in wenigen Schritten zum perfekten Lebenslauf!

Viele Bewerberinnen quälen die Fragen um die Lebenslauferstellung. Wo fängt man an? Was ist wichtig? Was kommt rein? Wo hört man wieder auf?

Anstatt darüber nachzudenken, wie Sie sich präsentieren wollen, kleben viele an Vorgaben und vermeintlichen fixen Regeln!

In Wahrheit sind Ihre Individualität und die richtigen Inhalte gefragt.

Es gibt kein Gesetz, das Ihnen vorschreibt, wie Ihre Unterlagen auszusehen haben!

Auch wenn man Ihnen das beim AMS oder sonst wo einreden will, es gibt keine besonderen Vorschriften, wie Sie Ihren Lebenslauf zu gestalten haben! Wichtig ist in erster Linie, dass Sie sich damit wohlfühlen!

Denken Sie logisch!

Die Frage, die Sie sich bei der Lebenslauferstellung als erstes stellen müssen ist, wie Sie Ihre Person darstellen wollen und was der, der Ihre Bewerbung lesen wird, von Ihnen sehen will!

Wenn Sie ein kreativer Mensch sind, der sich in einem Unternehmen bewirbt, bei dem es auch um Kreativität geht, werden Sie schlecht beraten sein, wenn Sie einen sterilen, einfarbigen und jede Kreativität entbehrenden Lebenslauf absenden.

Im Gegenteil werden Sie wohl eher Lust haben, Ihre Kreativität auch schon in Ihren Bewerbungsunterlagen zu transportieren und das ist auch genau das, was der Personalist, der eine kreative Person sucht, von Ihnen sehen möchte!

Lösen Sie sich von allen Zwängen und schreiben Sie Ihre Unterlagen, wie Sie das für richtig halten! ABER dieser Ratschlag ist nur dann zielführend, wenn Sie sich wirklich etwas überlegen!

Das wichtigste an Ihrem Lebenslauf ist, dass er ein sympathisches Bild von Ihnen transportiert.

Was ist damit gemeint? Denken Sie bei der Lebenslauferstellung darüber nach, wie schnell Sie sich selbst ein Bild über andere Menschen machen. Sie beurteilen ihre Kleidung, ihren Haarschnitt und ihre Gesamtausstrahlung. Sie beurteilen viele Menschen täglich aufgrund ihres Auftretens, ohne je mit ihnen gesprochen zu haben.

Mit den Bewerbungsunterlagen passiert es ganz ähnlich. Der Leser Ihrer Unterlagen macht sich bereits ein Bild, noch bevor er den Inhalt wahrgenommen hat.

Wenn er in den ersten Sekunden den Eindruck hat, dass die Unterlagen überladen, unstrukturiert, zu lang oder zu bunt sind, dann führt das zu seinem Unbehagen und die Lust, Ihre Unterlagen zu lesen, wird sich in Grenzen halten. Umgekehrt erhöht es seine Bereitschaft, sich mit Ihren Unterlagen auseinander zu setzen, wenn diese übersichtlich gestaltet, formschön und möglichst kurz gehalten sind.

Zeigen Sie Ihre Schokoladeseite!

Dazu gehört auch ein schönes Foto! Es geht dabei nicht darum, dass Sie einen Schönheitswettbewerb gewinnen könnten.

Es geht darum, dass Sie beim Betrachter das Gefühl auslösen, von ihm gesuchte Attribute tatsächlich  erfüllen zu können.

Stellen Sie sich vor, Sie suchen eine Betreuung für Ihr Kind oder Ihren Hund. Wem würden Sie das zutrauen? Wie muss die Person aussehen, der Sie Ihre Liebsten anvertrauen? Müssen diese Personen Ihr Vertrauen wecken? Müssen diese Personen den Eindruck hinterlassen, zuverlässig, verantwortungsvoll und seriös zu sein? Genau diese Eigenschaften muss daher auch ein Bild von ihnen transportieren!

