Im Trägershirt zum Vorstellungsgespräch?

Zur Wahl des richtigen Outfit beim Vorstellungsgespräch wurde ich neulich von einer Schülerin gefragt, warum sie denn nicht im Trägershirt zum Vorstellungsgespräch gehen dürfe. Ich war über diese Frage ehrlich gesagt sehr erstaunt, zeugt sie doch über mangelndes Grundverständnis für gesellschaftliche Regeln.

Meine Antwort war, dass sie das prinzipiell schon dürfe. Allerdings dürfe sie sich nicht über die Konsequenz wundern.

Kleider machen Leute!

Einem Personalisten bleibt zur Beurteilung Ihrer Person relativ wenig Zeit. Haben Sie mit Ihren Bewerbungsunterlagen überzeugt und wurden eingeladen, so geht es im Vorstellungsgespräch darum, ihm auch so sympathisch zu sein, dass das Gespräch ein gutes wird.

Die ersten drei bis sieben Sekunden entscheiden, in welche  Schublade Sie der Personaler steckt. Ausschlaggebend dafür sind Ihr gesamtes Auftreten. Dabei entscheiden Ihre Manieren genauso wie Ihr Geruch und Ihr Outfit.

Worauf es ankommt!

Natürlich hängt die Wahl Ihres Outfit beim Vorstellungsgespräch in erster Linie davon ab, auf welchen Job Sie sich beworben haben.

Sollten Sie sich nicht gerade für einen Job im Fitness Center beworben haben, gilt in der Regel gilt, dass Sie zum Vorstellungsgespräch zumindest Bluse bzw. Hemd tragen sollten.

Je seriöser ein Job ist, desto seriöser sollten auch Ihr Outfit beim Vorstellungsgespräch erscheinen. Machen Sie sich daher im Vorfeld ein Bild über die Firma, in der Sie sich vorstellen. Legt diese großen Wert auf ihr Image? Verfügt Sie über eine aufwändig gestaltete Homepage und investiert Geld in die Suche ihres Personals, dann sollten Sie diesem Image angepasst zum Vorstellungsgespräch erscheinen!

Welcher Stil ist der richtige?

Auf vielen Homepages wird das Team vorgestellt. Wenn Sie dort Bilder finden, auf denen die Personen Anzug und Krawatte tragen, dann ist sicher, dass Sie Ihr Outfit ebenfalls in diesem Stil wählen sollten.

Die Homepage der Zielfirma ist der erste Indikator für die Wahl des richtigen Outfits. 

Neben der Firma an sich ist auch die Position ausschlaggebend für die Wahl Ihrer Kleidung. Werden Sie selbst in Zukunft Repräsentant des Unternehmens sein, dann ist wichtig, dass Ihr Outfit zum Image der Firma passt. Nur wenn Sie zukünftig eine Stellung bekleiden, die keinerlei Kundenkontakt hat, ist es eventuell zulässig, wenn Sie sich legerer kleiden. Da Sie das aber von vornherein nicht wissen können, rate ich dazu, dass Sie sich jedenfalls dem vermittelten Image anpassen.

Anzug und Krawatte, Hosenanzug oder Kostüm?

Alle KandidatInnen, die sich auf Führungspositionen oder auf Positionen im gehobenen Verkauf bewerben, sind gut beraten, Anzug und Krawatte bzw. Hosenanzug oder Kostüm zu wählen.

Achten Sie dabei auf farblich passende Gürtel und eine angemessene Absatzhöhe bei Ihren Schuhen. Für Positionen im Vorstand bzw. der Geschäftsführung sind für Damen auch im Sommer Strümpfe ein Muss.

Geht auch die Jean?

Legerere Kleidung, wie etwa eine dunkle (!) Jean sowie Hemd und Sakko für Männer oder eine Stoffhose kombiniert mit Bluse für Damen ist in Unternehmen geeignet, die auf Ihrer Homepage eine eher lockere Atmosphäre im Arbeitsalltag vermitteln.

Welche Farben soll ich wählen?

Je seriöser das Unternehmen und je gehobener die Position desto dunkler müssen die gewählten Farben sein.

In Banken und auf Vorstandsebene großer Konzerne, liegen Sie mit schwarz, dunkelgrau oder dunkelblau richtig.

