führungsstil über.

Wann ist  der kooperative  Führungsstil sinnvoll

Die Führungskraft sollte diesen Führungsstil anwenden, wenn sowohl sie als auch der Mitarbeiter bereits einige Monate im Unternehmen beschäftigt sind.

Die MitarbeiterInnen sollten Prozesse und Abläufe bereits kennen und sich der Unterstützung durch KollegInnen sicher sein. Der Vorgesetzte muss den Mitarbeiter hinsichtlich der Qualität seiner Arbeit bereits einschätzen können.

Da sich der kooperative Führungsstil nicht für jeden Mitarbeiter eignet, ist wichtig, dass der Vorgesetzte einzuschätzen kann, welchen Führungsstil der jeweilige Mitarbeiter braucht! Diese Entscheidung erfordert jedenfalls ausgeprägte Empathiefähigkeit.

Auch in Zeiten der Veränderung, in welcher prinzipiell der autoritäre Führungsstil sinnvoll ist, obliegt es der Führungskraft einzuschätzen, welcher Mitarbeiter welchen Führungsstil braucht.

Es bedarf nämlich Fingerspitzengefühl einzuschätzen, welche Mitarbeitertypen mehr Orientierung und Führung brauchen als andere. Weißt die Führungskraft dieses Fingerspitzengefühl nicht auf, besteht die Gefahr,  den MitarbeiterInnen zu wenig Freiheit in der Erledigung ihrer Arbeit zuzugestehen und sie damit zu frustrieren.  Der Führungskraft wird in solchen Fällen häufig Kontrollzwang vorgeworfen.

Über Vor- und Nachteile dieses Führungsstils lesen Sie hier.

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aktualisiert im April 2019

autoritärer Führungsstil – wann ist er sinnvoll?

Die meisten Menschen verbinden mit dem Wort “autoritär” ein negatives Verhalten. Im Zusammenhang mit der Führung bedeutet autoritärer Führungsstil aber keineswegs, einen besonders bösartigen Vorgesetzten zu haben.

Wesen des autoritären Führungsstils

Autorität zu führen bedeutet, dass die Führungskraft genaue Anweisungen gibt. Sie erklärt den MitarbeiterInnen sehr detailliert,  wie Aufgaben erledigt werden sollen, indem auch die einzelnen Handlungsschritte genau erklärt werden. Teilergebnisse werden engmaschig kontrolliert und nicht selten greift die Führungskraft auch in einzelne Arbeitsschritte steuernd ein.

Wann ist der autoritäre Führungsstil sinnvoll

Es gibt Situationen im Berufsleben, in welchen es erforderlich ist, dass der oder die Vorgesetzte die Führungszügel besonders straff in die Hand nimmt, weil ein höheres Orientierungsbedürfnis vorliegt.

Derartige Situationen liegen besondere dann vor, wenn es um Veränderungen geht. Diese können den Mitarbeiter selbst betreffen, aber auch von außen kommen.

neuer Mitarbeiter – neuer Job

Ein autoritärer Führungsstil ist also besondere dann notwendig, wenn Menschen genaue Orientierung brauchen, um ihren Job erledigen zu können.

Kommen MitarbeiterInnen neu ins Unternehmen ist das Bedürfnis nach Orientierung besonders hoch. Im Regelfall weiß der neue Mitarbeiter nicht, an wen er sich im Bedarfsfall wenden soll. Er kennt die Kompetenzabgrenzungen zu anderen Abteilungen nicht, und weiß um die Kultur des Unternehmens nicht Bescheid.

Im selbe Maße bedarf es einiger Klärungen, wenn der Mitarbeiter bereits länger im Unternehmen ist, aber einen neuen Job bekommt. Verändert sich sein Aufgabengebiet, so ist es ebenso erforderlich, Arbeitsschritte zu definieren, Ergebnisse festzusetzen, Ansprechpartner zu nennen und die Effizienz der Erledigung zu besprechen.

Führen im Change

Befindet sich das ganze Unternehmen im Umbruch,  so hat die ganze Mannschaft – einschließlich der Führungskräfte – einen höheren Orientierungsbedarf. Umbruch findet z.B. statt, wenn das Unternehmen einen neuen Eigentümer bekommt, wenn eine Fusion ansteht, wenn neue Systeme implementiert werden oder etwa, weil sich eine Strategie wesentlich verändert.

