Was soll mein Kind werden?

“Was soll mein Kind werden?” Spätestens nach der Volksschule sollten Eltern beginnen, sich Gedanken über die zukünftige Schul- oder Berufswahl Ihrer Kinder machen!

Nehmen Sie Ihre schwierige Aufgabe wahr!

Es ist jedenfalls die Aufgabe der Eltern, gemeinsam mit dem Kind herauszufinden, wo seine Stärken liegen. Sie müssen sich erkundigen, wie die Berufschancen stehen und worin die Zukunftstrends liegen. Mit der letzten Dimension ist es für Eltern heutzutage besonders schwierig geworden, da die Digitalisierung die Arbeitswelt bereits stark verändert hat und auch in Zukunft noch stärker verändern wird.

Die aktuelle Tendenz

Leider besteht momentan der Trend, das Kind irgendwie durchs  zwingend zu besuchende Gymnasium zu bringen. Und es danach auf eine Fachhochschule oder Universität zu schicken.

Diese Vorgangsweise ist absolut verständlich, da zum Einen mittlerweile ein vollkommen unübersichtliches Angebot an Berufen besteht und in keinster Weise abzusehen ist, welche Berufe zukünftig entstehen werden.

Zum anderen befürchten Eltern, dass Ihr Kind den Wettbewerb im Arbeitsmarkt der Zukunft nicht bestehen wird, wenn es kein Studium vorzuweisen hat.

Aber ist das auch das Richtige?

Eine meiner ersten Klientinnen stand mit ca. 30 (!) Jahren mit einem abgeschlossenen Bachelor- und einem Masterstudium da. Reichlich spät, um in den ersten Job einzusteigen.

Leider stellte sich heraus, dass Sie auf dem Gebiet Ihres Masterstudiums gar nicht arbeiten wollte. Sie hatte während des Studiums erkannt, dass das gewählte Fach nicht das richtige für sie war. Sie hatte zwischenzeitlich leider auch festgestellt, dass Sie jenes Fach weiterstudieren hätte sollen, das sie ursprünglich gewählt hatte. In diesem Fach konnte sie aber keinen Job finden. Der Bachelorabschluss reichte nicht aus und mittlerweile waren einige Jahre ohne das Sammeln von Praxiserfahrung verstrichen.

Was Sie tun können!

Fangen Sie so früh wie möglich an, aktiv zu beobachten, ob sich Ihr Kind mit handwerklichen oder geistigen Dingen leichter tut. Baut Ihr Kind gerne Dinge nach einer Vorlage? Oder erfindet es nach eigenen Vorstellungen Raumschiffe und Fantasiegebilde? Steht ihr Kind gerne in der ersten Reihe oder ist es eine Qual, wenn es bei der Schulaufführung auch nur kurz im Mittelpunkt stehen soll? Kommuniziert ihr Kind gerne oder liest es lieber stundenlang ein Buch?

Lassen Sie Ihre Kinder dabei so frei wie möglich agieren. Treiben Sie es nicht in eine Richtung, die Ihnen selbst lieb wäre. Nur weil Sie sie kennen und sich damit sicher fühlen.

Da die wenigsten Kinder so ausgeprägte Talente wie Marcel Hirscher oder David Garrett zeigen, ist es die Aufgabe der Eltern sehr genau zu beobachten, wo die natürlichen Neigungen des Kindes und seine Leidenschaften liegen!

Je älter Kinder werden, desto eher setzen sich diese natürlichen Fähigkeiten ohnehin durch. In vielen Fällen ist es aber dann für die Wahl der richtigen Schule oder des richtigen Lehrberufes schon zu spät!

So ist es auch bei einem Klienten geschehen, dessen Eltern beide in der Wirtschaft tätig waren. Leider zwangen Sie ihr Kind, ein Coumputernerd, wie er im Buche steht, in eine kaufmännische Schule. Sie kannten sich mit Computern nicht aus und erkannten deshalb das Ausnahmetalent ihres Sohnes nicht.

