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Kennzahlen im Bewerbungsprozess

Manche Bewerber versuchen Ihre Leistungen und Erfolge im Lebenslauf darzustellen. Das ist eine sehr gute Idee! Den wenigsten gelingt es jedoch, die Bedeutung Ihrer Leistung kurz und prägnant zu vermitteln. Am besten lassen sich Erfolge nämlich mit geeigneten Kennzahlen (KPI = Key Perfomance Indikatoren) darstellen.

Definition

Gemäß Gablers Wirtschaftslexikon stellen Kennzahlen die Zusammenfassung von quantitativen, d.h. in Zahlen ausdrückbaren Informationen für den innerbetrieblichen und zwischenbetrieblichen Vergleich dar. (https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kennzahlen-41897)

Charakterisierung

KPIs stellen Entscheidungshilfen dar, mit denen man Unternehmen steuert und Maßnahmen auf Ihre Wirksamkeit überprüft. Sie sind insofern nützlich, als Sie Auskunft über wirtschaftliche Entwicklungen geben und der Unternehmensleitung wertvolle Frühwarninformationen liefern.

Auch die Erfolge von MitarbeiterInnen werden mittels Kennzahlen überprüft. Umsatzziele, Kostensenkungsmaßnahmen, Zeitersparnisse oder sonst messbare Ziele werden vorgegeben und ihre Erreichung überprüft.

Die Bedeutung im Bewerbungsprozess

Um sich im Bewerbungsprozess leicht von anderen Kandidaten zu unterscheiden, sollten Sie daher relevante KPIs nutzen, die in der Vergangenheit gemessen wurden.

Der Recruiter, der Ihre Bewerbung liest, erhält durch Ihre Kennzahlen sehr schnell ein Bild von Ihren bisherigen Verantwortlichkeiten.

Achten Sie darauf, dass es sich um Kennzahlen handelt, die Ihre Leistung betrifft. Kennzahlen allgemeiner Natur, die Sie selbst nicht beeinflussen konnten, wie z.B. die Mitarbeiteranzahl des Unternehmens, sind in Ihrem Lebenslauf irrelevant.

Platzierung

Nachdem Sie die Firma und die Position in der Sie tätig waren, aufgelistet haben, fügen Sie untermittbar anschließend relevante Zahlen an. Diese werden je nach Ihrer Verantwortung ganz unterschiedlich aussehen.

Z.B. wird ein Key Accounter Manager (KAM) mit seinen Umsatzzahlen, den Margen und den Absatzzahlen operieren. Er könnte die Größe seiner Kunden anhand derer Umsätze oder sonstigen relevanten Größen darstellen. Bei manchen KAMs könnte wesentlich sein, dass Sie nur auf Vorstands- oder Geschäftsführerebene kommunizierten.

Bei einer Schreibkraft sind die Anschläge pro Minuten wesentlich. Eine Assistentin könnte ihre Budgetvollmacht in bestimmter Höhe angeben. Eine Kindergartenpädagogin wird die Anzahl der betreuten Kinder erwähnen und auch welche Altersgruppen sie betreut hat. Eine Mitarbeiterin in der HR wird die Anzahl der betreuten Personen anführen und eine Führungskraft ihre Führungsspanne.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll. 

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Verkaufen statt Bewerben!

In meiner Tätigkeit erlebe ich häufig, dass Bewerbungsunterlagen sehr bemüht verfasst werden, trotzdem aber nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Es hagelt Absagen und die Bewerber wissen nicht warum. Die Antwort darauf ist oftmals sehr einfach. Es fehlt am Bewerbungsmarketing!

Haben Sie schon mal eine Anzeige auf willhaben.at verfasst? Sicherlich haben Sie sich überlegt, was die Adressaten Ihrer Anzeige interessiert! Das gleiche sollten Sie machen, wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen verfassen.

Zielgruppe

Auch beim Bewerbungsmarketing ist die zentrale Frage, wer Ihre Zielgruppe ist. Wer bekommt Ihre Unterlagen als Erste(r) zu lesen? Es ist nicht der IT-Experte oder die Produktspezialistin. Je nach Größe und Organisation eines Unternehmens ist der erste Leser Ihrer Bewerbungsunterlagen ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung. Sie müssen also Ihre Unterlagen in einer Sprache verfassen, die auch ein Laie versteht!

