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Verkaufen statt Bewerben!

In meiner Tätigkeit erlebe ich häufig, dass Bewerbungsunterlagen sehr bemüht verfasst werden, trotzdem aber nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Es hagelt Absagen und die Bewerber wissen nicht warum. Die Antwort darauf ist oftmals sehr einfach. Es fehlt am Bewerbungsmarketing!

Haben Sie schon mal eine Anzeige auf willhaben.at verfasst? Sicherlich haben Sie sich überlegt, was die Adressaten Ihrer Anzeige interessiert! Das gleiche sollten Sie machen, wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen verfassen.

Zielgruppe

Auch beim Bewerbungsmarketing ist die zentrale Frage, wer Ihre Zielgruppe ist. Wer bekommt Ihre Unterlagen als Erste(r) zu lesen? Es ist nicht der IT-Experte oder die Produktspezialistin. Je nach Größe und Organisation eines Unternehmens ist der erste Leser Ihrer Bewerbungsunterlagen ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung. Sie müssen also Ihre Unterlagen in einer Sprache verfassen, die auch ein Laie versteht!

Käuferbedürfnis

Wenn man einen Gebrauchsgegenstand verkaufen will, überlegt man, wie man ihn beschreiben (=bewerben) muss, um Kaufinteressenten zu finden.

Im Falle des Bewerbungsmarketings müssen Sie sich ebenfalls überlegen, was Ihre “Käuferschicht” lesen möchte. Was in Ihren Bewerbungsunterlagen weckt ihr Interesse? Welche Kriterien könnte Ihre “Käuferschicht” bewegen, Sie zum Gespräch einzuladen? Die Antwort darauf finden Sie im Inserat, dem leider – meiner Erfahrung nach – oft zu wenig Detailbeachtung geschenkt wird.

Lesen Sie genau, welche Anforderungen gesucht werden und prüfen Sie Ihre Unterlagen darauf, ob diese Kriterien auch eindeutig herauslesbar sind. Machen Sie es Ihrem Leser leicht und betonen Sie die Kriterien nach denen er sucht ausdrücklich.

Marke

Im Bewerbungsprozess ist der Aufbau einer Marke kein gewichtiges Thema, weil man sich nur einmal bei einem Arbeitgeber bewirbt. Anders als beim Markenaufbau möchte man nur kurz Aufmerksamkeit erregen. Nichtdestotrotz sind Aspekte des Markenaufbaues auch im Bewerbungsprozess relevant.

Überlegen Sie, welches Image Sie mit Ihrem Auftritt vermitteln wollen. Wenn Sie mit Ihrem Bewerbungsunterlagen und auch mit Ihrem Auftritt im Bewerbungsgespräch dieses Image konsequent transportieren und damit authentisch wirken, wird Ihre Bewerbung Erfolg haben!

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Bevor Sie sich daran machen, Ihre Bewerbung zu schreiben, stellen Sie sicher, dass Sie sich auf den richtigen Job bewerben!

Der richtige Job

Damit ist gemeint, dass Sie sich nur auf Stellen bewerben, wo Sie eine tatsächliche Chance haben, auch wirklich eingeladen zu werden.

Dazu müssen Sie im Inserat auch zwischen den Zeilen lesen können.

Wenn sich das Inserat z.B. nur an junge Uniabsolventen richtet, dann sinken die Chancen, eingeladen zu werden. Erkennbar ist der Umstand daran, dass Sie z.B. per Du angesprochen werden und meist ein nur ein FH Abschluss genannt wird.

Ergibt sich aus der inhaltlichen Beschreibung, dass die Firma eher einen Mann oder eher eine Frau einstellen wird, macht eine Bewerbung mit dem anderen Geschlechts wenig Sinn. Denn auch das gesetzliche Diskriminierungsgebot ändert nichts daran, dass es Gründe geben kann, weshalb ein bestimmtes Geschlecht bevorzugt wird.

Erfüllen Sie die Muss-Kriterien?

