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Unique Selling Proposition (USP)

Um in der Arbeitswelt Erfolg zu haben, ist es erforderlich, aus der Maße hervorzustechen. Möglich macht das die Unique Selling Proposition (USP) – zu deutsch Ihr Alleinstellungsmerkmal!

Warum ist Unique Selling Proposition so wichtig?

Haben Sie auch Wirtschaft studiert? Verbrachten Sie auch ein Jahr im Ausland? Haben Sie dort auch ein Praktikum absolviert? Sprechen Sie neben Deutsch auch Englisch.  So wie viele andere auch? Dann sind Sie bei einem interessanten Jobangebot sicher nicht alleine.

In einer Zeit, wo immer mehr AkademikerInnen auf den Arbeitsmarkt streben, ist es schwierig geworden, sich allein mit der Ausbildung von der Masse abzuheben.

Wenn Sie über die gleichen Kompetenzen verfügen, wie viele andere auch, ist es erforderlich, Ihre Bewerbungsunterlagen sowohl optisch als auch inhaltlich so aufzubereiten, dass Sie die Aufmerksamkeit des Adressaten besonders wecken.

Die Kunst, aufzufallen!

Das Geheimnis liegt in  der Unique Selling Proposition – Ihrem Alleinstellungsmerkmal.

Jeder Mensch ist individuell. Daher ist es wichtig, herauszufinden, was Sie individuell macht.  Die Unique Selling Proposition stellt Ihren Wettbewerbsvorteil dar, mit dem Sie sich von einer repräsentativen Vergleichsgruppe abheben.

Was macht mich besonders?

Haben Sie vielleicht besondere Computerkenntnisse? Haben Sie an einem interessanten Projekt mitgearbeitet? Bringen Sie eine Stärke mit, die bereits in der Vergangenheit nennenswert aufgefallen ist? Wurden Sie von Ihrem ehemaligen Vorgesetzten besonders gelobt? Haben Sie ein Schulprojekt gewonnen oder eine besondere Auszeichnung erhalten? Wenn das der Fall ist, nutzen Sie Ihre Chance und stellen Sie schon im Motivationsschreiben fest, was Sie von anderen abhebt!

Um Ihr Alleinstellungsmerkmal leicht herauszufinden, befragen Sie Freunde und Familienmitglieder. Aus Erfahrung weiß ich, dass es den meisten Menschen sehr schwer fällt, Ihre persönlichen Besonderheiten herauszufinden. Viel leichter ist es in der Regel, wenn andere die Frage beantworten, was an Ihnen besonders ist.

Wichtig ist jedenfalls, dass Ihnen Ihr Unique Selling Proposition selbst bewusst ist. Denn wie soll der zukünftige Arbeitgeber herausfinden, was Sie einzigartig macht, wenn Sie es selbst nicht wissen?

Das Bewusstsein Ihres Alleinstellungsmerkmales hebt Sie objektiv aber auch subjektiv von der Masse ab und stärkt Ihr Selbstbewusstsein. Auch das ist nötig, um einen potentiellen Arbeitgeber zu beeindrucken, da diese jedenfalls die Besten der Besten suchen.

Wecken Sie Interesse!

Dabei ist natürlich wichtig, dass diese Besonderheit für einen potentiellen Arbeitgeber interessant ist. Er muss also einen Zusammenhang zwischen Ihrer Besonderheit und seiner Geschäftstätigkeit herstellen können. Versetzen Sie sich dazu in seine Lage und überlegen Sie, welche Ihrer Kompetenzen einen Mehrwert für das Unternehmen darstellen könnte.

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aktualisiert im April 2019


	

Motivationsschreiben erster Satz

Erfahrungsgemäß ist das Motivationsschreiben der verhassteste Teil der Bewerbungsunterlagen.

“Wie fang ich an?”, “Was wollen die hören?”, “Wozu brauche ich überhaupt ein Motivationsschreiben, im Lebenslauf steht doch eh schon alles?” sind Fragen, die oft gestellt werden.

der Sinn des Motivationsschreibens

Das Motivationsschreiben hat erstens den Sinn, in kurzen Worten auf den Punkt zu bringen, warum gerade Sie zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden sollten. Es muss, wie der Name schon sagt, weiters das Motiv beinhalten, warum gerade Sie für die Stelle geeignet sind und warum Sie eingeladen werden sollten!