Daher ist es gerade in Changeprozessen besonders wichtig, den Führungskräften rasch alle Informationen zu geben, die erforderlich sind, um ihre Teams anleiten und ihnen die Richtung weisen zu können.

Über Vor- und Nachteile des autoritären Führungsstils lesen Sie auch hier.

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Wie man auch als Frau zu mehr Gehalt Kommt?

Mehr Gehalt auch als Frau. Das wird auch in Österreich seit Jahren gefordert. Allerdings reicht es nicht aus, dass diese Diskussion öffentlich geführt wird. Eigenverantwortung ist gefragt.

fehlende Kommunikation!

Das Grundproblem, warum Frauen weniger Geld für die gleiche Leistung bekommen, liegt daran, dass sie über das Thema nicht bzw. völlig falsch kommunizieren.

Wohin soll es führen, wenn man sich unter Freundinnen beim Kaffeetratsch über das vergleichsweise geringere Gehalt unterhält? Was soll es bringen, wenn das Thema zwar in den Medien thematisiert wird, aber nichts passiert?

Die einzige Möglichkeit in Ihrem Leben etwas dahingehend zu verändern, auch als Frau mehr Gehalt zu erhalten ist, mit den richtigen Leuten darüber zu kommunizieren!

mangelndes Selbstbewusstsein, falsche Bescheidenheit

Es fällt Frauen auch ungleich schwerer, zu fordern, was sie verdienen! Oftmals ist es anerzogene Bescheidenheit, die sie sich selbst klein machen lässt!

Wie man es richtig macht!

Machen Sie den Mund auf. Aber an den richtigen Stellen!

Fragen Sie als erstes männliche Kollegen, die auf einer ähnliche Position arbeiten, wieviel sie verdienen. Ansonsten “reden viele Blinde von der Farbe”! Erst wenn Sie ein konkretes Bild darüber haben, was der Kollege im vergleichbaren (Dienst-)Alter, mit der vergleichbarer Ausbildung und der gleichen Tätigkeit verdient, wissen Sie tatsächlich wie sehr Ihr Gehalt davon abweicht.

Der nächste Schritt muss sein, sich an den oder die Vorgesetzte zu wenden! Suchen Sie das Gespräch und bitten Sie um eine Gehaltserhöhung! Diese muss gut begründet sein und darf nicht darin bestehen, lediglich deshalb mehr zu verlangen, weil “Kollege Mayer” mehr verdient!

Argumentieren Sie mit Ihrer Leistung! Und das zum richtigen Zeitpunkt! Eine Gehaltserhöhung zu verlangen, weil Sie mal vor einigen Jahren ein Projekt gut abgeschlossen haben, macht wenig Sinn. Suchen Sie sich daher den richtigen Zeitpunkt.  Je größer und frischer die Euphorie über Ihren Erfolg, desto besser steht die Chance, dass Sie mit Ihrem Wunsch nach mehr Gehalt durchdringen.

Wenn man tatsächlich erkannt hat, dass Sie wertvolle Arbeit leisten, wird man gewillt sein, diese zu honorieren!

Dass die Einkommenschere in Österreich deutlich über dem EU-Schnitt liegt, können Sie hier nachlesen.

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Zu viel Arbeit? – Was tun!

Haben Sie zu viel Arbeit? Haben Sie das Gefühl, dass die Digitalisierung Ihrer Arbeit sogar dazu geführt hat, dass Sie jetzt mehr Zeit für die Erledigung brauchen als früher?

Ein Bespiel aus der Gastronomie.

Gerade dann, wenn Systeme verändert oder gänzlich neu eingeführt werden, kann das zu Problemen führen, die Führungskräften nicht bewusst sind.

Z.B. stehen Servicekräfte in der Gastronomie heute aufgrund der Digitalisierung vor Problemen, die sie früher nicht hatten.

Wenn ein Gast eine Speise oder ein Getränk auch nur minimal verändert haben möchte, ist das heute mit mehr Aufwand verbunden, als es das früher war.