Unter Muss Kriterien versteht man Kriterien im Anforderungsprofil, die Grundvoraussetzung zur Erfüllung des Jobs sind. Meistens sind es die erstgenannten im Jobprofil. Ein Kann Kriterium erkennt man daran, dass ein Zusatz wie “wünschenswert” oder “vorzugsweise” erwähnt wird.

Los geht’s!
Der Lebenslauf

Wenn Sie sicher sind, dass das Jobinserat Ihren Wunschjob beschreibt, kann es losgehen.

In der Regel werden Sie einen Lebenslauf verwenden, der stabil bleibt. Sie werden Ihren Lebenslauf also nicht für jede Bewerbung anpassen. Das kann lediglich in Ausnahmefällen erforderlich sein.

Allerdings empfehle ich, Ihren Lebenslauf bei jeder Bewerbung zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Schlüsselwörter, die im Inserat genannt sind, auch im Lebenslauf stehen. Warum das wichtig ist, erfahren Sie hier.

Das Motivationsschreiben

Wie der Name schon sagt, muss dieses Schreiben ein Motiv enthalten. Eigentlich sind es zwei. Nämlich die Gründe, warum Sie sich bewerben. Und die Gründe, warum Sie sich für den Job geeignet halten. Letzteres ist auch das Motiv für den Personalisten, Sie einzuladen.

Dieses Schreiben muss zwingend für jede Bewerbung neu verfasst werden. Es gibt ganz wenige Positionen, die in nahezu jedem Inserat gleich beschrieben sind. Nur in diesen Fällen dürfen Sie ein Musterschreiben verwenden, in welchem Sie den jeweiligen Adressaten ändern.

Zeugnisse

Wenn im Inserat “aussagekräftige Bewerbungsunterlagen” erbeten werden, dann ist damit auch gemeint, dass Sie Ihre Zeugnisse mitschicken. Allerdings empfehle ich dabei nur die wichtigsten Zeugnisse mitzuschicken. Das werden in der Regel maximal drei sein.

E-Mail

In vielen Inseraten ist eine E-Mail Adresse genannt, an die Sie Ihre Dokumente übermitteln sollen.

In vielen Firmen nimmt aber die Vorauswahl geeigneter Kandidaten eine Mitarbeiterin ohne Entscheidungsgewalt vor. Sie speichert die Dokumente in einem Order ab. In diesen Fällen liest der entscheidende Personalist die E-Mail oft gar nicht. Aus diesem Grund empfehle ich, den E-Mail Text kurz zu halten und nur auf die Anhänge zu verweisen und vor allem das Motivationsschreiben nicht in die E-Mail zu verpacken.

Eine Checkliste über alle wichtigen Punkte finden Sie hier. (Achtung: Es handelt sich um eine deutsche Website. Dort wird das Motivationsschreiben Anschreiben oder Bewerbungsschreiben genannt.)

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Motivationsschreiben erster Satz

Erfahrungsgemäß ist das Motivationsschreiben der verhassteste Teil der Bewerbungsunterlagen.

“Wie fang ich an?”, “Was wollen die hören?”, “Wozu brauche ich überhaupt ein Motivationsschreiben, im Lebenslauf steht doch eh schon alles?” sind Fragen, die oft gestellt werden.

der Sinn des Motivationsschreibens

Das Motivationsschreiben hat erstens den Sinn, in kurzen Worten auf den Punkt zu bringen, warum gerade Sie zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden sollten. Es muss, wie der Name schon sagt, weiters das Motiv beinhalten, warum gerade Sie für die Stelle geeignet sind und warum Sie eingeladen werden sollten!

Zu meinem persönlichen Entsetzen musste ich feststellen, dass in Lehrbüchern des 21. Jhdt. geraten wird, mit der Floskel “Hiermit bewerbe ich mich auf die in xy ausgeschriebenen Stelle” zu beginnen.

vermeiden Sie Selbstverständlichkeiten

Vermeiden Sie bitte Selbstverständliches! Der Recruiter weiß im Regelfall, dass und wo er sein Inserat veröffentlicht hat. Wofür Sie sich bewerben wollen, ist für ihn spätestens in der Betreffzeile klar. Ein Einleitungssatz, der beschreibt, wo man das Inserat gelesen hat und dass man sich bewerben möchte, ist also völlig unnötig, vergeudet den ohnehin begrenzten Platz und langweilt den Leser.

