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Farben in Bewerbungsunterlagen

Wenn Sie einem Menschen das erste Mal begegnen, dann entscheiden Sie in wenigen Sekunden, ob Sie in mögen oder nicht. Es ist keine rationale Entscheidung, sondern eine, die Ihr Bauch trifft. Das äußere Erscheinungsbild spielt dabei eine besondere Rolle. Weil Sie dem Menschen Eigenschaften zuschreiben, ohne je ein Wort mit ihm gewechselt zu haben.

Ähnlich geht es einem Recruiter, wenn er Ihre Bewerbungsunterlagen sieht. Noch bevor er sich mit dem Inhalt vertraut macht, trifft er die emotionale Entscheidung, ob sie ihm gefallen oder nicht.

Die Sympathie entscheidet!

Machen Ihre Bewerbungsunterlagen auf Sie selbst einen sympathischen Eindruck? Was sagen Freunde dazu? Haben Sie Lust, sie zu lesen? Wenn nicht, dann sollten Sie sie auch nicht abschicken!

Unter vielen Bewerbungsunterlagen wird der Recruiter die am ehesten lesen wollen, die ihm schnell einen guten Überblick schaffen. Er wird jene am liebsten lesen, die eine angenehme Schrift aufweisen und die gut strukturiert sind.

Verwenden Sie daher eine Schrift, die Sie selbst gerne mögen und die zu Ihnen passt! Achten Sie darauf, eine Schriftgröße zu benutzen, die leicht zu lesen ist. Machen Sie dazu jedenfalls auch einen Ausdruck, um zu sehen, wie Ihre Bewerbungsunterlagen ausgedruckt aussehen.

Der Einsatz von Farben

Um Ihre Bewerbungsunterlagen lebendiger zu gestalten, sollten Sie Farben verwenden. Achten Sie dabei aber darauf, dass Ihre Unterlagen nicht bunt und chaotisch erscheinen. Abhängig von der Art Ihrer Bewerbung und der Stelle, für die Sie sich interessieren, sollten Sie die eingesetzte(n) Farbe(n) wählen.

Im Kreativbereich sind auch mehrere Farben zulässig. Für Bewerbungsunterlagen, die seriös wirken sollen, empfehle ich den Einsatz lediglich einer Farbe. Wählen Sie dabei jedenfalls eine Farbe, die sich auch in Ihrem Bewerbungsfoto findet.

Achten Sie auch darauf, dass die eingesetzten Farben nicht zu grell und daher aggressiv wirken. Empfehlenswert sind warme, harmonische Farben.

Über die Wirkung von Farben lesen Sie hier.

Die Struktur

Mit farblich gestalteten Trennstrichen bringen Sie Struktur in Ihre Bewerbungsunterlagen. Sie helfen dem Auge, sich leicht zurechtzufinden. Achten Sie darauf, dass die Trennstriche dezent bleiben, um lediglich die Ordnung in Ihren Unterlagen zu unterstreichen. Zu breit gewählte Striche wirken wie Balken, die den Lesefluss unterbrechen und eher störend wirken.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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Unique Selling Proposition (USP)

Um in der Arbeitswelt Erfolg zu haben, ist es erforderlich, aus der Maße hervorzustechen. Möglich macht das die Unique Selling Proposition (USP) – zu deutsch Ihr Alleinstellungsmerkmal!

Warum ist Unique Selling Proposition so wichtig?

Haben Sie auch Wirtschaft studiert? Verbrachten Sie auch ein Jahr im Ausland? Haben Sie dort auch ein Praktikum absolviert? Sprechen Sie neben Deutsch auch Englisch.  So wie viele andere auch? Dann sind Sie bei einem interessanten Jobangebot sicher nicht alleine.

In einer Zeit, wo immer mehr AkademikerInnen auf den Arbeitsmarkt streben, ist es schwierig geworden, sich allein mit der Ausbildung von der Masse abzuheben.