In Zeiten ohne vollautomatisierten Schankanlagen war es ein Einfaches, dem Gast mehr Soda in seinen “G’spritzen” zu schenken. Heute ist das ein Problem, da die Schankanlage so programmiert ist, dass sie das Glas genau mit einem 1/8 befüllt.

Auch bei Speisen, deren Zubereitung es an und für sich völlig unproblematisch zu lassen würde, die eine oder andere Zutat wegzulassen, brauchen die Servicekräfte für die Eingabe der Änderungen weit länger als das in der Vergangenheit der Fall war.

Am schlimmsten ist natürlich, wenn es zum Systemabsturz kommt. Dann geht nämlich gar nichts mehr.

Kommt Ihnen die Situation bekannt vor?

Auch im Bereich der Sachbearbeitung stellen die Zulässigkeit von Systemeingaben und Zugriffsberechtigungen häufig ein Problem dar.

Oft höre ich davon, dass MitarbeiterInnen gefühlte Stunden mit Eingaben verbringen, was Sie früher mit dem Stift in “Null komma Nichts” erledigt hatten.

Die mit der Digitalisierung einhergehende und 2018 neu beschlossene DSGVO führt zu weiteren Problemen, die wir früher nicht hatten. Plötzlich bekommt man dienstliche Auskünfte von einer Abteilung zur anderen mit Berufung auf den Datenschutz nicht mehr.

Was früher mal ganz einfach war, dauert jetzt oft mehrere Stunden?

Ihr Chef weiß das alles nicht?

Könnte es sein, dass Ihre Führungskraft gar nicht weiß, dass Sie zu viel Arbeit haben und noch weniger warum?

Da Führungskräfte in den seltensten Fällen selbst irgendwelche Systemeingaben bearbeiten oder selbst Telefonate führen, um an inhaltlich Informationen zu kommen, könnte es sein, dass sie den Zeitbedarf nicht mehr einschätzen können.

Was tun?

Stellen Sie sich die Frage, ob Ihre Führungskraft überhaupt weiß oder wissen kann, dass Ihr Arbeitspensum drastisch gestiegen ist, obwohl sich am Ergebnis nichts geändert hat.

Ich habe in meiner beruflichen Vergangenheit Ergebnislisten erhalten. Mir fiel auf, dass viele Geschäftsfälle meiner MitarbeiterInnen als unerledigt gekennzeichnet waren. Meine Nachfrage hat ergeben, dass dies deshalb der Fall war, weil jemand anderer ein Häkchen in einem bestimmten Feld setzen müsste.

In all diesen Fällen war die faktische Arbeit längst erledigt, konnte aber nicht in Rechnung gestellt werden, weil es das System aufgrund eines fehlenden Häkchens nicht zuließ.

Kommunizieren Sie!

Interessant war, dass meine MitarbeiterInnen nicht von sich aus auf diesen Umstand hinwiesen und auch keine Erklärung für die vielen Außenstände abgegeben hatten.

Sie versuchten aber durch mehrere Telefonate, die Zuständigen dazu zu bewegen, die Häkchen zu setzen. Offenbar auch, ohne deutlich zu machen, dass sie selbst dadurch nicht weiterarbeiten konnten.  Anstatt mich auf die fehlenden Häkchen hinzuweisen, wartete man ab, bis ich die Ergebnislisten sah und nachfragte.

Sollte es Ihnen auch so gehen, dann thematisieren Sie die Konsequenzen, die eine Systemeinführung oder -umstellung auf Ihr Arbeitspensum hat.

Sie sollten bereits im Vorfeld darauf aufmerksam machen, wie zeitintensiv eine Arbeit aufgrund der Systemgegebenheiten erscheint.

Lassen Sie Aufgaben von Ihrer  Führungskraft priorisieren, wenn Sie das Arbeitspensum nicht mehr schaffen! Bereiten Sie eine Liste mit allen Arbeiten vor und besprechen Sie, wie Sie sie priorisieren würden. So schaffen Sie Bewusstsein bei Ihrer Führungskraft und  sorgen außerdem dafür, dass er weiterhin die Verantwortung trägt und diese nicht auf Sie abwälzen kann!

Alles was Sie zum Thema Burn-out wissen müssen, finden Sie hier.