Im Idealfall können Sie sich in der ersten Zeile auf ein geführtes Telefonat oder auf ein Gespräch beziehen.  Andernfalls sollten Sie versuchen, durch einen “knackigen” Einstieg das Interesse des Lesers zu wecken.

Denken Sie dabei an Bücher, die Sie gerne lesen! Diese verfügen bereits in den ersten Sätzen über irgendetwas, was Ihr Interesse weckt und Lust macht, weiter zu lesen! Ich empfehle Ihnen daher bereits im ersten Satz einen Bezug zum Inserat herzustellen und darzulegen, was genau Ihr Interesse für den Job geweckt hat!

In manchen Fällen sind auch Slogans, die das Unternehmen verwendet gut geeignet, um einen Konnex herzustellen. Das wohl berühmteste Beispiel dazu ist “just do it“. Sollten Sie sich also zufällig bei Nike bewerben, so könnte Ihr Einstiegssatz lauten “I show you what creazy dreams can do!” Damit schlagen Sie mehrere Fliegen mit einem Schlag. Sie haben sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt, zeigen, dass Sie die Botschaft verstanden haben und gleichzeitig, dass Sie zum Unternehmen passen!

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aktualisiert im April 2019

Bewerbungsunterlagen – was haben die mit meinen Fähigkeiten zu tun?

Kürzlich las ich in einer Facebookgruppe die Frage, was denn Bewerbungsunterlagen mit den Fähigkeiten des Bewerbers zu tun hätten. Ich war sehr überrascht über diese Frage, liegt die Antwort doch auf der Hand!

Was der Recruiter aus Ihren Bewerbungsunterlagen herausliest

Ein Recruiter schließt von Ihren Unterlagen auf Ihren Arbeitsstil! Ist die Bewerbung schlampig, unübersichtlich und unstrukturiert, so werden Sie sie es auch mit der Qualität Ihrer Arbeit nicht allzu genau nehmen.

Das Layout Ihrer Bewerbungsunterlagen entscheidet darüber, ob der Recruiter überhaupt gewillt ist, sich Ihre Bewerbung näher anzusehen. Das mag Ihnen nicht gerecht erscheinen und vielleicht auch kleinkariert, denn eigentlich sollte der Inhalt ausschlaggebend sein. Trotzdem ist die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch in hohem Maße von der Sympathie abhängig, die beim Begutachten Ihrer Unterlagen erzeugt wird!

Die Art und Weise wie Sie Ihre Bewerbungsunterlagen inhaltlich gestalten, sagt vieles über das Vorhandensein Ihrer Soft Skills aus.

Es ist zum Beispiel ersichtlich, ob Sie kommunikationsfähig sind. Sind Sie in der Lage, die richtigen Worte zu finden? Sind Sie fähig, die Kernaussagen des Inserates zu treffen? Können Sie wichtige Informationen kurz darstellen und auf den Punkt bringen?

Der Recruiter erkennt auch rasch, ob Sie emphatisch sind und die Bedürfnisse des Unternehmens erkennen können.  Er sieht, ob Sie sich ausreichend mit dem Inserat und mit der Website des Unternehmens auseinander gesetzt haben und wissen, worauf es beim inserierten Job ankommt.

Da die meisten Jobs nicht nur aus den Kernkompetenzen bestehen, sind diese Soft Skills wichtig. Wenn auch die Aufgabe des Mechatronikers in erste Linie die Beschäftigung mit dem Auto ist, so muss er doch auch in der Lage sein, mit den Kunden zu kommunizieren. Er muss die Anweisungen des Vorgesetzen verstehen und umsetzen können und muss in der Lage sein, sich mit seinen KollegInnen abzustimmen. Ihre diesbezüglichen Fähigkeiten sind aus den Bewerbungsunterlagen herauszulesen.