Gott sei Dank fand mein Klient nach einigen schulischen Irrwegen seinen Weg in die IT. Nach Abschluss seiner Schule konnte er sogar aus mehreren Jobangeboten wählen.

Eine sehr umfangreiches Lexikon über alle Berufsarten und Möglichkeiten finden Sie hier.

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Was sind meine Stärken?

Den meisten Menschen fällt es schwer, Ihre Stärken zu benennen? Doch warum ist das so? Die Antwort liegt auf der Hand. Die meisten Menschen wurden mit Glaubenssätzen wie “Eigenlob stinkt“, “Angeber mag niemand” etc. erzogen.

Im Bewerbungsprozess ist es aber wichtig, sich selbst gut darzustellen. Denn wir machen Werbung für uns! Und dazu gehört auch, unsere guten Eigenschaften hervorzuheben , um für unser Gegenüber interessant zu sein.

auf die Position kommt’s an!

Woran erkennt man nun Stärken überhaupt? Handelt es sich um Eigenschaften, die immer gut sind?

Die wenigsten Eigenschaften sind per se gut oder schlecht. Sie sind nur dann eine Stärke, wenn sie in einer bestimmten Situation benötigt werden.

Stellen Sie sich vor, jemand der in einem kreativen Job arbeitet, ist penibel und ordentlich? Meistens sind Menschen, die besonders kreativ sind, das genaue Gegenteil. Daher ist in diesem Beispiel die Ordnungsliebe eher hinderlich und keine Stärke für einen Kreativberuf.

Das heißt, was in einer bestimmten Situation eine Schwäche ist, kann in einer anderen eine große Stärke sein.

Daher müssen Sie sich anfänglich die Frage stellen, welche Eigenschaften für die Position eine Stärke darstellen, auf die Sie sich bewerben wollen.

Warum es so schwer ist, die eigenen Stärken herauszufinden.

Viele unsere positiven Eigenschaften sind angeboren. Manch andere erlernen wir während unserer Kindheit. In jedem Fall sind sie uns sehr vertraut und eigentlich ganz normal. Wir erkennen daran nichts besonderes. Und oft erscheinen uns unsere Stärken deshalb auch nicht erwähnenswert.

Fragen, die Sie sich stellen sollten!

Aber denken Sie mal nach. Gibt es in Ihrer Familie oder in Ihrem Freundeskreis jemanden, der so gänzlich anders tickt als Sie? Jemanden, der überall hin zu spät kommt? Erscheint Ihnen die Wohnung des Nachbarn völlig chaotisch? Nervt Sie die Nachbarin, die Geheimnis für sich behalten kann? Finden Sie Herrn Müller seltsam, weil es sich immer daneben benimmt und sich nicht an seine Umgebung anpassen kann?

Kennen Sie jemanden der anderen nicht zuhören kann und dabei noch erwartet, dass man sein ständiges Gequatsche erduldet? Fällt Ihnen jemand ein, der es – für Sie völlig unverständlich – hasst, Rätsel zu lösen?

Mögen Sie Ihre beste Freundin, sind aber genervt, weil sie ewig braucht, um sich beim Shoppen für Schuhe zu entscheiden? Kann es sein, dass Sie auch nicht verstehen, dass sie ohne Plan in der Einkaufsstraße herumirrt und dabei viele leere Kilometer läuft!

Gratuliere, wenn Sie solche Menschen kennen, dann sind Sie selbst ordnungsliebend, pünktlich, vertrauensvoll und wahrscheinlich loyal, anpassungsfähig, ein aufmerksamer Zuhörer, analytisch, entscheidungsfreudig und strukturiert!

Die Eigenschaften, die uns an anderen Menschen auffallen, haben wir meist selbst nicht, bzw. “ticken” wir genau gegenteilig!

Umgekehrt können Sie natürlich auch Ihre Schwächen herausfinden, indem Sie sich fragen, was andere an Ihnen stört. Ein umfassendes Bild erhalten Sie durch eine SWOT Analyse.

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“Bauen Sie einen Papierflieger!”

