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Was man bei Bewerbungsvideos beachten muss!

Bewerbungsvideos sind im Kommen.

Wenn auch ich glaube, dass das Thema in Österreich noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es durchaus bereits einige Firmen, die Bewerbungsvideos willkommen heißen!

professionelles Shooting

Bei Bewerbern im gehobenen Bereich, rate ich unbedingt dazu, ein solches Video von einem Professionisten machen zu lassen. Ähnlich wie bei Bewerbungsfotos kommt es unter anderem auf die richtige Beleuchtung, den richtigen Hintergrund und die richtige Kameraeinstellung an.

Wenn man dazu einen Termin vereinbart, sollte man im Vorfeld sehr genau nachfragen, wie die Videoaufnahme gemacht wird. Man sollte fragen, ob es verschiedene Settings geben wird, ob geplant ist, Aufnahmen in verschiedenen Outfits zu machen. Letztlich ist das Thema Stiling relevant. Gute Fotografen werden mit Ihnen besprechen, welche Farben und Muster für die Aufnahme ungeeignet sind. Danach richtet sich selbstverständlich auch der Preis. 

Sie sollten sich bereits vor dem Shootingtermin genau überlegen, was Sie sagen werden, und wie Sie sich präsentieren wollen. Eine gute Vorbereitung ist jedenfalls wichtig, um das Shooting möglichst kurz zu halten. 

privates Shooting – Vorbereitung 

Jüngeren Kandidaten könnten auch mit privaten Bewerbungsvideos punkten. Dabei sollten Sie auf eine gute Vorbereitung achten. 

Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie Sie Ihr Video gestalten wollen und ob Sie es für einen oder mehrere Arbeitgeber verwenden wollen. Klären Sie, in welchem Medium Sie Ihr Video präsentieren und stellen Sie sicher, dass keine technischen Hürden im Wege stehen, um es abzurufen. Es ist z.B. nicht sinnvoll, wenn das Video erst nach einer Registrierung angesehen werden kann. 

Achten Sie auf einen geeigneten Hintergrund. Sie sollten jedenfalls einen neutralen Hintergrund, wie etwa eine einfärbige Wand verwenden. Das Bett, der Schreibtisch oder die Küche eignen sich nicht als Drehort. 

Qualität 

Auch wenn Sie ein privates Video erstellen wollen, ist die Qualität ein wichtiger Faktor. Wenn Bild- und Tonqualität nicht optimal sind, erreichen Sie am Ende wahrscheinlich das Gegenteil eines positiven Effektes. Wichtig ist, dass Sie darauf achten, dass die Bilder scharf werden, sie keine verwackelten Aufnahmen erstellen und dass beim Ton weder Hintergrundgeräusche noch ein Rauschen zu hören sind. 

Am sinnvollsten ist, sich genau zu überlegen, wie lang Ihr Video sein soll und welche Inhalte Sie ansprechen wollen. Wie im Bewerbungsgespräch auch, sollten Sie sich kurz halten und rasch zum Punkt kommen. Achten Sie darauf, dass Sie flüssig sprechen und natürlich wirken. Es wird sinnvoll sein, das beste Video aus einigen Aufnahmen herauszusuchen. Ich empfehle Ihnen jedenfalls eine andere Person um Hilfe zu bitten, damit Sie sich auf die Inhalte konzentrieren können. 

Länge der Bewerbungsvideos

Das Video sollte keinesfalls länger als ca. fünf Minuten dauern. Sie sollten kurz einleiten, wer Sie sind und wie Ihr bisheriges Leben verlaufen ist. Selbstverständlich sollte dabei Ihre Ausbildung und Ihre bisherige Karriere den Schwerpunkt bilden. Nennen Sie einige Ihrer Erfolge und erzählen Sie von Ihren Stärken. Runden Sie Ihr Video ab, indem Sie darauf eingehen, warum Sie sich bewerben und worin Sie einen Vorteil Ihrer Anstellung sehen. Schließen Sie mit einer Call to Action ab, indem Sie den Betrachter auffordern, sich bei Ihnen zu melden.