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aktualisiert im April 2019

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Bewerbung als Führungskraft – 7 häufige Fehler

Sie suchen einen neuen Job als Führungskraft? Bei der Bewerbung als Führungskraft gibt es einiges zu beachten, das sich von anderen Bewerbungen unterscheidet.

7 Fehler, die Sie vermeiden sollten!
  1. Besonders Menschen, die eine lange Karriere hinter sich haben, neigen dazu, in Ihre Bewerbungsunterlagen sämtliche Informationen zu Ihrer Person packen zu wollen. Viele dieser Themen sollten aber erst im Bewerbungsgespräch erörtert werden. Reduzieren Sie Ihre Unterlagen daher auf das Wesentliche!
  2. Bewerbungsschreiben beinhalten oft eine Aneinanderreihung von leeren Floskeln. Die Kunst der erfolgreichen Bewerbung besteht allerdings darin, ein Bild über die bisherigen Tätigkeiten in relevantem Bezug zur angestrebten Stelle zu zeichnen. Beschreiben Sie nur Positionen der Vergangenheit näher, die Fähigkeiten für die angestrebte Stelle unter Beweis stellen.
  3. Führungskräfte müssen besonders strukturiert und klar in ihrer Sprache sein. Dieser Aspekte macht in der Führungsarbeit einen wesentlichen Teil des Erfolges aus. Gelingt es Ihnen nicht, in Ihren Unterlagen Dinge auf den Punkt zu bringen, stellen Sie sich selbst kein gutes Zeugnis aus.
  4. Manager werden an Erfolgen gemessen. Daher ist es wichtig, bisherige Erfolge in geeigneter Form im CV darzustellen. KPIs sind in Bewerbungen als Führungskraft daher ein unausgesprochenes Muss!
  5. Ihr Foto muss jene Eigenschaften transportieren, die für eine Führungskraft wesentlich sind. Das sind insbesondere Durchsetzungsvermögen, Klarheit und Seriosität. Es muss Ihnen also gelingen, mit Ihrem Foto nachzuweisen, dass Sie ein Vorbild für Ihre zukünftigen MitarbeiterInnen sind.
  6. Lassen Sie Ihre Unterlagen von jemandem gegenlesen. Rechtsschreib- bzw. Flüchtigkeitsfehler stellen bei Bewerbungsunterlagen für Führungspositionen jedenfalls ein sofortiges Ausschlusskriterium dar.
  7. Immer wieder sind Führungskräfte überrascht, wenn ich Ihnen rate, Ihre Gehaltsvorstellungen bereits im Motivationsschreiben darzulegen. Führungskräfte sollten aber wissen, was Sie wert sind und was Sie wollen. Besitzen Sie nicht das Selbstbewusstsein, diese Angabe zu machen, sind Sie wahrscheinlich für den angestrebten Job nicht geeignet!
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

aktualisiert im April 2020

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“Ich bekomme keine Rückmeldungen!”

Schreiben Sie sehr häufig Bewerbungen, bekommen aber keine Rückmeldungen? Sollte es tatsächlich so sein, dass Sie keine oder nur standardisierte Rückmeldungen erhalten, sollten Sie dringend Ihre Unterlagen und die Art Ihrer Bewerbungen überprüfen lassen.

Gründe, warum Sie keine Rückmeldungen erhalten

Abgesehen von Fehlern, die bei der Übermittlung passiert sein können (falsche Emailadresse, kein Betreff, etc.) gibt es inhaltliche Gründe, die dazu führen können, dass sich das Unternehmen nicht meldet.

Unvollständigkeit

Aktuell habe ich eine Stellensuchanzeige laufen. Trotz detaillierter Beschreibung, was ich mir als Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugnisse) wünsche, schafft es nahezu kein(e) Kandidat(in), diese Unterlagen vollständig zu übermitteln!

Das ärgert mich. Und das ist die denkbar schlechteste Emotion, die Sie bei Ihrem Gegenüber auslösen können, wenn Sie zu einem Gespräch eingeladen werden wollen.

