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Kennzahlen im Bewerbungsprozess

Manche Bewerber versuchen ihre Leistungen und Erfolge im Lebenslauf darzustellen. Das ist eine sehr gute Idee! Leider gelingt es ihnen selten, die Relevanz der Leistung kurz und prägnant wiederzugeben. Am besten lassen sich Erfolge nämlich mit geeigneten Kennzahlen (KPI = Key Perfomance Indikatoren) darstellen.

Definition

Nach Gablers Wirtschaftslexikon stellen Kennzahlen die Zusammenfassung von quantitativen, d.h. in Zahlen ausdrückbaren Informationen für den innerbetrieblichen und zwischenbetrieblichen Vergleich dar. (https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kennzahlen-41897)

Charakterisierung

KPIs stellen also Entscheidungshilfen dar, mit denen man Unternehmen steuert und mit denen man Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft. Kennzahlen geben Auskunft über wirtschaftliche Entwicklungen und liefern der Unternehmensleitung wertvolle Frühwarninformationen.

Auch Erfolge von MitarbeiterInnen werden mittels Kennzahlen erfasst. Umsatzziele, Kostensenkungsmaßnahmen, Zeitersparnisse oder sonst messbare Ziele werden vorgegeben und ihre Erreichung überprüft.

Die Bedeutung im Bewerbungsprozess

Um sich im Bewerbungsprozess leicht von anderen Kandidaten zu unterscheiden, sollten Sie daher relevante KPIs nutzen, die in der Vergangenheit gemessen wurden.

Der Personalist, der Ihre Bewerbung liest, erhält durch Ihre Kennzahlen sehr schnell ein Bild von Ihren bisherigen Verantwortlichkeiten und kann Sie leicht mit anderen Bewerbern vergleichen.

Um aussagekräftig zu sein, müssen sich Kennzahlen auf Ihre eigene Leistung beziehen. Allgemeine Kennzahlen, z.B. die Personalzahlen des gesamten Unternehmens, die Sie selbst nicht beeinflussen konnten, sind in Ihrem Lebenslauf insofern irrelevant, als sie keinerlei Auskunft über Ihre Leistung geben. Sie machen also nur dann Sinn, wenn Sie die Größe des Unternehmens darlegen wollen.

Platzierung

Nennen Sie zuerst die Firma und dann die Position in der Sie tätig waren und fügen Sie anschließend relevante Kennzahlen ein, diese je nach Ihrer Verantwortung ganz unterschiedlich aussehen werden.

Ein Key Accounter Manager (KAM) wird seine Umsatzzahlen, seine Margen und seine Absatzzahlen angeben. Er könnte auch die Kundengröße, deren Umsätze oder sonstige relevanten Größen nennen. Es könnte auch relevant sein, auf welchen Unternehmensebenen ein KAM agiert.

Bei einer Schreibkraft sind die Anschläge pro Minuten wesentlich. Eine Assistentin könnte ihre Budgetvollmacht in bestimmter Höhe angeben. Selbst eine Kindergartenpädagogin könnte die Anzahl der betreuten Kinder erwähnen und auch welche Altersgruppen sie betreut hat. Eine Mitarbeiterin in der HR wird die Anzahl der betreuten Personen anführen und eine Führungskraft ihre Führungsspanne.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll. 

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Verkaufen statt Bewerben!

In meiner Tätigkeit erlebe ich häufig, dass Bewerbungsunterlagen sehr bemüht verfasst werden, trotzdem aber nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Es hagelt Absagen und die Bewerber wissen nicht warum. Die Antwort darauf ist oftmals sehr einfach. Es fehlt am Bewerbungsmarketing!

Haben Sie schon mal eine Anzeige auf willhaben.at verfasst? Sicherlich haben Sie sich überlegt, was die Adressaten Ihrer Anzeige interessiert! Das gleiche sollten Sie machen, wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen verfassen.

Zielgruppe

Auch beim Bewerbungsmarketing ist die zentrale Frage, wer Ihre Zielgruppe ist. Wer bekommt Ihre Unterlagen als Erste(r) zu lesen? Es ist nicht der IT-Experte oder die Produktspezialistin. Je nach Größe und Organisation eines Unternehmens ist der erste Leser Ihrer Bewerbungsunterlagen ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung. Sie müssen also Ihre Unterlagen in einer Sprache verfassen, die auch ein Laie versteht!