Käuferbedürfnis

Wenn man einen Gebrauchsgegenstand verkaufen will, überlegt man, wie man ihn beschreiben (=bewerben) muss, um Kaufinteressenten zu finden.

Im Falle des Bewerbungsmarketings müssen Sie sich ebenfalls überlegen, was Ihre “Käuferschicht” lesen möchte. Was in Ihren Bewerbungsunterlagen weckt ihr Interesse? Welche Kriterien könnte Ihre “Käuferschicht” bewegen, Sie zum Gespräch einzuladen? Die Antwort darauf finden Sie im Inserat, dem leider – meiner Erfahrung nach – oft zu wenig Detailbeachtung geschenkt wird.

Lesen Sie genau, welche Anforderungen gesucht werden und prüfen Sie Ihre Unterlagen darauf, ob diese Kriterien auch eindeutig herauslesbar sind. Machen Sie es Ihrem Leser leicht und betonen Sie die Kriterien nach denen er sucht ausdrücklich.

Marke

Im Bewerbungsprozess ist der Aufbau einer Marke kein gewichtiges Thema, weil man sich nur einmal bei einem Arbeitgeber bewirbt. Anders als beim Markenaufbau möchte man nur kurz Aufmerksamkeit erregen. Nichtdestotrotz sind Aspekte des Markenaufbaues auch im Bewerbungsprozess relevant.

Überlegen Sie, welches Image Sie mit Ihrem Auftritt vermitteln wollen. Wenn Sie mit Ihrem Bewerbungsunterlagen und auch mit Ihrem Auftritt im Bewerbungsgespräch dieses Image konsequent transportieren und damit authentisch wirken, wird Ihre Bewerbung Erfolg haben!

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Farben in Bewerbungsunterlagen

Wenn Sie einem Menschen das erste Mal begegnen, dann entscheiden Sie in wenigen Sekunden, ob Sie in mögen oder nicht. Es ist keine rationale Entscheidung, sondern eine, die Ihr Bauch trifft. Das äußere Erscheinungsbild spielt dabei eine besondere Rolle. Weil Sie dem Menschen Eigenschaften zuschreiben, ohne je ein Wort mit ihm gewechselt zu haben.

Ähnlich geht es einem Recruiter, wenn er Ihre Bewerbungsunterlagen sieht. Noch bevor er sich mit dem Inhalt vertraut macht, trifft er die emotionale Entscheidung, ob sie ihm gefallen oder nicht.

Die Sympathie entscheidet!

Machen Ihre Bewerbungsunterlagen auf Sie selbst einen sympathischen Eindruck? Was sagen Freunde dazu? Haben Sie Lust, sie zu lesen? Wenn nicht, dann sollten Sie sie auch nicht abschicken!

Unter vielen Bewerbungsunterlagen wird der Recruiter die am ehesten lesen wollen, die ihm schnell einen guten Überblick schaffen. Er wird jene am liebsten lesen, die eine angenehme Schrift aufweisen und die gut strukturiert sind.

Verwenden Sie daher eine Schrift, die Sie selbst gerne mögen und die zu Ihnen passt! Achten Sie darauf, eine Schriftgröße zu benutzen, die leicht zu lesen ist. Machen Sie dazu jedenfalls auch einen Ausdruck, um zu sehen, wie Ihre Bewerbungsunterlagen ausgedruckt aussehen.

Der Einsatz von Farben

Um Ihre Bewerbungsunterlagen lebendiger zu gestalten, sollten Sie Farben verwenden. Achten Sie dabei aber darauf, dass Ihre Unterlagen nicht bunt und chaotisch erscheinen. Abhängig von der Art Ihrer Bewerbung und der Stelle, für die Sie sich interessieren, sollten Sie die eingesetzte(n) Farbe(n) wählen.

Im Kreativbereich sind auch mehrere Farben zulässig. Für Bewerbungsunterlagen, die seriös wirken sollen, empfehle ich den Einsatz lediglich einer Farbe. Wählen Sie dabei jedenfalls eine Farbe, die sich auch in Ihrem Bewerbungsfoto findet.