Ein Motivationsschreiben gibt Ihnen die Möglichkeit, sich aus der Maße abzuheben, detailliert darzustellen, was Sie für die Bewerbung motiviert und Argumente zu nennen, die den Arbeitgeber motivieren soll, Sie einzuladen. Erst durch das Motivationsschreiben werden Sie als Mensch hinter der Bewerbung erfasst.

Unübersichtlichkeit

In der Regel erhalte ich nur Lebensläufe, bei denen ich mir selbst zusammensuchen muss, ob der/die Bewerber(in), meine gewünschten Kriterien erfüllt. Im Falle wenig qualifizierter Positionen, die eine Vielzahl von Bewerbern nach sich ziehen, können Sie sicher sein, dass kein(e) Personalist(in) sich die Mühe macht, Ihren Lebenslauf zu durchforsten!

mangelnde Lesbarkeit

Machen Sie es Ihrem Leser so einfach und angenehm wie möglich. Verwenden Sie eine angenehme Schriftart und eine leicht lesbare Schriftgröße. Bauen Sie Hilfslinien ein, an denen sich das Auge orientieren kann. Und verwenden Sie nur dann den Europass, wenn es unbedingt verlangt wird!

keine Aussagekraft

Leider erreichen mich auch immer wieder Lebensläufe, deren Aussagekraft sehr gering ist.  Es ist zwar wichtig, dass Sie angeben, wo Sie gearbeitet haben, noch viel wichtiger ist aber, die Tätigkeiten aufzulisten, für die Sie verantwortlich waren. Dies ist auch deshalb relevant, als manche Positionen “hochtrabende” Titel haben. In vielen Unternehmen ist es modern geworden, Anglizismen zu verwenden. So ist zum Beispiel der ehemalige Haustechniker mittlerweile zum Facility Manager mutiert. Nicht mehr nachvollziehbar ist seither, wofür der Bewerber tatsächlich verantwortlich war.

Für Führungskräfte und Key Account Manager ist es ein Muss, Kennzahlen anzugeben. Erst dadurch lässt sich die Dimension Ihrer Tätigkeiten wirklich erfassen.

mangelnde Qualifizierung

Ein Inserat aufzusetzen, herauszufinden, welche Muss-Kriterien in einem Job gegeben sein müssen und welche Tätigkeiten den Job ausmachen, bedeuten für den Recruiter Arbeit. Er muss dazu einige Leute befragen, da er selbst in ganz andere Fertigkeiten ausgebildet ist. Ärgerlich ist es dann, wenn man Bewerbungen erhält, die nicht das Mindestmaß an Qualifizierung erkennen lassen oder man sogar erkennt, dass der Bewerber das Inserat augenscheinlich nicht gelesen hat.

Erreichbarkeit

Man sollte es nicht glauben! Immer wieder gibt es Bewerbungen, deren Absender ich nicht erreichen kann. Entweder weil ich keine Telefonnummer finde, sie falsch ist, oder aber die Kandidaten nicht zurückrufen.

Besonders interessant sind jene Fälle, die ich ein- bis zweimal anrufe, ihnen auch auf die Mailbox spreche, die aber nicht zurückrufen. Mehr als zweimal wird kein Recruiter versuchen, Sie zu erreichen.

Und wenn ich dann noch feststelle, dass der Kandidat nur per email erreicht werden möchte, seine email Adresse aber falsch ist, dann war die Bewerbung jedenfalls völlig sinnlos und macht mich fassungslos.

mangelnde Wertschätzung

Treffen mehrere der genannten Kriterien zusammen, fühlt sich der Leser nicht wertgeschätzt. Und das ist einer der wichtigsten Gründe, warum er es nicht wert findet, dem Bewerber zu antworten.

Wenn Sie allerdings überzeugt sind, dass Sie eine ordentliche Bewerbung abgeliefert haben und zu unrecht keine Antwort erhalten haben, sollten Sie nachfragen und können hier eine Arbeitgeberbewertung abgeben.

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aktualisiert im April 2019

Was der Rechtschreibfehler über Sie aussagt!