Käuferbedürfnis

Wenn man einen Gebrauchsgegenstand verkaufen will, überlegt man, wie man ihn beschreiben (=bewerben) muss, um Kaufinteressenten zu finden.

Im Falle des Bewerbungsmarketings müssen Sie sich ebenfalls überlegen, was Ihre “Käuferschicht” lesen möchte. Was in Ihren Bewerbungsunterlagen weckt ihr Interesse? Welche Kriterien könnte Ihre “Käuferschicht” bewegen, Sie zum Gespräch einzuladen? Die Antwort darauf finden Sie im Inserat, dem leider – meiner Erfahrung nach – oft zu wenig Detailbeachtung geschenkt wird.

Lesen Sie genau, welche Anforderungen gesucht werden und prüfen Sie Ihre Unterlagen darauf, ob diese Kriterien auch eindeutig herauslesbar sind. Machen Sie es Ihrem Leser leicht und betonen Sie die Kriterien nach denen er sucht ausdrücklich.

Marke

Im Bewerbungsprozess ist der Aufbau einer Marke kein gewichtiges Thema, weil man sich nur einmal bei einem Arbeitgeber bewirbt. Anders als beim Markenaufbau möchte man nur kurz Aufmerksamkeit erregen. Nichtdestotrotz sind Aspekte des Markenaufbaues auch im Bewerbungsprozess relevant.

Überlegen Sie, welches Image Sie mit Ihrem Auftritt vermitteln wollen. Wenn Sie mit Ihrem Bewerbungsunterlagen und auch mit Ihrem Auftritt im Bewerbungsgespräch dieses Image konsequent transportieren und damit authentisch wirken, wird Ihre Bewerbung Erfolg haben!

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Bewerbungsunterlagen – was haben die mit meinen Fähigkeiten zu tun?

Kürzlich las ich in einer Facebookgruppe die Frage, was denn Bewerbungsunterlagen mit den Fähigkeiten des Bewerbers zu tun hätten. Ich war sehr überrascht über diese Frage, liegt die Antwort doch auf der Hand!

Was der Recruiter aus Ihren Bewerbungsunterlagen herausliest

Ein Recruiter schließt von Ihren Unterlagen auf Ihren Arbeitsstil! Ist die Bewerbung schlampig, unübersichtlich und unstrukturiert, so werden Sie sie es auch mit der Qualität Ihrer Arbeit nicht allzu genau nehmen.

Das Layout Ihrer Bewerbungsunterlagen entscheidet darüber, ob der Recruiter überhaupt gewillt ist, sich Ihre Bewerbung näher anzusehen. Das mag Ihnen nicht gerecht erscheinen und vielleicht auch kleinkariert, denn eigentlich sollte der Inhalt ausschlaggebend sein. Trotzdem ist die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch in hohem Maße von der Sympathie abhängig, die beim Begutachten Ihrer Unterlagen erzeugt wird!

Die Art und Weise wie Sie Ihre Bewerbungsunterlagen inhaltlich gestalten, sagt vieles über das Vorhandensein Ihrer Soft Skills aus.

Es ist zum Beispiel ersichtlich, ob Sie kommunikationsfähig sind. Sind Sie in der Lage, die richtigen Worte zu finden? Sind Sie fähig, die Kernaussagen des Inserates zu treffen? Können Sie wichtige Informationen kurz darstellen und auf den Punkt bringen?

Der Recruiter erkennt auch rasch, ob Sie emphatisch sind und die Bedürfnisse des Unternehmens erkennen können.  Er sieht, ob Sie sich ausreichend mit dem Inserat und mit der Website des Unternehmens auseinander gesetzt haben und wissen, worauf es beim inserierten Job ankommt.

Da die meisten Jobs nicht nur aus den Kernkompetenzen bestehen, sind diese Soft Skills wichtig. Wenn auch die Aufgabe des Mechatronikers in erste Linie die Beschäftigung mit dem Auto ist, so muss er doch auch in der Lage sein, mit den Kunden zu kommunizieren. Er muss die Anweisungen des Vorgesetzen verstehen und umsetzen können und muss in der Lage sein, sich mit seinen KollegInnen abzustimmen. Ihre diesbezüglichen Fähigkeiten sind aus den Bewerbungsunterlagen herauszulesen.

