Soll ich ein Bewerbungsvideo machen?

Ein Bewerbungsvideo kann Ihnen einen großen Vorteil gegenüber anderen BewerberInnen verschaffen! Allerdings sind eine Reihe von Überlegungen im Vorfeld anzustellen.

Wenn man sich keine Gedanken darüber macht, wie man die RecruiterInnen einer Firma dazu bringt, sich sein Video anzusehen, braucht man sich keine Gedanken über den Inhalt machen!

Wie mache ich auf mein Bewerbungsvideo aufmerksam?

Aktuell gehen immer mehr Unternehmen dazu über, Ihr Bewerbermanagement zu automatisieren. War es in der Vergangenheit noch so, dass man eine Postadresse oder später eine email Adresse hatte, an die man seine Unterlagen schicken konnte, ist jüngst immer stärker beobachtbar, dass man sich nur mehr online bewerben kann, indem man seine Unterlagen in einer Datenbank im Netz hoch lädt.

In sehr vielen Fällen verrät das Stelleninserat auch keinen Ansprechpartner mehr. Daher wird es schwierig, herauszufinden, wer im Unternehmen für die konkrete Ausschreibung zuständig ist und an wen Sie eventuell ein Bewerbungsvideo schicken könnten.

Bewerben Sie sich aber mittels herkömmlicher Bewerbungsunterlagen, dann können Sie auch das Medium anführen, unter welchem Ihr Bewerbungsvideo zu finden ist. Da Personalisten im Regelfall KandidatInnen in der engeren Wahl sowieso googlen, werden Sie auch ganz sicher auf Ihr Bewerbungsvideo stoßen.

Nur in Fällen, wo das Inserat einen konkreten Ansprechpartner auflistet, können Sie sich ausschließlich per Video bewerben.

Worauf Sie unbedingt achten müssen!

Wenn Sie die Gelegenheit haben, sich ausschließlich mit einem Video zu bewerben, müssen Sie unbedingt auf die Dateigröße achten. Viele Firmen haben eine Beschränkung für die höchstzulässige Datenmenge.

Ein Bewerbungsvideo macht natürlich nur Sinn, wenn Sie auch was zu sagen haben. Wie auch beim Bewerbungsfoto, das nicht vom Strandurlaub stammen soll, ist auch im Bewerbungsvideo wichtig, dass Sie einen Bezug zum konkreten Job herstellen.

Achten Sie auf gute Bild- und Tonqualität. In vielen Fällen kann auch das Video ein Arbeitszeugnis darstellen. Bewerben Sie sich mit einer schlechten Tonqualität als Toningenieur stellen Sie sich selbst ein schlechtes Zeugnis aus.

Denken Sie daran, dass Sie auch das Video kurz halten müssen. Sie haben die Aufmerksamkeit des Personalisten nämlich nur so lange, als Sie ihm etwas Interessantes vorführen.

Machen Sie sich Gedanken über Kleidung und Ihre Frisur.  Stellen Sie sich vor, Sie gingen zum Bewerbungsgespräch und wählen Sie das Outfit, das Sie auch im persönlichen Gespräch wählen würden.

Hier finden Sie einige Beispiele für Bewerbungsvideos.

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www.dieBusinesscoach.at

aktualisiert im Mai 2019

Bewerben mit eigener Homepage?

In einer Zeit der fortschreitenden Digitalisierung macht das Bewerben mit eigener Homepage in vielen Fällen Sinn. Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich allerdings einige Gedanken machen.

Im Internet kursieren bereits einige Empfehlungen zum Bewerben mit eigener Homepage. Ich möchte hier die Vor- und Nachteile aufzeigen.

Wann eine eigene Homepage sinnvoll ist!

Prinzipiell ist die Idee natürlich sehr gut. Allerdings ersetzt die Homepage in den meisten Fällen keine herkömmlichen Bewerbungsunterlagen.

Große Firmen haben nämlich in den vergangenen Jahren begonnen, Ihr Bewerbermanagement zu strukturieren und zu digitalisieren. Dabei verwenden die meisten Datenbanken, in denen sich Bewerber registrieren müssen und ihre Bewerbungsunterlagen hochladen sollen.  Sollte also die Bewerbung nur in Form der eigenen Homepage bestehen, hat man nichts, was man hochladen kann.

Eine Homepage macht aber dann Sinn, wenn Sie Inhalte haben, die Sie nicht in einer herkömmlichen Bewerbung präsentieren können. Das kann bei Medienberufen der Fall sein oder auch bei Entwicklungsjobs oder IT-Jobs. In allen Fällen, wo Sie anhand von Fotos,  Entwicklungsskizzen, Verlinkungen zu Arbeitsproben oder Apps oder vielleicht Videos etwas zu sagen haben, kann eine eigene Homepage Ihnen helfen, sich von der Maße abzuheben. Ganz besonders gilt das natürlich für SchauspielerInnen oder MusikerInnen.

Was müssen Sie bei der eigenen Homepage beachten?

Der große Vorteil, dass Sie eine  Vielzahl von Unternehmen auf Ihre Homepage locken können, birgt natürlich auch einen Nachteil in sich. Es ist im Regelfall nicht anzunehmen, dass Sie wollen, dass Gott und die Welt über alle Details Ihrer Person Bescheid weiß. Es ist daher sinnvoll, Ihren detaillierten Werdegang nicht für jedermann ersichtlich auf die Homepage zu stellen. Diese Daten sollten Sie weiterhin nur einem eingeschränkten Kreise präsentieren. Möglich ist dies z.B. mittels eigenem Passwort, das nur einem eingeschränkten Nutzerkreis zur Verfügung gestellt wird, was wiederum die Reichweite einschränkt.

Problematisch wird die eigene Homepage, wenn es um Ihre sensiblen Daten, wie Wohnort und Telefonnummer geht. Wenn Sie nicht möchten, dass jeder weiß, wo Sie wohnen und wie Ihre Telefonnummer lautet, ist die eigene Homepage schwierig, weil jede Homepage vom Betreiber ein Impressum verlangt.

Wenn Sie keinen Wert auf Ihre sensiblen Daten legen, dann könnten Sie  Visitenkarten drucken lassen, die auch den Link zur Website enthalten. Das Bewerben mit eigener Homepage wird dann gänzlich möglich, wenn Sie viele Gelegenheiten haben, diese Visitenkarten zu verteilen.  Im Falle von KünstlerInnen ist diese Möglichkeit jedenfalls im Kontakt mit Agenturen und auf vielen Events bestens geeignet.

Fazit

Verwenden Sie – außer Sie sind Künstler – eine eigene Homepage nur dann, wenn Sie eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrer sonstigen Unterlagen darstellt, was dann der Fall ist, wenn Sie geeignete Inhalte vorweise können.

Eine Bewerbung ausschließlich mit eigener Homepage ist nach meinem Dafürhalten nur bei Künstlern sinnvoll.

Weitere Details finden Sie z.B. hier.

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aktualisiert im Mai 2019