“Ich möchte was mit Menschen machen!”

Leider begegnen mir häufig Menschen, die sich über Ihren Berufswunsch nicht im Klaren sind! Das einzige was sie wissen ist häufig: “ich möchte was mit Menschen machen!”

Das Problem dabei ist, dass nahezu alle vorstellbaren Berufe  irgendwie mit Menschen zu tun. Ganz wenige Berufsgruppen verbringen ihren beruflichen Alltag im stillen Kämmerchen!

Was ist damit eigentlich gemeint?

Um der Sache also etwa näher zu kommen, muss man seine Vorstellungen  präzisieren. Dafür könnten Sie sich folgende Frage stellen:

Stellen Sie sich folgende Fragen

Welche Berufe haben für mich (!) nichts mit dem Menschen zu tun?”

Die Antwort darauf könnte z.B. sein, dass Berufe, bei denen man lediglich mit Kollegen zu tun hat, die eigentliche Tätigkeit aber z.B. darin besteht, Datenbanken zu befüllen, zu wenig menschlichen Kontakt für Sie bedeuten.

Damit wären also schon zwei Dinge klar. Einerseits muss der gewünschte Beruf tatsächlich darin bestehen, Kundenkontakt zu haben, andererseits liegt es Ihnen wahrscheinlich nicht, einen Bürojob zu machen.

Ihre nächste Frage könnte z.B. lauten: “Ich möchte was mit Menschen machen!” “Soll dies auf körperlicher oder auf kommunikativer Ebene stattfinden?” Damit finden Sie heraus, ob Sie z.B. einen pflegenden Beruf machen möchten, oder z.B. lieber im Verkauf tätig sind.

Holen Sie sich Hilfe

Da es einfacher ist, Fragen zu beantworten, die jemand anderer stellt, könnten Sie eine Freundin oder einen Freund bitten, mit Ihnen diese Fragen durchzugehen! Nicht nur, dass eine zweite Person ganz andere Vorstellungen hat, tut sie sich auch wesentlich leichter, ihre Angaben genau zu hinterfragen.

Sagen Sie Ihrer Hilfsperson, dass sie offene Fragen stellen soll. Das sind solche, die sie nicht nur mit einem einfachen “Ja” oder “Nein” beantworten können.

Wenn Ihnen niemand zur Verfügung steht, der sie befragen kann, benutzten sie das Internet. Stellen Sie sich die Frage, welche Berufe es eigentlich gibt  und überprüfen Sie, was Ihnen zusagt und was nicht

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Aktualisiert im Mai 2019

warum lädt man mich nicht ein?

Warum lädt man mich nicht ein? Ich passe doch zu 100%.” Diese Frage höre ich leider sehr häufig! Und trotzdem bleibt sie den meisten ein Rätsel.

Die Ursache

In vielen Fällen liegt es daran, dass sich BewerberInnen nicht verkaufen können!

Viele bringen zwar die fachlichen  Voraussetzungen für den begehrten Job  mit, sind aber leider so gar nicht in der Lage, die damit in Zusammenhang stehenden Botschaften so zu transportieren, dass sie beim Unternehmen auch ankommen.

Wenn Sie z.B. der Meinung sind, dass Sie die zuverlässigste Sekretärin sind, die es gibt, dann ist es zwar schön, dass Sie das wissen, Sie müssen es aber dem Unternehmen auch mitteilen.

Oftmals scheuen sich BewerberInnen – und ja, bei den Frauen kommt das Phänomen noch häufiger vor – sich selbst zu loben.

Die Begründung

In meinen Coachings höre ich oft “Na das ist ja eh klar! Das muss ich doch nicht extra erwähnen!” und außerdem “ich will ich das nicht so ausdrücklich betonen, das klingt angeberisch.

Abgesehen davon, dass ich immer schmunzeln muss, weil ich den Satz so oft höre, kann ich nicht oft genug betonen, dass ein Mensch, der Ihre Unterlagen zum ersten Mal sieht, Sie nicht kennt.

Er hat keine Ahnung davon, was für Sie selbstverständlich ist und was nicht. Er weiß auch nicht, welche Aufgaben ihr letzter Job umfasst hat. Wenn auch z.B. ein Projektleiter Projekte leitet und das bestimmt in jeder Firma tut, so weiß man nicht, welche speziellen Tätigkeiten Sie verrichtet haben.

Relevante Botschaften müssen also von Ihnen angeboten werden. Setzten Sie Ihre Scheuklappen ab und beschreiben Sie Ihren letzten Job auch inhaltlich. Ansonsten dürfen Sie ihm nicht übel nehmen, dass er sich gegen Sie entschieden hat!

Seien Sie emotional!

Emotionen lösen im Gegenüber ebenso Emotionen aus. Wenn es Ihnen in Ihrem Bewerbungsschreiben gelingt, die Leidenschaft mit der Sie Ihren Job gemacht haben, zu transportieren, dann wird diese für den Leser zu spüren sein.

Denken Sie mal an einen Liebesroman. Wäre der emotionslos geschrieben, würde er bestimmt keine LeserInnen begeistern können. Die Verwendung von Worten aber, die Emotionen bei der Leserin auslösen, führt dazu, dass diese mit fiebern, sich in die Protagonisten hineinversetzen können und den Roman spannend machen.

Fazit

Wenn es Ihnen also gelingt, die wesentlichen Kriterien Ihrer Tätigkeit zu nennen und darüber hinaus, Ihre Texte so verfassen, dass Sie Emotionen auslösen, werden Sie sich die Frage “warum lädt man mich nicht ein?” in Kürze ganz sicher nicht mehr stellen müssen.