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aktualisiert im April 2019

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Über Frechheiten und Kuriositäten im Bewerbungsprozess!

In der Arbeit mit meinen Klienten höre ich oft Sachen, die mich den Kopf schütteln lassen.

Unlängst bekam ich mit, dass ein Klient, der 57 (!) Jahre alt ist und eine beachtenswerte Karriere als Geschäftsführer einer sehr bekannten Firma hinter sich hat, von einer Personalberaterin gefragt wurde, welche Schule er abgeschlossen hat! Die Dame selbst war um die 30 . Daher war es ihr unvorstellbar, dass jemand ohne Matura einen Geschäftsführerposten bekleiden konnte.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass es schwerfällt, sich vorzustellen, dass es früher möglich war, auch ohne Matura hohe Positionen zu erreichen. Ich kann allerdings nicht verstehen, warum man diesen Umstand

Wenn auch ich noch verstehen kann, dass es in einer Zeit, wo alle Berufe eines Pflichtpraktikums bedürfen, schwierig ist, sich vorzustellen, dass es in der Vergangenheit  möglich war, auch ohne Matura hohe Positionen zu erreichen. so ist es nicht nachvollziehbar, dass man sich dafür interessiert, welche Schule ein Mensch vor mehr als 40 Jahren abgeschlossen hat. Leider bedürfte es dazu eines gewissen Maßes an Hausverstand.

Ein anderer Fall betrifft eine Personalberatung, die großen Wert auf Ihr Image legt. Zu diesem Zweck logiert sie an einer sehr feinen Adresse im ersten Wiener Gemeindebezirk und investiert sehr viel Geld um “vorne mit dabei zu sein”.  Eine meiner Klientinnen, in der Vergangenheit ebenfalls auf sehr hoher Position  tätig, wartete geschlagene 20 Minuten auf die Personalberaterin, die, ohne eines Wortes der Entschuldigung endlich kam und auf Ihre Unhöflichkeit angesprochen, meinte “ich habe ja einen Job!”

Auf die Frage eines Klienten, was denn die maßgeblichen Kriterien des ausgeschriebenen Jobs wären, antwortet die Recruiterin “DAS weiß ICH leider nicht!”

Im Zuge einer schriftlichen Bewerbung als “Sales Manager im Außendienst” wurde mein Klient angerufen und gefragt, ob er bereits im Außendienst gearbeitet hätte. Aus seiner Bewerbung war ersichtlich, dass er mehr als 20 Jahre Außendiensterfahrung hatte. Damit aber nicht genug! Während des ca. 30 minütigen Telefonates fragte die Dame ein weiteres Mal, ob der Bewerber oft Termine beim Kunden wahrgenommen habe!

Zur Abwechslung möchte ich jetzt meine Leser und  Leserinnen einladen, mittels Kommentar , Kuriositäten aus Ihrem Bewerbungsalltag zu erzählen!

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Bei der Jobsuche um Hilfe bitten!

Bei der Jobsuche müssen Sie Ihr Netzwerk unbedingt um Hilfe bitten!

Das Problem

Studien besagen, dass zwei Drittel aller Besetzungen aus dem verdeckten Arbeitsmarkt kommen! Es wird also nur ein Drittel des gesamten Arbeitsmarktes über Inserate und offizielle Bewerbungen besetzt. Da darf man sich nicht wundern, wenn Personalberater davon sprechen, dass auf eine Annonce 200 – 300 Bewerber kommen. Dabei aus der Maße heraus zu stechen ist sehr schwer.

Die Hürde 

Warum ist es für Menschen absolut kein Problem allen anderen zu erzählen, dass Sie eine Wohnung oder ein Auto suchen, aber so schwer, sie bei der Jobsuche um Hilfe zu bitten?

Die meisten Menschen empfinden es als Makel, keinen Job zu haben.

Dabei sagt diese Tatsache weder etwas über die Fähigkeiten und Kenntnisse des Menschen noch über seine persönlichen Eigenschaften aus! Viele Menschen sind sogar sehr gut ausgebildet, oftmals Akademiker, haben langjährig Karriere gemacht und werden dann aufgrund ihres Alters oder aus Gründen, die bei der Firma liegen arbeitslos. 