Wenn Sie über die gleichen Kompetenzen verfügen, wie viele andere auch, ist es erforderlich, Ihre Bewerbungsunterlagen sowohl optisch als auch inhaltlich so aufzubereiten, dass Sie die Aufmerksamkeit des Adressaten besonders wecken.

Die Kunst, aufzufallen!

Das Geheimnis liegt in  der Unique Selling Proposition – Ihrem Alleinstellungsmerkmal.

Jeder Mensch ist individuell. Daher ist es wichtig, herauszufinden, was Sie individuell macht.  Die Unique Selling Proposition stellt Ihren Wettbewerbsvorteil dar, mit dem Sie sich von einer repräsentativen Vergleichsgruppe abheben.

Was macht mich besonders?

Haben Sie vielleicht besondere Computerkenntnisse? Haben Sie an einem interessanten Projekt mitgearbeitet? Bringen Sie eine Stärke mit, die bereits in der Vergangenheit nennenswert aufgefallen ist? Wurden Sie von Ihrem ehemaligen Vorgesetzten besonders gelobt? Haben Sie ein Schulprojekt gewonnen oder eine besondere Auszeichnung erhalten? Wenn das der Fall ist, nutzen Sie Ihre Chance und stellen Sie schon im Motivationsschreiben fest, was Sie von anderen abhebt!

Um Ihr Alleinstellungsmerkmal leicht herauszufinden, befragen Sie Freunde und Familienmitglieder. Aus Erfahrung weiß ich, dass es den meisten Menschen sehr schwer fällt, Ihre persönlichen Besonderheiten herauszufinden. Viel leichter ist es in der Regel, wenn andere die Frage beantworten, was an Ihnen besonders ist.

Wichtig ist jedenfalls, dass Ihnen Ihr Unique Selling Proposition selbst bewusst ist. Denn wie soll der zukünftige Arbeitgeber herausfinden, was Sie einzigartig macht, wenn Sie es selbst nicht wissen?

Das Bewusstsein Ihres Alleinstellungsmerkmales hebt Sie objektiv aber auch subjektiv von der Masse ab und stärkt Ihr Selbstbewusstsein. Auch das ist nötig, um einen potentiellen Arbeitgeber zu beeindrucken, da diese jedenfalls die Besten der Besten suchen.

Wecken Sie Interesse!

Dabei ist natürlich wichtig, dass diese Besonderheit für einen potentiellen Arbeitgeber interessant ist. Er muss also einen Zusammenhang zwischen Ihrer Besonderheit und seiner Geschäftstätigkeit herstellen können. Versetzen Sie sich dazu in seine Lage und überlegen Sie, welche Ihrer Kompetenzen einen Mehrwert für das Unternehmen darstellen könnte.

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aktualisiert im April 2019


	

Resilienz – ein neues Modewort?

Nach Diversity und Gendering gibt es eine neue Eigenschaft, die schon Einzug in den Career Monitor gefunden hat – die Resilienz. Damit wird sie in den Kreis der Eigenschaften aufgenommen, die RecruiterInnen sich von BewerberInnen erwarten.

Was versteht man eigentlich unter Resilienz?

Liest man sich die Definitionen in Wikipedia dazu durch, muss man unweigerlich an den Spruch “Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!” denken.

Das Wort Resilienz wird vom  lateinischen resilio (abprallen, zurückspringen) abgeleitet. Es kommt aus der Physik und bezeichnet in der Materialforschung hochelastische Werkstoffe, welche nach jeder Verformung wieder ihre ursprüngliche Form annehmen.

In seiner modernen Verwendung beschreibt das Wort die Fähigkeit, Lebenszyklen unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und sich daraus weiterzuentwickeln.

Resilienz im Bewerbungskontext

Um diese Fähigkeit in Ihren Bewerbungsunterlagen wirkungsvoll zu beschreiben, reicht es allerdings nicht aus, einfach nur auf das Vorhandensein dieser Eigenschaft zu verweisen. Vielmehr muss es Ihnen gelingen,  ein Beispiel aus Ihrer beruflichen Vergangenheit zu beschreiben, das diese Eigenschaft beweist.

