Kennzahlen im Bewerbungsprozess

Manche Bewerber versuchen Ihre Leistungen und Erfolge im Lebenslauf darzustellen. Das ist eine sehr gute Idee! Den wenigsten gelingt es jedoch, die Bedeutung Ihrer Leistung kurz und prägnant zu vermitteln. Am besten lassen sich Erfolge nämlich mit geeigneten Kennzahlen (KPI = Key Perfomance Indikatoren) darstellen.

Definition

Gemäß Gablers Wirtschaftslexikon stellen Kennzahlen die Zusammenfassung von quantitativen, d.h. in Zahlen ausdrückbaren Informationen für den innerbetrieblichen und zwischenbetrieblichen Vergleich dar. (https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kennzahlen-41897)

Charakterisierung

KPIs stellen Entscheidungshilfen dar, mit denen man Unternehmen steuert und Maßnahmen auf Ihre Wirksamkeit überprüft. Sie sind insofern nützlich, als Sie Auskunft über wirtschaftliche Entwicklungen geben und der Unternehmensleitung wertvolle Frühwarninformationen liefern.

Auch die Erfolge von MitarbeiterInnen werden mittels Kennzahlen überprüft. Umsatzziele, Kostensenkungsmaßnahmen, Zeitersparnisse oder sonst messbare Ziele werden vorgegeben und ihre Erreichung überprüft.

Die Bedeutung im Bewerbungsprozess

Um sich im Bewerbungsprozess leicht von anderen Kandidaten zu unterscheiden, sollten Sie daher relevante KPIs nutzen, die in der Vergangenheit gemessen wurden.

Der Recruiter, der Ihre Bewerbung liest, erhält durch Ihre Kennzahlen sehr schnell ein Bild von Ihren bisherigen Verantwortlichkeiten.

Achten Sie darauf, dass es sich um Kennzahlen handelt, die Ihre Leistung betrifft. Kennzahlen allgemeiner Natur, die Sie selbst nicht beeinflussen konnten, wie z.B. die Mitarbeiteranzahl des Unternehmens, sind in Ihrem Lebenslauf irrelevant.

Platzierung

Nachdem Sie die Firma und die Position in der Sie tätig waren, aufgelistet haben, fügen Sie untermittbar anschließend relevante Zahlen an. Diese werden je nach Ihrer Verantwortung ganz unterschiedlich aussehen.

Z.B. wird ein Key Accounter Manager (KAM) mit seinen Umsatzzahlen, den Margen und den Absatzzahlen operieren. Er könnte die Größe seiner Kunden anhand derer Umsätze oder sonstigen relevanten Größen darstellen. Bei manchen KAMs könnte wesentlich sein, dass Sie nur auf Vorstands- oder Geschäftsführerebene kommunizierten.

Bei einer Schreibkraft sind die Anschläge pro Minuten wesentlich. Eine Assistentin könnte ihre Budgetvollmacht in bestimmter Höhe angeben. Eine Kindergartenpädagogin wird die Anzahl der betreuten Kinder erwähnen und auch welche Altersgruppen sie betreut hat. Eine Mitarbeiterin in der HR wird die Anzahl der betreuten Personen anführen und eine Führungskraft ihre Führungsspanne.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll. 

www.dieBusinesscoach.at

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