Zu meinem persönlichen Entsetzen musste ich feststellen, dass in Lehrbüchern des 21. Jhdt. geraten wird, mit der Floskel “Hiermit bewerbe ich mich auf die in xy ausgeschriebenen Stelle” zu beginnen.

vermeiden Sie Selbstverständlichkeiten

Vermeiden Sie bitte Selbstverständliches! Der Recruiter weiß im Regelfall, dass und wo er sein Inserat veröffentlicht hat. Wofür Sie sich bewerben wollen, ist für ihn spätestens in der Betreffzeile klar. Ein Einleitungssatz, der beschreibt, wo man das Inserat gelesen hat und dass man sich bewerben möchte, ist also völlig unnötig, vergeudet den ohnehin begrenzten Platz und langweilt den Leser.

Im Idealfall können Sie sich in der ersten Zeile auf ein geführtes Telefonat oder auf ein Gespräch beziehen.  Andernfalls sollten Sie versuchen, durch einen “knackigen” Einstieg das Interesse des Lesers zu wecken.

Denken Sie dabei an Bücher, die Sie gerne lesen! Diese verfügen bereits in den ersten Sätzen über irgendetwas, was Ihr Interesse weckt und Lust macht, weiter zu lesen! Ich empfehle Ihnen daher bereits im ersten Satz einen Bezug zum Inserat herzustellen und darzulegen, was genau Ihr Interesse für den Job geweckt hat!

In manchen Fällen sind auch Slogans, die das Unternehmen verwendet gut geeignet, um einen Konnex herzustellen. Das wohl berühmteste Beispiel dazu ist “just do it“. Sollten Sie sich also zufällig bei Nike bewerben, so könnte Ihr Einstiegssatz lauten “I show you what creazy dreams can do!” Damit schlagen Sie mehrere Fliegen mit einem Schlag. Sie haben sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt, zeigen, dass Sie die Botschaft verstanden haben und gleichzeitig, dass Sie zum Unternehmen passen!

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aktualisiert im April 2019

PDF oder Word – welches Format ist richtig?

Haben Sie sich schon mal Gedanken über das Format gemacht, das Sie für Ihre Bewerbungen verwenden? Manche Bewerber schicken ihre Unterlagen nämlich im Format “Word”. Und das sollten Sie nicht tun!

Die Nachteile

Das hat aus meiner Sicht gleich mehrere Nachteile.

Da der Empfänger Ihrer Nachricht möglicherweise auf einem anderen Betriebssystem arbeitet, könnte es sein, dass er über andere “Ansichten” verfügt als Sie. Möglicherweise verfügt sein System auch nicht über die gleichen Schriften wie Sie. Beide Fälle führen dazu, dass, dass sich Absätze verschieben und das Schriftbild nicht mehr so aussieht, wie Sie es ursprünglich gestaltet haben.

Ein weiterer Nachteil ist, dass man sofort erkennt, ob Sie “Word” tatsächlich beherrschen! Wer angibt, das Office Paket zu beherrschen, sollte wissen, was Tabulatoren sind und dementsprechend seine Einzüge nicht mit Leerzeichen gestalten! Leider sehe ich das auch sehr häufig.

Das Versenden eines Worddokumentes bringt auch den Nachteil mit sich, dass das Dokument leicht zu manipulieren ist. Gerade bei Bewerbungsunterlagen ist das ein nicht zu unterschätzendes Risiko, da Ihr Lebenslauf sowohl Ihre Unterschrift als auch Ihr Foto enthält. Wählen Sie zum Versand daher “Word” so eröffnen Sie die Möglichkeit sehr einfach, Ihr Foto bzw. auch Ihre Unterschrift missbräuchlich zu verwenden.

Wie Sie es besser machen können!

Speichern Sie Ihr Dokument vor dem Versenden  als PDF Datei und kontrollieren Sie sie vor dem Abschicken. Nur so können Sie sicher sein, dass der Empfänger die Datei tatsächlich so erhält, wie Sie sie ihm zukommen lassen wollten!

Dazu können Sie verschiedene Varianten benutzen. Die einfachste ist, die Datei als “Dateityp PDF speichern”. Wie das geht am einfachsten geht, können Sie hier nachsehen. Alle neueren Programme verfügen jedenfalls über dieses Feature.