Die Lösung

Es ist eine Frage der eigenen Einstellung, wie man mit der Tatsache umgeht, auf Arbeitssuche zu sein. Wenn man sich bewusst macht, dass man noch genau derselbe Mensch ist, wie zu jenem Zeitpunkt, zu dem man noch einen Job hatte, geht man mit mehr Selbstbewusstsein an die Jobsuche heran und ist mit großer Wahrscheinlichkeit schneller erfolgreich!

Wer sich von der Einstellung lösen kann, dass es an ihm/ihr selbst liegt, keinen Job mehr zu haben, kann auch andere bei der Jobsuche um Hilfe bitten.

Wenn Sie aktuell auf Jobsuche sind, stellen Sie sich einfach vor, dass Sie etwas suchen, bei dem es Ihnen kein Problem bereitet, anderen darüber zu erzählen. Nehmen wir das Beispiel des Autos. Wenn Sie Ihre Freunde oder Bekannten bitten, Ihnen zu helfen, das passende Auto zu finden, werden Sie sich anfänglich überlegen, wer Ihnen überhaupt helfen kann. Dann überlegen Sie, wie Sie denjenigen ansprechen und ihm vermitteln, was Sie suchen. Sie werden ganz konkrete Angaben machen, welche Kriterien Ihr neues Auto erfüllen soll. 

Das gleiche machen Sie bitte jetzt bezüglich Ihres Jobs.

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Wer häufig die Firma wechselt, sollte vorsichtig sein!

Wer häufig die Firma wechselt, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit über kurz oder lang ein Problem und zwar unabhängig davon, ob der Firmenwechsel aus eigenem oder fremden Verschulden stattgefunden hat!

Hintergrund

Schon in den 2000ern galt man als unflexibel, starr im Denken und unmotiviert, wenn man nicht spätestens alle drei Jahre den Job wechselte. Auch heute scheint man nur dann ausreichend Flexibilität zu zeigen, wenn man häufig Job wechselt.

Ich halte Aussagen wie “wechseln Sie alle zwei Jahre den Job” für sehr gefährlich und rate nur dann dazu, wenn es auch tatsächlich ein Motiv für die Wechsel gibt. Um des Wechsels selbst, sollten Sie keinesfalls Ihre Firma verlassen!

Der Grat zwischen der möglichen Interpretation von “Flexibilität” und “Querulant” ist ein sehr schmaler.

Wann es Sinn macht!

Meines Erachtens sind viele Faktoren ausschlaggebend dafür, ob Sie häufig den Job wechseln sollten oder nicht.

Jedenfalls gilt, dass Sie leichter einen Job aus einem aufrechten Dienstverhältnis finden als das aus der Arbeitslosigkeit heraus der Fall ist. Kündigen Sie daher nur im äußersten Notfall bevor Sie einen neuen Job haben!

Gehalt als Motor

Aus meiner persönlichen Erfahrung hat die Behauptung, dass man rascher in der Gehaltskurve steigen könne, wenn man die Firma häufig wechselt, durchaus Berechtigung. Wenn also der Faktor Einkommen wichtig ist, dann sollten Sie tatsächlich öfter den Job wechseln, weil eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung beim Jobeinstieg  leichter ist als in der Folge.

Vergessen Sie dabei aber nicht, dass es in den meisten Firmen Gehaltsbänder gibt, die auch selten überschritten werden.  Wenn Sie schon die Obergrenze erreicht haben, dann hilft auch ein Unternehmenswechsel nichts.

Aufstiegschancen

Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie in Ihrer aktuellen Firma nicht weiterkommen, können Wechsel Sinn machen. Allerdings vergessen Sie dabei nicht, dass Unternehmen Erfahrung schätzen. Wer nicht aktuell eine Führungsposition bekleidet, dem wird es auch in der neuen Firma nur schwer gelingen. Je älter Sie sind, desto unrealistischer ist es übrigens in einer neuen Firma Führungskraft zu werden. Jüngere sollten zumindest schon einige Führungskräfteausbildungen mitbringen, um zumindest über theoretische Erfahrung zu verfügen.

Wann es keinen Sinn macht!

Vorsicht ist jedenfalls geboten, wenn die letzten zwei bis drei Positionen kürzer als ein Jahr dauerten. Höchste Vorsicht dann, wenn sie bis zu sechs Monate dauerten. Selbst wenn Sie gemobbt wurden und wieder das Gefühl haben, auf der Mobbingliste zu stehen, halten Sie durch und suchen Sie sich professionelle Hilfe!