Auf Mitarbeiterebene dürfen es auch hellere Farben sein. Achten Sie bei der Farbwahl aber jedenfalls darauf, dass Ihnen die Farbe auch tatsächlich steht. Wählen Sie also keinesfalls eine Farbe, die ansonsten in Ihrem Kleiderschrank nicht existiert!

Über Farben und Ihre Wirkung können Sie hier mehr lesen!

Was gar nicht geht!

Egal bei welchem Unternehmen Sie sich bewerben, achten Sie darauf, allenfalls dezentes Parfüm zu verwenden. Wählen Sie Ihr Makeup ebenfalls  dezent und verwenden Sie keinesfalls knallige Lippenstifte.

Sollten Sie generell Piercings tragen, so rate ich auch hier, abhängig von der Position, diese allenfalls unauffällig zu wählen bzw. für das Vorstellungsgespräch zu entfernen.

Nur der Vollständigkeit halber möchte ich die Körperhygiene erwähnen. Geputzte Zähne, saubere kurz gefeilte Fingernägel und ordentlich gekämmte Haare sind ein Muss. Auch bei Damen sollten die Nägel keine Überlänge und der Nagellack eine unauffällige Farbe haben.

Achten Sie darauf, dass Haarfarbansätze nicht zu sehen sind und dass Ihre Frisur einen guten Schnitt hat.

Sollten Sie Tätowierungen tragen, kann es positionsabhängig sinnvoll sein, diese abzudecken.

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Lesen Sie auch: “warum es so wichtig ist, ein gutes Foto im Lebenslauf zu verwenden!”

PDF oder Word – welches Format ist richtig?

Haben Sie sich schon mal Gedanken über das Format gemacht, das Sie für Ihre Bewerbungen verwenden? Manche Bewerber schicken ihre Unterlagen nämlich im Format “Word”. Und das sollten Sie nicht tun!

Die Nachteile

Das hat aus meiner Sicht gleich mehrere Nachteile.

Da der Empfänger Ihrer Nachricht möglicherweise auf einem anderen Betriebssystem arbeitet, könnte es sein, dass er über andere “Ansichten” verfügt als Sie. Möglicherweise verfügt sein System auch nicht über die gleichen Schriften wie Sie. Beide Fälle führen dazu, dass, dass sich Absätze verschieben und das Schriftbild nicht mehr so aussieht, wie Sie es ursprünglich gestaltet haben.

Ein weiterer Nachteil ist, dass man sofort erkennt, ob Sie “Word” tatsächlich beherrschen! Wer angibt, das Office Paket zu beherrschen, sollte wissen, was Tabulatoren sind und dementsprechend seine Einzüge nicht mit Leerzeichen gestalten! Leider sehe ich das auch sehr häufig.

Das Versenden eines Worddokumentes bringt auch den Nachteil mit sich, dass das Dokument leicht zu manipulieren ist. Gerade bei Bewerbungsunterlagen ist das ein nicht zu unterschätzendes Risiko, da Ihr Lebenslauf sowohl Ihre Unterschrift als auch Ihr Foto enthält. Wählen Sie zum Versand daher “Word” so eröffnen Sie die Möglichkeit sehr einfach, Ihr Foto bzw. auch Ihre Unterschrift missbräuchlich zu verwenden.

Wie Sie es besser machen können!

Speichern Sie Ihr Dokument vor dem Versenden  als PDF Datei und kontrollieren Sie sie vor dem Abschicken. Nur so können Sie sicher sein, dass der Empfänger die Datei tatsächlich so erhält, wie Sie sie ihm zukommen lassen wollten!

Dazu können Sie verschiedene Varianten benutzen. Die einfachste ist, die Datei als “Dateityp PDF speichern”. Wie das geht am einfachsten geht, können Sie hier nachsehen. Alle neueren Programme verfügen jedenfalls über dieses Feature.

Achten Sie letztliche bitte unbedingt darauf, dass Ihre Datei nicht zu groß ist. Sollte Ihre Datei tatsächlich zu groß sein, dann können Sie es mit verschiedenen kostenlosen Programmen komprimieren. Eines davon ist finden Sie unter smallpdf.com.

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Erstellen Sie einen Karriereplan für Ihre Mitarbeiter!

Haben Ihre Mitarbeiter Perspektiven? Wissen sie, wo Ihre persönliche Reise hingeht? Dafür brauchen sie einen Karriereplan!