Ein Klient erzählte mir kürzlich, dass er in einem Bewerbungsgespräch als Projektmanager abseits aller sonstigen Fangfragen aufgefordert wurde, einen Papierflieger zu bauen.

“Was sollte denn das?” fragte er mich, wobei er noch anfügte, dass er sich nicht vorstellen kann, was man denn dabei über seine Person erfahren kann!

Jede Menge!

Ich antwortete, dass man dabei sehen könne, wie er damit umgeht, eine Anleitung zu lesen. Man schaut, ob er sie überhaupt liest. Der Personalist kann erkennen,  wie er prinzipiell an eine Sache herangeht. Er testet wie lange der Bewerber braucht, um mit einer Sache anzufangen. Er  will erfahren, wie Bewerber überhaupt mit einer unerwarteten Situation umgehen und ob sie in der Lage sind, etwas nach Anleitung richtig herzustellen.

Der unauffällige Beobachter

Total erstaunt sagte er “Stimmt, in dem vermeintlich leeren Zimmer, in das man mich geschickt hatte, saß völlig teilnahmslos ein Mann, bei dem ich nicht wusste, wer er war” und “Tatsächlich, da waren welche dabei, deren Flieger nicht fliegen konnte!”

Seien Sie sich bewusst, dass Sie, ab dem Moment, wo Sie eine Firma zum Vorstellungsgespräch betreten, unter Beobachtung stehen! Lassen Sie sich nicht zu einem amikalen Ton hinreißen, der für ein Bewerbungsgespräch unpassend ist und lassen Sie sich nicht durch einfallsreiche Manöver vom Thema der Bewerbung ablenken!

Überraschungseffekt

Ähnlich wie die obige Aufforderung zielen auch andere Fangfragen darauf ab, Sie aus der Fassung zu bringen. Personalisten wissen, dass viele Bewerber gut auf das Gespräch vorbereitet sind. Dabei ist selten zu erkennen, wie der Bewerber sich im Alltag verhält. Mit überraschenden Fangfragen gelingt es daher eher, Sie “nackt” zu erleben.

Ob es Fangfragen sind, deren Ziel im ersten Moment gar nicht erkennbar sind , wie z.B. “Erzählen Sie uns einen Witz” oder solche die durchaus durchschaubar sind wie z.B. “wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie gerne?” seien Sie auf solche Fragen gefasst.

Antworten Sie nach Ihrem Impuls! Wenn Sie einen wirklich guten Witz wissen, erzählen Sie ihn. Ansonsten bleiben Sie bei der Wahrheit und sagen Sie, dass Sie kein guter Witzeerzähler sind und das auch nicht gerne machen.

Erzählen Sie, welches Tier Sie gerne wären. Wenn Sie sich um eine Führungsposition handelt seien Sie sich bewusst, dass es ein Anführertier sein muss.

Alle Fragen, die man Ihnen stellt, haben in  gewisser Weise mit dem angestrebten Job zu tun!

Beispiele seltsamer Fangfragen finden Sie auch hier.

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Lesen Sie auch: Achtung Fangfrage! Wie haben Sie sich auf unser Gespräch vorbereitet?

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

“soll ich meine Bewerbungsunterlagen persönlich überbringen?”

Kürzlich hat mir ein Klient die Frage gestellt, ob es sinnvoll sein kann, seine Bewerbungsunterlagen persönlich zu überbringen! Mein erster Impuls war “Nein, wer möchte denn das schon?” Bei genauerer Überlegung möchte ich die Antwort etwas differenzieren!

Die richtige Antwort muss lauten: Es kommt darauf an, wo Sie sich bewerben!

Wann es sinnvoll ist!

Wenn Sie sich in einer kleinen Firma, z.B. in einem Restaurant, bei einem Installateur oder einer kleinen Werbeagentur bewerben möchten, dann kann es durchaus Sinn machen, Ihre Unterlagen persönlich zu überbringen. Sie könnten nämlich dort gleich die Gelegenheit haben, mit dem Chef persönlich zu sprechen. Dann kann das persönliche Überbringen Ihrer Bewerbungsunterlagen sogar ein echter Vorteil gegenüber allen anderen Bewerbern sein!

