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Was soll mein Kind werden?

“Was soll mein Kind werden?” Spätestens nach der Volksschule sollten Eltern beginnen, sich Gedanken über die zukünftige Schul- oder Berufswahl Ihrer Kinder machen!

Nehmen Sie Ihre schwierige Aufgabe wahr!

Es ist jedenfalls die Aufgabe der Eltern, gemeinsam mit dem Kind herauszufinden, wo seine Stärken liegen. Sie müssen sich erkundigen, wie die Berufschancen stehen und worin die Zukunftstrends liegen. Mit der letzten Dimension ist es für Eltern heutzutage besonders schwierig geworden, da die Digitalisierung die Arbeitswelt bereits stark verändert hat und auch in Zukunft noch stärker verändern wird.

Die aktuelle Tendenz

Leider besteht momentan der Trend, das Kind irgendwie durchs  zwingend zu besuchende Gymnasium zu bringen. Und es danach auf eine Fachhochschule oder Universität zu schicken.

Diese Vorgangsweise ist absolut verständlich, da zum Einen mittlerweile ein vollkommen unübersichtliches Angebot an Berufen besteht und in keinster Weise abzusehen ist, welche Berufe zukünftig entstehen werden.

Zum anderen befürchten Eltern, dass Ihr Kind den Wettbewerb im Arbeitsmarkt der Zukunft nicht bestehen wird, wenn es kein Studium vorzuweisen hat.

Aber ist das auch das Richtige?

Eine meiner ersten Klientinnen stand mit ca. 30 (!) Jahren mit einem abgeschlossenen Bachelor- und einem Masterstudium da. Reichlich spät, um in den ersten Job einzusteigen.

Leider stellte sich heraus, dass Sie auf dem Gebiet Ihres Masterstudiums gar nicht arbeiten wollte. Sie hatte während des Studiums erkannt, dass das gewählte Fach nicht das richtige für sie war. Sie hatte zwischenzeitlich leider auch festgestellt, dass Sie jenes Fach weiterstudieren hätte sollen, das sie ursprünglich gewählt hatte. In diesem Fach konnte sie aber keinen Job finden. Der Bachelorabschluss reichte nicht aus und mittlerweile waren einige Jahre ohne das Sammeln von Praxiserfahrung verstrichen.

Was Sie tun können!

Fangen Sie so früh wie möglich an, aktiv zu beobachten, ob sich Ihr Kind mit handwerklichen oder geistigen Dingen leichter tut. Baut Ihr Kind gerne Dinge nach einer Vorlage? Oder erfindet es nach eigenen Vorstellungen Raumschiffe und Fantasiegebilde? Steht ihr Kind gerne in der ersten Reihe oder ist es eine Qual, wenn es bei der Schulaufführung auch nur kurz im Mittelpunkt stehen soll? Kommuniziert ihr Kind gerne oder liest es lieber stundenlang ein Buch?

Lassen Sie Ihre Kinder dabei so frei wie möglich agieren. Treiben Sie es nicht in eine Richtung, die Ihnen selbst lieb wäre. Nur weil Sie sie kennen und sich damit sicher fühlen.

Da die wenigsten Kinder so ausgeprägte Talente wie Marcel Hirscher oder David Garrett zeigen, ist es die Aufgabe der Eltern sehr genau zu beobachten, wo die natürlichen Neigungen des Kindes und seine Leidenschaften liegen!

Je älter Kinder werden, desto eher setzen sich diese natürlichen Fähigkeiten ohnehin durch. In vielen Fällen ist es aber dann für die Wahl der richtigen Schule oder des richtigen Lehrberufes schon zu spät!

So ist es auch bei einem Klienten geschehen, dessen Eltern beide in der Wirtschaft tätig waren. Leider zwangen Sie ihr Kind, ein Coumputernerd, wie er im Buche steht, in eine kaufmännische Schule. Sie kannten sich mit Computern nicht aus und erkannten deshalb das Ausnahmetalent ihres Sohnes nicht.

Gott sei Dank fand mein Klient nach einigen schulischen Irrwegen seinen Weg in die IT. Nach Abschluss seiner Schule konnte er sogar aus mehreren Jobangeboten wählen.

Eine sehr umfangreiches Lexikon über alle Berufsarten und Möglichkeiten finden Sie hier.

dieBusinesscoach.at

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Qualität statt Quantität bei Bewerbungen

Vielen meiner Klienten setzen bei ihren Bewerbungen auf Quantität statt auf Qualität. Sie wundern sich dann, dass sie häufig keine Antworten oder immer nur Absagen auf ihre Bewerbungen bekommen.