Karriereplan – eine Perspektive bieten

Menschen brauchen und wünschen sich Perspektiven. Das gilt für das Privat- genauso wie das Berufsleben.  Perspektiven versprechen die Chance, sich weiterzuentwickeln! Sie spornen an und beweisen dem Mitarbeiter, dass die Führungskraft Vertrauen in seine Fähigkeiten hat.

Die Mitarbeiter erhalten Wertschätzung, indem ihnen eine Perspektive aufgezeigt und versprochen wird. Damit wird auch der Glaube in ihr Entwicklungspotenzial ausgedrückt und jene Anerkennung gezeigt, die sie sich wünschen.

Karrierepläne müssen gemeinsam erstellt werden

Der Karriereplan muss gemeinsam besprochen werden, um sicherzugehen, dass er den Zielen des Mitarbeiters entspricht.

Kommunizieren Sie berufliche Perspektiven, zeigen Sie Möglichkeiten und den Zeithorizont auf, damit Sie eine nachhaltige und wirkungsvolle Personalmaßnahme  erreichen. Der Mitarbeiter muss wissen, was er in Ihrem Unternehmen erreichen kann und braucht eine Aussicht, in welchem Zeitraum er seine persönlichen Ziele erreichen kann.

Oft stehen diesen Zielen organisatorische Vorgaben im Weg. Strebt ein Mitarbeiter eine Führungsfunktion an, steht diesem Ziel möglicherweise die Tatsache im Weg, dass Ihre Organisation keine weitere Führungsfunktion erlaubt. Um den Mitarbeiter trotzdem im Unternehmen zu halten, müssen für ihn befriedige Alternativen gefunden und besprochen werden. Wenn man das nicht tut, ist es nur eine Frage der Zeit bis man den Mitarbeiter verliert.

Wirkung des Karriereplans

Motivieren Sie insbesondere die besten Mitarbeiter, indem Sie auf Ihr Talent und ihren Karrierewillen setzen. Konzentrieren Sie sich auf die Mitarbeiter, die vorwärts kommen, ihre Skills einsetzen und etwas bewirken wollen. Der Mitarbeiter wird sich darauf verlassen, dass seine Bemühungen letztlich honoriert werden und geht dann auch gerne und freiwillig die “Extrameile”.

Halten Sie also jene Mitarbeiter im Auge, die Karriereambitionen zeigen. Für einen solchen Mitarbeiter ist es nämlich sehr frustrierend, wenn sein Einsatz keine Wirkung zeigt.

Einfluss auf das gesamte Team

Der Karriereplan der besten Mitarbeitern motiviert aber indirekt auch jene, deren Ziele sich nicht so ausgeprägt zeigen. Verfügt das Unternehmen über Karrierepläne für möglichst viele ausgewählte und miteinander kommunizierende Mitarbeiter so potenziert sich die positive Wirkung!

Menschen Streben alle nach dem Weiterkommen. Es ist ein natürlicher Impuls von uns allen. Zeigt sich dieser Impuls nicht mehr, ist es oft ein Indiz, dass der Mitarbeiter bereits in der Vergangenheit mehrfach frustriert wurde. In der Regel orientieren sich alle Mitarbeiter an den Besten, weil sie sich die gleiche Anerkennung wünschen, wie sie den Besten zuteil wird. Sie orientieren und lernen dann gerne von den Besten.

Führungskräfte sollten sich daher auf ihre besten Mitarbeiter konzentrieren sollten. Leider ist in manchen Firmen das Gegenteil an der Tagesordnung. Aus einem Missverständnis heraus, Schwächen eines Mitarbeiters fördern zu wollen, konzentrieren sie sich auf die schlechtesten Mitarbeiter. Da viele Führungskräfte unterschätzen, wie sehr sich Mitarbeiter Anerkennung wünschen, verstehen sie nicht, dass sich alle Mitarbeiter dorthin orientieren, wo sie Anerkennung erhalten.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog – unterschiedlich häufig – die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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Wie man Mitarbeiter motiviert!

Ist die Mitarbeitermotivation hoch, schlägt sich das im Unternehmenserfolg nieder. Dieser Zusammenhang ist auch sicher jeder Führungskraft bekannt. Wodurch aber lassen sich Mitarbeiter am besten motivieren?

Gehaltserhöhung

Glauben Sie, dass eine Gehaltserhöhung Ihre Mitarbeiter motiviert? Ja das tut sie, allerdings nur solange, bis er sich an den Zustand gewöhnt hat und ihn als normal erachtet. Dann wird seine Leistung aber wieder auf das ursprüngliche Maß abfallen.