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Was testen Personalberater

Personalberater sind Firmen, die Personal für andere Firmen suchen. Diese Unternehmen leben also davon, möglichst schnell, gute Leute zu finden, da ihr eigenes Honorar davon abhängt. Mit gezielten Fragen im  Bewerbungsgespräch finden sie recht schnell heraus, was sie wissen wollen.

Das sollten Sie übrigens bedenken, bevor Sie das nächste Mal zu einem Bewerbungsgespräch auf Einladung eines Personalberaters gehen! Sie sind nämlich – so hart das klingen mag – das Produkt das der Personalberater verkaufen möchte und er ist gut beraten, Sie möglichst gut zu behandeln.

Worauf schaut ein Personalberater also während des Bewerbungsgesprächs?
Unternehmenspassung

Abgesehen davon, dass Sie natürlich die geforderten fachlichen Qualifikationen mitbringen müssen, möchte er vorrangig wissen, ob Sie in das Unternehmen, das sein Kunde ist, passen.

Er weiß im Regelfall darüber Bescheid, welche Unternehmenskultur sein Kunde pflegt, wie die zukünftige Führungskraft tickt, welche Altersstruktur das Unternehmen aufweist und vieles mehr.

Sollten Sie aufgrund Ihrer Unterlagen eingeladen worden sein, dann ist die Chance schon ziemlich hoch, dass sowohl Ihr Alter, Ihre Nationalität, das Geschlecht und ihre bisherige Berufserfahrung passen.

Bewerbung ist Werbung! 

Im Gespräch selbst geht es hauptsächlich darum, sich gut verkaufen zu können. Es geht darum, möglichst sympathisch zu erscheinen. Der Personalberater achtet darauf, dass Sie authentisch sind und das was Sie sagen mit Ihrer Körpersprache übereinstimmt.

Er möchte herausfinden, ob er Ihnen Glauben schenken darf und muss sicher sein, dass Sie in einem Folgegespräch mit dem Kunden in gleicher Weise auf dessen Fragen antworten.

In vielen Fällen wird er auch genau darauf achten, dass Sie die geforderten Kriterien des Unternehmens auch tatsächlich erfüllen. Rechnen Sie also damit, dass er auch Fragen hinsichtlich Ihrer Fachkenntnisse stellt.

Wie geht es weiter?

Im Regelfall der Personalberater dem Kunden ca. drei Bewerbungen vor, die er selbst in die engere Wahl genommen hat.

Den Deal wird er nur dann erfolgreich machen, wenn es ihm gelingt, Sie bestens anzupreisen. Natürlich muss er darauf vertrauen können, dass Sie beim ersten Gespräch beim Kunden, halten, was er vorher versprochen hat!

Da das Image und seine weiteren Geschäftserfolge davon abhängig sind, dass er erfolgversprechende Kandidaten bringt, ist für den Personalberater genauso wichtig wie für sie selbst, dass Sie gut beim Kunden ankommen.

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aktualisiert im Mai 2019

Die Macht von Karriereplänen!

Haben Ihre Mitarbeiter Perspektiven?

Menschen brauchen und wünschen sich Perspektiven. Das gilt für das Privat- genauso wie das Berufsleben.  Perspektiven versprechen die Chance, sich weiterzuentwickeln! Sie spornen an und beweisen dem/der Mitarbeiterin Vertrauen in seine/ihre Fähigkeiten. Sie versprechen Wertschätzung seitens der Person, die die Perspektive in Aussicht stellt und demonstrieren den Glauben in das Entwicklungspotenzial des/der Mitarbeiters/in .

Berufliche Perspektiven müssen kommuniziert, aufgezeigt und systematisiert werden, um nachhaltig und wirkungsvoll als Personalmaßnahme  eingesetzt werden zu können.

Wer auf Talent und Karrierewille setzt, motiviert insbesondere die besten Mitarbeiter, nämlich jene die vorwärts kommen, ihre Skills einsetzen und etwas bewirken wollen.

Verfügt das Unternehmen über Karrierepläne für möglichst viele ausgewählte und miteinander kommunizierende Mitarbeiter so potenziert sich die positive Wirkung!

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Wie man Mitarbeiter motiviert!

Ist die Mitarbeitermotivation hoch, schlägt sich das im Unternehmenserfolg nieder. Dieser Zusammenhang ist auch sicher jeder Führungskraft bekannt. Wodurch aber lassen sich Mitarbeiter am besten motivieren?

