Was tun, wenn sich Kollegen mit fremden Federn schmücken?

Wer kennt das nicht? Ein Kollege schmückt sich mit fremden Federn. Man selbst hat eine geniale Idee und erzählt einem Kollegen davon. Im nächsten Meeting mit dem Chef bleibt einem der Atmen weg, wenn man merkt, dass der Kollege sie als die seine verkauft!

Das Problem

In nahezu jeder Stellenausschreibung wird Teamfähigkeit verlangt.

Es ist ja mitunter durchaus richtig, dass man im Team zu besseren Lösungen findet, da man das Problem von allen Seiten betrachtet. Blöd wird es aber, wenn Sie beim Brainstorming immer wieder die zündende Idee haben, sich dann aber jedes Mal ein anderer die Lorbeeren dafür abholt. Nicht nur, dass Sie sich zu Recht mächtig ärgern. Es schadet auch Ihrer Karriere.

Lassen Sie sich nicht alles gefallen!

Vielen Menschen machen den Fehler, den Kollegen nicht darauf anzusprechen. Machen Sie genau das! Werden Sie unangenehm, besonders dann, wenn Ihnen schon oft aufgefallen ist, dass der Kollege die nicht rühmliche Angewohnheit besitzt, laufend die Ideen anderer zu klauen.  Geben Sie ihm im Vier-Augen Gespräch Gelegenheit, sich zu erklären und im besten Fall auch, sich zu entschuldigen!

Wenn auch Sie ihn nicht ändern können, so soll er doch wissen, dass Sie sich das nicht gefallen lassen! Im schlechtesten Fall – seiner Uneinsichtigkeit – haben Sie für die Zukunft gelernt. Sie wissen, dass Sie diesem Kollegen nicht vertrauen können!

Machen Sie aber nicht den Fehler, sich bei Ihrem/Ihrer Vorgesetzten beschweren. Eine gute Führungskraft würde beide Seiten befragen und der Kollege wird wahrscheinlich besser darin sein, sich zu verkaufen! Die Gefahr als “Petze” dazustehen, wäre zu groß!

Wie Sie sich schützen können!

Wenn Sie immer wieder beobachten, dass Kollegen sich mit fremden Federn schmücken, indem sie Ihre Ideen klauen, sollten Sie daraus lernen. Je nach Genialität Ihrer Idee sollten Sie entscheiden, wie viel Sie davon preis geben. Erwähnen Sie nur Eckpfeiler, behalten Sie aber genauer Details für sich.

Woher die Redewendung kommt, lesen Sie übrigens hier.

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aktualisiert im Mai 2019

Wie man auch als Frau zu mehr Gehalt Kommt?

Mehr Gehalt auch als Frau. Das wird auch in Österreich seit Jahren gefordert. Allerdings reicht es nicht aus, dass diese Diskussion öffentlich geführt wird. Eigenverantwortung ist gefragt.

fehlende Kommunikation!

Das Grundproblem, warum Frauen weniger Geld für die gleiche Leistung bekommen, liegt daran, dass sie über das Thema nicht bzw. völlig falsch kommunizieren.

Wohin soll es führen, wenn man sich unter Freundinnen beim Kaffeetratsch über das vergleichsweise geringere Gehalt unterhält? Was soll es bringen, wenn das Thema zwar in den Medien thematisiert wird, aber nichts passiert?

Die einzige Möglichkeit in Ihrem Leben etwas dahingehend zu verändern, auch als Frau mehr Gehalt zu erhalten ist, mit den richtigen Leuten darüber zu kommunizieren!

mangelndes Selbstbewusstsein, falsche Bescheidenheit

Es fällt Frauen auch ungleich schwerer, zu fordern, was sie verdienen! Oftmals ist es anerzogene Bescheidenheit, die sie sich selbst klein machen lässt!

Wie man es richtig macht!

Machen Sie den Mund auf. Aber an den richtigen Stellen!

Fragen Sie als erstes männliche Kollegen, die auf einer ähnliche Position arbeiten, wieviel sie verdienen. Ansonsten “reden viele Blinde von der Farbe”! Erst wenn Sie ein konkretes Bild darüber haben, was der Kollege im vergleichbaren (Dienst-)Alter, mit der vergleichbarer Ausbildung und der gleichen Tätigkeit verdient, wissen Sie tatsächlich wie sehr Ihr Gehalt davon abweicht.