Achten Sie letztliche bitte unbedingt darauf, dass Ihre Datei nicht zu groß ist. Sollte Ihre Datei tatsächlich zu groß sein, dann können Sie es mit verschiedenen kostenlosen Programmen komprimieren. Eines davon ist finden Sie unter smallpdf.com.

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7 wichtige Tipps für die Stellensuche

Nachdem ich immer wieder damit konfrontiert bin, dass Klienten frustriert von der Arbeitssuche sind, möchte ich hier 7 wichtige Fragen klären und Ihnen damit wichtige Tipps für die Stellensuche geben.

1. Erfüllen Sie die Anforderungskriterien?

Wie anderenorts schon erwähnt, gibt es “Muss-” und “Kann” Kriterien, die es zu erfüllen gilt! Wenn Sie nicht gerade einen sehr außergewöhnlichen Beruf haben, dann gehen Sie bitte davon aus, dass unzählige Bewerber über ein “BWL-Studium” oder einen “FH-Abschluss in xy” verfügen! Sollte dieses Kriterium an erster Stelle angeführt sein, dann ist es sinnlos, sich zu bewerben, wenn Sie es nicht erfüllen.

Wenn in einem Stelleninserat ein Kriterium nicht über den Zusatz “im Idealfall” oder “wünschenswert” verfügt, können Sie davon ausgehen, dass es sich um ein “Muss-Kriterium” handelt. Liegt dieses bei Ihnen nicht vor, macht eine Bewerbung keinen Sinn.

2. Sind die Anforderungskriterien zu niedrig?

Aktuell habe ich eine Klientin, die sich unaufhörlich auf Jobs bewirbt, für die sie ganz offensichtlich, selbst für den Laien erkennbar, überqualifiziert ist. Das ist man übrigens recht schnell. Selbst ein Maturant ist für die Position einer Hilfskraft  überqualifiziert.

Leider wird dieses Wort gerne überstrapaziert. Der Effekt ist, dass meine Klientin mittlerweile extrem frustriert ist und an sich selbst zweifelt, weil sie “nicht mal” für solche Jobs in Frage kommt. Aus dieser Abwärtsspirale kommt man nur, wenn man sich auf jene Jobs bewirbt, auf die man tatsächlich passt.

Frustrieren Sie sich nicht selbst, indem Sie sich unaufhörlich auf Jobs bewerben, für die Sie zu viel können. Hören Sie auf damit und ändern Ihre Strategie!

3. Wie oft haben Sie das gleiche Schreiben schon verschickt?

Leider glauben Bewerber, sie könnten es sich einfach machen, indem Sie das gleiche Schreiben an alle möglichen Interessenten schicken. Da man sofort erkennt, dass das Schreiben nicht dem Inserat korreliert, wird das nichts!

Es ist wesentlich sinnvoller, die Qualität Ihrer Bewerbungen zu erhöhen, als weiter beharrlich Dutzende Bewerbungen pro Woche rauszuschicken.

4. In welcher Stimmung haben Sie Ihre Bewerbung verfasst?

Auch diesen Punkt verkennen viele!

Ich kann tatsächlich – nach langjähriger Übung – an einem von Ihnen verfassten Schreiben erkennen, ob Sie total frustriert oder sogar desinteressiert sind!

Verfassen Sie ein Schreiben nur in guter Stimmung und in dem Bewusstsein, dass Sie den Job bekommen werden!

5. Führen Sie ein “Bewerbungsbuch”?

Um festzustellen, woran es liegen könnte, dass Sie noch keinen Erfolg hatten, müssen Sie wissen, wie viele Bewerbungen Sie schon verschickt haben und für wie viele Gespräche Sie eingeladen wurden.  Je weniger häufig Sie eingeladen wurden, desto sicherer haben Sie schlechte Unterlagen.

6.  Führen Sie Ihre Gehaltsforderung an?

Sparen Sie Ihre und die Zeit des Personalisten! Wenn Sie eine Gehaltsvorstellung haben, die sehr weit von dem entfernt ist, was im Inserat genannt wurde, dann führen Sie diese Summe im Bewerbungsschreiben an. Wenn Sie dann eine Absage erhalten, dann wollten Sie den Job sowieso nicht, weil er unter Ihrem Niveau entlohnt wird!