Ein gutes Bespiel für Ihre vorhandene Resilienz könnte Ihr Umgang mit Veränderungen sein. Es gibt Menschen, die sehr unflexibel auf Veränderungen reagieren und lieber alte Zustände bewahren. Im Unterschied dazu könnten Sie Ihre Flexibilität im Umgang mit Veränderung aufzeigen. Beschreiben Sie das  Positive und wie Sie an einer solchen Veränderungssituation gewachsen sind.

Sie könnten auch (kurz) eine Niederlage beschreiben. Am besten eine, die weniger mit ihnen als mit äußeren Umständen zu tun hatte. Wenn Sie z.B. beschreiben, dass Sie in einem Jahr eine öffentliche Ausschreibung verloren haben, sich im Folgejahr wieder beworben und diesmal gewonnen haben, dann ist das ein sehr guter Nachweis für Ihre Resilienz. Sie haben nicht resigniert, sondern haben die Ärmel hochgekrempelt und es noch einmal versucht.

Kann man Resilienz lernen?

Die einfache Antwort: ja! Denn Resilienz ist nicht angeboren, sondern wird im Laufe unserer Kindheit erworben. Dabei lernen wir den Umgang mit Krisen in erster Linie von unseren Eltern. Aber auch eigene Erfahrungen prägen uns. Je häufiger wir nach einem Verlust oder Schicksalsschlag die Erfahrung machen, dass es danach wieder aufwärts geht, desto größer wird unsere Resilienz.

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aktualisiert im Mai 2019

Bewerbungsunterlagen – was haben die mit meinen Fähigkeiten zu tun?

Kürzlich las ich in einer Facebookgruppe die Frage, was denn Bewerbungsunterlagen mit den Fähigkeiten des Bewerbers zu tun hätten. Ich war sehr überrascht über diese Frage, liegt die Antwort doch auf der Hand!

Was der Recruiter aus Ihren Bewerbungsunterlagen herausliest

Ein Recruiter schließt von Ihren Unterlagen auf Ihren Arbeitsstil! Ist die Bewerbung schlampig, unübersichtlich und unstrukturiert, so werden Sie sie es auch mit der Qualität Ihrer Arbeit nicht allzu genau nehmen.

Das Layout Ihrer Bewerbungsunterlagen entscheidet darüber, ob der Recruiter überhaupt gewillt ist, sich Ihre Bewerbung näher anzusehen. Das mag Ihnen nicht gerecht erscheinen und vielleicht auch kleinkariert, denn eigentlich sollte der Inhalt ausschlaggebend sein. Trotzdem ist die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch in hohem Maße von der Sympathie abhängig, die beim Begutachten Ihrer Unterlagen erzeugt wird!

Die Art und Weise wie Sie Ihre Bewerbungsunterlagen inhaltlich gestalten, sagt vieles über das Vorhandensein Ihrer Soft Skills aus.

Es ist zum Beispiel ersichtlich, ob Sie kommunikationsfähig sind. Sind Sie in der Lage, die richtigen Worte zu finden? Sind Sie fähig, die Kernaussagen des Inserates zu treffen? Können Sie wichtige Informationen kurz darstellen und auf den Punkt bringen?

Der Recruiter erkennt auch rasch, ob Sie emphatisch sind und die Bedürfnisse des Unternehmens erkennen können.  Er sieht, ob Sie sich ausreichend mit dem Inserat und mit der Website des Unternehmens auseinander gesetzt haben und wissen, worauf es beim inserierten Job ankommt.

Da die meisten Jobs nicht nur aus den Kernkompetenzen bestehen, sind diese Soft Skills wichtig. Wenn auch die Aufgabe des Mechatronikers in erste Linie die Beschäftigung mit dem Auto ist, so muss er doch auch in der Lage sein, mit den Kunden zu kommunizieren. Er muss die Anweisungen des Vorgesetzen verstehen und umsetzen können und muss in der Lage sein, sich mit seinen KollegInnen abzustimmen. Ihre diesbezüglichen Fähigkeiten sind aus den Bewerbungsunterlagen herauszulesen.

