Was ist ein “Pitch Deck”?

Präsentationsfolien eines Pitchs (z.B. Startup Pitch) werden “Pitch Deck” genannt.

Sie werden im Regelfall in einem Präsentationsprogramm wie “Power Point” oder “Prezi” erstellt und dienen der Untermauerung der Vorstellung der Geschäftsidee.

Aufbau und Format des Pitch Deck

Präsentationsfolien, egal in welchem Medium erstellt, sollten wenig Text enthalten, sodass sich der Zuhörer auf die Präsentation konzentrieren kann.

Sinnvoll ist die Verwendung von Grafiken und Bildern anhand derer Sie Ihre Inhalte untermauern. Grundsätzlich gilt “weniger ist mehr”. Achten Sie auf einen guten Seitenaufbau und überladen Sie Ihren Pitch Deck nicht.

Setzen Sie Farben sinnvoll ein und achten Sie darauf, dass Ihre Präsentation – z.B. durch häufiges Verwenden der Farbe Rot – nicht zu aggressiv erscheint.

Insgesamt muss es Ihnen gelingen, auf einigen wenigen Seiten Ihre verbalen Botschaften zu untermauern.

Inhalt des Pitch Deck

Der Pitch sollte über einen Einstieg verfügen, der erklärt, wer Sie sind und was Sie wollen. Er sollte Auskunft darüber geben, wem ihr Geschäftsmodell nützt bzw. welches Problem Sie damit lösen können und wie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung funktioniert.

Als nächstes sollten Sie die Frage beantworten, warum Sie das Problem besser lösen können als andere! Die Darstellung von Kennzahlen sind ein geeignetes Mittel, um zu überzeugen und sollte daher in keiner Präsentation fehlen.

Sie sollten in Ihrer Präsentation unbedingt nachweisen, dass Sie sich mit dem Markt ausführlich beschäftigt haben und dass Sie sich bereits ein Business Model überlegt haben, das nachweist, dass Ihre Idee geeignet ist, um ausreichend Umsatz zu erwirtschaften.

Wenn mehrere Personen an der Idee und Ihrer Umsetzung beteiligt sind, ist es wesentlich, alle Mitglieder und die Aufgabenteilung vorzustellen.

Letztlich ist Kern der Präsentation das Investment, das Sie benötigen und hoffentlich vom Investor erhalten werden.

der Appell

Jede gute Präsentation endet mit einem Appell, der bei einem Startup Pitch daraus bestehen sollte, noch einmal zusammenzufassen, warum Ihre Idee die beste ist!

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aktualisiert im Juli 2019

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Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

was ist eigentlich “emotionale Intelligenz”?

Emotionale Intelligenz ist ein beliebtes Schlagwort gerade im Zusammenhang mit Bewerbungen.

Ich bin davon überzeugt, dass es – wie bei vielen Modewörtern –  unterschiedliche Definitionen gibt. Aus diesem Grund habe ich recherchiert, welche Definitionen sich dafür finden lassen!

emotionale Intelligenz – unterschiedliche Definitionen

Die Palette der unterschiedlichen Definitionen reicht  von “der Fähigkeit eines Menschen, die Emotionen eines anderen zu erkennen und in adäquater Weise darauf zu reagieren“¹ über “die Fähigkeit, Gefühle bei sich und anderen richtig einschätzen und beeinflussen zu können“² bis zur “Fähigkeit, Gefühle (bei sich und anderen) und menschliche Beziehungen richtig einschätzen und entsprechend handeln zu können“³.

Wenn auch die Unterschiede marginal erscheinen, so enthalten die verschiedenen Definitionen bei genauerer Betrachtung unterschiedliche Bandbreiten emotionaler Intelligenz.

Je nach Quelle geht es nicht nur ums Gegenüber. Sondern auch darum, seine eigenen Gefühle in der Begegnung wahrzunehmen und ihren Einfluss einschätzen zu können.

Der Unterschied der Definitionen zeigt sich aber auch in der Reaktion. Spricht die eine Quelle von adäquater Reaktion, so umfasst die Begrifflichkeit des Lexikons der Psychologie noch eine eigenständige Handlung.  Der Akt der Reaktion geht weiter und umfasst die Beeinflussung des Gegenübers.

nur ein Schlagwort?