Für die Festsetzung Ihres Gehaltswunsches empfehle ich den Brutto-Netto Rechner.

7.  Haben Sie sich alles durchgelesen?

Überprüfen Sie alles noch mal!

Schauen Sie genau, bevor Sie Ihre Unterlagen absenden. Lassen Sie eventuell eine andere Person noch mal drüberlesen. Fatal wäre nämlich, wenn Sie viel Zeit in Ihre Bewerbung investiert hätten und  Rechtsschreib- oder Grammatikfehler sie zunichte machen!

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aktualisiert im Mai 2019

7 wichtige Tipps Ihre Erfolgschancen zu steigern!

Bevor Sie sich Gedanken über Ihren Lebenslauf oder Bewerbungstipps für ein Gespräch machen, brauchen Sie eine Bewerbungsstrategie! Ich möchte Ihnen hier einige Tipps geben, die sich mit dieser Strategie beschäftigen.

Kennen Sie Ihre Leidenschaft?

Am erfolgreichsten sind Menschen bei Dingen, die sie gerne tun.

Dabei brauchen sie meistens keine Impulse von außen, sondern machen sie aus eigener Motivation. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie sich allem voran Gedanken darüber machen, welchen Job Sie wirklich gerne machen würden! Wo genau liegt Ihre Leidenschaft? Um diese sollten Sie Ihre Bewerbungsstrategie aufbauen.

Vielleicht sind Sie Verkäufer. Vielleicht musizieren Sie gerne und vielleicht liegt genau dort Ihre Leidenschaft. Dann wäre es doch viel sinnvoller und würde mehr Spaß machen, wenn Sie demnächst Verkäufer im Gitarrenladen wären als wieder im Baumarkt.

als Berufseinsteiger

Wenn Sie noch jung sind und eigentlich gar keinen Plan haben, was Sie so machen könnten, sollten Sie rund um Ihre Leidenschaft so viele Informationen einholen, wie möglich!

Schauen Sie sich unter watchado an, was andere über ihre Jobs erzählen. Machen Sie Berufseignungstest (z.B. Berufskompass), um einige Ideen für die Berufswahl zu bekommen!

Prüfen Sie genau, ob es den Job, den Sie wählen wollen, in einigen Jahren immer noch geben wird. In sogenannten Mangelberufen werden Sie dann nämlich in einigen Jahren auch noch gute Chancen haben, wohin viele andere durch die weiter voranschreitende Digitalisierung verschwinden werden.

vom Regen in die Traufe?

Haben Sie schon einige Stationen hinter sich, wollen aber Job wechseln, so empfehle ich, dass Sie sich eine detaillierte Liste darüber zu machen, was Ihnen bei den einzelnen Jobs gefallen hat und was nicht.

Obwohl es sich oft um den gleichen Job handelt, bestehen in unterschiedlichen Firmen unterschiedliche Rahmenbedingungen. Und erst wenn Sie sich Ihrer Kriterien wirklich bewusst sind, können Sie den richtigen Job suchen und auch während des Prozesses darauf achten, dass Ihre Kriterien auch wirklich vorhanden sind.

Manche Menschen arbeiten gerne in kleinen, familiären Firmen, andere lieben die Atmosphäre eines international tätigen Konzerns. Manche Verkäufer arbeiten gerne im Außendienst und lieben die tägliche Abwechslung, andere erledigen die Aufträge gern am Telefon! Eruieren Sie für sich, was ein Job Ihnen im Detail bringen muss.

Checken Sie Ihre Unterlagen!

In allen Fällen müssen Ihre Bewerbungsunterlagen in die Richtung stoßen, die sie anvisieren.

Mit einfachen Worten: Es macht keinen Sinn, jemandem der einen Kochlehrling sucht, davon zu erzählen, wie gut man Fliesenlegen kann! Sinnvoll ist dagegen die Beschreibung der Teilnahme an Kochwettbewerben, die Beschreibung der Organisation eines großen Events oder sonstigem, was Ihr Interesse am Kochen zeigt!

Viele meiner Kunden bieten in Ihren Unterlagen einen Bachladen an Kenntnissen und Fähigkeiten an. Es gelingt aber vielen nicht, sich in die Bedürfnisse des Arbeitgebers hineinzudenken.