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aktualisiert im April 2019

Was der Rechtschreibfehler über Sie aussagt!

In einer Zeit, die immer schneller wird, legen immer weniger Menschen darauf wert, korrekt zu schreiben. Auch die Fehler im Bewerbungsschreiben scheinen Ihnen überbewertet. Oft wird demjenigen, der Rechtschreibfehler kritisiert, sogar noch Kleinlichkeit vorgeworfen.

Was aber sagt es über Sie aus, wenn Ihre Unterlagen Rechtschreibfehler aufweisen?

Wahrscheinlich nimmt man bei einem schweren Fehler an, dass Sie die korrekte Schreibweise eines Wortes tatsächlich nicht kennen. Das wäre schlecht und führt im Fall, dass Sie sich auf eine Stelle bewerben, wo gerade richtiges Schreiben Voraussetzung ist, mit Sicherheit zu einem sofortigen Ausscheiden Ihrer Unterlagen.

Oftmals sind es Flüchtigkeits- oder Schlampigkeitsfehler. Damit vermitteln Sie allerdings die Botschaft, dass es Ihnen die Mühe nicht wert ist, Ihre Unterlagen ordentlich zu erstellen und einer Überprüfung zu unterziehen.

Sie drücken damit mangelnde Wertschätzung Ihrem Gegenüber aus. Wenn es Ihnen aber schon in Ihrer Bewerbung – wo Sie sich im besten Licht zeigen sollten – die Mühe nicht wert ist, wie sieht es dann erst mit Ihrem zukünftigen Einsatz aus?

Seien Sie sicher!

Je mehr Bewerbungen der Personalist zur Auswahl hat, desto strenger wird sein Maßstab sein. Überlegen Sie mal, wie Sie aus einem Überangebot von z.B. Obst auswählen. Logisch, je mehr sie davon haben, desto mehr wählen Sie die makellosen. Erst wenn sich ihr Angebot zu Ende neigt, werden Sie auch weniger schöne Früchte wählen. Vielleicht ist für Sie persönlich auch eine Schachtel Merci das bessere Beispiel. Ich wähle anfänglich meine absolute Lieblingsschokolade. Wenn die besten Stücke weg sind, kommen die weniger bevorzugten dran. Ganz zum Schluss, wenn nur noch wenige Stücke da sind, wähle ich die dunkle Schokostücke und als letztes kommt das mit Marzipan gefüllte, das mag ich nämlich gar nicht.

Der Personalist wählt bei Jobs, für die es viele Interessenten gibt, natürlich auch die aus, die ihm anfänglich am tauglichsten erscheinen und bei dem sich die wenigsten Fehler im Bewerbungsschreiben finden.

Mehr zum Thema können Sie auch hier nachlesen.

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Wie steche ich aus der Masse hervor?

Wie steche ich aus der Masse hervor” fragen sich alle BewerberInnen auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt, wenn sie nicht gerade das Glück haben, ein sehr ausgefallenen Job zu machen!

Wir leben aber in einer Gesellschaft, die immer größeren Wert darauf legt, dass alle Menschen gleich sind und vor allem die gleichen Chancen haben sollen. Besonders im Bereich der Jobsuche wird durch das GBLG (Gleichbehandlungsgesetz) jegliche Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Weltanschauung, Alter oder sexueller Orientierung verhindert.

Die Kehrseite der Medaille

Um den Grundsatz der Nichtdiskriminierung einheitlich umzusetzen, hat die EU eine Formatvorlage für Lebensläufe kreiert (EUROPASS) und die Klärung der Frage “wie steche ich aus der Masse hervor?” damit gänzlich verhindert.

Abgesehen davon, dass diese Vorlage nach meinem persönlichen Dafürhalten allen “Regeln” der Übersichtlichkeit und Lesefreudigkeit widerspricht, tut sie vor allem eines. Sie verhindert, dass Sie individuell wahrgenommen werden,  sich von der ersten Minute an ins rechte Licht rücken können, und dafür sorgen können, dass Ihre Bewerbung als sympathisch und ansprechend wahrgenommen wird.