Alter

Je älter Sie sind, desto mehr rate ich dazu, länger in einer Firma zu bleiben, ab 50 sogar, gar nicht mehr zu wechseln. Allgemein bekannt ist, dass es ab 50 immer schwieriger wird, überhaupt noch einen Job zu bekommen.

Ich hatte einen Klienten, der bereits über mehr als 20 Jahre  Berufserfahrung zurückblickte.  Der längste Zeitraum, den er je in einer Firma verbrachte, betrug zwei Jahre. Je häufiger er die Firma gewechselt hatte, desto weniger war er in die Position, Ansprüche stellen zu können. Nicht weiter verwunderlich ist es daher, dass die Jobs immer kürzer wurden und er sich in einer Ab­wärts­spirale befand.

Je jünger man zudem ist, desto vorsichtiger sollte man bei Jobwechsel sein. Im Normalfall braucht man ein bis drei Monate, um sich in einerm Job einarbeitet. Wer häufig Firma wechselt, hat dem Unternehmen mehr Kosten verursacht, als er erwirtschaftet hat.

Zu diesem Thema sind allerdings Pauschalaussagen nur schwer möglich, da im Einzelfall zu beurteilen ist, wie man vom thematisierten Umstand ablenkt und trotzdem „eine gute Figur“ macht!

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Jobwechsel? Ja, aber bitte mit Plan!

Wenn ich vom geplanten Jobwechsel beim meinen Kunden höre, dann erlaube ich mir stets die Frage “Warum”? Denn die Motive geben den Ausschlag wie Sie beim Jobwechsel vorgehen sollten.

Haben Sie einen Plan?

Ein Jobwechsel will sehr gut überlegt und geplant sein! Am wichtigsten ist es, sich darüber im Klaren zu sein, aufgrund welcher Motive man den aktuellen Job verlassen möchte und wie gravierend sie sind.

Er macht mich krank!

Macht Sie der aktuelle Job krank? Wenn der Körper bereits die ersten Signale sendet, man morgens mit einem unguten Gefühl aufwacht und man gar nicht in die Firma gehen will, dann sollte man diese Signale sehr ernst nehmen und sich schleunigst nach einem anderen Job umsehen!

Das ist der einzige Fall, wo ich Ihnen zur sofortigen Kündigung rate. Kein Job darf Sie krank machen!

Zu wenig Geld?

Ist Geld das Motiv, dann würde ich empfehlen, erst einmal das Gespräch zur Vorgesetzten oder zum Vorgesetzten zu suchen. Möglicherweise verhilft eine zusätzliche Ausbildung oder aber auch der Wechsel auf eine andere Position zum besser bezahlten Job! Denn sicher ist, dass selbst wenn Sie in einer neuen Firma mehr Geld bekommen, sich die Lust auf „noch mehr“ bald wieder einstellen wird!

Bore out?

Fühlt man sich im Hamsterrad, weil man unterfordert ist, dann sollte man dies im Vorfeld auch jedenfalls mit seiner Führungskraft besprechen. Finden sich tatsächlich keine Alternativen, dann kann man sich auf Jobsuche machen!

Das Schiff sinkt!

Hat man das Gefühl, dass man am sinkenden Schiff sitzt, dann sollte man versuchen, diesen Umstand zu verifizieren und im positiven Falle versuchen, so schnell wie möglich einen neuen Job zu finden!

Fakt ist, dass es ungleich leichter ist, einen neuen Job zu bekommen, wenn man noch in einem aufrechten Dienstverhältnis steht.

Die Hürden

Fakt ist auch, dass es gewisse Umstände gibt, die die Jobsuche erschweren. Bei jungen Frauen ist es z.B. die Vermutung des Kinderwunsches. In der heutigen Zeit unterliegen sie diesem Verdacht allerdings auch noch jenseits der 35. Ich mache leider auch die Erfahrung, dass es ab 40 – leider wieder für Frauen – ungleich schwerer wird, einen neuen Job zu finden, als da­runter. Das Nadelohr zwischen „im gebärfähigen Alter“ und „zu alt“ wird also für Frauen immer enger. Für Männer wird es besonders ab 50 schwierig. Besonders dann, wenn es sich nicht um Führungspersönlichkeiten handelt!