Achten Sie auch darauf, dass die eingesetzten Farben nicht zu grell und daher aggressiv wirken. Empfehlenswert sind warme, harmonische Farben.

Über die Wirkung von Farben lesen Sie hier.

Die Struktur

Mit farblich gestalteten Trennstrichen bringen Sie Struktur in Ihre Bewerbungsunterlagen. Sie helfen dem Auge, sich leicht zurechtzufinden. Achten Sie darauf, dass die Trennstriche dezent bleiben, um lediglich die Ordnung in Ihren Unterlagen zu unterstreichen. Zu breit gewählte Striche wirken wie Balken, die den Lesefluss unterbrechen und eher störend wirken.

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Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Bevor Sie sich daran machen, Ihre Bewerbung zu schreiben, stellen Sie sicher, dass Sie sich auf den richtigen Job bewerben!

Der richtige Job

Damit ist gemeint, dass Sie sich nur auf Stellen bewerben, wo Sie eine tatsächliche Chance haben, auch wirklich eingeladen zu werden.

Dazu müssen Sie im Inserat auch zwischen den Zeilen lesen können.

Wenn sich das Inserat z.B. nur an junge Uniabsolventen richtet, dann sinken die Chancen, eingeladen zu werden. Erkennbar ist der Umstand daran, dass Sie z.B. per Du angesprochen werden und meist ein nur ein FH Abschluss genannt wird.

Ergibt sich aus der inhaltlichen Beschreibung, dass die Firma eher einen Mann oder eher eine Frau einstellen wird, macht eine Bewerbung mit dem anderen Geschlechts wenig Sinn. Denn auch das gesetzliche Diskriminierungsgebot ändert nichts daran, dass es Gründe geben kann, weshalb ein bestimmtes Geschlecht bevorzugt wird.

Erfüllen Sie die Muss-Kriterien?

Unter Muss Kriterien versteht man Kriterien im Anforderungsprofil, die Grundvoraussetzung zur Erfüllung des Jobs sind. Meistens sind es die erstgenannten im Jobprofil. Ein Kann Kriterium erkennt man daran, dass ein Zusatz wie “wünschenswert” oder “vorzugsweise” erwähnt wird.

Los geht’s!
Der Lebenslauf

Wenn Sie sicher sind, dass das Jobinserat Ihren Wunschjob beschreibt, kann es losgehen.

In der Regel werden Sie einen Lebenslauf verwenden, der stabil bleibt. Sie werden Ihren Lebenslauf also nicht für jede Bewerbung anpassen. Das kann lediglich in Ausnahmefällen erforderlich sein.

Allerdings empfehle ich, Ihren Lebenslauf bei jeder Bewerbung zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Schlüsselwörter, die im Inserat genannt sind, auch im Lebenslauf stehen. Warum das wichtig ist, erfahren Sie hier.

Das Motivationsschreiben

Wie der Name schon sagt, muss dieses Schreiben ein Motiv enthalten. Eigentlich sind es zwei. Nämlich die Gründe, warum Sie sich bewerben. Und die Gründe, warum Sie sich für den Job geeignet halten. Letzteres ist auch das Motiv für den Personalisten, Sie einzuladen.

Dieses Schreiben muss zwingend für jede Bewerbung neu verfasst werden. Es gibt ganz wenige Positionen, die in nahezu jedem Inserat gleich beschrieben sind. Nur in diesen Fällen dürfen Sie ein Musterschreiben verwenden, in welchem Sie den jeweiligen Adressaten ändern.

Zeugnisse

Wenn im Inserat “aussagekräftige Bewerbungsunterlagen” erbeten werden, dann ist damit auch gemeint, dass Sie Ihre Zeugnisse mitschicken. Allerdings empfehle ich dabei nur die wichtigsten Zeugnisse mitzuschicken. Das werden in der Regel maximal drei sein.

E-Mail

In vielen Inseraten ist eine E-Mail Adresse genannt, an die Sie Ihre Dokumente übermitteln sollen.