Mit Sicherheit nicht! Sie sollten also in einem Bewerbungsgespräch gut vorbereitet sein, denn wenn die emotionale Intelligenz in der Jobausschreibung Thema war, wird sie es auch im Gespräch sein.

Personalisten benutzten dieses Schlagwort besonders gerne im Zusammenhang mit der Rekrutierung von Führungskräften. Das ist sehr gut nachvollziehbar, denn gerade in der Führungsarbeit ist es besonders wichtig, das Gegenüber einzuschätzen und dieser Einschätzung gemäß zu reagieren.

Sie können besonders punkten, wenn Sie im Gespräch darlegen, sich mit dem Begriff auseinander gesetzt zu haben. Schlagen Sie damit mehrere Fliegen mit einem Schlag. Nicht nur, dass Sie die Auseinandersetzung “nachweisen”, Sie können auch auf Ihre Stärke der Selbstreflexion eingehen, wenn Sie Ihre eigenen Gefühle mit ins Spiel bringen.

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¹Gablers Wirtschaftslexikon
²Online-Enzyklopädie für Psychologie und Pädagogik
³ Lexikon der Psychologie

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Wissen Sie was “MINT” ist?

Bisher dachte ich ja, es handle sich bei MINT um den Inhalt eines After Eight Plättchens.

Das passt aber insofern nicht, als man diesen Begriff vereinzelt in Stelleninseraten findet! Google zu Rate gezogen, stellte ich fest, dass es sich dabei um eine zusammenfassende Bezeichnung von Unterrichts- bzw. Studienfächern und Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik handelt.

Sollte Ihnen der Begriff “STEM” unterkommen, dann handelt es sich dabei um das entsprechende englische Pendant (Sience, Technology, Engineering, Mathematics).

Fachkräftemangel als Gemeinsamkeit

Die Digitalisierung, die uns rasant in allen Lebensbereichen eingeholt hat, war offensichtlich hinsichtlich ihrer Dynamik nicht abzusehen. Die Folge daraus ist, dass sowohl Politik als auch die Wirtschaft verabsäumt haben, den daraus resultierenden Personalbedarf richtig abzuschätzen und auch für die Ausbildung zu sorgen. Der Einzug der EDV in jedem Unternehmen lässt die zu besetzenden Arbeitsplätze explodieren.

Trotz der Tatsache, dass im Jahre 2004 bereits 50% aller ÖsterreicherInnen das Internet nutzen und diese Zahl 2013 auf 80% angestiegen ist, wurde erst 2017 eine digitale Gesamtstrategie für den schulischen Bereich aufgestellt[1]. Demzufolge wurde auch das Fachkräftestipendium wieder eingeführt, dass Ausbildungen im MINT Bereich speziell unterstützt.

Berufsfelder mit Zukunft

Zu den MINT Berufen zählen die gesamte Bautechnik, das Chemie und Chemieingenieurwesen, die Lebensmitteltechnologie, die Elektronik, Elektrotechnik und Informationstechnologie, die Gebäudetechnik, die Innenraumgestaltung und Holztechnik, die Kunststofftechnik, der Maschinenbau, die Mechatronik sowie Medientechnik und Medienmanagement.

Ob eine Ausbildung in den genannten Berufsfeldern interessant für Sie sein könnte, können Sie sich anhand einiger Erfahrungsberichte hier ansehen.

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[1] Information des Bundeskanzleramtes 

5 typische Bewerbungsfragen für Führungskräfte

Abgesehen von den typischen (Fang-)Fragen, die ich in der Vergangenheit bereits thematisiert habe, zielen Bewerbungsfragen für Führungskräfte auf Ihre Eignung bezüglich der Führung ab.

Führungsstil

Allen voran ist das jene nach dem Führungsstil. Dabei ist es in der Regel von Vorteil, wenn Sie klarstellen, dass Sie sich Ihrer Führungsverantwortung bewusst sind, somit für Ihre Mitarbeiter ein Vorbild sind und dass Sie gerne Entscheidungen treffen aber gleichzeitig Ihren Mitarbeitern den Raum lassen, den sie brauchen, um sich zu entfalten. Nennen Sie Beispiele dafür und schildern Sie Situationen aus der Vergangenheit. 