Ändern Sie Ihre Suchstrategie!

Die meisten Menschen, die einen Job suchen, begnügen sich damit, einmal täglich die Jobinserate durchzusehen! Aber Sie können viel mehr tun!

Setzen Sie Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihre Bekannten ein! Teilen Sie allen mit, dass Sie Job suchen und dass Sie sich über Unterstützung freuen! Denn Menschen die in Unternehmen arbeiten, haben eventuell Zugang zum versteckten Arbeitsmarkt.

Geben Sie Ihren Mitstreitern Eckdaten über Ihren gesuchten Job mit! Sagen Sie den Leuten genau, was Sie suchen, damit erhöhen Sie die Chancen, dass man sich auch wirklich für Sie einsetzt!

Nutzen Sie auch soziale Medien für Ihre Jobsuche! Ob Sie selbst ein Inserat posten oder Ihre Suche auf die Facebook & Co  erweitern, in jedem Fall erhöhen Sie Ihren Aktionsradius!

Suchen Sie wirklich!

Da viele Unternehmen gar keine Inserate schalten, weil Sie auch ohne Inserate Zuschriften von möglichen Kandidaten bekommen, finden sich deren Inserate allenfalls auf Ihren eigenen Websites.

Warten Sie also nicht, was Ihnen auf gängigen Jobbörsen geboten wird, sondern durchforsten Sie alle Seiten die Ihnen einfallen, wo Sie eventuell Jobinserate finden könnten.

Analysieren Sie Ihren Bewerbungsprozess!

Führen Sie Aufzeichnungen über Ihre Aktivitäten! Viele Klienten klagen darüber, dass Sie auf Ihre Bewerbungen selten Reaktionen erhalten. Wenn ich aber dann wissen möchte, wie viele Bewerbungen Sie tatsächlich abgeschickt haben, und welche Reaktionen darauf gekommen sind, können Sie mir selten gesicherte Antwort geben!

Um festzustellen, welche Maßnahmen erfolgreich sind und welche nicht, ist es erforderlich, Aufzeichnungen zu führen! Nur so können Sie feststellen, ob Sie sich z.B. auf viele Jobs bewerben, für die Sie unter- oder überqualifiziert sind.

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Lesen Sie auch: Qualität statt Quantität bei Bewerbungen  

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Bewerbung per Post – oftmals unerwünscht!

Manche Bewerber möchten sich gerne von der Masse abheben und schlagen mir deshalb vor, Ihre Bewerbung per Post zu übermitteln.

Bestimmt fallen Sie damit auf, aber ich bin nicht sicher, ob Sie tatsächlich den gewünschten Effekt erzielen.

Ich rate Ihnen jedenfalls davon ab, eine Bewerbung an eine große Firma postalisch zu übermitteln. In großen Firmen gibt es oft sogenannte “Posteinlaufstellen”. Wenn Sie also eine Bewerbung schicken, dann landet diese erst mal in dieser Stelle. Von dort aus wird die Bewerbung an die jeweilige Stelle – in unserem Fall die Personalabteilung – weitergeschickt.  Da aber auch große Firmen in den vergangenen Jahren vieles umgestellt haben, ist fraglich, ob die Assistentin, die Ihre Bewerbung dann in die Hände bekommt, überhaupt noch weiß, welchem Mitarbeiter sie sie weiterleiten soll, weil sie im Regelfall gar nicht wissen wird, welcher Mitarbeiter für die Ausschreibung zuständig ist.  Wenn der glückliche Fall eintritt, dass die Assistentin die Muße hat, den richtigen Mitarbeiter zu finden, landet Ihre Bewerbung mit tagelanger Verspätung endlich auf dem Schreibtisch des oder der Zuständigen. Dieser hat dann folgendes Problem: seine Ablage ist elektronisch organisiert und er müsste jetzt, um Ihre Bewerbung dort einzufügen, sich die Mühe machen, sie einzuscannen. Wenn Ihre Bewerbung nicht aufgrund herausragender Kenntnisse und Fähigkeiten heraussticht, wage ich zu behaupten, dass Sie spätestens an dieser Stelle aus dem Bewerbungsprozess herausfallen und sich mit Sicherheit tagelang fragen, warum Sie keine Antwort bekommen!