Nur auf Verlangen des Unternehmens

In manchen Fällen, insbesondere dann, wenn ein Unternehmen auch BewerberInnen aus dem Ausland erwartet, wird der Europass im Inserat verlangt. Sollte dies der Fall sein, müssen Sie dieser Aufforderung nachkommen.

Ansonsten denke ich aber,  dass es besser ist, von der Verwendung des Europass Abstand zu nehmen.

Zeigen Sie Ihre Individualität

Individualität kann Ihnen im Bewerbungsprozess einen Vorteil verschaffen, wenn es Ihnen gelingt, auf Vorzüge gegenüber anderen hinzuweisen! Und das fängt bereits beim ersten Anblick Ihrer Unterlagen an.  So wie wir binnen Sekunden entscheiden, ob wir unser Gegenüber sympathisch finden oder nicht, entscheidet auch der Adressat Ihrer Bewerbungsunterlagen in wenigen Sekunden, ob Sie sympathisch auf ihn wirken und ob er dementsprechend Lust hat, sie zu lesen.

Zur Veranschaulichung dessen denken Sie daran, wenn Sie das erste Mal ein Buch in die Hand nehmen. Es ist Ihnen sicher wichtig, dass Sie von der Aufmachung angesprochen werden. Sie begutachten intuitiv den Einband. Welche Farben sprechen Sie an? Liegt das Buch gut in der Hand? Hat es ein angenehmes Format? Freuen Sie sich darauf es zu lesen?

Worauf Sie bei der Schrift achten sollten 

Wenn Sie sich die Frage stellen: “wie steche ich aus der Masse hervor?” sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Schriftart Ihnen angenehm ist und welche zu Ihrer Persönlichkeit passt. Überprüfen Sie, ob die gewählte Schriftgröße gut lesbar ist. Fertigen Sie dabei unbedingt einen Ausdruck an, da die Schriftgröße erst in Papierform gut beurteilt werden kann.

Übersichtlichkeit und Struktur

Um die Lesefreudigkeit zu erhöhen, sollte es Ihnen gelingen, Ihren Text gut zu strukturieren. Dies gelingt durch unterschiedliche Formatierungen, durch die Verwendung von Trennlinien und die Kennzeichnung gleicher Ebenen.

Ich rate dringend von der Verwendung von Fließtexten ab, da deren Inhalt schwerer zu erfassen ist, als etwa eine strukturierte Aufzählung.

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aktualisiert im April 2019

Soll ich ein Bewerbungsvideo machen?

Ein Bewerbungsvideo kann Ihnen einen großen Vorteil gegenüber anderen BewerberInnen verschaffen! Allerdings sind eine Reihe von Überlegungen im Vorfeld anzustellen.

Wenn man sich keine Gedanken darüber macht, wie man die RecruiterInnen einer Firma dazu bringt, sich sein Video anzusehen, braucht man sich keine Gedanken über den Inhalt machen!

Wie mache ich auf mein Bewerbungsvideo aufmerksam?

Aktuell gehen immer mehr Unternehmen dazu über, Ihr Bewerbermanagement zu automatisieren. War es in der Vergangenheit noch so, dass man eine Postadresse oder später eine email Adresse hatte, an die man seine Unterlagen schicken konnte, ist jüngst immer stärker beobachtbar, dass man sich nur mehr online bewerben kann, indem man seine Unterlagen in einer Datenbank im Netz hoch lädt.

In sehr vielen Fällen verrät das Stelleninserat auch keinen Ansprechpartner mehr. Daher wird es schwierig, herauszufinden, wer im Unternehmen für die konkrete Ausschreibung zuständig ist und an wen Sie eventuell ein Bewerbungsvideo schicken könnten.

Bewerben Sie sich aber mittels herkömmlicher Bewerbungsunterlagen, dann können Sie auch das Medium anführen, unter welchem Ihr Bewerbungsvideo zu finden ist. Da Personalisten im Regelfall KandidatInnen in der engeren Wahl sowieso googlen, werden Sie auch ganz sicher auf Ihr Bewerbungsvideo stoßen.