In einer Zeit, die immer schneller wird, legen immer weniger Menschen darauf wert, korrekt zu schreiben. Auch die Fehler im Bewerbungsschreiben scheinen Ihnen überbewertet. Oft wird demjenigen, der Rechtschreibfehler kritisiert, sogar noch Kleinlichkeit vorgeworfen.

Was aber sagt es über Sie aus, wenn Ihre Unterlagen Rechtschreibfehler aufweisen?

Wahrscheinlich nimmt man bei einem schweren Fehler an, dass Sie die korrekte Schreibweise eines Wortes tatsächlich nicht kennen. Das wäre schlecht und führt im Fall, dass Sie sich auf eine Stelle bewerben, wo gerade richtiges Schreiben Voraussetzung ist, mit Sicherheit zu einem sofortigen Ausscheiden Ihrer Unterlagen.

Oftmals sind es Flüchtigkeits- oder Schlampigkeitsfehler. Damit vermitteln Sie allerdings die Botschaft, dass es Ihnen die Mühe nicht wert ist, Ihre Unterlagen ordentlich zu erstellen und einer Überprüfung zu unterziehen.

Sie drücken damit mangelnde Wertschätzung Ihrem Gegenüber aus. Wenn es Ihnen aber schon in Ihrer Bewerbung – wo Sie sich im besten Licht zeigen sollten – die Mühe nicht wert ist, wie sieht es dann erst mit Ihrem zukünftigen Einsatz aus?

Seien Sie sicher!

Je mehr Bewerbungen der Personalist zur Auswahl hat, desto strenger wird sein Maßstab sein. Überlegen Sie mal, wie Sie aus einem Überangebot von z.B. Obst auswählen. Logisch, je mehr sie davon haben, desto mehr wählen Sie die makellosen. Erst wenn sich ihr Angebot zu Ende neigt, werden Sie auch weniger schöne Früchte wählen. Vielleicht ist für Sie persönlich auch eine Schachtel Merci das bessere Beispiel. Ich wähle anfänglich meine absolute Lieblingsschokolade. Wenn die besten Stücke weg sind, kommen die weniger bevorzugten dran. Ganz zum Schluss, wenn nur noch wenige Stücke da sind, wähle ich die dunkle Schokostücke und als letztes kommt das mit Marzipan gefüllte, das mag ich nämlich gar nicht.

Der Personalist wählt bei Jobs, für die es viele Interessenten gibt, natürlich auch die aus, die ihm anfänglich am tauglichsten erscheinen und bei dem sich die wenigsten Fehler im Bewerbungsschreiben finden.

Mehr zum Thema können Sie auch hier nachlesen.

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Wie steche ich aus der Masse hervor?

Wie steche ich aus der Masse hervor” fragen sich alle BewerberInnen auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt, wenn sie nicht gerade das Glück haben, ein sehr ausgefallenen Job zu machen!

Wir leben aber in einer Gesellschaft, die immer größeren Wert darauf legt, dass alle Menschen gleich sind und vor allem die gleichen Chancen haben sollen. Besonders im Bereich der Jobsuche wird durch das GBLG (Gleichbehandlungsgesetz) jegliche Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Weltanschauung, Alter oder sexueller Orientierung verhindert.

Die Kehrseite der Medaille

Um den Grundsatz der Nichtdiskriminierung einheitlich umzusetzen, hat die EU eine Formatvorlage für Lebensläufe kreiert (EUROPASS) und die Klärung der Frage “wie steche ich aus der Masse hervor?” damit gänzlich verhindert.

Abgesehen davon, dass diese Vorlage nach meinem persönlichen Dafürhalten allen “Regeln” der Übersichtlichkeit und Lesefreudigkeit widerspricht, tut sie vor allem eines. Sie verhindert, dass Sie individuell wahrgenommen werden,  sich von der ersten Minute an ins rechte Licht rücken können, und dafür sorgen können, dass Ihre Bewerbung als sympathisch und ansprechend wahrgenommen wird.