Dienstfahrzeug

Auch ein Dienstfahrzeug fällt wie das Gehalt unter die sogenannten Hygienefaktoren. Diesen ist gemeinsam, dass sie nur eine Auswirkung auf die Mitarbeitermotivation haben, wenn sie fehlen. Das Vorhandensein eines Fahrzeuges wird also ebenso relativ schnell als Selbstverständlichkeit angesehen und wirkt sich minimal auf die Mitarbeitermotivation aus.

People Value

War früher die Mitarbeiterzufriedenheit schon damit erreichbar, dass die Person einen sicheren Job und ein geregeltes Einkommen bekam, hat sich in Zeiten des härteren Wettbewerbs so einiges geändert.

 “war for Talents”

Der demografische Wandel und die Konkurrenz aus aufstrebenden Wirtschaftsnationen hat in den letzten 20 Jahre dazu geführt, dass die Mitarbeiter anspruchsvoller geworden sind. Sie wollen, dass man Ihnen auf Augenhöhe begegnet und sie haben Ansprüche an ihre Jobs.

Heutzutage reicht es nicht mehr aus, irgend einen Job zu machen. Junge Mitarbeiter wollen sich verwirklichen, wollen Erfolge haben und sich mit ihrem Unternehmen identifizieren.

Wollen Sie also Ihre Mitarbeiter langfristig motivieren, dann kommen Sie nicht umhin, zu eruieren, was Ihre Mitarbeiter bewegt!

Leidenschaft

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter langfristig motivieren und im Unternehmen halten wollen, müssen Sie herausfinden, was sie interessiert und welche Stärken sie ausleben möchten.

Menschen tun das am liebsten, worin sie am besten sind. Und dort liegen zwangsläufig auch ihre Stärken.

Wenn es Ihnen dann noch gelingt, diese Stärken auch tatsächlich für Ihr Unternehmen einsetzen zu können – (denn was hilft es, wenn Ihr Mitarbeiter am liebsten Computerspiele programmiert, sie aber eine Tischlerwerkstatt führen) – dann werden sich Ihre Mitarbeiter weiterentwickeln können, persönliche Ziele und Erfolge erreichen und damit auch Ihr Unternehmen weiterbringen!

Entwicklungschancen

Manche Mitarbeiter sind besonders zu motivieren, indem Sie sich für Ihre persönlichen Ziele interessieren und einen langfristigen Karriereplan mit ihm ausarbeiten. Den Mitarbeiter motiviert insbesondere, dass er Aufstiegschancen erkennen kann und von Zeit zu Zeit seinen Aufstieg an Etappenzielen festmachen kann.

Lob und Anerkennung

Manchmal hängt die Mitarbeitermotivation auch nur davon ab, wieviel Anerkennung der Mitarbeiter für seine Arbeit bekommt. Dann ist insbesondere die Führungskraft gefordert, da sie diese Anerkennung kommuniziert. Es ist daher Führungsaufgabe richtig einzuschätzen, welches Maß an Anerkennung der jeweilige Mitarbeiter braucht.

Teamarbeit

Für manche Kollegen hängt die Zufriedenheit einzig und allein von ihrer Stellung im Team ab. Sie sind dann höchstmotiviert, wenn sie sich im Team wohlfühlen und die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen als angenehm empfinden.

Stolz

Manchen Mitarbeitern ist es besonders wichtig, für welches Unternehmen sie arbeiten. In der Regel wird es ein besonders erfolgreiches, sehr Imageträchtiges Unternehmen sein. Ein Beispiel das ich besonders oft höre, ist Red Bull. Mitarbeiter identifizieren sich dann besonders mit dem Außenauftritt des Unternehmens und ziehen ihre Motivation aus dessen starkem Image.

mehr zum Thema People value könne Sie hier nachlesen.

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Psychotricks des Chefs – was tun?

Beim Mobbing durch Vorgesetzte handelt es sich um ein Verhalten, das darauf abzielt, Mitarbeiter zu verletzten, einzuschüchtern, zu entmutigen oder auszugrenzen. Oftmals versucht der Kontrahent das Mobbingopfer vom Arbeitsplatz zu verdrängen. Das Mobbing durch Vorgesetzte nennt man in der Fachsprache übrigens Bossing.