Der nächste Schritt muss sein, sich an den oder die Vorgesetzte zu wenden! Suchen Sie das Gespräch und bitten Sie um eine Gehaltserhöhung! Diese muss gut begründet sein und darf nicht darin bestehen, lediglich deshalb mehr zu verlangen, weil “Kollege Mayer” mehr verdient!

Argumentieren Sie mit Ihrer Leistung! Und das zum richtigen Zeitpunkt! Eine Gehaltserhöhung zu verlangen, weil Sie mal vor einigen Jahren ein Projekt gut abgeschlossen haben, macht wenig Sinn. Suchen Sie sich daher den richtigen Zeitpunkt.  Je größer und frischer die Euphorie über Ihren Erfolg, desto besser steht die Chance, dass Sie mit Ihrem Wunsch nach mehr Gehalt durchdringen.

Wenn man tatsächlich erkannt hat, dass Sie wertvolle Arbeit leisten, wird man gewillt sein, diese zu honorieren!

Dass die Einkommenschere in Österreich deutlich über dem EU-Schnitt liegt, können Sie hier nachlesen.

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Lampenfieber? Was tun?

Die meisten Menschen kämpfen mit der Nervosität, wenn sie mit nicht alltäglichen Situationen konfrontiert werden. Ob beim Vorstellungsgespräch oder beim Vortrag, den Sie vor vielen Kollegen abhalten müssen, die meisten Menschen bekommen schwitzende Hände und leiden unter Lampenfieber. Sie sind nicht allein.

Während es sich vielleicht bei manchen Menschen um ein leistungsförderndes Lampenfieber handelt, hemmt es die meisten Bewerber in Bewerbungssituationen. Was genau in unserem Körper passiert, lesen Sie hier. 

Was man dagegen tun kann

Der Ratschlag “das wird schon!” hilft leider wenig.

Was aber helfen könnte – und was ich meinen Klienten rate – ist,  Bilder im Kopf zu produzieren.

Die Vorgangsweise

Denken Sie an ähnliche Situationen in der Vergangenheit.

Konzertieren Sie sich darauf,  was damals gut lief. Machen Sie eventuell sogar eine Liste darüber, was genau Sie taten und warum Sie erfolgreich waren. Erinnern Sie sich nur an das positive Feedback, das Sie erhalten haben und schreiben Sie sich alle Eindrücke auf.

Danach erinnern Sie sich an eine Situation, in der Sie sich besonders wohl gefühlt haben. Das kann der letzte Urlaub am Strand gewesen sein oder aber auch das Hochgefühl, einen Berggipfel erklommen zu haben.

Erinnern sie sich an Ihre Gefühle und die Sinneseindrücke, die Sie in diesem Moment hatten. Gießen Sie diese Eindrücke in ein geistiges Bild vor Ihren Augen, dass Sie jederzeit abrufen können.

Wenn Sie das nächste Mal in einer unangenehmen Situation sind, rufen Sie das Gespeicherte ab. Erinnern Sie sich während einer längeren Zeitspanne vor dem Ereignis daran, dass es beim letzten Mal gut gelaufen ist.

Unmittelbar vor Ihrem “Auftritt” holen Sie sich das andere Bild, das Sie abgespeichert haben, vor Augen. Schließen Sie die Augen. Erinnern Sie sich (z.B.) an die Meeresluft. Denken Sie daran, wie eine leichte Brise Ihre Haut umspielte. Fühlen Sie den Wind in ihren Haaren und spüren Sie die guten Gefühle nach, die Sie in dieser Situation hatten. Atmen Sie dabei tief ein und aus. Konzentrieren Sie sich dabei auch auf Ihre Atmung.

Mit diesen Gedanken gehen Sie in die ungewohnte Situation. Sie werden sehen, das gute Gefühl hilft Ihnen über Ihren Einstieg und lässt Sie diesen leichter und entspannter erleben!

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Zu viel Arbeit? – Was tun!

Haben Sie zu viel Arbeit? Haben Sie das Gefühl, dass die Digitalisierung Ihrer Arbeit sogar dazu geführt hat, dass Sie jetzt mehr Zeit für die Erledigung brauchen als früher?

Ein Bespiel aus der Gastronomie.

Gerade dann, wenn Systeme verändert oder gänzlich neu eingeführt werden, kann das zu Problemen führen, die Führungskräften nicht bewusst sind.

Z.B. stehen Servicekräfte in der Gastronomie heute aufgrund der Digitalisierung vor Problemen, die sie früher nicht hatten.