Ich rate Ihnen jedenfalls Hilfsmittel einzusetzen. Verwenden Sie Bilder, die Sie in die Kamera halten, oder einen Gegenstand mit dem Sie ein Projekt verbinden. Sie können auch eine Präsentation ins Video einbauen. Achten Sie darauf, dass Sie Abwechslung bieten, damit Sie nicht die Aufmerksamkeit des Adressaten verlieren.

Format der Bewerbungsvideos

Da Videos vom Personaler am Computer angesehen werden, müssen Sie auf das richtige Seitenverhältnis achten. Es sollte im Querformat mit einem Seitenverhältnis von 16:9 gedreht werden.

Ein sehr gutes Beispiel für ein hoch professionelles, gelungenes Bewerbungsvideo finden Sie hier

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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Kennzahlen im Bewerbungsprozess

Manche Bewerber versuchen ihre Leistungen und Erfolge im Lebenslauf darzustellen. Das ist eine sehr gute Idee! Leider gelingt es ihnen selten, die Relevanz der Leistung kurz und prägnant wiederzugeben. Am besten lassen sich Erfolge nämlich mit geeigneten Kennzahlen (KPI = Key Perfomance Indikatoren) darstellen.

Definition

Nach Gablers Wirtschaftslexikon stellen Kennzahlen die Zusammenfassung von quantitativen, d.h. in Zahlen ausdrückbaren Informationen für den innerbetrieblichen und zwischenbetrieblichen Vergleich dar. (https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kennzahlen-41897)

Charakterisierung

KPIs stellen also Entscheidungshilfen dar, mit denen man Unternehmen steuert und mit denen man Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft. Kennzahlen geben Auskunft über wirtschaftliche Entwicklungen und liefern der Unternehmensleitung wertvolle Frühwarninformationen.

Auch Erfolge von MitarbeiterInnen werden mittels Kennzahlen erfasst. Umsatzziele, Kostensenkungsmaßnahmen, Zeitersparnisse oder sonst messbare Ziele werden vorgegeben und ihre Erreichung überprüft.

Die Bedeutung im Bewerbungsprozess

Um sich im Bewerbungsprozess leicht von anderen Kandidaten zu unterscheiden, sollten Sie daher relevante KPIs nutzen, die in der Vergangenheit gemessen wurden.

Der Personalist, der Ihre Bewerbung liest, erhält durch Ihre Kennzahlen sehr schnell ein Bild von Ihren bisherigen Verantwortlichkeiten und kann Sie leicht mit anderen Bewerbern vergleichen.

Um aussagekräftig zu sein, müssen sich Kennzahlen auf Ihre eigene Leistung beziehen. Allgemeine Kennzahlen, z.B. die Personalzahlen des gesamten Unternehmens, die Sie selbst nicht beeinflussen konnten, sind in Ihrem Lebenslauf insofern irrelevant, als sie keinerlei Auskunft über Ihre Leistung geben. Sie machen also nur dann Sinn, wenn Sie die Größe des Unternehmens darlegen wollen.

Platzierung

Nennen Sie zuerst die Firma und dann die Position in der Sie tätig waren und fügen Sie anschließend relevante Kennzahlen ein, diese je nach Ihrer Verantwortung ganz unterschiedlich aussehen werden.

Ein Key Accounter Manager (KAM) wird seine Umsatzzahlen, seine Margen und seine Absatzzahlen angeben. Er könnte auch die Kundengröße, deren Umsätze oder sonstige relevanten Größen nennen. Es könnte auch relevant sein, auf welchen Unternehmensebenen ein KAM agiert.

Bei einer Schreibkraft sind die Anschläge pro Minuten wesentlich. Eine Assistentin könnte ihre Budgetvollmacht in bestimmter Höhe angeben. Selbst eine Kindergartenpädagogin könnte die Anzahl der betreuten Kinder erwähnen und auch welche Altersgruppen sie betreut hat. Eine Mitarbeiterin in der HR wird die Anzahl der betreuten Personen anführen und eine Führungskraft ihre Führungsspanne.

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Verkaufen statt Bewerben!