Was steckt hinter dem Verhalten?

Haben Sie schon einmal vom “Eltern-Ich”, “Erwachsenen-Ich” und “Kind-Ich gehört?

Dabei handelt es sich um verschiedene Persönlichkeitszustände, die wir in unserer Kindheit gelernt haben. Verhaltensmuster die wir damals gelernt haben, wenden wir auch im Erwachsenenleben an.

Geschulte Führungskräfte können sich dieses Wissen zu Nutze machen, indem sie MitarbeiterInnen beeinflussen. Gute Führungskräfte wenden dieses Wissen nur zum Vorteil des Mitarbeiters an, schlechte nutzen es eventuell, um MitarbeiterInnen zu manipulieren!

Was passiert konkret?

Wenn Führungskräfte ihre Mitarbeiter bewusst aus einer “Eltern-Ich” und nicht aus der eigentlich üblichen “Erwachsenen-Ich” Position ansprechen, dann passiert es schnell, dass MitarbeiterInnen intuitiv aus einer “Kind-Ich” Position antworten.

Wenn ein Chef einen Mitarbeiter z.B. maßregelt, wie man dies bei Kindern tut, dann wird der Mitarbeiter vielleicht intuitiv beleidigt reagieren und schmollen oder gar eine patzige Antwort geben. In der Situation ist es dem Mitarbeiter gar nicht bewusst, dass er sich vom Vorgesetzten manipulieren lassen hat. Erst eine Reflexion könnte die eingenommenen Rollen aufdecken.

Was kann man tun?

Sinnvoll wäre aber keine kindliche Reaktion zu setzen, sondern den Vorgesetzen auf seiner “Erwachsenen-Ich” Position anzusprechen, indem man ihm ganz sachlich sagt, dass man eine andere Haltung zum Thema hat und gerne darüber diskutieren würde.

Sie begeben sich damit auf Augenhöhe und signalisieren ihm, dass Sie auf seine Spielchen nicht eingehen und sich auch nicht in die Rolle drängen lassen.

Näheres zum Bossing und was Sie tun können, erklärt die Arbeiterkammer.

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Lesen Sie auch: wie man Mitarbeiter auf schnellstem Wege demotiviert!

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Topsharing – Führung nach Tandemmanier

Heute habe ich einen Artikel gelesen, worin das “Topsharing“, die geteilte Führungsrolle beworben wurde. Die Autorin versteht darunter das Teilen einer Führungsposition. Ich möchte vorausschicken, dass ich wesentlich größere Praxisprobleme sehe als dies in der theoretischen Abhandlung vermutet wird.

Definition

Die Wortkreation Topsharing  kommt aus dem Zusammensetzen der Worte Top-management und Job-sharing und meint die geteilte Führungsrolle. Es entstand aus dem ursprünglichen Gedanken des Jobsharings, wobei sich zwei Personen einen Job und das Gehalt teilen. Zudem soll das Topsharing die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern.

Sinn

Jobsharing wird als eine der Lösungen beworben, dem anhaltenden Fachkräftemangel auch auf Führungsebene entgegen zu wirken. Führungskräfte sollen sich einen Job teilen, um auch ihnen die Vereinbarkeit von Job und Familie zu ermöglichen. Da die Unzufriedenheit der Mitarbeiter bei beiden Geschlechter diesbezüglich immer stärker steigt, scheint dieses Modell geeignet zu sein, die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu befriedigen.

Vorteile

Die geteilte Führungsrolle bringt jedenfalls den Vorteil, dass Eltern nicht lange in Auszeit gehen und dem Unternehmen daher früher wieder zur Verfügung stehen. Für die Eltern hat das Topsharing den großen Vorteil, dass sie relativ wenig langfristig wirkende Gehaltseinbußen und einen Karriereknick in Kauf nehmen müssen.

Daneben ergeben sich Vorteile hinsichtlich kürzerer Einarbeitungszeit. Wenn ein Mitarbeiter früher aus der Karenz kommt, erspart sich der Arbeitgeber Personalsuch- und Einarbeitungskosten. Es geht insbesondere das Wissen der Teilzeitkraft nicht verloren und bindet sie zudem an das Unternehmen.

Als positiv gewertet wird auch, dass sich die Führungskräfte gegenseitig vertreten können und es daher weniger Ausfallzeiten gibt.