Findet der Personalist in meinem Lebenslauf alles Wichtige?

Wenn Sie den letzten Schritt beherzigt haben, haben Sie gute Chancen, dass Ihr Lebenslauf gerne auch im Detail begutachtet wird. Und daher kommt es jetzt auf die Inhalte an!

Die Details

Wenn Sie eine Einkaufsliste bekommen haben, wonach suchen Sie dann im Supermarkt? Interessiert es Sie, dass es verschiedene Nudeln, Konservenfrüchte oder Biersorten gibt, wenn Sie nach dem Duschgel suchen? Nein, oder? Dem Personalisten geht es genauso!

Der Personalist sucht genau nach jenen Kriterien, die er wenige Wochen davor als Stelleninserat formuliert hat. Er sucht, ob er in Ihrem Lebenslauf alles das bekommt, was ihm wichtig ist!

Die Reihenfolge

Um wieder auf den Supermarkt zurückzukommen! Wo fänden Sie Ihr Duschgel gerne? Was passiert, wenn Sie im Supermarkt, ohne jede Orientierung herumlaufen müssen, um irgendwo, vielleicht sogar zwischen den Semmeln, Ihr Duschgel zu finden.

Ich schätze mal, Sie werden sauer! Genau das passiert, wenn sich der Personalist in Ihrem Lebenslauf nicht zurechtfindet, wenn er orientierungslos herumblättern muss, um auf der fünften Seite zu finden, was Sie zuletzt gemacht haben!

Deswegen ist es sinnvoll, dem Personalisten eine logische Struktur anzubieten! Deswegen sollte Ihr Lebenslauf mit den letzten beruflichen Stationen beginnen und erst in weitere Folge die Aus- und Weiterbildungen enthalten! Und deswegen hören oder lesen Sie häufig, dass der Lebenslauf nur eine Seite haben darf (was im übrigen nicht stimmt!)

Die Zielgruppe

Wenn Sie Ihr Duschgel gefunden haben, wollen Sie vielleicht noch wissen, welche Inhaltsstoffe es enthält! Was ist Ihnen dabei wichtig?

Wollen Sie die Informationen schnell finden oder möchten Sie einen Roman lesen? Sollen die Inhaltsstoffe so beschrieben sein, dass Sie sie verstehen? Oder würden Sie erst einen Chemiker anrufen wollen, um herauszufinden, was tatsächlich drinnen ist? Natürlich nicht!

Dann tun Sie doch bitte auch dem Personalisten den Gefallen! Denken Sie bei der Lebenslauferstellung daran, Ihre Tätigkeiten so zu beschreiben, dass man sie auch dann versteht, wenn man nicht Experte auf Ihrem Gebiet ist. Das nämlich ist der Personalist! Er ist kein Experte auf Ihrem Gebiet!

Die Tätigkeiten

Gleichzeitig ist es völlig unnötig, zu beschreiben, was bereits selbstverständlich ist! Jeder weiß, dass eine Frisörin Haare schneidet, es wäre also unnötig, das noch extra zu erwähnen!

Hingegen ist wichtig, wie viele Kunden die Frisörin am Tag hatte und wie hoch der tägliche Umsatz war. Mit welchen Materialien sie arbeitet und welche Techniken sie beherrscht. Denn der einzige Grund warum man Sie einstellt, ist dass Sie mithelfen, die Gewinne des Unternehmens zu steigern (so Sie nicht in einer NGO arbeiten wollen!).

Wenn Sie bei Ihrer Lebenslauferstellung also daran denken, dass ihn jemand lesen muss, der Sie nicht kennt und Sie es diesem Jemand so einfach wie möglich machen, die wesentlichen Inhalte zu erfassen, dann werden Sie sich ziemlich sicher erfolgreich bewerben!

Dass sogar der Europass am Perfektionismus gescheitert ist, können Sie hier nachlesen.

www.dieBusinesscoach.at

Lesen Sie auch: “DER Kardinalfehler im Motivationsschreiben”

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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