Haben Sie den Überblick?

Die Frage, wie viele Bewerbungen sie verschickt haben und zu wie vielen Gesprächen sie eingeladen wurden, können mir KlientInnen beim Ersttelefonat selten genau beantworten. Viele BewerberInnen machen den Fehler, keine genauen Aufzeichnungen über Ihren Bewerbungsprozess zu führen.

Sie sollten sich also eine Liste über die Details Ihrer Bewerbungen machen. Notieren Sie, welche Reaktion Sie darauf bekamen. Daran lässt sich in den meisten Fällen bereits ablesen, was falsch läuft.

Haben Sie eine Strategie?

In vielen Fällen scheitert es daran, dass sich KandidatInnen keine Gedanken darüber machen, wo genau und unter welchen Umständen sie eigentlich arbeiten wollen.

Um den richtigen Job zu finden, muss man sich eine Strategie zurechtlegen. Erst wenn man sich darüber im Klaren ist, was genau man sucht und wo man solche Jobs finden kann, ist man auch in der Lage, die richtigen Parameter in die Jobbörsen einzugeben. Oft findet man geeignete Jobs auch unter anderen Schlagwörtern als jene die man normalerweise in die Suchmaschine eingibt!

Eine umfangreiche Liste aller gängigen Jobbörsen finden Sie hier.

Ich empfehle also, sich eine weitere Liste zu machen und Kriterien festzulegen, was in Frage kommt und was nicht. Damit steigern Sie automatisch die Qualität. Nur wenn Sie selbst wirklich wissen, was Sie eigentlich wollen, wird es Ihnen auch gelingen, einen Job zu finden, der zu 100% zu Ihnen passt.

Mit einer solchen Liste ist man auch beim folgenden Bewerbungsgespräch in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen. Arbeitgeber werten es als nämlich als Interesse, wenn Sie relevante Fragen zum Job stellen.  Außerdem können Sie böse Überraschungen nach Antritt des Jobs vermeiden, wenn Sie alles erfahren, was Ihnen wichtig ist.

Verzweiflung schadet beim Bewerben!

Viele Kandidaten bewerben sich aus Verzweiflung auf viele Inserate, bei denen von vornherein feststeht, dass Sie nicht der Wunschkandidat/ die Wunschkandidatin sind!

Sinnlos ist, sich auf Positionen zu bewerben, für die man deutlich geforderte, besondere Kenntnisse (sogenannte Muss- Kriterien) nicht mitbringt. Es ist nämlich offensichtlich, dass das Unternehmen andere Anforderungen hat, als Sie mitbringen.

Es macht auch keinen Sinn, sich zu bewerben, wenn aus der Stellenanzeige klar hervorgeht, dass man sich eine junge Person oder eine mit langjähriger Erfahrung vorstellt und man selbst das Gegenteil davon ist. Dadurch wird die Verzweiflung letztlich immer größer und man verschwendet Zeit und Energie, die man sinnvoller einsetzen könnte!

Mehr Qualität, weniger Quantität

Der falsche Weg ist also, sich aus Verzweiflung auf Jobinserate zu antworten, von denen man von vornherein weiß, dass man nicht auf den Job passt. Man steigert damit die Quantität, gewinnt damit aber nichts. Die Folge auf solche Bewerbungen ist nämlich häufig, dass man gar keine Antwort oder sehr schnell eine Absage erhält.

Dadurch dreht sich die Spirale der Frustration immer weiter nach unten und führt in den schlimmsten Fällen dazu, dass man noch mehr Bewerbungen auf noch unpassendere Jobs verschickt.

Halten Sie daher inne und überlegen Sie, bei wie vielen Ihrer Bewerbungen Sie sich von vornherein geringe Chancen ausgerechnet haben. Wenn Sie sich darüber bewusst sind, dass viele Bewerbungen von jeher aussichtslos waren, können Sie Ihren Frust verhindern.

Schärfen Sie Ihren Blick dafür, für welchen Job Sie tatsächlich geeignet sind und bewerben Sie sich nur auf entsprechende Inserate. Sie werden wahrscheinlich viel seltener entsprechende Inserate finden, erhöhen aber damit die Chance eingeladen zu werden und letztliche Ihren Traumjob zu finden.

www.dieBusinesscoach.at

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