Mit etwas Glück stechen Sie dabei sogar alle anderen Bewerber aus.

Wann es nicht sinnvoll ist!

Keinen Sinn macht meiner Meinung wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bei einer großen Firma persönlich überbringen. Sie können Ihre Unterlagen nämlich dort mangels konkreter Ansprechperson nur beim Portier hinterlegen. Sie müssten dann das Glück haben, einem besonders engagierten Portier zu begegnen, der sich die Mühe macht, die richtige Ansprechpartnerin herauszufinden. Im besten Fall wird er dann noch ihr gegenüber erwähnen, dass Sie persönlich vorbei gekommen sind. Im Normalfall aber werden Ihre Unterlagen aber in der “Hauspost” landen und ansonsten den normalen Zustellprozess einnehmen. Irgendwann landen Ihre Unterlagen auf dem Tisch der Mitarbeiterin die zuständig ist. Ich vermute sogar, dass es eher negativ auffallen wird. Sie hat nämlich jetzt mehr Aufwand, um Ihre Unterlagen auch digital abzulegen. 

Selbst wenn es Ihnen gelingt, die konkrete Ansprechpartnerin ausfindig zu machen, wird diese eventuell nicht verfügbar sein oder einfach keine Freude haben, wenn sie ihre Arbeit unterbrechen muss, um Ihre Unterlagen in Empfang zu nehmen. Auch bei diesem Szenario gilt, dass sie danach mehr Aufwand hat, um Ihre Unterlagen digital abzuspeichern. 

Entscheiden Sie bitte auf Basis dieser Überlegungen, wann es sinnvoll sein kann, Ihre Bewerbungsunterlagen persönlich zu überbringen. 

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Bei der Jobsuche um Hilfe bitten. Warum es leichter ist, ein Auto als einen Job zu suchen!

Bei der Jobsuche müssen Sie Ihr Netzwerk unbedingt um Hilfe bitten!

Das Problem

Studien besagen, dass zwei Drittel aller Besetzungen aus dem verdeckten Arbeitsmarkt kommen! Es wird also nur ein Drittel des gesamten Arbeitsmarktes über Inserate und offizielle Bewerbungen besetzt. Da darf man sich nicht wundern, wenn Personalberater davon sprechen, dass auf eine Annonce 200 – 300 Bewerber kommen. Dabei aus der Maße heraus zu stechen ist sehr schwer.

Die Hürde 

Warum ist es für Menschen absolut kein Problem allen anderen zu erzählen, dass Sie eine Wohnung oder ein Auto suchen, aber so schwer, sie bei der Jobsuche um Hilfe zu bitten?

Die meisten Menschen empfinden es als Makel, keinen Job zu haben.

Dabei sagt diese Tatsache weder etwas über die Fähigkeiten und Kenntnisse des Menschen noch über seine persönlichen Eigenschaften aus! Viele Menschen sind sogar sehr gut ausgebildet, oftmals Akademiker, haben langjährig Karriere gemacht und werden dann aufgrund ihres Alters oder aus Gründen, die bei der Firma liegen arbeitslos. 

Die Lösung

Es ist eine Frage der eigenen Einstellung, wie man mit der Tatsache umgeht, auf Arbeitssuche zu sein. Wenn man sich bewusst macht, dass man noch genau derselbe Mensch ist, wie zu jenem Zeitpunkt, zu dem man noch einen Job hatte, geht man mit mehr Selbstbewusstsein an die Jobsuche heran und ist mit großer Wahrscheinlichkeit schneller erfolgreich!

Wer sich von der Einstellung lösen kann, dass es an ihm/ihr selbst liegt, keinen Job mehr zu haben, kann auch andere bei der Jobsuche um Hilfe bitten.