In meiner Tätigkeit erlebe ich häufig, dass Bewerbungsunterlagen sehr bemüht verfasst werden, trotzdem aber nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Es hagelt Absagen und die Bewerber wissen nicht warum. Die Antwort darauf ist oftmals sehr einfach. Es fehlt am Bewerbungsmarketing!

Haben Sie schon mal eine Anzeige auf willhaben.at verfasst? Sicherlich haben Sie sich überlegt, was die Adressaten Ihrer Anzeige interessiert! Das gleiche sollten Sie machen, wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen verfassen.

Zielgruppe

Auch beim Bewerbungsmarketing ist die zentrale Frage, wer Ihre Zielgruppe ist. Wer bekommt Ihre Unterlagen als Erste(r) zu lesen? Es ist nicht der IT-Experte oder die Produktspezialistin. Je nach Größe und Organisation eines Unternehmens ist der erste Leser Ihrer Bewerbungsunterlagen ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung. Sie müssen also Ihre Unterlagen in einer Sprache verfassen, die auch ein Laie versteht!

Käuferbedürfnis

Wenn man einen Gebrauchsgegenstand verkaufen will, überlegt man, wie man ihn beschreiben (=bewerben) muss, um Kaufinteressenten zu finden.

Im Falle des Bewerbungsmarketings müssen Sie sich ebenfalls überlegen, was Ihre “Käuferschicht” lesen möchte. Was in Ihren Bewerbungsunterlagen weckt ihr Interesse? Welche Kriterien könnte Ihre “Käuferschicht” bewegen, Sie zum Gespräch einzuladen? Die Antwort darauf finden Sie im Inserat, dem leider – meiner Erfahrung nach – oft zu wenig Detailbeachtung geschenkt wird.

Lesen Sie genau, welche Anforderungen gesucht werden und prüfen Sie Ihre Unterlagen darauf, ob diese Kriterien auch eindeutig herauslesbar sind. Machen Sie es Ihrem Leser leicht und betonen Sie die Kriterien nach denen er sucht ausdrücklich.

Marke

Im Bewerbungsprozess ist der Aufbau einer Marke kein gewichtiges Thema, weil man sich nur einmal bei einem Arbeitgeber bewirbt. Anders als beim Markenaufbau möchte man nur kurz Aufmerksamkeit erregen. Nichtdestotrotz sind Aspekte des Markenaufbaues auch im Bewerbungsprozess relevant.

Überlegen Sie, welches Image Sie mit Ihrem Auftritt vermitteln wollen. Wenn Sie mit Ihrem Bewerbungsunterlagen und auch mit Ihrem Auftritt im Bewerbungsgespräch dieses Image konsequent transportieren und damit authentisch wirken, wird Ihre Bewerbung Erfolg haben!

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Soll ich ein Bewerbungsvideo machen?

Ein Bewerbungsvideo kann Ihnen einen großen Vorteil gegenüber anderen BewerberInnen verschaffen! Allerdings sind eine Reihe von Überlegungen im Vorfeld anzustellen.

Wenn man sich keine Gedanken darüber macht, wie man die RecruiterInnen einer Firma dazu bringt, sich sein Video anzusehen, braucht man sich keine Gedanken über den Inhalt machen!

Wie mache ich auf mein Bewerbungsvideo aufmerksam?

Aktuell gehen immer mehr Unternehmen dazu über, Ihr Bewerbermanagement zu automatisieren. War es in der Vergangenheit noch so, dass man eine Postadresse oder später eine email Adresse hatte, an die man seine Unterlagen schicken konnte, ist jüngst immer stärker beobachtbar, dass man sich nur mehr online bewerben kann, indem man seine Unterlagen in einer Datenbank im Netz hoch lädt.

In sehr vielen Fällen verrät das Stelleninserat auch keinen Ansprechpartner mehr. Daher wird es schwierig, herauszufinden, wer im Unternehmen für die konkrete Ausschreibung zuständig ist und an wen Sie eventuell ein Bewerbungsvideo schicken könnten.

Bewerben Sie sich aber mittels herkömmlicher Bewerbungsunterlagen, dann können Sie auch das Medium anführen, unter welchem Ihr Bewerbungsvideo zu finden ist. Da Personalisten im Regelfall KandidatInnen in der engeren Wahl sowieso googlen, werden Sie auch ganz sicher auf Ihr Bewerbungsvideo stoßen.

