Elevator pitch – was ist das?

„Erzählen Sie von sich!“ ist eine der häufigsten Einstiegsfragen beim Bewerbungsgespräch. Viele Bewerber tun sich schwer damit abzuschätzen, was der Fragende nun tatsächlich hören will. „Wo fängt man an? Wo hört man auf?“ wollen viele meiner Klienten wissen! Die Antwort darauf ist der Elevator Pitch.

Das Ziel

Überlegen Sie sich zuerst, wie Sie selbst z.B. eine Putzfrau auswählen würden, von der Sie wollten, dass Sie Fenster putzt, bügelt und staubwischt. (Falls Ihnen ein für Sie geeigneterer Berufsstand in den Sinn kommt, nur zu! ;-))

Wäre für Sie relevant, dass die Putzfrau in der Vergangenheit auch auf Kinder aufgepasst hat, dass sie gut mit Hunden umgehen kann, oder dass sie in ihrer Freizeit Marathon läuft? Nein!

Wesentlich wäre für Sie lediglich, ob Sie Fensterputzen, Bügeln und Staubwischen kann und schon über Erfahrung verfügt, über die sie erzählen und die sie im besten Fall auch belegen kann!

Sie wollten auch wissen, ob Sie sie sympathisch finden, ob Sie ihr vertrauen könnten, ob Sie ordentlich ist und ob Sie sich auf sie verlassen könnten.

Unter fünf gleichwertigen Putzfrauen wollten Sie letztlich wissen, welche am schönsten bügelt, welche am ordentlichsten Staub wischt und welche Fenster ohne Schlieren putzen kann!

Das sind die Kriterien, die wichtig sind, um sie in Ihrer Wohnung putzen zu lassen, ohne, dass Sie auf sie aufpassen müssten und die Sie darauf vertrauen lassen, dass Sie eine guten Wahl getroffen haben.

Der Aufbau

Sinn meiner kleinen Übung mit der Putzfrau ist, dass Sie sich überlegen, was ein Personaler wirklich von Ihnen wissen will.

Er will wissen, wer Sie sind und woher Sie kommen (im Sinne Ihres Umfeldes, im Sinne Ihrer Prägung). Ihn interessiert, was Sie zu dem gemacht hat, was Sie heute sind. Das heißt, dass ihn interessiert, welchen Weg Sie genommen haben und welche Erfahrungen Sie dabei gesammelt haben. Und letztlich ist für ihn interessant, warum Sie besser sind als andere. Was sollte ihn motivieren, seine Wahl auf Sie fallen zu lassen?

Die Vorbereitung

Mit einem vorbereiteten „Elevator Pitch“ wird es Ihnen gelingen, kurz und prägnant Wichtiges über ihre Person zu erzählen. Beim Elevator Pitch handelt es sich nämlich um eine auf den Punkt gebrachte Selbstpräsentation, die so kurz ist wie eine Fahrt mit einem Aufzug. In dieser kurzen Zeit soll der Gesprächspartner/die Gesprächspartnerin von Ihnen überzeugt werden.

Am besten geht das, wenn es Ihnen gelingt, den Gesprächspartner schon anfänglich auf der emotionalen Ebene anzusprechen. Damit erhöhen Sie seine Aufmerksamkeit, Ihnen zuzuhören.

Anschließend sollten Sie Ihren Werdegang – im Hinblick auf die angestrebte Position – darstellen. Das bedeutet, dass Sie zielstrebig Ihre Entwicklung darstellen, deren Höhepunkt jetzt die Position darstellt, für die Sie sich bewerben. Es sollte Ihnen gelingen, Ihre Entwicklung anhand eines  roten Fadens in Ihrem Leben darzustellen. In vielen Fällen haben sich Leidenschaften schon in der Kindheit gezeigt, andere durchliefen erst einige Irrwege, die sie allerdings nur streifen sollten. Auf dem Weg durch Ihre Stationen sollten Sie Fähigkeiten nennen, die für die angestrebte Position von Bedeutung sind. Besonders interessant ist es für den Personaler auch, wenn Sie bereits den einen oder anderen Erfolg nennen, den Sie erzielt haben.

Am Ende sollten Sie darauf hinweisen, warum gerade Sie derjenige sind, der den (neuen) Job besonders gut macht und sollten einen Appell an die Zuhörer richten!

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systemisches Coaching im Businesskontext?

Viele meiner Kunden denken an Esoterik, wenn ich Ihnen systemisches Coaching im Rahmen einer Beratung anbiete. Wenn ich dann noch erwähne, dass wir uns über eine Aufstellung ansehen, wie z.B. Ihr Team agiert, welche Themen es im Team gibt und welche Rolle sie dabei spielen, habe ich fast den Eindruck, als hätte ich ein unanständiges Wort benutzt!

Ein systemischer Coach wendet spezielle Fragetechniken an, um dem Coachee neue Sichtweisen für seine Themen zu eröffnen. Das gibt dem Coachee die Möglichkeit, seine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Der Coach stellt ihm passend zur Situation geeignete Fragen, die der Coachee beantwortet. Dadurch entsteht ein immer weiterführendes Gespräch, durch welches der Coachee selbst auf Lösungen kommt, die er ohne Coach nicht finden würde.

Eine Aufstellung funktioniert ähnlich. Der Coachee visualisiert mittels Hilfswerkzeugen (z.B.) seine Teamsituation. Ich benutze dazu verschiedenfärbige und verschiedenförmige  Figuren, die die einzelnen Personen symbolisieren. Der Vorteil an der Aufstellung ist, sich seine Umgebung besser ansehen zu können. Der Coachee erkennt dabei, wie Personen einander beeinflussen, wie sie zusammen wirken oder möglicherweise auch, wie sie gegeneinander arbeiten.

Es geht dabei also in keinster Weise um irgendwelche übernatürlichen Phänomene, sondern einfach nur um die Analyse von Aktion und Reaktion zwischen Menschen.

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