Nur auf Verlangen des Unternehmens

In manchen Fällen, insbesondere dann, wenn ein Unternehmen auch BewerberInnen aus dem Ausland erwartet, wird der Europass im Inserat verlangt. Sollte dies der Fall sein, müssen Sie dieser Aufforderung nachkommen.

Ansonsten denke ich aber,  dass es besser ist, von der Verwendung des Europass Abstand zu nehmen.

Zeigen Sie Ihre Individualität

Individualität kann Ihnen im Bewerbungsprozess einen Vorteil verschaffen, wenn es Ihnen gelingt, auf Vorzüge gegenüber anderen hinzuweisen! Und das fängt bereits beim ersten Anblick Ihrer Unterlagen an.  So wie wir binnen Sekunden entscheiden, ob wir unser Gegenüber sympathisch finden oder nicht, entscheidet auch der Adressat Ihrer Bewerbungsunterlagen in wenigen Sekunden, ob Sie sympathisch auf ihn wirken und ob er dementsprechend Lust hat, sie zu lesen.

Zur Veranschaulichung dessen denken Sie daran, wenn Sie das erste Mal ein Buch in die Hand nehmen. Es ist Ihnen sicher wichtig, dass Sie von der Aufmachung angesprochen werden. Sie begutachten intuitiv den Einband. Welche Farben sprechen Sie an? Liegt das Buch gut in der Hand? Hat es ein angenehmes Format? Freuen Sie sich darauf es zu lesen?

Worauf Sie bei der Schrift achten sollten 

Wenn Sie sich die Frage stellen: “wie steche ich aus der Masse hervor?” sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Schriftart Ihnen angenehm ist und welche zu Ihrer Persönlichkeit passt. Überprüfen Sie, ob die gewählte Schriftgröße gut lesbar ist. Fertigen Sie dabei unbedingt einen Ausdruck an, da die Schriftgröße erst in Papierform gut beurteilt werden kann.

Übersichtlichkeit und Struktur

Um die Lesefreudigkeit zu erhöhen, sollte es Ihnen gelingen, Ihren Text gut zu strukturieren. Dies gelingt durch unterschiedliche Formatierungen, durch die Verwendung von Trennlinien und die Kennzeichnung gleicher Ebenen.

Ich rate dringend von der Verwendung von Fließtexten ab, da deren Inhalt schwerer zu erfassen ist, als etwa eine strukturierte Aufzählung.

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aktualisiert im April 2019

Die Schrift Im Lebenslauf

Warum ist die Schrift im Lebenslauf wichtig?

Wenn Personalisten jeden Tag 100te Bewerbungen lesen müssen, dann haben sie sich rasch an einer Schrift satt gesehen. Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass Ihre Bewerbung als unsympathisch wahrgenommen wird. Fatal, wenn die Zeit des Personalisten drängt und er rasch aussortiert.

Versetzen Sie sich in den Leser

Wie geht es Ihnen, wenn sie ein Buch lesen? Je sympathischer Ihnen die Schrift ist, desto mehr werden Sie Lust haben, das Buch zu lesen. Strengt aber die Schriftgröße  Ihre Augen an oder führt die gewählte Schrift dazu, dass Sie das Schriftbild als unsympathisch empfinden, desto weniger gern werden sie das Buch lesen.

Denken Sie auch daran, dass die Schriftart die Gesamterscheinung Ihres Lebenslaufes beeinflusst, da manche Schriften mehr Platz erfordern als andere. Prüfen Sie auch, ob Ihnen die Schrift noch gefällt, wenn Sie fett oder kursiv schreiben. Sehen Sie sich letztlich auch an, wie die Schrift wirkt, wenn Sie sie als Überschrift benutzen.

Erfolgreiche Schriftarten

Wenn man aber eine Schrift im Lebenslauf verwendet, die nicht jeder verwendet, dann könnte man den Effekt erzielen, dass die Bewerbung besonders ins Auge sticht!

Die meisten Personalisten überfliegen die Bewerbungsunterlagen schnell. Sie sichten die Dokumente nach wesentlichen Kriterien, die für den Job wichtig sind. Am leichtesten fällt dies, bei Bewerbungsunterlagen, die leicht zu lesen sind.