In vielen Firmen nimmt aber die Vorauswahl geeigneter Kandidaten eine Mitarbeiterin ohne Entscheidungsgewalt vor. Sie speichert die Dokumente in einem Order ab. In diesen Fällen liest der entscheidende Personalist die E-Mail oft gar nicht. Aus diesem Grund empfehle ich, den E-Mail Text kurz zu halten und nur auf die Anhänge zu verweisen und vor allem das Motivationsschreiben nicht in die E-Mail zu verpacken.

Eine Checkliste über alle wichtigen Punkte finden Sie hier. (Achtung: Es handelt sich um eine deutsche Website. Dort wird das Motivationsschreiben Anschreiben oder Bewerbungsschreiben genannt.)

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Unique Selling Proposition (USP)

Um in der Arbeitswelt Erfolg zu haben, ist es erforderlich, aus der Maße hervorzustechen. Möglich macht das die Unique Selling Proposition (USP) – zu deutsch Ihr Alleinstellungsmerkmal!

Warum ist Unique Selling Proposition so wichtig?

Haben Sie auch Wirtschaft studiert? Verbrachten Sie auch ein Jahr im Ausland? Haben Sie dort auch ein Praktikum absolviert? Sprechen Sie neben Deutsch auch Englisch.  So wie viele andere auch? Dann sind Sie bei einem interessanten Jobangebot sicher nicht alleine.

In einer Zeit, wo immer mehr AkademikerInnen auf den Arbeitsmarkt streben, ist es schwierig geworden, sich allein mit der Ausbildung von der Masse abzuheben.

Wenn Sie über die gleichen Kompetenzen verfügen, wie viele andere auch, ist es erforderlich, Ihre Bewerbungsunterlagen sowohl optisch als auch inhaltlich so aufzubereiten, dass Sie die Aufmerksamkeit des Adressaten besonders wecken.

Die Kunst, aufzufallen!

Das Geheimnis liegt in  der Unique Selling Proposition – Ihrem Alleinstellungsmerkmal.

Jeder Mensch ist individuell. Daher ist es wichtig, herauszufinden, was Sie individuell macht.  Die Unique Selling Proposition stellt Ihren Wettbewerbsvorteil dar, mit dem Sie sich von einer repräsentativen Vergleichsgruppe abheben.

Was macht mich besonders?

Haben Sie vielleicht besondere Computerkenntnisse? Haben Sie an einem interessanten Projekt mitgearbeitet? Bringen Sie eine Stärke mit, die bereits in der Vergangenheit nennenswert aufgefallen ist? Wurden Sie von Ihrem ehemaligen Vorgesetzten besonders gelobt? Haben Sie ein Schulprojekt gewonnen oder eine besondere Auszeichnung erhalten? Wenn das der Fall ist, nutzen Sie Ihre Chance und stellen Sie schon im Motivationsschreiben fest, was Sie von anderen abhebt!

Um Ihr Alleinstellungsmerkmal leicht herauszufinden, befragen Sie Freunde und Familienmitglieder. Aus Erfahrung weiß ich, dass es den meisten Menschen sehr schwer fällt, Ihre persönlichen Besonderheiten herauszufinden. Viel leichter ist es in der Regel, wenn andere die Frage beantworten, was an Ihnen besonders ist.

Wichtig ist jedenfalls, dass Ihnen Ihr Unique Selling Proposition selbst bewusst ist. Denn wie soll der zukünftige Arbeitgeber herausfinden, was Sie einzigartig macht, wenn Sie es selbst nicht wissen?

Das Bewusstsein Ihres Alleinstellungsmerkmales hebt Sie objektiv aber auch subjektiv von der Masse ab und stärkt Ihr Selbstbewusstsein. Auch das ist nötig, um einen potentiellen Arbeitgeber zu beeindrucken, da diese jedenfalls die Besten der Besten suchen.

Wecken Sie Interesse!

Dabei ist natürlich wichtig, dass diese Besonderheit für einen potentiellen Arbeitgeber interessant ist. Er muss also einen Zusammenhang zwischen Ihrer Besonderheit und seiner Geschäftstätigkeit herstellen können. Versetzen Sie sich dazu in seine Lage und überlegen Sie, welche Ihrer Kompetenzen einen Mehrwert für das Unternehmen darstellen könnte.