“Nicht alles was glänzt, ist Gold!” Vergessen Sie bitte nicht, dass Ihnen das, was sie an ihrem Job jetzt nicht mehr mögen, am Anfang nicht bekannt oder bewusst war. Genauso ist es aber auch in anderen Firmen. Wie der Bewerber sich von seiner besten Seite präsentiert, so tut es auch das Unternehmen in dem Sie sich vorstellen. Man wird Ihnen mit Sicherheit nicht auf die Nase binden, dass z.B. Ihr zukünftiger Chef ein Kotzbrocken ist! Man sagt Ihnen auch nicht, wie man es mit Gehaltserhöhungen oder Beförderungen hält! Sie bekommen erst im Laufe der Zeit mit, wie sich das Verhältnis Job versus Freizeit gestaltet, etc.. Besonders schlimm wäre also, vom Regen in die Traufe zu kommen, weil z.B. sogar noch das Betriebsklima in der neuen Firma noch viel schlechter ist, als in der alten.

Fakt ist letztlich, dass Ihre zukünftigen Chancen einen neuen Job zu finden, mit jeder Firma in die Sie wechseln, stetig sinken, wenn Sie in dieser nur kurze Zeit verbringen. Gerade dann, wenn Sie in einer Ihrer ersten Firmen lange geblieben sind und die Zeiten der nachfolgenden Firmen immer kürzer werden, wird man interpretieren, dass Sie selbst der Grund sind, dass Sie es nicht lange in einer Firma aushalten.

Überlegen Sie vor dem Jobwechsel daher sehr genau, wie Sie vorgehen und treffen Sie keine „aus dem Bauch“ Entscheidungen, außer wenn Sie sich nicht Schlimmeres als ihre derzeitige Firma vorstellen können!

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Qualität statt Quantität bei Bewerbungen

Vielen meiner Klienten setzen bei ihren Bewerbungen auf Quantität statt auf Qualität. Sie wundern sich dann, dass sie häufig keine Antworten oder immer nur Absagen auf ihre Bewerbungen bekommen.

Haben Sie den Überblick?

Die Frage, wie viele Bewerbungen sie verschickt haben und zu wie vielen Gesprächen sie eingeladen wurden, können mir KlientInnen beim Ersttelefonat selten genau beantworten. Viele BewerberInnen machen den Fehler, keine genauen Aufzeichnungen über Ihren Bewerbungsprozess zu führen.

Sie sollten sich also eine Liste über die Details Ihrer Bewerbungen machen. Notieren Sie, welche Reaktion Sie darauf bekamen. Daran lässt sich in den meisten Fällen bereits ablesen, was falsch läuft.

Haben Sie eine Strategie?

In vielen Fällen scheitert es daran, dass sich KandidatInnen keine Gedanken darüber machen, wo genau und unter welchen Umständen sie eigentlich arbeiten wollen.

Um den richtigen Job zu finden, muss man sich eine Strategie zurechtlegen. Erst wenn man sich darüber im Klaren ist, was genau man sucht und wo man solche Jobs finden kann, ist man auch in der Lage, die richtigen Parameter in die Jobbörsen einzugeben. Oft findet man geeignete Jobs auch unter anderen Schlagwörtern als jene die man normalerweise in die Suchmaschine eingibt!

Eine umfangreiche Liste aller gängigen Jobbörsen finden Sie hier.

Ich empfehle also, sich eine weitere Liste zu machen und Kriterien festzulegen, was in Frage kommt und was nicht. Damit steigern Sie automatisch die Qualität. Nur wenn Sie selbst wirklich wissen, was Sie eigentlich wollen, wird es Ihnen auch gelingen, einen Job zu finden, der zu 100% zu Ihnen passt.

Mit einer solchen Liste ist man auch beim folgenden Bewerbungsgespräch in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen. Arbeitgeber werten es als nämlich als Interesse, wenn Sie relevante Fragen zum Job stellen.  Außerdem können Sie böse Überraschungen nach Antritt des Jobs vermeiden, wenn Sie alles erfahren, was Ihnen wichtig ist.

Verzweiflung schadet beim Bewerben!

Viele Kandidaten bewerben sich aus Verzweiflung auf viele Inserate, bei denen von vornherein feststeht, dass Sie nicht der Wunschkandidat/ die Wunschkandidatin sind!