Der Arbeitgeber wird wahrscheinlich auch an tatsächlichem Einsatz gewinnen. Viele Studien beweisen nämlich, dass Teilzeitkräfte produktiver arbeiten als Vollzeitkräfte.

Das Modell kann auch in Verbindung mit Arbeitszeitmodellen sinnvoll sein, da die jüngere Führungskraft von der Erfahrung und vom Know How der älteren profitieren kann.

Nicht zuletzt können sich Vorteile daraus ergeben, dass Ansprechpartner flexibel gewählt werden. Der Mitarbeiter kann sich aussuchen, mit welcher Führungskraft er spricht.

Soweit die Theorie.

Nachteile

In meiner bisherigen Erfahrung habe ich Topsharingkonstellationen  dann erlebt, wenn ein Manager gut in seinem Tätigkeitsgebiet war, aber zu wenig Geschick in der Führung seiner Mitarbeiterinnen bewies. Dann wurde ihm ein zweiter Mitarbeiter zu Seite gestellt um die fehlende Führungskompetenz auszugleichen.

Voraussetzung für ein funktionierendes Topsharing ist, dass beide Führungskräfte einen ähnlichen (guten) Führungsstil haben und sich sehr eng abstimmen. Sie müssen sich gut verstehen und kooperativ Entscheidungen treffen. Was am Papier logisch und einfach klingt, ist in der Praxis meines Erachtens nur schwer umzusetzen.

Die gesteigerte Flexibilität hinsichtlich geteilter Arbeitskraft und möglicher Vertretung sehe ich in der Realität nur dann gegeben, wenn die Teilzeitarbeitszeiten beider Führungskräfte zusammenpassen. Die Idealkonstellation wäre, dass beide Führungskräfte 20 Stunden pro Woche arbeiten, die sich nicht überlappen.

Es drohen Probleme, sobald dieses Gleichgewicht durch eine Erhöhung gestört wird. Es sind dann zwei Ansprechpartner vorhanden, die einander eventuell auch in die Quere kommen. Weiters droht bei einer anderen Arbeitsteilung auch erhöhter finanzieller und organisatorischer Aufwand. Neben den sowieso gegebenen höheren Sozialabgaben drohen auch höhere Kosten für sonstige Ressourcen. Zweit Mitarbeiter, die gleichzeitig anwesend sind, benötigen die zweifache Ausstattung.

Dass die Chance größer ist, dass sich Führungskraft und Mitarbeiter besser verstehen, wenn es zwei Führungskräfte gibt, ist in meinen Augen ein sehr fragwürdiger Vorteil. Vielmehr droht bei geteilter Führungsrolle die Gefahr, dass die Mitarbeiter die Führungskräfte gegeneinander ausspielen.

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7 Fähigkeiten, die Leader brauchen!

In meiner Arbeit begegnen mir immer wieder Menschen, die mir erzählen, dass sie gerne Karriere machen möchten. In der Regel bedeutet das für sie, dass sie Führungskraft werden möchten.

Wichtig ist für diese Leute, sich zu überlegen, ob sie dafür gerüstet sind und sieben wichtige Fähigkeiten mitbringen, die eine erfolgreiche Führungskraft im Sinne eines Leaders ausmachen!

Empathie

Eine erfolgreiche Führungskraft muss in der Lage sein, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Sie muss in der Lage sein, die Bedürfnisse und Ängste des Mitarbeiters zu verstehen. Es muss ihr gelingen, ein Klima des Vertrauens zwischen den Mitarbeitern und ihr herzustellen!

Kommunikationsfähigkeit

Eine Leader muss klar und auch deutlich kommunizieren können! Viele Führungskräfte reden um den heißen Brei herum, was bei den Mitarbeitern schnell Verunsicherung hervorruft und oftmals dazu führt, dass sie ihre Führungskraft schlicht und ergreifend nicht ernst nehmen!

Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen

Eine gute Führungskraft muss gerne Verantwortung übernehmen. In meiner Vergangenheit habe ich fast ausschließlich erlebt, dass Führungskräfte sich bei Veranstaltungen in die zweite oder gar dritte Reihe gesetzt haben.

Dieses Verhalten erinnerte mich immer an die Schule, wo Schüler gerne mal die erste Reihe auslassen, in der Hoffnung, es könnte sich jemand anderer hinsetzen und vom Lehrer aufgerufen werden.