Wenn Sie aktuell auf Jobsuche sind, stellen Sie sich einfach vor, dass Sie etwas suchen, bei dem es Ihnen kein Problem bereitet, anderen darüber zu erzählen. Nehmen wir das Beispiel des Autos. Wenn Sie Ihre Freunde oder Bekannten bitten, Ihnen zu helfen, das passende Auto zu finden, werden Sie sich anfänglich überlegen, wer Ihnen überhaupt helfen kann. Dann überlegen Sie, wie Sie denjenigen ansprechen und ihm vermitteln, was Sie suchen. Sie werden ganz konkrete Angaben machen, welche Kriterien Ihr neues Auto erfüllen soll. 

Das gleiche machen Sie bitte jetzt bezüglich Ihres Jobs.

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7 wichtige Tipps Ihre Erfolgschancen zu steigern!

Bevor Sie sich Gedanken über Ihren Lebenslauf oder Bewerbungstipps für ein Gespräch machen, brauchen Sie eine Bewerbungsstrategie! Ich möchte Ihnen hier einige Tipps geben, die sich mit dieser Strategie beschäftigen.

Kennen Sie Ihre Leidenschaft?

Am erfolgreichsten sind Menschen bei Dingen, die sie gerne tun.

Dabei brauchen sie meistens keine Impulse von außen, sondern machen sie aus eigener Motivation. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie sich allem voran Gedanken darüber machen, welchen Job Sie wirklich gerne machen würden! Wo genau liegt Ihre Leidenschaft? Um diese sollten Sie Ihre Bewerbungsstrategie aufbauen.

Vielleicht sind Sie Verkäufer. Vielleicht musizieren Sie gerne und vielleicht liegt genau dort Ihre Leidenschaft. Dann wäre es doch viel sinnvoller und würde mehr Spaß machen, wenn Sie demnächst Verkäufer im Gitarrenladen wären als wieder im Baumarkt.

als Berufseinsteiger

Wenn Sie noch jung sind und eigentlich gar keinen Plan haben, was Sie so machen könnten, sollten Sie rund um Ihre Leidenschaft so viele Informationen einholen, wie möglich!

Schauen Sie sich unter watchado an, was andere über ihre Jobs erzählen. Machen Sie Berufseignungstest (z.B. Berufskompass), um einige Ideen für die Berufswahl zu bekommen!

Prüfen Sie genau, ob es den Job, den Sie wählen wollen, in einigen Jahren immer noch geben wird. In sogenannten Mangelberufen werden Sie dann nämlich in einigen Jahren auch noch gute Chancen haben, wohingegen viele andere durch die weiter voranschreitende Digitalisierung verschwinden werden.

vom Regen in die Traufe?

Haben Sie schon einige Stationen hinter sich, wollen aber Job wechseln, so empfehle ich, dass Sie sich eine detaillierte Liste darüber machen, was Ihnen bei den einzelnen Jobs gefallen hat und was nicht.

Obwohl es sich oft um den inhaltlich gleichen Job handelt, bestehen in unterschiedlichen Firmen unterschiedliche Rahmenbedingungen. Und erst wenn Sie sich Ihrer Kriterien wirklich bewusst sind, können Sie den richtigen Job suchen und auch während des Prozesses darauf achten, dass Ihre Kriterien auch wirklich vorhanden sind.

Manche Menschen arbeiten gerne in kleinen, familiären Firmen, andere lieben die Atmosphäre eines international tätigen Konzerns. Manche Verkäufer arbeiten gerne im Außendienst und lieben die tägliche Abwechslung, andere erledigen die Aufträge gern am Telefon! Eruieren Sie für sich, was ein Job Ihnen im Detail bringen muss.

Checken Sie Ihre Unterlagen!

In allen Fällen müssen Ihre Bewerbungsunterlagen in die Richtung stoßen, die Sie anvisieren.

Mit einfachen Worten: Es macht keinen Sinn, jemandem der einen Kochlehrling sucht, davon zu erzählen, wie gut man Fliesenlegen kann! Sinnvoll ist dagegen die Beschreibung der Teilnahme an Kochwettbewerben, die Beschreibung der Organisation eines großen Events oder sonstigem, was Ihr Interesse am Kochen zeigt!