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aktualisiert im April 2019


	

Resilienz – ein neues Modewort?

Nach Diversity und Gendering gibt es eine neue Eigenschaft, die schon Einzug in den Career Monitor gefunden hat – die Resilienz. Damit wird sie in den Kreis der Eigenschaften aufgenommen, die RecruiterInnen sich von BewerberInnen erwarten.

Was versteht man eigentlich unter Resilienz?

Liest man sich die Definitionen in Wikipedia dazu durch, muss man unweigerlich an den Spruch “Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!” denken.

Das Wort Resilienz wird vom  lateinischen resilio (abprallen, zurückspringen) abgeleitet. Es kommt aus der Physik und bezeichnet in der Materialforschung hochelastische Werkstoffe, welche nach jeder Verformung wieder ihre ursprüngliche Form annehmen.

In seiner modernen Verwendung beschreibt das Wort die Fähigkeit, Lebenszyklen unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und sich daraus weiterzuentwickeln.

Resilienz im Bewerbungskontext

Um diese Fähigkeit in Ihren Bewerbungsunterlagen wirkungsvoll zu beschreiben, reicht es allerdings nicht aus, einfach nur auf das Vorhandensein dieser Eigenschaft zu verweisen. Vielmehr muss es Ihnen gelingen,  ein Beispiel aus Ihrer beruflichen Vergangenheit zu beschreiben, das diese Eigenschaft beweist.

Ein gutes Bespiel für Ihre vorhandene Resilienz könnte Ihr Umgang mit Veränderungen sein. Es gibt Menschen, die sehr unflexibel auf Veränderungen reagieren und lieber alte Zustände bewahren. Im Unterschied dazu könnten Sie Ihre Flexibilität im Umgang mit Veränderung aufzeigen. Beschreiben Sie das  Positive und wie Sie an einer solchen Veränderungssituation gewachsen sind.

Sie könnten auch (kurz) eine Niederlage beschreiben. Am besten eine, die weniger mit ihnen als mit äußeren Umständen zu tun hatte. Wenn Sie z.B. beschreiben, dass Sie in einem Jahr eine öffentliche Ausschreibung verloren haben, sich im Folgejahr wieder beworben und diesmal gewonnen haben, dann ist das ein sehr guter Nachweis für Ihre Resilienz. Sie haben nicht resigniert, sondern haben die Ärmel hochgekrempelt und es noch einmal versucht.

Kann man Resilienz lernen?

Die einfache Antwort: ja! Denn Resilienz ist nicht angeboren, sondern wird im Laufe unserer Kindheit erworben. Dabei lernen wir den Umgang mit Krisen in erster Linie von unseren Eltern. Aber auch eigene Erfahrungen prägen uns. Je häufiger wir nach einem Verlust oder Schicksalsschlag die Erfahrung machen, dass es danach wieder aufwärts geht, desto größer wird unsere Resilienz.

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aktualisiert im Mai 2019

“Sind Sie kommunikationsfähig”?

Die meisten Bewerber würden die  Frage, ob sie kommunikationsfähig sind, ohne zu Zögern mit einem klaren “Ja” beantworten. Würde ich sie allerdings fragen, was sie darunter verstehen, würden die Antworten mit Sicherheit sehr vielfältig ausfallen!

Kommunikationsfähigkeit ist die häufigste soziale Kompetenz, die  gemäß aktuellem Career Monitor von heimischen RecruiterIn gefordert wird.

Was bedeutet Kommunikationsfähigkeit?

Kommunikationsfähig zu sein besteht aus mehreren Aspekten. Zum einen versteht man darunter die Bereitschaft mit anderen zu kommunizieren. Für eine erfolgreiche Kommunikation ist aber auch erforderlich, sein Gegenüber zu verstehen und Informationen richtig zu interpretieren.

aktives Zuhören

Erfolgreiche Kommunikation setzt die Fähigkeit voraus, erkennen zu können, was das Gegenüber möchte.