Nur in Fällen, wo das Inserat einen konkreten Ansprechpartner auflistet, können Sie sich ausschließlich per Video bewerben.

Worauf Sie unbedingt achten müssen!

Wenn Sie die Gelegenheit haben und es Sinn macht, sich ausschließlich mit einem Video zu bewerben, müssen Sie unbedingt auf die Dateigröße achten. Viele Firmen haben eine Beschränkung für die höchstzulässige Datenmenge. Alternativ können Sie das Video in einem anderen Medium hochladen (z.B. Youtube)und den Download Link versenden.

Ein Bewerbungsvideo macht natürlich nur Sinn, wenn Sie auch was zu sagen haben. Wie auch beim Bewerbungsfoto, das nicht vom Strandurlaub stammen soll, ist auch im Bewerbungsvideo wichtig, dass Sie einen Bezug zum konkreten Job herstellen.

Achten Sie auf gute Bild- und Tonqualität. In vielen Fällen kann auch das Video ein Arbeitszeugnis darstellen. Bewerben Sie sich mit einer schlechten Tonqualität als Toningenieur stellen Sie sich selbst ein schlechtes Zeugnis aus.

Denken Sie daran, dass Sie auch das Video kurz halten müssen. Sie haben die Aufmerksamkeit des Personalisten nämlich nur so lange, als Sie ihm etwas Interessantes vorführen.

Machen Sie sich Gedanken über Kleidung und Ihre Frisur.  Stellen Sie sich vor, Sie gingen zum Bewerbungsgespräch und wählen Sie das Outfit, das Sie auch im persönlichen Gespräch wählen würden.

Hier finden Sie einige Beispiele für Bewerbungsvideos.

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aktualisiert im Mai 2019

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Bewerben mit eigener Homepage?

In einer Zeit der fortschreitenden Digitalisierung macht das Bewerben mit eigener Homepage in vielen Fällen Sinn. Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich allerdings einige Gedanken machen.

Im Internet kursieren bereits einige Empfehlungen zum Bewerben mit eigener Homepage. Ich möchte hier die Vor- und Nachteile aufzeigen.

Wann eine eigene Homepage sinnvoll ist!

Prinzipiell ist die Idee natürlich sehr gut. Allerdings ersetzt die Homepage in den meisten Fällen keine herkömmlichen Bewerbungsunterlagen.

Große Firmen haben nämlich in den vergangenen Jahren begonnen, Ihr Bewerbermanagement zu strukturieren und zu digitalisieren. Dabei verwenden die meisten Datenbanken, in denen sich Bewerber registrieren müssen und ihre Bewerbungsunterlagen hochladen sollen.  Sollte also die Bewerbung nur in Form der eigenen Homepage bestehen, hat man nichts, was man hochladen kann.

Eine Homepage macht aber dann Sinn, wenn Sie Inhalte haben, die Sie nicht in einer herkömmlichen Bewerbung präsentieren können. Das kann bei Medienberufen der Fall sein oder auch bei Entwicklungsjobs oder IT-Jobs. In allen Fällen, wo Sie anhand von Fotos,  Entwicklungsskizzen, Verlinkungen zu Arbeitsproben oder Apps oder vielleicht Videos etwas zu sagen haben, kann eine eigene Homepage Ihnen helfen, sich von der Maße abzuheben. Ganz besonders gilt das natürlich für SchauspielerInnen oder MusikerInnen.

Was müssen Sie bei der eigenen Homepage beachten?

Der große Vorteil, dass Sie eine  Vielzahl von Unternehmen auf Ihre Homepage locken können, birgt natürlich auch einen Nachteil in sich. Es ist im Regelfall nicht anzunehmen, dass Sie wollen, dass Gott und die Welt über alle Details Ihrer Person Bescheid weiß. Es ist daher sinnvoll, Ihren detaillierten Werdegang nicht für jedermann ersichtlich auf die Homepage zu stellen. Diese Daten sollten Sie weiterhin nur einem eingeschränkten Kreise präsentieren. Möglich ist dies z.B. mittels eigenem Passwort, das nur einem eingeschränkten Nutzerkreis zur Verfügung gestellt wird, was wiederum die Reichweite einschränkt.