Die entsprechende Bewerbungsfrage könnte lauten:

Erzählen Sie uns etwas über Ihren Führungsstil ein?”

“Was macht für Sie eine gute Führungskraft aus?”

“Über welche Kompetenzen müssen Führungskräfte verfügen?”

die ersten 100 Tage

Zu weitern beliebten Bewerbungsfragen für Führungskräfte zählt die Frage nach den ersten 100 Tagen. Diese Frage lässt tief blicken, da Sie in alle Richtungen verstanden werden kann. Wichtig für Sie ist, dass Sie als erstes Ihre MitarbeiterInnen abholen müssen und sich gleichzeitig ein Gesamtbild der Situation verschaffen müssen.

Diese sind sehr entscheidend für die zukünftige Zusammenarbeit mit Ihrem Team. Die Antwort sollte  daher Auskunft darüber geben, dass und wie Sie sich in der ersten Zeit einen Überblick verschaffen und welche Kommunikationsstrukturen Sie schaffen. Darauf aufbauend sollten Sie in der Lage sein, Ziele für Ihr Team aufzustellen und mit Ihren Mitarbeitern zu vereinbaren.

Vergessen Sie dabei nicht, auf die enge Zusammenarbeit mit Ihren Kollegen auf gleicher Ebene zu verweisen.

Hier Beispiele, wie die Frage lauten könnte: 

“Wie gehen Sie die ersten 3Monate/100 Tage an?”

“Worauf achten Sie in den ersten 100 Tagen wichtig?”

“Was glauben Sie, wie Ihre erste Zeit ablaufen wird?”

handeln von unangenehme Situationen 

Von Interesse wird für Ihr zukünftiges Unternehmen auch sein, wie Sie mit unangenehmen Situationen umgehen. Daher könnte eine Frage lauten, wie Sie ein Gespräch mit einem Mitarbeiter führen, der nicht Ihren Erwartungen entspricht.

Dabei ist wesentlich, ob Sie in der Lage sind, dem Mitarbeiter klar zu kommunizieren, was an seiner Arbeit nicht zufriedenstellend ist und was er besser machen kann.  Interessant ist dabei besonders, ob Sie in der Lage sind, lösungsorientiert und wertschätzend zu kommunizieren.

Als Beispiele für derartige Bewerbungsfragen für Führungskräfte:

“Thema Lowperformer – wie gehen Sie damit um?”

“Wie führen Sie ein unangenehmes Mitarbeitergespräch?”

“Schildern Sie uns schwierige Gespräche aus der Vergangenheit?”

Wie geht es Ihnen mit der Führung?

Vorgesetzte sind nicht immer beliebt. Daher wird  der Interviewer wissen wollen, ob Sie in der Lage sind, trotzdem eine vertrauensvolle und von gegenseitigem Respekt geprägte Beziehung zu Ihren Mitarbeitern aufzubauen.

Die Frage zielt insbesondere auf Ihre innere Einstellung ab. Da alle Menschen nach Anerkennung streben, setzen Führungskräfte oft falsche Akzente und wollen bei Ihren Mitarbeitern beliebt sein.

Es könnten daher solche Fragen kommen:

“Was machen Sie, wenn ein Mitarbeiter Sie nicht mag?”

“Wie agieren Sie, wenn Sie einen Mitarbeiter nicht mögen?”

“Wie wichtig ist Freundschaft zwischen Ihnen und Ihrem Team?”

Kommunikationsstil

Eine gute Führungskraft strahlt Autorität aus. Dies gelingt, indem man klare Linien vertritt und Mitarbeitern klare Orientierung bietet. Insbesondere ist wichtig, dass Sie in der Lage sind, Ihrem Team Ziele zu kommunizieren. 

Dazu folgende Beispiele:

“Wie schätzen Sie Ihren Kommunikationsstil ein?”

“Welchen Kommunikationsstil schätzen Sie bei Ihrem Vorgesetzten?”

“Was brauchen Ihre Mitarbeiter, damit Sie Ihre Anweisungen verstehen?”

Vergessen Sie nicht, dass der Interviewer Sie schon während des Gespräches einschätzen wird. Wenn es Ihnen schon nicht gelingt, während des Gespräches mit ihm klar und deutlich zu kommunizieren, werden ihn theoretische Erläuterungen nicht mehr überzeugen können.

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