Viele meiner Kunden bieten in Ihren Unterlagen einen “Bauchladen” an Kenntnissen und Fähigkeiten an. Es gelingt aber vielen nicht, sich in die Bedürfnisse des Arbeitgebers hineinzudenken. Überlegen Sie sich daher ganz genau, welchen Nutzen es für den Arbeitgeber bringt, Sie einzustellen.

Ändern Sie Ihre Suchstrategie!

Die meisten Menschen, die einen Job suchen, begnügen sich damit, einmal täglich die Jobinserate durchzusehen! Aber Sie können viel mehr tun!

Setzen Sie Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihre Bekannten ein! Teilen Sie allen mit, dass Sie Job suchen und dass Sie sich über Unterstützung freuen! Denn Menschen die in Unternehmen arbeiten, haben eventuell Zugang zum versteckten Arbeitsmarkt.

Geben Sie Ihren Mitstreitern Eckdaten über Ihren gesuchten Job mit! Sagen Sie den Leuten genau, was Sie suchen, damit erhöhen Sie die Chancen, dass man sich auch wirklich für Sie einsetzt!

Nutzen Sie auch soziale Medien für Ihre Jobsuche! Ob Sie selbst ein Inserat posten oder Ihre Suche auf die Facebook & Co  erweitern, in jedem Fall erhöhen Sie Ihren Aktionsradius!

Suchen Sie wirklich!

Da viele Unternehmen gar keine Inserate schalten, weil Sie auch ohne Inserate Zuschriften von möglichen Kandidaten bekommen, finden sich deren Inserate allenfalls auf Ihren eigenen Websites.

Warten Sie also nicht, was Ihnen auf gängigen Jobbörsen geboten wird, sondern durchforsten Sie alle Seiten die Ihnen einfallen, wo Sie eventuell Jobinserate finden könnten.

Analysieren Sie Ihren Bewerbungsprozess!

Führen Sie Aufzeichnungen über Ihre Aktivitäten! Viele Klienten klagen darüber, dass Sie auf Ihre Bewerbungen selten Reaktionen erhalten. Wenn ich aber dann wissen möchte, wie viele Bewerbungen Sie tatsächlich abgeschickt haben, und welche Reaktionen darauf gekommen sind, können Sie mir selten gesicherte Antwort geben!

Um festzustellen, welche Maßnahmen erfolgreich sind und welche nicht, ist es erforderlich, Aufzeichnungen zu führen! Nur so können Sie feststellen, ob Sie sich z.B. auf viele Jobs bewerben, für die Sie unter- oder überqualifiziert sind.

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Lesen Sie auch: Qualität statt Quantität bei Bewerbungen  

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PS: ich freue mich über Ihre Kommentare!

Bewerbung per Post – oftmals unerwünscht!

Manche Bewerber möchten sich gerne von der Masse abheben und schlagen mir deshalb vor, Ihre Bewerbung per Post zu übermitteln.

Bestimmt fallen Sie damit auf, aber ich bin nicht sicher, ob Sie tatsächlich den gewünschten Effekt erzielen.

Wann es Sinn macht!

Falls Sie sich bei Firmen bewerben, die eher klein sind und ihre Stellen selbst ausschreiben, stehen Ihre Chancen dann gut, solange die Firma über keine organisierte Personalabteilung verfügt. Das ist bei vielen kleinen Unternehmen der Fall. Solche Firmen sind in der Regel weniger häufiger im Internet zu finden. Eventuell haben sie nicht einmal eine eigene Website. Je mehr Sie über eine Firma online in Erfahrung bringen können, desto kleiner ist die Chance, dass die Firma über eine Bewerbung per Post erfreut ist.

Wann es wahrscheinlich übers Ziel hinausschießt!

Ich rate Ihnen jedenfalls davon ab, eine Bewerbung an eine große Firma postalisch zu übermitteln. Ebenso macht es überhaupt keinen Sinn, eine Bewerbung per Post zu übermitteln, wenn die Firma im Inserat auf eine Bewerberdatenbank verweist.