Sinnlos ist, sich auf Positionen zu bewerben, für die man deutlich geforderte, besondere Kenntnisse (sogenannte Muss- Kriterien) nicht mitbringt. Es ist nämlich offensichtlich, dass das Unternehmen andere Anforderungen hat, als Sie mitbringen.

Es macht auch keinen Sinn, sich zu bewerben, wenn aus der Stellenanzeige klar hervorgeht, dass man sich eine junge Person oder eine mit langjähriger Erfahrung vorstellt und man selbst das Gegenteil davon ist. Dadurch wird die Verzweiflung letztlich immer größer und man verschwendet Zeit und Energie, die man sinnvoller einsetzen könnte!

Mehr Qualität, weniger Quantität

Der falsche Weg ist also, sich aus Verzweiflung auf Jobinserate zu antworten, von denen man von vornherein weiß, dass man nicht auf den Job passt. Man steigert damit die Quantität, gewinnt damit aber nichts. Die Folge auf solche Bewerbungen ist nämlich häufig, dass man gar keine Antwort oder sehr schnell eine Absage erhält.

Dadurch dreht sich die Spirale der Frustration immer weiter nach unten und führt in den schlimmsten Fällen dazu, dass man noch mehr Bewerbungen auf noch unpassendere Jobs verschickt.

Halten Sie daher inne und überlegen Sie, bei wie vielen Ihrer Bewerbungen Sie sich von vornherein geringe Chancen ausgerechnet haben. Wenn Sie sich darüber bewusst sind, dass viele Bewerbungen von jeher aussichtslos waren, können Sie Ihren Frust verhindern.

Schärfen Sie Ihren Blick dafür, für welchen Job Sie tatsächlich geeignet sind und bewerben Sie sich nur auf entsprechende Inserate. Sie werden wahrscheinlich viel seltener entsprechende Inserate finden, erhöhen aber damit die Chance eingeladen zu werden und letztliche Ihren Traumjob zu finden.

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oder: “was läuft falsch bei der Bewerbung?”

Was läuft bei meiner Bewerbung falsch?

“Was läuft bei meiner Bewerbung falsch?” Immer wieder höre oder lese ich von verzweifelten Menschen, die auf der Suche nach einem Job immer nur Absagen bekommen.

Wer – aus welchen Gründen auch immer – keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchte, der kann versuchen, selbst dahinter zu kommen, woran es liegen könnte.

Die Analyse

Um “Was läuft bei meiner Bewerbung falsch?” beantworten zu können, ist das Anlegen einer Liste erforderlich,  wo, wann und womit man sich beworben hat. Um welchen Job hat es sich gehandelt und wie war die Reaktion des Unternehmens. Sie müssen genau analysieren, wann sie ein wenig oder gar keinen Erfolg hatten.

mögliche Fehler
immer nur Absagen

Prinzipielle Voraussetzung ist, dass man die gesuchten Kriterien des Jobangebotes erfüllt. Wer sich laufend auf Stellen bewirbt, für die er mangels Ausbildung oder Berufserfahrung nicht geeignet ist, darf sich nicht wundern, wenn er Absagen bekommt!

Bekommt man trotzdem keine Antworten oder nur standardisierte Absagen, sollte man dringend seine Unterlagen adaptieren. Nicht selten liegt es an einem schlechten Foto –  ein Thema, das meiner Erfahrung nach leider sehr häufig völlig unterschätzt wird.

Vorausgesetzt, man erfüllt alle Anforderungen des Inserates,  kann es daran liegen, dass der Lebenslauf entweder zu lang, schlecht strukturiert oder zu wenig aussagekräftig ist. Das hat zur Folge, dass wesentliche Informationen nicht transportiert werden konnten.

Scheitern in der zweiten Runde

Wird man oft zu Gesprächen eingeladen, bekommt aber danach nur Absagen, fragt man sich natürlich auch, “was läuft bei meiner Bewerbung falsch?” Man sollte dann reflektieren, wie die Gespräche verlaufen sind.

An welcher Stelle fing es an, sich unangenehm anzufühlen? Hören Sie in sich hinein. Im Unterbewusstsein weiß man meistens, woran es scheiterte.  In diesem Fall sollte man mit einer Person seines Vertrauens mehrere Gespräche “üben”.

Ein Profi weiß meistens sehr schnell, woran es scheitert. Insoferne sollten Sie keine kostbare Zeit verschwenden und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!

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