Nur in Fällen, wo das Inserat einen konkreten Ansprechpartner auflistet, können Sie sich ausschließlich per Video bewerben.

Worauf Sie unbedingt achten müssen!

Wenn Sie die Gelegenheit haben, sich ausschließlich mit einem Video zu bewerben, müssen Sie unbedingt auf die Dateigröße achten. Viele Firmen haben eine Beschränkung für die höchstzulässige Datenmenge.

Ein Bewerbungsvideo macht natürlich nur Sinn, wenn Sie auch was zu sagen haben. Wie auch beim Bewerbungsfoto, das nicht vom Strandurlaub stammen soll, ist auch im Bewerbungsvideo wichtig, dass Sie einen Bezug zum konkreten Job herstellen.

Achten Sie auf gute Bild- und Tonqualität. In vielen Fällen kann auch das Video ein Arbeitszeugnis darstellen. Bewerben Sie sich mit einer schlechten Tonqualität als Toningenieur stellen Sie sich selbst ein schlechtes Zeugnis aus.

Denken Sie daran, dass Sie auch das Video kurz halten müssen. Sie haben die Aufmerksamkeit des Personalisten nämlich nur so lange, als Sie ihm etwas Interessantes vorführen.

Machen Sie sich Gedanken über Kleidung und Ihre Frisur.  Stellen Sie sich vor, Sie gingen zum Bewerbungsgespräch und wählen Sie das Outfit, das Sie auch im persönlichen Gespräch wählen würden.

Hier finden Sie einige Beispiele für Bewerbungsvideos.

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aktualisiert im Mai 2019

Bewerben mit eigener Homepage?

In einer Zeit der fortschreitenden Digitalisierung macht das Bewerben mit eigener Homepage in vielen Fällen Sinn. Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich allerdings einige Gedanken machen.

Im Internet kursieren bereits einige Empfehlungen zum Bewerben mit eigener Homepage. Ich möchte hier die Vor- und Nachteile aufzeigen.

Wann eine eigene Homepage sinnvoll ist!

Prinzipiell ist die Idee natürlich sehr gut. Allerdings ersetzt die Homepage in den meisten Fällen keine herkömmlichen Bewerbungsunterlagen.

Große Firmen haben nämlich in den vergangenen Jahren begonnen, Ihr Bewerbermanagement zu strukturieren und zu digitalisieren. Dabei verwenden die meisten Datenbanken, in denen sich Bewerber registrieren müssen und ihre Bewerbungsunterlagen hochladen sollen.  Sollte also die Bewerbung nur in Form der eigenen Homepage bestehen, hat man nichts, was man hochladen kann.

Eine Homepage macht aber dann Sinn, wenn Sie Inhalte haben, die Sie nicht in einer herkömmlichen Bewerbung präsentieren können. Das kann bei Medienberufen der Fall sein oder auch bei Entwicklungsjobs oder IT-Jobs. In allen Fällen, wo Sie anhand von Fotos,  Entwicklungsskizzen, Verlinkungen zu Arbeitsproben oder Apps oder vielleicht Videos etwas zu sagen haben, kann eine eigene Homepage Ihnen helfen, sich von der Maße abzuheben. Ganz besonders gilt das natürlich für SchauspielerInnen oder MusikerInnen.

Was müssen Sie bei der eigenen Homepage beachten?

Der große Vorteil, dass Sie eine  Vielzahl von Unternehmen auf Ihre Homepage locken können, birgt natürlich auch einen Nachteil in sich. Es ist im Regelfall nicht anzunehmen, dass Sie wollen, dass Gott und die Welt über alle Details Ihrer Person Bescheid weiß. Es ist daher sinnvoll, Ihren detaillierten Werdegang nicht für jedermann ersichtlich auf die Homepage zu stellen. Diese Daten sollten Sie weiterhin nur einem eingeschränkten Kreise präsentieren. Möglich ist dies z.B. mittels eigenem Passwort, das nur einem eingeschränkten Nutzerkreis zur Verfügung gestellt wird, was wiederum die Reichweite einschränkt.