Wenn ein Gast eine Speise oder ein Getränk auch nur minimal verändert haben möchte, ist das heute mit mehr Aufwand verbunden, als es das früher war.

In Zeiten ohne vollautomatisierten Schankanlagen war es ein Einfaches, dem Gast mehr Soda in seinen “G’spritzen” zu schenken. Heute ist das ein Problem, da die Schankanlage so programmiert ist, dass sie das Glas genau mit einem 1/8 befüllt.

Auch bei Speisen, deren Zubereitung es an und für sich völlig unproblematisch zu lassen würde, die eine oder andere Zutat wegzulassen, brauchen die Servicekräfte für die Eingabe der Änderungen weit länger als das in der Vergangenheit der Fall war.

Am schlimmsten ist natürlich, wenn es zum Systemabsturz kommt. Dann geht nämlich gar nichts mehr.

Kommt Ihnen die Situation bekannt vor?

Auch im Bereich der Sachbearbeitung stellen die Zulässigkeit von Systemeingaben und Zugriffsberechtigungen häufig ein Problem dar.

Oft höre ich davon, dass MitarbeiterInnen gefühlte Stunden mit Eingaben verbringen, was Sie früher mit dem Stift in “Null komma Nichts” erledigt hatten.

Die mit der Digitalisierung einhergehende und 2018 neu beschlossene DSGVO führt zu weiteren Problemen, die wir früher nicht hatten. Plötzlich bekommt man dienstliche Auskünfte von einer Abteilung zur anderen mit Berufung auf den Datenschutz nicht mehr.

Was früher mal ganz einfach war, dauert jetzt oft mehrere Stunden?

Ihr Chef weiß das alles nicht?

Könnte es sein, dass Ihre Führungskraft gar nicht weiß, dass Sie zu viel Arbeit haben und noch weniger warum?

Da Führungskräfte in den seltensten Fällen selbst irgendwelche Systemeingaben bearbeiten oder selbst Telefonate führen, um an inhaltlich Informationen zu kommen, könnte es sein, dass sie den Zeitbedarf nicht mehr einschätzen können.

Was tun?

Stellen Sie sich die Frage, ob Ihre Führungskraft überhaupt weiß oder wissen kann, dass Ihr Arbeitspensum drastisch gestiegen ist, obwohl sich am Ergebnis nichts geändert hat.

Ich habe in meiner beruflichen Vergangenheit Ergebnislisten erhalten. Mir fiel auf, dass viele Geschäftsfälle meiner MitarbeiterInnen als unerledigt gekennzeichnet waren. Meine Nachfrage hat ergeben, dass dies deshalb der Fall war, weil jemand anderer ein Häkchen in einem bestimmten Feld setzen müsste.

In all diesen Fällen war die faktische Arbeit längst erledigt, konnte aber nicht in Rechnung gestellt werden, weil es das System aufgrund eines fehlenden Häkchens nicht zuließ.

Kommunizieren Sie!

Interessant war, dass meine MitarbeiterInnen nicht von sich aus auf diesen Umstand hinwiesen und auch keine Erklärung für die vielen Außenstände abgegeben hatten.

Sie versuchten aber durch mehrere Telefonate, die Zuständigen dazu zu bewegen, die Häkchen zu setzen. Offenbar auch, ohne deutlich zu machen, dass sie selbst dadurch nicht weiterarbeiten konnten.  Anstatt mich auf die fehlenden Häkchen hinzuweisen, wartete man ab, bis ich die Ergebnislisten sah und nachfragte.

Sollte es Ihnen auch so gehen, dann thematisieren Sie die Konsequenzen, die eine Systemeinführung oder -umstellung auf Ihr Arbeitspensum hat.

Sie sollten bereits im Vorfeld darauf aufmerksam machen, wie zeitintensiv eine Arbeit aufgrund der Systemgegebenheiten erscheint.

Lassen Sie Aufgaben von Ihrer  Führungskraft priorisieren, wenn Sie das Arbeitspensum nicht mehr schaffen! Bereiten Sie eine Liste mit allen Arbeiten vor und besprechen Sie, wie Sie sie priorisieren würden. So schaffen Sie Bewusstsein bei Ihrer Führungskraft und  sorgen außerdem dafür, dass er weiterhin die Verantwortung trägt und diese nicht auf Sie abwälzen kann!

Alles was Sie zum Thema Burn-out wissen müssen, finden Sie hier.

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