Sie sollten daher keinesfalls “Times New Roman” oder “Arial” verwenden, da diese zu den gängigsten Schriften zählen und sehr oft verwendet wird.

Suchen Sie sich eine Schrift für Ihren Lebenslauf aus, die gut lesbar ist, Ihnen gefällt und die über keine Serifen verfügt, da diese wenig seriös wirken. Überfordern Sie das Auge des Personalisten keinesfalls mit einem ausgefallenen Design, wenn es sich nicht um eine Bewerbung in einem Kreativberufen handelt.

Denken Sie daran, dass auch Brillenträger die Schrift am PC gut lesen können soll. Befragen Sie dazu jemanden, der schon ein bisschen älter ist bzw. eine Brille trägt.

Eine weitere Meinung zum Thema lesen Sie hier.

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“Warum lädt man mich nicht ein?”

Warum lädt man mich nicht ein? Ich passe doch zu 100%.” Diese Frage höre ich leider sehr häufig! Und trotzdem bleibt sie den meisten ein Rätsel.

Die Ursache

In vielen Fällen liegt es daran, dass sich BewerberInnen nicht verkaufen können!

Viele bringen zwar die fachlichen  Voraussetzungen für den begehrten Job  mit, sind aber leider so gar nicht in der Lage, die damit in Zusammenhang stehenden Botschaften so zu transportieren, dass sie beim Unternehmen auch ankommen.

Wenn Sie z.B. der Meinung sind, dass Sie die zuverlässigste Sekretärin sind, die es gibt, dann ist es zwar schön, dass Sie das wissen, Sie müssen es aber dem Unternehmen auch mitteilen.

Oftmals scheuen sich BewerberInnen – und ja, bei den Frauen kommt das Phänomen noch häufiger vor – sich selbst zu loben.

Die Begründung

In meinen Coachings höre ich oft “Na das ist ja eh klar! Das muss ich doch nicht extra erwähnen!” und außerdem “ich will ich das nicht so ausdrücklich betonen, das klingt angeberisch.

Abgesehen davon, dass ich immer schmunzeln muss, weil ich den Satz so oft höre, kann ich nicht oft genug betonen, dass ein Mensch, der Ihre Unterlagen zum ersten Mal sieht, Sie nicht kennt.

Er hat keine Ahnung davon, was für Sie selbstverständlich ist und was nicht. Er weiß auch nicht, welche Aufgaben ihr letzter Job umfasst hat. Wenn auch z.B. ein Projektleiter Projekte leitet und das bestimmt in jeder Firma tut, so weiß man nicht, welche speziellen Tätigkeiten Sie verrichtet haben.

Relevante Botschaften müssen also von Ihnen angeboten werden. Setzten Sie Ihre Scheuklappen ab und beschreiben Sie Ihren letzten Job auch inhaltlich. Ansonsten dürfen Sie ihm nicht übel nehmen, dass er sich gegen Sie entschieden hat!

Seien Sie emotional!

Emotionen lösen im Gegenüber ebenso Emotionen aus. Wenn es Ihnen in Ihrem Bewerbungsschreiben gelingt, die Leidenschaft mit der Sie Ihren Job gemacht haben, zu transportieren, dann wird diese für den Leser zu spüren sein.

Denken Sie mal an einen Liebesroman. Wäre der emotionslos geschrieben, würde er bestimmt keine LeserInnen begeistern können. Die Verwendung von Worten aber, die Emotionen bei der Leserin auslösen, führt dazu, dass diese mit fiebern, sich in die Protagonisten hineinversetzen können und den Roman spannend machen.

Fazit

Wenn es Ihnen also gelingt, die wesentlichen Kriterien Ihrer Tätigkeit zu nennen und darüber hinaus, Ihre Texte so verfassen, dass Sie Emotionen auslösen, werden Sie sich die Frage “warum lädt man mich nicht ein?” in Kürze ganz sicher nicht mehr stellen müssen.

Eine weitere Beleuchtung des Themas finden Sie auch hier.

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