Es setzt also voraus, dass man aktiv zuhören kann. Das bedeutet, dass man das Gesagte nicht nur hört, sondern auch tatsächlich versteht, was das Gegenüber meint. Es ist daher in vielen Fällen sinnvoll, nachzufragen oder das Gesagte mit eigenen Worten zu wiederholen. Besonders wichtig ist dieser Aspekt, wenn Begrifflichkeiten verwendet werden, die viele Interpretationsmöglichkeiten beinhalten.

Inhalt und Beziehung

Botschaften enthalten einen Inhaltsaspekt und einen Beziehungsaspekt. Je “gesünder” die Beziehung zum Gegenüber ist, desto mehr tritt der Inhaltsaspekt in den Vordergrund. Bestehen Konflikte mit dem Gegenüber, sollte man darauf achten, dass es nicht zu sogenannten versteckten Botschaften kommt, die Vorwürfe oder Anschuldigungen enthalten.

Ich Botschaft und Appell

Jede Information, die wir in der Kommunikation mit anderen teilen, enthält Botschaften über uns selbst. Wir drücken aus, was und wie wir denken, geben unsere Einstellung zu bestimmten Themen preis und schätzen anhand der Reaktion des Gegenübers seine/ihre Einstellung ein.

Gespräche werden immer zielgerichtet geführt. Man möchte durch Kommunikation etwas bewirken. Bei Arbeitsanweisungen durch den Vorgesetzten ist dies besonderes deutlich, bei Gesprächen im Privatleben eventuell weniger auffällig. Botschaften enthalten also mehr oder weniger deutlich, eine Aufforderung an das Gegenüber in einer bestimmten Art und Weise zu reagieren.  Man spricht daher auch vom Appell, den Gespräche beinhalten.

Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit im Job

Je besser jemand in der Lage ist, alle Ebenen einer Botschaft zu bedienen, desto ausgeprägter ist seine Kommunikationsfähigkeit.

Im Job zeigt sich die Kommunikationsfähigkeit insbesondere durch Klarheit der Sachinhalte, durch die richtige Wahl der Kommunikationsmittel (persönliches Gespräch, über Telefon, per E-Mail) und durch die Berücksichtigung bestimmter Kommunikationsregeln, die z.B. gegenüber dem Kollegen andere sind als z.B. gegenüber einer Kundin.

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aktualisiert im April 2019

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Was heißt “unternehmerisch Denken” eigentlich?

Gemäß dem aktuellen Career Monitor 2018  ist die Eigenschaft unternehmerisch denken zu können immer noch die am meisten gesuchte Eigenschaft bei heimischen Recruitern. Doch was versteht man darunter eigentlich?

Mit Sicherheit würde man auf diese Frage viele verschiedene, sehr subjektive Antworten erhalten. Ich möchte daher den Versuch starten,  unternehmerisches Denken zu definieren.

Definition

Allem Voran ist das Ziel eines Unternehmens Gewinn zu machen! Unternehmerisch Denken muss also sowohl Umsatzsteigerung als auch Kostensenkung im Fokus haben.

Unternehmerisch zu Denken setzt als auch Voraus, Ziele im Auge behalten zu können. In erster Linie ist das Ziel Umsatzerzielung, Kostensenkung und daraus resultierend die Gewinnmaximierung. Jedes untergeordnete Ziel muss auf diese Hauptziele gerichtet sein und in diesem Sinne verfolgt werden.

Unternehmerisch Denken ist auch strategisches Denken. Man muss in der Lage sein, längerfristig zu denken und auch die Folgen aktuellen Handelns für die Zukunft abschätzen können. Dazu ist erforderlich, Istzustand und angestrebten Zustand klar zu definieren und in der Lage zu sein, Lösungen und Wege zu finden, die auf die Zielerreichung gerichtet sind.

Unternehmerisch Denken bedeutet auch, in der Lage zu sein,  vernetzt zu denken. Ein Unternehmen steht in Konkurrenz zu anderen, ist von den Mechanismen des Marktes abhängig und weist – je nach Größe – oft, komplexe Zusammenhänge auf. Unternehmerisch Denken bedeutet also auch das Zusammenspiel dieser Aspekte berücksichtigen zu können.

