Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Bevor Sie sich daran machen, Ihre Bewerbung zu schreiben, stellen Sie sicher, dass Sie sich auf den richtigen Job bewerben!

Der richtige Job

Damit ist gemeint, dass Sie sich nur auf Stellen bewerben, wo Sie eine tatsächliche Chance haben, auch wirklich eingeladen zu werden.

Dazu müssen Sie im Inserat auch zwischen den Zeilen lesen können.

Wenn sich das Inserat z.B. nur an junge Uniabsolventen richtet, dann sinken die Chancen, eingeladen zu werden. Erkennbar ist der Umstand daran, dass Sie z.B. per Du angesprochen werden und meist ein nur ein FH Abschluss genannt wird.

Ergibt sich aus der inhaltlichen Beschreibung, dass die Firma eher einen Mann oder eher eine Frau einstellen wird, macht eine Bewerbung mit dem anderen Geschlechts wenig Sinn. Denn auch das gesetzliche Diskriminierungsgebot ändert nichts daran, dass es Gründe geben kann, weshalb ein bestimmtes Geschlecht bevorzugt wird.

Erfüllen Sie die Muss-Kriterien?

Unter Muss Kriterien versteht man Kriterien im Anforderungsprofil, die Grundvoraussetzung zur Erfüllung des Jobs sind. Meistens sind es die erstgenannten im Jobprofil. Ein Kann Kriterium erkennt man daran, dass ein Zusatz wie “wünschenswert” oder “vorzugsweise” erwähnt wird.

Los geht’s!
Der Lebenslauf

Wenn Sie sicher sind, dass das Jobinserat Ihren Wunschjob beschreibt, kann es losgehen.

In der Regel werden Sie einen Lebenslauf verwenden, der stabil bleibt. Sie werden Ihren Lebenslauf also nicht für jede Bewerbung anpassen. Das kann lediglich in Ausnahmefällen erforderlich sein.

Allerdings empfehle ich, Ihren Lebenslauf bei jeder Bewerbung zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Schlüsselwörter, die im Inserat genannt sind, auch im Lebenslauf stehen. Warum das wichtig ist, erfahren Sie hier.

Das Motivationsschreiben

Wie der Name schon sagt, muss dieses Schreiben ein Motiv enthalten. Eigentlich sind es zwei. Nämlich die Gründe, warum Sie sich bewerben. Und die Gründe, warum Sie sich für den Job geeignet halten. Letzteres ist auch das Motiv für den Personalisten, Sie einzuladen.

Dieses Schreiben muss zwingend für jede Bewerbung neu verfasst werden. Es gibt ganz wenige Positionen, die in nahezu jedem Inserat gleich beschrieben sind. Nur in diesen Fällen dürfen Sie ein Musterschreiben verwenden, in welchem Sie den jeweiligen Adressaten ändern.

Zeugnisse

Wenn im Inserat “aussagekräftige Bewerbungsunterlagen” erbeten werden, dann ist damit auch gemeint, dass Sie Ihre Zeugnisse mitschicken. Allerdings empfehle ich dabei nur die wichtigsten Zeugnisse mitzuschicken. Das werden in der Regel maximal drei sein.

E-Mail

In vielen Inseraten ist eine E-Mail Adresse genannt, an die Sie Ihre Dokumente übermitteln sollen.

In vielen Firmen nimmt aber die Vorauswahl geeigneter Kandidaten eine Mitarbeiterin ohne Entscheidungsgewalt vor. Sie speichert die Dokumente in einem Order ab. In diesen Fällen liest der entscheidende Personalist die E-Mail oft gar nicht. Aus diesem Grund empfehle ich, den E-Mail Text kurz zu halten und nur auf die Anhänge zu verweisen und vor allem das Motivationsschreiben nicht in die E-Mail zu verpacken.

Eine Checkliste über alle wichtigen Punkte finden Sie hier. (Achtung: Es handelt sich um eine deutsche Website. Dort wird das Motivationsschreiben Anschreiben oder Bewerbungsschreiben genannt.)

www.dieBusinesscoach.at

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Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Ausbildungskosten – Rückerstattung?

In der Vergangenheit regelten Arbeitgeber die Rückforderung der Ausbildungskosten meist in den Dienstverträgen. Dabei verlangten viele eine Rückforderung der Ausbildungskosten, unabhängig davon, unter welchen Umständen der Mitarbeiter das Unternehmen verließ.

Das Arbeitvertragsrechtsanpassungsgesetz (AVRAG) regelt nunmehr genau, unter welchen Voraussetzungen Ausbildungskosten tatsächlich zurück verlangt werden dürfen. Davon abweichend Regelungen in Dienstverträgen die nach dem Inkrafttreten des Gesetzes geschlossen wurden, sind ungültig.

Welche Ausbildungskosten dürfen zurück verlangt werden?

Grundsätzlich dürfen nur jene Kosten für Ausbildungen zurückverlangt werden, deren Inhalte allgemein am Arbeitsmarkt von Bedeutung sind. Firmenspezifische Ausbildungen muss der Arbeitgeber zur Gänze tragen.

Ausbildungskosten dürfen als nur dann zurück verlangt werden, wenn die Ausbildung auf dem freien Arbeitsmarkt einen Mehrwert für den Mitarbeiter darstellt.

Wie lange dürfen Ausbildungskosten zurück verlangt werden?

Die Ausbildungkosten dürfen bei Ausscheiden eines Mitarbeiters nur dann zurück verlangt werden, wenn das Arbeitsverhältnis kürzer als vier Jahre seit der Ausbildung gedauert hat.

Diese Frist kann bei besonderen Ausbildungen auf acht Jahre erstreckt werden. Man kann die Ausbildungskosten aber auch nur rückverlangen, wenn vertraglich eine aliquote Staffelung je Monat vorgenommen wurde.

Wenn das Arbeitsverhältnis während der Probezeit gelöst wurde, besteht kein Recht zur Rückforderung.

Welche Voraussetzungen gelten für die Rückforderung?

Das Gesetz ist für alle Dienstverträge anwendbar, die nach dem 18.3.2006 abgeschlossen wurden.

Für Dienstverträge vor diesem Datum gelten die kollektivvertraglichen Bestimmungen des jeweiligen Anwendungszeitraumes, wobei nicht anzunehmen ist, dass ein Arbeitgeber Kosten einer Ausbildung vor mehr als zehn Jahren rückverlangt.

Voraussetzung für eine Rückzahlung ist jedenfalls eine Vereinbarung über die Rückforderung und deren Modalitäten. Die Rückforderung ist dabei jedenfalls nur dann zulässig, wenn der Mitarbeiter zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser Vereinbarung bereits volljährig war oder sein gesetzlicher Vertreter der Vereinbarung zugestimmt hat.

Welche Voraussetzungen gelten für den Austritt?

Die Rückforderung kann nur dann gestellt werden, wenn das Dienstverhältnis endet.

Im Falle der Beendigung ist die Rückforderung aber auch nur dann zulässig, wenn der Mitarbeiter selbst gekündigt hat und dabei kein Grund für ein gerechtfertigtes, vorzeitiges Ausscheiden vorgelegen hat.

Sollten Ausbildungskosten tatsächlich von Ihrem Arbeitgeber verlangt werden, steht Ihnen die Arbeiterkammer für Auskünfte und zur Überprüfung der Vereinbarung über die Rückzahlung zur Verfügung.

Den genauen Gesetzeswortlauf finden Sie hier!

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Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.