Problematisch wird die eigene Homepage, wenn es um Ihre sensiblen Daten, wie Wohnort und Telefonnummer geht. Wenn Sie nicht möchten, dass jeder weiß, wo Sie wohnen und wie Ihre Telefonnummer lautet, ist die eigene Homepage schwierig, weil jede Homepage vom Betreiber ein Impressum verlangt.

Wenn Sie keinen Wert auf Ihre sensiblen Daten legen, dann könnten Sie  Visitenkarten drucken lassen, die auch den Link zur Website enthalten. Das Bewerben mit eigener Homepage wird dann gänzlich möglich, wenn Sie viele Gelegenheiten haben, diese Visitenkarten zu verteilen.  Im Falle von KünstlerInnen ist diese Möglichkeit jedenfalls im Kontakt mit Agenturen und auf vielen Events bestens geeignet.

Fazit

Verwenden Sie – außer Sie sind Künstler – eine eigene Homepage nur dann, wenn Sie eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrer sonstigen Unterlagen darstellt, was dann der Fall ist, wenn Sie geeignete Inhalte vorweise können.

Eine Bewerbung ausschließlich mit eigener Homepage ist nach meinem Dafürhalten nur bei Künstlern sinnvoll.

Weitere Details finden Sie z.B. hier.

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aktualisiert im Mai 2019

“soll ich mein Kind verschweigen?”

“Soll ich bei der Bewerbung mein Kind verschweigen?” Diese Frage wurde mir vor kurzem von einer jungen Mutter gestellt, die den Rat bekommen hatte, ihre Jobchancen zu erhöhen, wenn sie ihr (Klein-)Kind verheimlichte!

Muss man Privates überhaupt erwähnen?

Prinzipiell gebe ich den Rat, nur jene Dinge im Lebenslauf anzuführen, die für den Job relevant sind. Niemanden interessiert z.B., wie der Geburtsname Ihrer Mutter lautete! Es wird auch für den Job nicht relevant sein, ob Sie verheiratet, geschieden oder ledig sind!

Auch Kinder sind im Regelfall für die Ausübung eines Jobs irrelevant. Daher sehe ich keine Veranlassung, sie zu erwähnen! Gleichzeitig schadet es aber auch nicht, sie anzuführen, DENN:

Irgendwie ist es ja logisch!

Die Entscheidung, ob man einen Job auch mit seinen Kindern erfüllen kann, muss schon im Vorfeld fallen!

Sind Ihre Kinder in einer Betreuung? Sorgen im Notfall Vater, Großeltern oder andere Verwandte für deren Aufsicht, wenn Sie mal Überstunden machen sollen oder ausnahmsweise mal abends an einem Firmenevent teilnehmen? Dann stehen Ihre Kinder auch der Ausübung eines Ganztagsjobs nicht im Wege und im Normalfall sucht man auch einen solchen! In einem solchen Fall rate ich übriges, in der Bewerbung zu erwähnen, dass die Versorgung sichergestellt ist.  Dann dürfte auch die Bewerbung mit Kind kein Problem sein.

Wenn man sehr kleine Kinder hat und die letzten Jahre der Karenz im Lebenslauf ersichtlich sind, dann empfehle ich, um die Aussicht auf ein Bewerbungsgespräch zu erhöhen, dass man den Umstand, dass man nach der Kinderzeit wieder einen Ganztagsjob machen möchte und dies auch möglich sein wird (!), im Motivationsschreiben anzuführen!

Suchen Sie aber nach einem Teilzeitjob, gerade weil Sie für Ihre Kinder ausreichend Zeit haben wollen, dann schadet das Anführen der Kinder im Lebenslauf nicht, weil Unternehmen, die einen Teilzeitjob anbieten, ja ganz genau damit rechnen. Dass sich Mütter von kleinen Kindern melden werden! Ein Verheimlichen wäre widersinnig.

Über die Chancengleichheit erfahren Sie hier mehr.

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