Eine weitere Beleuchtung des Themas finden Sie auch hier.

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Was testen Personalberater

Personalberater sind Firmen, die Personal für andere Firmen suchen. Diese Unternehmen leben also davon, möglichst schnell, gute Leute zu finden, da ihr eigenes Honorar davon abhängt. Mit gezielten Fragen im  Bewerbungsgespräch finden sie recht schnell heraus, was sie wissen wollen.

Das sollten Sie übrigens bedenken, bevor Sie das nächste Mal zu einem Bewerbungsgespräch auf Einladung eines Personalberaters gehen! Sie sind nämlich – so hart das klingen mag – das Produkt das der Personalberater verkaufen möchte und er ist gut beraten, Sie möglichst gut zu behandeln.

Worauf schaut ein Personalberater also während des Bewerbungsgesprächs?
Unternehmenspassung

Abgesehen davon, dass Sie natürlich die geforderten fachlichen Qualifikationen mitbringen müssen, möchte er vorrangig wissen, ob Sie in das Unternehmen, das sein Kunde ist, passen.

Er weiß im Regelfall darüber Bescheid, welche Unternehmenskultur sein Kunde pflegt, wie die zukünftige Führungskraft tickt, welche Altersstruktur das Unternehmen aufweist und vieles mehr.

Sollten Sie aufgrund Ihrer Unterlagen eingeladen worden sein, dann ist die Chance schon ziemlich hoch, dass sowohl Ihr Alter, Ihre Nationalität, das Geschlecht und ihre bisherige Berufserfahrung passen.

Bewerbung ist Werbung! 

Im Gespräch selbst geht es hauptsächlich darum, sich gut verkaufen zu können. Es geht darum, möglichst sympathisch zu erscheinen. Der Personalberater achtet darauf, dass Sie authentisch sind und das was Sie sagen mit Ihrer Körpersprache übereinstimmt.

Er möchte herausfinden, ob er Ihnen Glauben schenken darf und muss sicher sein, dass Sie in einem Folgegespräch mit dem Kunden in gleicher Weise auf dessen Fragen antworten.

In vielen Fällen wird er auch genau darauf achten, dass Sie die geforderten Kriterien des Unternehmens auch tatsächlich erfüllen. Rechnen Sie also damit, dass er auch Fragen hinsichtlich Ihrer Fachkenntnisse stellt.

Wie geht es weiter?

Im Regelfall der Personalberater dem Kunden ca. drei Bewerbungen vor, die er selbst in die engere Wahl genommen hat.

Den Deal wird er nur dann erfolgreich machen, wenn es ihm gelingt, Sie bestens anzupreisen. Natürlich muss er darauf vertrauen können, dass Sie beim ersten Gespräch beim Kunden, halten, was er vorher versprochen hat!

Da das Image und seine weiteren Geschäftserfolge davon abhängig sind, dass er erfolgversprechende Kandidaten bringt, ist für den Personalberater genauso wichtig wie für sie selbst, dass Sie gut beim Kunden ankommen.

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aktualisiert im Mai 2019

Zuerst gar kein Job und dann mehrere Angebote?

Mehrere Angebote? Sie stehen vor einem Problem.

Heute hat mich ein Klient angerufen, der schon länger auf Jobsuche ist. Plötzlich hat er mehrere Angebote und steht vor dem Problem, sich nicht entscheiden zu können! Alle Jobs sind wirklich interessant für ihn.

Nur die Ruhe!

Besonders schwierig ist es, wenn Sie alle Angebote vom Gefühl her etwa in gleichem Maße interessieren. Sie sollten jedenfalls einmal  eine Nacht drüber schlafen.

Oft tendiert dann schon Ihr Bauchgefühl zu einem bestimmten Job.

Gehen Sie im nächsten Schritt ganz pragmatisch an die Sache heran. Um aus mehreren Angeboten Ihren absoluten Traumjob zu wählen, sollten Sie sich eine Liste machen. Schreiben Sie dafür alle Kriterien auf, die Ihnen wichtig sind. Das kann z.B. ein kurzer Anfahrtswege sein, das (angenehme) Klima beim Bewerbungsgespräch, ein freundlicher Vorgesetzter, ein Dienstauto, angenehme Arbeitszeiten, das Gehalt und vieles mehr!

Je nach Wichtigkeit vergeben Sie Punkte für Ihre Kriterien und überlegen dann, wie viele Punkte je Kriterium Sie jedem einzelnen Jobangebot zuteilen!

Beim dieser Vorgehensweise ergibt sich ein Ranking nach dem Sie dann Ihre Entscheidung treffen können.

In der Probezeit

Sollten Sie schon eine Jobzusage gemacht haben und in dieser Phase plötzlich von einer interessanteren Firma eine Zusage erhalten, können Sie ohne Angabe weiterer Gründe, die Probezeit beenden. Allerdings rate ich hier zur Vorsicht!

Viele Firmen erteilen zwar eine mündliche Zusage, rücken aber den Dienstvertrag erst später heraus. In einem solchen Fall sollten Sie auf Nummer Sicher gehen, bevor Sie die Probezeit abbrechen. Bestehen Sie auf einen bereits unterschriebenen Vertrag der Firma. Das minimiert Ihr Risiko. Denn auch in dem neuen Unternehmen wird man eine Probezeit vereinbaren, die Sie erst absolvieren müssen.

Fatal aber wäre, die Probezeit abzubrechen und dann von der anderen Firma zu hören, dass man Sie jetzt doch nicht einstellen möchte.

Näheres zur Probezeit erfahren Sie bei der Arbeiterkammer. 

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