Problematisch wird die eigene Homepage, wenn es um Ihre sensiblen Daten, wie Wohnort und Telefonnummer geht. Wenn Sie nicht möchten, dass jeder weiß, wo Sie wohnen und wie Ihre Telefonnummer lautet, ist die eigene Homepage schwierig, weil jede Homepage vom Betreiber ein Impressum verlangt.

Wenn Sie keinen Wert auf Ihre sensiblen Daten legen, dann könnten Sie  Visitenkarten drucken lassen, die auch den Link zur Website enthalten. Das Bewerben mit eigener Homepage wird dann gänzlich möglich, wenn Sie viele Gelegenheiten haben, diese Visitenkarten zu verteilen.  Im Falle von KünstlerInnen ist diese Möglichkeit jedenfalls im Kontakt mit Agenturen und auf vielen Events bestens geeignet.

Fazit

Verwenden Sie – außer Sie sind Künstler – eine eigene Homepage nur dann, wenn Sie eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrer sonstigen Unterlagen darstellt, was dann der Fall ist, wenn Sie geeignete Inhalte vorweise können.

Eine Bewerbung ausschließlich mit eigener Homepage ist nach meinem Dafürhalten nur bei Künstlern sinnvoll.

Weitere Details finden Sie z.B. hier.

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aktualisiert im Mai 2019

Kann man gute Führung lernen?

Seit vielen Jahren begleitet mich das Thema Führung. Und seit vielen Jahren stelle ich mir die Frage, ob man gute Führung im Sinne von Leadership lernen kann?

Wenn auch die vielen Anbieter von Führungskräftetrainings diesen Umstand vermuten lassen, glaube ich persönlich ihn nicht. Gute Führung bedeutet für mich Leadership und dazu gehört mehr als ein paar Führungswerkzeuge zu kennen.

Was bedeutet gute Führung überhaupt?

Sowohl das Wort Führen als auch die Definition für gut lassen sich kaum objektiv bestimmen. Jeder versteht etwas anderes unter guter Führung. Erfolgreiche Führung lässt sich auch kaum an Ergebnissen messen. Gute Verkaufsergebnisse lassen z.B. nicht unbedingt darauf schließen, dass gute Führung vorhanden ist.

Aussagen über die Führungsqualität lassen sich aber z.B. über Personalkennzahlen machen. Die wichtigste davon ist die Fluktuation.  Laufen einem Manager scharenweise die Leute davon, liegt es mit Sicherheit an seinem Führungsstil.

Bekleidet jemand eine Führungsposition, dann führt er zumindest am Papier. Kaum einer kann sich langfristig davor drücken, Managementaufgaben in der Führung zu erledigen. Aber gute Führung bedeutet mehr als bloß das Personal zu managen.

Leidenschaft für Führung als Voraussetzung!

Einen Job richtig gut zu machen, setzt voraus, dass man ihn leidenschaftlich gerne macht. Diese Leidenschaft ist meines Erachtens immer angeboren.

Niemand wird ein guter Koch, wenn er z.B. kein Gespür für Gewürze, Zutaten und guten Geschmack hat. Menschen die kein Interesse an Pflanzen haben, werden mit Gärten niemals in enge Berührung kommen, geschweige denn freiwillig einen Beruf in dieser Branche wählen. Menschen die ihren Beruf mit Leidenschaft machen, wissen vieles intuitiv.

Für mich stellt das Führen von Menschen eine Berufung dar.

Vertrauen als Basis

Manche Menschen haben das natürliche Bedürfnis, sich für andere einzusetzen, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen, das Beste aus sich herauszuholen! Diese Gabe führt dazu, dass man ihnen vertraut und ihnen gerne (nach)folgt. Das Vertrauen auf beiden Seiten ist ein Wechselspiel, das dazu führt, dass man gemeinsam nach Erfolgen strebt.

Diese Umstände machen für mich gute Führung aus und ich bin davon überzeugt, dass diese Menschen noch besser werden, wenn sie über Führungskräftetrainings Werkzeuge in die Hand bekommen, um ihre Aufgabe noch besser zu erfüllen.