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Qualität statt Quantität bei Bewerbungen

Vielen meiner Klienten setzen bei ihren Bewerbungen auf Quantität statt auf Qualität. Sie wundern sich dann, dass sie häufig keine Antworten oder immer nur Absagen auf ihre Bewerbungen bekommen.

Haben Sie den Überblick?

Die Frage, wie viele Bewerbungen sie verschickt haben und zu wie vielen Gesprächen sie eingeladen wurden, können mir KlientInnen beim Ersttelefonat selten genau beantworten. Viele BewerberInnen machen den Fehler, keine genauen Aufzeichnungen über Ihren Bewerbungsprozess zu führen.

Sie sollten sich also eine Liste über die Details Ihrer Bewerbungen machen. Notieren Sie, welche Reaktion Sie darauf bekamen. Daran lässt sich in den meisten Fällen bereits ablesen, was falsch läuft.

Haben Sie eine Strategie?

In vielen Fällen scheitert es daran, dass sich KandidatInnen keine Gedanken darüber machen, wo genau und unter welchen Umständen sie eigentlich arbeiten wollen.

Um den richtigen Job zu finden, muss man sich eine Strategie zurechtlegen. Erst wenn man sich darüber im Klaren ist, was genau man sucht und wo man solche Jobs finden kann, ist man auch in der Lage, die richtigen Parameter in die Jobbörsen einzugeben. Oft findet man geeignete Jobs auch unter anderen Schlagwörtern als jene die man normalerweise in die Suchmaschine eingibt!

Eine umfangreiche Liste aller gängigen Jobbörsen finden Sie hier.

Ich empfehle also, sich eine weitere Liste zu machen und Kriterien festzulegen, was in Frage kommt und was nicht. Damit steigern Sie automatisch die Qualität. Nur wenn Sie selbst wirklich wissen, was Sie eigentlich wollen, wird es Ihnen auch gelingen, einen Job zu finden, der zu 100% zu Ihnen passt.

Mit einer solchen Liste ist man auch beim folgenden Bewerbungsgespräch in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen. Arbeitgeber werten es als nämlich als Interesse, wenn Sie relevante Fragen zum Job stellen.  Außerdem können Sie böse Überraschungen nach Antritt des Jobs vermeiden, wenn Sie alles erfahren, was Ihnen wichtig ist.

Verzweiflung schadet beim Bewerben!

Viele Kandidaten bewerben sich aus Verzweiflung auf viele Inserate, bei denen von vornherein feststeht, dass Sie nicht der Wunschkandidat/ die Wunschkandidatin sind!

Sinnlos ist, sich auf Positionen zu bewerben, für die man deutlich geforderte, besondere Kenntnisse (sogenannte Muss- Kriterien) nicht mitbringt. Es ist nämlich offensichtlich, dass das Unternehmen andere Anforderungen hat, als Sie mitbringen.

Es macht auch keinen Sinn, sich zu bewerben, wenn aus der Stellenanzeige klar hervorgeht, dass man sich eine junge Person oder eine mit langjähriger Erfahrung vorstellt und man selbst das Gegenteil davon ist. Dadurch wird die Verzweiflung letztlich immer größer und man verschwendet Zeit und Energie, die man sinnvoller einsetzen könnte!

Mehr Qualität, weniger Quantität

Der falsche Weg ist also, sich aus Verzweiflung auf Jobinserate zu antworten, von denen man von vornherein weiß, dass man nicht auf den Job passt. Man steigert damit die Quantität, gewinnt damit aber nichts. Die Folge auf solche Bewerbungen ist nämlich häufig, dass man gar keine Antwort oder sehr schnell eine Absage erhält.

Dadurch dreht sich die Spirale der Frustration immer weiter nach unten und führt in den schlimmsten Fällen dazu, dass man noch mehr Bewerbungen auf noch unpassendere Jobs verschickt.

Halten Sie daher inne und überlegen Sie, bei wie vielen Ihrer Bewerbungen Sie sich von vornherein geringe Chancen ausgerechnet haben. Wenn Sie sich darüber bewusst sind, dass viele Bewerbungen von jeher aussichtslos waren, können Sie Ihren Frust verhindern.