Gehaltserhöhung

Glauben Sie, dass eine Gehaltserhöhung Ihre Mitarbeiter motiviert? Ja das tut sie, allerdings nur solange, bis er sich an den Zustand gewöhnt hat und ihn als normal erachtet. Dann wird seine Leistung aber wieder auf das ursprüngliche Maß abfallen.

Dienstfahrzeug

Auch ein Dienstfahrzeug fällt wie das Gehalt unter die sogenannten Hygienefaktoren. Diesen ist gemeinsam, dass sie nur eine Auswirkung auf die Mitarbeitermotivation haben, wenn sie fehlen. Das Vorhandensein eines Fahrzeuges wird also ebenso relativ schnell als Selbstverständlichkeit angesehen und wirkt sich minimal auf die Mitarbeitermotivation aus.

People Value

War früher die Mitarbeiterzufriedenheit schon damit erreichbar, dass die Person einen sicheren Job und ein geregeltes Einkommen bekam, hat sich in Zeiten des härteren Wettbewerbs so einiges geändert.

 “war for Talents”

Der demografische Wandel und die Konkurrenz aus aufstrebenden Wirtschaftsnationen hat in den letzten 20 Jahre dazu geführt, dass die Mitarbeiter anspruchsvoller geworden sind. Sie wollen, dass man Ihnen auf Augenhöhe begegnet und sie haben Ansprüche an ihre Jobs.

Heutzutage reicht es nicht mehr aus, irgend einen Job zu machen. Junge Mitarbeiter wollen sich verwirklichen, wollen Erfolge haben und sich mit ihrem Unternehmen identifizieren.

Wollen Sie also Ihre Mitarbeiter langfristig motivieren, dann kommen Sie nicht umhin, zu eruieren, was Ihre Mitarbeiter bewegt!

Leidenschaft

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter langfristig motivieren und im Unternehmen halten wollen, müssen Sie herausfinden, was sie interessiert und welche Stärken sie ausleben möchten.

Menschen tun das am liebsten, worin sie am besten sind. Und dort liegen zwangsläufig auch ihre Stärken.

Wenn es Ihnen dann noch gelingt, diese Stärken auch tatsächlich für Ihr Unternehmen einsetzen zu können – (denn was hilft es, wenn Ihr Mitarbeiter am liebsten Computerspiele programmiert, sie aber eine Tischlerwerkstatt führen) – dann werden sich Ihre Mitarbeiter weiterentwickeln können, persönliche Ziele und Erfolge erreichen und damit auch Ihr Unternehmen weiterbringen!

Entwicklungschancen

Manche Mitarbeiter sind besonders zu motivieren, indem Sie sich für Ihre persönlichen Ziele interessieren und einen langfristigen Karriereplan mit ihm ausarbeiten. Den Mitarbeiter motiviert insbesondere, dass er Aufstiegschancen erkennen kann und von Zeit zu Zeit seinen Aufstieg an Etappenzielen festmachen kann.

Lob und Anerkennung

Manchmal hängt die Mitarbeitermotivation auch nur davon ab, wieviel Anerkennung der Mitarbeiter für seine Arbeit bekommt. Dann ist insbesondere die Führungskraft gefordert, da sie diese Anerkennung kommuniziert. Es ist daher Führungsaufgabe richtig einzuschätzen, welches Maß an Anerkennung der jeweilige Mitarbeiter braucht.

Teamarbeit

Für manche Kollegen hängt die Zufriedenheit einzig und allein von ihrer Stellung im Team ab. Sie sind dann höchstmotiviert, wenn sie sich im Team wohlfühlen und die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen als angenehm empfinden.

Stolz

Manchen Mitarbeitern ist es besonders wichtig, für welches Unternehmen sie arbeiten. In der Regel wird es ein besonders erfolgreiches, sehr Imageträchtiges Unternehmen sein. Ein Beispiel das ich besonders oft höre, ist Red Bull. Mitarbeiter identifizieren sich dann besonders mit dem Außenauftritt des Unternehmens und ziehen ihre Motivation aus dessen starkem Image.

mehr zum Thema People value könne Sie hier nachlesen.

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