Nicht zuletzt bedeutet unternehmerisch Denken ein Mindestmaß an Wissen über Finanzmanagement. Darunter versteht man Budget- und Forecast Planungen, Finanzanalysen, Buchhaltungsaspekte und Key Performance Indikatoren (KPI). Diese sind nötig, um auf dem Weg zur Zielerreichung Fortschritte messen zu können und gegebenenfalls steuernd eingreifen zu können.

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aktualisiert im April 2019

Bewerbungsunterlagen – was haben die mit meinen Fähigkeiten zu tun?

Kürzlich las ich in einer Facebookgruppe die Frage, was denn Bewerbungsunterlagen mit den Fähigkeiten des Bewerbers zu tun hätten. Ich war sehr überrascht über diese Frage, liegt die Antwort doch auf der Hand!

Was der Recruiter aus Ihren Bewerbungsunterlagen herausliest

Ein Recruiter schließt von Ihren Unterlagen auf Ihren Arbeitsstil! Ist die Bewerbung schlampig, unübersichtlich und unstrukturiert, so werden Sie sie es auch mit der Qualität Ihrer Arbeit nicht allzu genau nehmen.

Das Layout Ihrer Bewerbungsunterlagen entscheidet darüber, ob der Recruiter überhaupt gewillt ist, sich Ihre Bewerbung näher anzusehen. Das mag Ihnen nicht gerecht erscheinen und vielleicht auch kleinkariert, denn eigentlich sollte der Inhalt ausschlaggebend sein. Trotzdem ist die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch in hohem Maße von der Sympathie abhängig, die beim Begutachten Ihrer Unterlagen erzeugt wird!

Die Art und Weise wie Sie Ihre Bewerbungsunterlagen inhaltlich gestalten, sagt vieles über das Vorhandensein Ihrer Soft Skills aus.

Es ist zum Beispiel ersichtlich, ob Sie kommunikationsfähig sind. Sind Sie in der Lage, die richtigen Worte zu finden? Sind Sie fähig, die Kernaussagen des Inserates zu treffen? Können Sie wichtige Informationen kurz darstellen und auf den Punkt bringen?

Der Recruiter erkennt auch rasch, ob Sie emphatisch sind und die Bedürfnisse des Unternehmens erkennen können.  Er sieht, ob Sie sich ausreichend mit dem Inserat und mit der Website des Unternehmens auseinander gesetzt haben und wissen, worauf es beim inserierten Job ankommt.

Da die meisten Jobs nicht nur aus den Kernkompetenzen bestehen, sind diese Soft Skills wichtig. Wenn auch die Aufgabe des Mechatronikers in erste Linie die Beschäftigung mit dem Auto ist, so muss er doch auch in der Lage sein, mit den Kunden zu kommunizieren. Er muss die Anweisungen des Vorgesetzen verstehen und umsetzen können und muss in der Lage sein, sich mit seinen KollegInnen abzustimmen. Ihre diesbezüglichen Fähigkeiten sind aus den Bewerbungsunterlagen herauszulesen.

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aktualisiert im April 2019

“Ich bekomme keine Rückmeldungen”

Schreiben Sie sehr häufig Bewerbungen, bekommen aber keine Rückmeldungen? Sollte es tatsächlich so sein, dass Sie keine oder nur standardisierte Rückmeldungen erhalten, sollten Sie dringend Ihre Unterlagen und die Art Ihrer Bewerbungen überprüfen lassen.

Gründe, warum Sie keine Rückmeldungen erhalten

Abgesehen von Fehlern, die bei der Übermittlung passiert sein können (falsche Emailadresse, kein Betreff, etc.) gibt es inhaltliche Gründe, die dazu führen können, dass sich das Unternehmen nicht meldet.

Unvollständigkeit

Aktuell habe ich eine Stellensuchanzeige laufen. Trotz detaillierter Beschreibung, was ich mir als Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugnisse) wünsche, schafft es nahezu kein(e) Kandidat(in), diese Unterlagen vollständig zu übermitteln!