Schärfen Sie Ihren Blick dafür, für welchen Job Sie tatsächlich geeignet sind und bewerben Sie sich nur auf entsprechende Inserate. Sie werden wahrscheinlich viel seltener entsprechende Inserate finden, erhöhen aber damit die Chance eingeladen zu werden und letztliche Ihren Traumjob zu finden.

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oder: “was läuft falsch bei der Bewerbung?”

Was gehört zu den Bewerbungsunterlagen?

Die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen stellt für viele eine große Herausforderung dar.

Neulich wandte sich eine Klientin an mich. Als ich mir ihre Bewerbungsunterlagen durchsah, stellte ich fest, dass sie ein Dokument produziert hat, das insgesamt 15 (!) Seiten umfasste. Das Motivationsschreiben war darin noch nicht enthalten!

Die Bewerbungsunterlagen waren extrem unübersichtlich und auch die Gestaltung lud nicht zum Lesen ein.

Versetzen Sie sich in Ihr Gegenüber!

Personalisten und Personalberater sind Menschen. Nach eigenen Angaben bekommen sie durchschnittlich ca. 200 Bewerbungen auf ein Stelleninserat.

Dabei stechen ihnen diejenigen ins Auge, die bei kleinstmöglichem Input größtmöglichen Output versprechen! Mit einfacheren Worten: jene Bewerbungen, bei denen sie mit dem geringsten Aufwand die größten Erfolgschancen sehen, sind ihnen am liebsten. Das ist menschlich und leicht nachvollziehbar.

Genau deshalb sollten Sie versuchen, Ihre Bewerbungsunterlagen so knapp wie möglich zu verfassen, und durch die Gestaltung Ihrer Unterlagen zum Lesen einladen.

positive Emotionen erzeugen!

Sitzt der Personalist vor einem Dokument und scrollt über Deckblatt und mehrere Seiten Lebenslauf und Zeugnisse, bauen sich beim Gedanken, alles lesen zu müssen, Aversion und Unbehagen, auf.

Wenn er versucht, das Dokument auszudrucken, um sich mehr Übersicht zu verschaffen, dann hat man spätestens dann „verloren“, wenn sich das Dokument nicht drucken lässt, weil es zu groß ist. Was mir tatsächlich schon passiert ist.

Trennen Sie die Dokumente und achten Sie auf die Dateigrößen.

Präsentiert sich jemand mit sympathischen Unterlagen, die kurz und knackig transportieren, wer die Person ist und was sie kann, ist der Personalist mittels raschem Durchblättern in der Lage, zu entscheiden, ob es Sinn macht, sich mit dieser Person zusammenzusetzen und mindestens eine Stunde seiner Zeit zu investieren, um diese Person zu interviewen.

Was gehört eigentlich zu den Bewerbungsunterlagen?

Deshalb empfehle ich meinen Klienten, die Bewerbungsunterlagen in drei Teile zu teilen: nämlich Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Nach diesem Muster sind auch die meisten Bewerberdatenbanken aufgebaut.

Bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen  fangen Sie am besten mit dem Lebenslauf an.  Dieser sollte für alle Bewerbungen stabil bleiben. Erst das Motivationsschreiben verfassen Sie individuell als Antwort auf ein bestimmtes Inserat.

Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte auf ca. zwei Seiten einen guten Überblick über wesentliche Stationen des Bewerbers oder der Bewerberin geben und sich nur mit Dingen beschäftigen, die für die gesuchte Stelle relevant sind!

Je älter Sie sind, desto eher ist auch eine dritte Seite zulässig. Insbesondere dann, wenn Sie IT Kenntnisse und Projektmanagement-Erfahrung detaillierter darstellen wollen.

Der Lebenslauf muss unbedingt mit Ihrer letzten Station beginnen. Bei üblicher  Gestaltung  Ihrer Bewerbungsunterlagen erwartet man die Berufserfahrungen am Anfang und erst dann eine Aufzählung der Schul- und Weiterbildungen.

Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben sollte in einem eigenen Dokument verfasst sein und in ungefähr vier bis fünf Absätzen darstellen, warum man sich für die Stelle interessiert und glaubt, ein geeigneter Kandidat oder eine geeignete Kandidatin zu sein!

Dabei überlegen Sie sich eine interessante Einleitung und schreiben im Mittelteil, was Sie bewegt sich zu bewerben, und warum man Sie einladen sollte. Vermeiden Sie so weit als möglich Nennungen, die sich schon im Lebenslauf finden.