In großen Firmen gibt es oft sogenannte “Posteinlaufstellen”. Wenn Sie also eine Bewerbung schicken, dann landet diese anfänglich in dieser Stelle. Von dort aus wird die Bewerbung an die Personalabteilung weitergeschickt. Wenn die Bewerbung nicht ausdrücklich adressiert ist, landet sie bei der Assistentin. Je größer die Personalabteilung einer Firma ist, desto länger wird es dauern, bis die Assistentin den zuständigen Bearbeiter findet.

Wenn der glückliche Fall eintritt, dass die Assistentin die Muße hat, den richtigen Mitarbeiter zu finden, landet Ihre Bewerbung mit tagelanger Verspätung endlich auf dem Schreibtisch des oder der Zuständigen.

Da große Firmen in den vergangenen Jahren ihr Bewerbermanagement modernisiert haben ist die  Ablage der Bewerbungen elektronisch organisiert. Der Mitarbeiter müsste sich die Mühe machen, sie einzuscannen und möglicherweise sogar selbst in die Bewerberdatenbank hochladen.

Wenn Ihre Bewerbung nicht aufgrund herausragender Kenntnisse und Fähigkeiten heraus sticht, wage ich zu behaupten, dass Sie spätestens an dieser Stelle aus dem Bewerbungsprozess herausfallen und sich mit Sicherheit tagelang fragen, warum Sie keine Antwort bekommen!

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.


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Die Kunst, sich selbst zu verkaufen!

Haben Sie auch das Problem, sich nicht verkaufen zu können?

Ich hatte jüngst eine Klientin, die sich wesentlich mehr Mühe bei ihren Bewerbungen gab, als es viele andere tun. Sie schickte in der Woche mindestens fünf Bewerbungen ab und führte darüber Listen, wann und wo beworben hat.

Mangelndes Selbstbewusstsein

Woran scheiterte es? Allem voran, weil sie selbst zu wenig an sich glaubt! Menschen, die zu wenig an sich selbst glauben, zeigen das auch in ihren Bewerbungsunterlagen.

Dabei bekomm ich oft zu hören “aber ich kann mich doch nicht so selbst loben!”  oder “… nein, ich möchte das Foto lieber kleiner haben!”

Das  sind Aussagen von Menschen, die sich lieber verstecken, als nach dem Motto “hier bin ich! Ich bin wirklich gut und möchte gerne in Eurer Firma unter Beweis stellen, was ich kann!” leben!

Solchen Menschen kann ich nur den Rat geben, sich mal die Websites der Firmen anzusehen, für die sie gerne arbeiten möchten! Steht da etwa: “naja, wir mischen im Mittelfeld mit“, “Unsere Umsätze sind ganz gut, aber könnten auch viel besser sein!

Mitnichten! Unternehmen nutzen Statements nach dem Motto “Wir sind die Besten!“. Deshalb finden sich Aussagen wie “Wir sind Markführer in unserer Region“, was eine geschickte Formulierung dafür ist, dass sie irgendwo im Mittelfeld liegen.

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, aber es ist eine bewusste Entscheidung, ob man sich eher auf seine Stärken oder auf seine Schwächen fokussiert!

Unterlagen, die nicht zeigen, wer Sie sind!

Daraus resultierend wollen diese Menschen auch mit Ihren Unterlagen nicht auffallen.  Das ist natürlich bei einer Bewerbung völlig kontraproduktiv.

Was Sie tun können!

In einem solchen Fall ist es sinnvoll, andere Ihre Unterlagen gestalten zu lassen. Am besten natürlich von einem Profil.

Ich versichere Ihnen aber, dass auch ein guter Freund oder eine gute Freundin Sie besser “verkaufen” kann, als Sie selbst es können. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass er oder sie, Sie tatsächlich unterstützen will.

Holen Sie sich in jedem Fall Unterstützung und lassen Sie eine Person Ihres Vertrauens Ihre Bewerbung verfassen. Denn einer außenstehenden Person gelingt es viel leichter, jene Dinge herauszuarbeiten, auf die es wirklich ankommt.

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