Wer führen will, muss bereits sein, sich in die erste Reihe zu setzen, er muss bereit sein, sichtbar und sogar angreifbar zu sein. Er muss bereit sein, Rede und Antwort zu stehen und Verantwortung für eigenes und fremdes Tun zu übernehmen.

Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen

Leider ist auch die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen bei vielen Führungskräften nicht vorhanden und wird in meiner Praxis oft beklagt! Mitarbeiter spüren sofort, ob eine Führungskraft bereit ist, Dinge zu entscheiden und zu diesen Entscheidungen zu stehen. Wenn Führungskräfte keine Entscheidungen treffen, dauert es nicht lang, bis Mitarbeiter sie nicht ernst nehmen und im schlimmsten Fall übergehen.

Sich seiner Vorbildfunktion bewusst sein

Wenn Führungskräfte erwarten, dass ihre Mitarbeiter vollsten Einsatz zeigen, dann müssen sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen! MitarbeiterInnen orientieren sich an ihren Vorgesetzen. Wenn sie den Eindruck haben, dass der oder die Vorgesetzte für das Unternehmen weniger Einsatz zeigt als sie selbst, wird ihr Engagement rasch nachlassen, da Mitarbeiter davon ausgehen, dass Vorgesetzte mehr verdienen und deshalb auch mehr arbeiten sollen!

Wenn ein Unternehmen Veränderung bewirken möchte, müssen die Führungskräfte die ersten sein, die diesbezügliches Engagement zeigen, denn die Mitarbeiter denken sich auch dabei “na, wenn schon der Chef nicht, warum dann ich?”

Selbstmotivation

Eine Leader bringt Leidenschaft für seinen Job mit und zieht daraus die Motivation für sein Tun. Nur das gibt ihm auch die Stärke, seine Mitarbeiter zu motivieren.

Selbstbewusstsein

Erfolgreiche Leader sind unabhängig von Lob und Anerkennung. Sie haben das Selbstbewusstsein, zu ihren Entscheidungen zu stehen und sie haben die Kraft und den Mut, auch unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen!

Als weiterführende Lektüre empfehle ich Ihnen “Not Bosses but Leaders” von John Adair.

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Aktualisiert im Mai 2019

Über Frechheiten und Kuriositäten im Bewerbungsprozess!

In der Arbeit mit meinen Klienten höre ich oft Sachen, die mich den Kopf schütteln lassen.

Unlängst bekam ich mit, dass ein Klient, der 57 (!) Jahre alt ist und eine beachtenswerte Karriere als Geschäftsführer einer sehr bekannten Firma hinter sich hat, von einer Personalberaterin gefragt wurde, welche Schule er abgeschlossen hat! Die Dame selbst war um die 30 . Daher war es ihr unvorstellbar, dass jemand ohne Matura einen Geschäftsführerposten bekleiden konnte.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass es schwerfällt, sich vorzustellen, dass es früher möglich war, auch ohne Matura hohe Positionen zu erreichen. Ich kann allerdings nicht verstehen, warum man diesen Umstand

Wenn auch ich noch verstehen kann, dass es in einer Zeit, wo alle Berufe eines Pflichtpraktikums bedürfen, schwierig ist, sich vorzustellen, dass es in der Vergangenheit  möglich war, auch ohne Matura hohe Positionen zu erreichen. so ist es nicht nachvollziehbar, dass man sich dafür interessiert, welche Schule ein Mensch vor mehr als 40 Jahren abgeschlossen hat. Leider bedürfte es dazu eines gewissen Maßes an Hausverstand.

Ein anderer Fall betrifft eine Personalberatung, die großen Wert auf Ihr Image legt. Zu diesem Zweck logiert sie an einer sehr feinen Adresse im ersten Wiener Gemeindebezirk und investiert sehr viel Geld um “vorne mit dabei zu sein”.  Eine meiner Klientinnen, in der Vergangenheit ebenfalls auf sehr hoher Position  tätig, wartete geschlagene 20 Minuten auf die Personalberaterin, die, ohne eines Wortes der Entschuldigung endlich kam und auf Ihre Unhöflichkeit angesprochen, meinte “ich habe ja einen Job!”

Auf die Frage eines Klienten, was denn die maßgeblichen Kriterien des ausgeschriebenen Jobs wären, antwortet die Recruiterin “DAS weiß ICH leider nicht!”