Schließen Sie dann mit Ihrer Verfügbarkeit, Ihrer Bereitschaft zu Dienstreisen und mit Ihrer Gehaltsforderung ab, wenn diese Kriterien verlangt werden.

Zeugnisse

Wenn in einem Inserat angemerkt wird, dass Zeugnisse mitgeschickt werden sollen, dann sollte man sich auf die letzten zwei bis drei relevanten Zeugnisse beschränken und in einem Begleitmail anführen, dass man gerne bei Bedarf weitere Zeugnisse vorlegen wird!

Einige kostenfreie Vorlagen finden Sie hier zum Download.

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Lesen Sie auch: “DER Kardinalfehler im Motivationsschreiben”

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininums oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

7 wichtige Tipps für Initiativbewerbungen

Prinzipiell bin ich ja kein großer Freund von Initiativbewerbungen. Warum? Das ist relativ einfach erklärt. Die meisten Menschen wenden sich mittels Initiativbewerbung an große Firmen. Diese haben eine Personalabteilung, die von den einzelnen Fachabteilungen erfährt, ob sie Personal brauchen oder nicht. Das heißt im Klartext, dass jene Mitarbeiter die in der Personalabteilung sitzen, keinen blassen Tau davon haben, ob in den einzelnen Abteilungen konkreter Bedarf besteht, wenn dieser nicht aktuell gemeldet wurde. Die Eigeninitiative und Motivation dieser Leute ist ausschlaggebend, ob eine Initiativbewerbung jemals dahin gelangt, wo die Entscheidung tatsächlich gefällt wird!

Wenn man also eine Initiativbewerbung verschickt, dann sollte man direkt in dem Bereich bzw. Aufgabengebiet, in dem man gerne arbeiten möchte, eine Ansprechperson haben.

Sinnvoll kann daher sein, in der Firma anzurufen und die Kontaktdaten des- oder derjenigen zu erfragen, die für den Bereich, in dem man gerne arbeiten möchte, zuständig ist.

Da schon die meisten Bewerber, die sich auf ein konkretes Inserat bewerben, Probleme haben, ein sinnvolles Motivationsschreiben zu schreiben, ist es naturgemäß für jemanden, der keine Ausschreibung vor sich liegen hat, noch ungleich schwerer. Hier gilt es, eine sehr genaue Vorstellung davon zu haben, was die Firma tut und was Ihr für die Firma machen könnt, damit diese noch besser wird.

Die meisten haben mit dieser Vorstellung bzw. Behauptung ein Problem, weil sie nicht verstehen, dass ein Mitarbeiter einem Zahnrad ähnelt. Wenn in einem Getriebe ein Zahnrad ausgebrochen ist, funktioniert das ganze Werk nicht mehr! Daher ist wichtig, dass jedem einzelnen klar ist, wie wichtig sein Beitrag zum Ganzen ist!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, zu verstehen, dass Euch Firmen einstellen, weil sie euch – im Sinne der Zahnradgeschichte – tatsächlich brauchen! Ich lese leider oft von Menschen, die noch keine Berufserfahrung haben, die verzweifelte Frage, warum Ihnen denn niemand eine Chance gibt! Die Antwort darauf ist eine wirtschaftliche. Wenn ihr Bezahlung erwartet, dann erwartet das Unternehmen eine sinnvolle Gegenleistung, wenn es sich um ein gewinnorientiertes Unternehmen handelt!

Wenn ihr Euch diese Einstellungen verinnerlicht habt, überlegt, WARUM Ihr etwas besonders gut könnt (z.B. “weil ich ein natürliches Talent für Zahlen habe, machen mir schwierige Tabellenkalkulation besonders viel Spaß!”), erzählt davon, WAS ihr besser könnt als andere (“in der Schule fiel ich durch besondere Kenntnisse in xy auf”), versucht eine Geschichte aufzubauen, WELCHE Fähigkeiten ihr habt und WARUM ihr denkt, dass die Firma genau diese Tätigkeit brauchen kann (“Auf ihrer Homepage habe ich gelesen, dass sie xy machen. Da ich mich schon seit Jahren dafür interessiere, hätte ich einige Ideen, wie man dieses/oder jenes optimieren könnte, z.B. ………..)!

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