Kochen kann man lernen – man geht nach dem Rezept vor und die Mahlzeit wird sicher auch nicht schlecht schmecken. Wer aber mit Leidenschaft Gekochtes isst, der erkennt den Unterschied! Ähnlich ist es mit der Führung. Führungskräften, die versuchen einstudierte Führungswerkzeuge anzuwenden, merkt man an, dass diese Handlungen nicht aus ihnen kommen. Sie wirken nicht authentisch! Das spüren MitarbeiterInnen und das Vertrauen in diese Personen bleibt aus!

Was der Leidenschaft folgt!

Menschen, die aus Leidenschaft führen, besitzen Persönlichkeit und Charisma. Sie sind sympathisch. Darüber hinaus besitzen Sie Durchsetzungsvermögen und sind fähig, andere zu motivieren. Sie haben Überzeugungskraft, sind in der Regel gute Rhetoriker und haben die Gabe, das Gefühl der Sicherheit auszulösen, weil sie Orientierung geben. Deshalb folgt man Ihnen. Freiwillig. Weil sie Leader sind.

Wenn man sich diese Prinzipien klar macht, erkennt man auch die Wichtigkeit der sorgfältigen Auswahl zukünftiger Führungskräfte und legt damit den Grundstein für den Erfolg seines Unternehmens.

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aktualisiert im Mai 2019

Was tun, wenn sich Kollegen mit fremden Federn schmücken?

Wer kennt das nicht? Ein Kollege schmückt sich mit fremden Federn. Man selbst hat eine geniale Idee und erzählt einem Kollegen davon. Im nächsten Meeting mit dem Chef bleibt einem der Atmen weg, wenn man merkt, dass der Kollege sie als die seine verkauft!

Das Problem

In nahezu jeder Stellenausschreibung wird Teamfähigkeit verlangt.

Es ist ja mitunter durchaus richtig, dass man im Team zu besseren Lösungen findet, da man das Problem von allen Seiten betrachtet. Blöd wird es aber, wenn Sie beim Brainstorming immer wieder die zündende Idee haben, sich dann aber jedes Mal ein anderer die Lorbeeren dafür abholt. Nicht nur, dass Sie sich zu Recht mächtig ärgern. Es schadet auch Ihrer Karriere.

Lassen Sie sich nicht alles gefallen!

Vielen Menschen machen den Fehler, den Kollegen nicht darauf anzusprechen. Machen Sie genau das! Werden Sie unangenehm, besonders dann, wenn Ihnen schon oft aufgefallen ist, dass der Kollege die nicht rühmliche Angewohnheit besitzt, laufend die Ideen anderer zu klauen.  Geben Sie ihm im Vier-Augen Gespräch Gelegenheit, sich zu erklären und im besten Fall auch, sich zu entschuldigen!

Wenn auch Sie ihn nicht ändern können, so soll er doch wissen, dass Sie sich das nicht gefallen lassen! Im schlechtesten Fall – seiner Uneinsichtigkeit – haben Sie für die Zukunft gelernt. Sie wissen, dass Sie diesem Kollegen nicht vertrauen können!

Machen Sie aber nicht den Fehler, sich bei Ihrem/Ihrer Vorgesetzten beschweren. Eine gute Führungskraft würde beide Seiten befragen und der Kollege wird wahrscheinlich besser darin sein, sich zu verkaufen! Die Gefahr als “Petze” dazustehen, wäre zu groß!

Wie Sie sich schützen können!

Wenn Sie immer wieder beobachten, dass Kollegen sich mit fremden Federn schmücken, indem sie Ihre Ideen klauen, sollten Sie daraus lernen. Je nach Genialität Ihrer Idee sollten Sie entscheiden, wie viel Sie davon preis geben. Erwähnen Sie nur Eckpfeiler, behalten Sie aber genauer Details für sich.

Woher die Redewendung kommt, lesen Sie übrigens hier.

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aktualisiert im Mai 2019