Im Zuge einer schriftlichen Bewerbung als “Sales Manager im Außendienst” wurde mein Klient angerufen und gefragt, ob er bereits im Außendienst gearbeitet hätte. Aus seiner Bewerbung war ersichtlich, dass er mehr als 20 Jahre Außendiensterfahrung hatte. Damit aber nicht genug! Während des ca. 30 minütigen Telefonates fragte die Dame ein weiteres Mal, ob der Bewerber oft Termine beim Kunden wahrgenommen habe!

Zur Abwechslung möchte ich jetzt meine Leser und  Leserinnen einladen, mittels Kommentar , Kuriositäten aus Ihrem Bewerbungsalltag zu erzählen!

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Bewerberdatenbank – was man wissen muss!

Mittlerweile verwenden alle großen Unternehmen und Personalberatungen eine Bewerberdatenbank (oder auch Bewerbungsdatenbank) um ihr Bewerbermanagement effizient und kostensparend zu handeln.

Jeder der sich in den vergangenen Jahren um einen Job bemüht hat, kennt sie unter Garantie. Für die Nutzung als BewerberIn ist es erforderlich, dass Sie einiges über eine solche Bewerberdatenbank wissen.

Was kann eine solche Bewerberdatenbank?

In der Vergangenheit gab es MitarbeiterInnen in der Personaladministration, die sich darum kümmerten, eingehende Bewerbungen zu erfassen, vorzusichten und an den zuständigen Bearbeiter weiterzugeben.

Diese Damen sind in der Zwischenzeit selbst arbeitslos geworden. Eine Maschine erledigt mittlerweile ihren Job. Die Software screent alle einlangenden Bewerbungen, liest sämtliche Daten aus und matcht die Bewerbung mit den Anforderungen des Inserates. Der Rechner analysiert also auch Ihre Bewerbung und teilt sie in  “passend” oder “nicht passend”. Bis zu diesem Zeitpunkt sieht kein Mensch Ihre mühsam erstellten Unterlagen.

Was fällt weg?

War es in der Vergangenheit vielleicht noch möglich, dass die jeweilige MitarbeiterIn mit dem zuständigen Bearbeiter kommunizierte und vielleicht zur einen oder anderen Bewerbung etwas mitteilte, so ist der Bewerber im ersten Schritt dieser Maschine völlig ausgeliefert.

Unglücklicherweise sind Unternehmen ja auch dazu übergegangen, keine AnsprechpartnerInnen mehr in ihren Inseraten zu nennen. Ausnahmen stellen lediglich Personalberater dar. Für diese sind Sie die Einnahmequelle. Und es wäre nicht besonders klug, nicht mit Ihnen kommunizieren zu wollen. Eine weitere Ausnahme stellen häufig Jobs im Verkauf dar. Da Unternehmen im Verkauf ganz bestimmte Persönlichkeiten suchen, sind in derartigen Inseraten häufig Telefonnummern angeführt.

Worauf Sie achten müssen!

Wie bereits erwähnt, liest die Software der Bewerberdatenbank Ihre Unterlagen aus. Abgesehen von Ihren persönlichen Daten ist für das Unternehmen natürlich interessant, inwieweit sich Ihre Unterlagen mit dem Anforderungsprofil des jeweiligen Jobs deckt.

Daher ist es so wichtig jene Keywords, die im Inserat genannt sind, unbedingt in Ihren Unterlagen platzieren! Alle Muss Kriterien die im Inserat gefordert sind, müssen sich unbedingt im Lebenslauf oder im Motivationsschreiben wiederfinden, um einen positiven Match zu garantieren!

Aktive Nutzung einer Bewerberdatenbank

Die meisten Bewerberdatenbanken werden nur vom jeweiligen Unternehmen aktiv genutzt. Sie dürfen Ihre Bewerbung hochladen, wenn Sie sich auf einen bestimmten Job bewerben. Wenn Sie Glück haben, werden Sie in Evidenz gehalten.

Eine Bewerberdatenbank, die eine aktive Nutzung durch BewerberInnen möglich macht, betreibt karriere.at. Hier können Sie Ihre Bewerbung hochladen, ohne sich für einen bestimmten Job bzw. eine bestimmte Firma zu bewerben.

Nachdem vielen Recruiter alle Kanäle nutzen, um an Talents zu kommen, rate ich Ihnen sich auf dieser in Österreich meist bekanntesten Plattform  zu registrieren und Ihre Unterlagen hochzuladen.

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