Das ärgert mich. Und das ist die denkbar schlechteste Emotion, die Sie bei Ihrem Gegenüber auslösen können, wenn Sie zu einem Gespräch eingeladen werden wollen.

Ein Motivationsschreiben gibt Ihnen die Möglichkeit, sich aus der Maße abzuheben, detailliert darzustellen, was Sie für die Bewerbung motiviert und Argumente zu nennen, die den Arbeitgeber motivieren soll, Sie einzuladen. Erst durch das Motivationsschreiben werden Sie als Mensch hinter der Bewerbung erfasst.

Unübersichtlichkeit

In der Regel erhalte ich nur Lebensläufe, bei denen ich mir selbst zusammensuchen muss, ob der/die Bewerber(in), meine gewünschten Kriterien erfüllt. Im Falle wenig qualifizierter Positionen, die eine Vielzahl von Bewerbern nach sich ziehen, können Sie sicher sein, dass kein(e) Personalist(in) sich die Mühe macht, Ihren Lebenslauf zu durchforsten!

mangelnde Lesbarkeit

Machen Sie es Ihrem Leser so einfach und angenehm wie möglich. Verwenden Sie eine angenehme Schriftart und eine leicht lesbare Schriftgröße. Bauen Sie Hilfslinien ein, an denen sich das Auge orientieren kann. Und verwenden Sie nur dann den Europass, wenn es unbedingt verlangt wird!

keine Aussagekraft

Leider erreichen mich auch immer wieder Lebensläufe, deren Aussagekraft sehr gering ist.  Es ist zwar wichtig, dass Sie angeben, wo Sie gearbeitet haben, noch viel wichtiger ist aber, die Tätigkeiten aufzulisten, für die Sie verantwortlich waren. Dies ist auch deshalb relevant, als manche Positionen “hochtrabende” Titel haben. In vielen Unternehmen ist es modern geworden, Anglizismen zu verwenden. So ist zum Beispiel der ehemalige Haustechniker mittlerweile zum Facility Manager mutiert. Nicht mehr nachvollziehbar ist seither, wofür der Bewerber tatsächlich verantwortlich war.

Für Führungskräfte und Key Account Manager ist es ein Muss, Kennzahlen anzugeben. Erst dadurch lässt sich die Dimension Ihrer Tätigkeiten wirklich erfassen.

mangelnde Qualifizierung

Ein Inserat aufzusetzen, herauszufinden, welche Muss-Kriterien in einem Job gegeben sein müssen und welche Tätigkeiten den Job ausmachen, bedeuten für den Recruiter Arbeit. Er muss dazu einige Leute befragen, da er selbst in ganz andere Fertigkeiten ausgebildet ist. Ärgerlich ist es dann, wenn man Bewerbungen erhält, die nicht das Mindestmaß an Qualifizierung erkennen lassen oder man sogar erkennt, dass der Bewerber das Inserat augenscheinlich nicht gelesen hat.

Erreichbarkeit

Man sollte es nicht glauben! Immer wieder gibt es Bewerbungen, deren Absender ich nicht erreichen kann. Entweder weil ich keine Telefonnummer finde, sie falsch ist, oder aber die Kandidaten nicht zurückrufen.

Besonders interessant sind jene Fälle, die ich ein- bis zweimal anrufe, ihnen auch auf die Mailbox spreche, die aber nicht zurückrufen. Mehr als zweimal wird kein Recruiter versuchen, Sie zu erreichen.

Und wenn ich dann noch feststelle, dass der Kandidat nur per email erreicht werden möchte, seine email Adresse aber falsch ist, dann war die Bewerbung jedenfalls völlig sinnlos und macht mich fassungslos.

mangelnde Wertschätzung

Treffen mehrere der genannten Kriterien zusammen, fühlt sich der Leser nicht wertgeschätzt. Und das ist einer der wichtigsten Gründe, warum er es nicht wert findet, dem Bewerber zu antworten.

Wenn Sie allerdings überzeugt sind, dass Sie eine ordentliche Bewerbung abgeliefert haben und zu unrecht keine Antwort erhalten haben, sollten Sie nachfragen und können hier eine Arbeitgeberbewertung abgeben.

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aktualisiert im April 2019