Skype – Interview – wie geht das?

Haben Sie sich im Ausland beworben? Dann ist es nicht ungewöhnlich, wenn Sie zum Skype-Interview eingeladen werden. Manchmal ziehen auch Firmen, die im Inland “sitzen”, dem Telefonat ein Skype – Interview vor.

Zum einen steht man möglicherweise vor technischen Hürden, wie der Tatsache, dass man über keine Skype-Verbindung verfügt oder dass der PC oder Laptop keine Kamera oder kein Mikro eingebaut hat. Dem ist aber durch Einrichten eines Skype-Kontos bzw. dem Verwenden von externer Kamera und Mikrophon leicht abgeholfen!

Beim Einrichten des Skype-Kontos bzw. der Benutzung eines bereits bestehenden Skype-Accounts achten Sie bitte auf die Verwendung eines geeigneten Aliasnamen. “Toller Hecht” und “süße Maus” gehören jedenfalls nicht dazu!

Wie bei einem angekündigten Telefoninterview gilt es, sich vorzubereiten. Im Unterschied zum Telefon – Sie ahnen es bereits – ist allerdings mitzubedenken, dass man Sie sieht. Während es beim Telefoninterview relativ egal ist, ob Sie Ihren Jogginganzug anhaben und ob das im Hintergrund befindliche Bett  ordentlich gemacht ist, sieht man diese Dinge im Skype-Interview und  daher sollten sie vermieden werden.

Achten Sie also darauf, dem Bewerbungsinterview entsprechend angezogen zu sein und wählen Sie einen Hintergrund, dem Sie auch einem Fremden – der Sie in Ihrer Wohnung besucht – zumuten würden!

Suchen Sie sich also einen geeigneten Platz und achten Sie darauf, dass kein Fenster im Hintergrund ist. Dies führt nämlich dazu, dass man bei Tageslichteinfall ihr Gesicht nicht erkennen kann! Fragen Sie am Anfang des Gesprächs daher nach, ob man Sie gut sehen kann. Umgekehrt sollten auch Sie es ansprechen, wenn Sie Ihren Ansprechpartner nicht erkennen können.

Legen Sie –  wie bei einem persönlichen Gespräch auch – Stift und Unterlagen bereit – damit demonstrieren Sie einen interessierten, sichtbaren  Eindruck!

Versuchen Sie sich während des ganzen Gespräches bewusst zu sein, dass man Ihre Gesten und Ihre Mimik genauso wie im persönlichen Gespräch wahrnehmen kann!

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Gehaltsangaben – was ist davon zu halten?

Seit März 2011 muss jede Stellenanzeige Gehaltsangaben beinhalten.  Viele Unternehmen orientieren sich dabei am jeweils gültigen Kollektivvertrag (“KV”).

Oft höre ich Beschwerden darüber, dass diese Angaben nichts wert sind, da man sowieso nur das kollektivvertragliche Minimum erfährt.

Eine Errungenschaft?

Zugegeben, in vielen Inseraten ist zwar jetzt zu lesen, dass das “Unternehmen je nach Qualifikation und Erfahrung zur Überzahlung bereit ist“. Damit weiß man erst recht wieder nicht, was man tatsächlich verdienen kann. Trotzdem hat das Gesetz meines Erachtens einen gewaltigen Vorteil zur Vergangenheit gebracht!

Denn Hand aufs Herz, haben Sie schon mal in einen Kollektivvertrag rein geschaut?

Wie war das früher?

In der Vergangenheit konnten sich die Bewerber nur schwer orientieren, was in einer bestimmten Branche für einen bestimmten Job generell gezahlt wird.

Man musste schon in die Tiefen des jeweiligen Kollektivvertrags eindringen, um dort Mindestlöhne herauszufinden. Absolutes Licht ins Dunkel brachten aber auch diese Recherchen selten, da man über Anrechenbarkeit von Dienstjahren und die genaue strukturelle Organisation des Unternehmens Bescheid wissen musste, um eine gesicherte Aussage treffen zu können. Ich wage zu behaupten, dass nur Menschen, die sich von Berufs wegen häufig mit dem Kollektivvertrag beschäftigen, ihn wirklich verstehen. Genaue Informationen sind aufgrund der Länge der Texte und der juristischen Sprache nur mühsam zu finden und zu verstehen.

Wer profitiert davon?

Gerade jungen Menschen – die Berufsanfänger – brauchen die Orientierung am nötigsten. Für sie ist das Wort “Kollektivvertrag” ein Schlagwort, das sie im Bestfall in der HAK gelernt haben.

Ähnlich verhält es sich natürlich für Menschen, die Job und vielleicht sogar Branche wechseln möchten. Alleine die Recherche von einigen Inseraten bietet zumindest einen raschen Überblick über die Mindestgehälter, was in der Vergangenheit in dieser Form nicht möglich war.

Wie ist das jetzt?

Mit der Angabe der Mindestverdienstmöglichkeit bekommt man auf einen Blick Informationen darüber, wie sich das untere Ende des sogenannten “Gehaltsbandes” gestaltet. Der Bewerber weiß daher, dass er seinen Gehaltswunsch nicht darunter ansetzen muss. Formulierungen wie “deutliche Überzahlung” oder “branchenübliche Überzahlung” sind ein Hinweis darauf, dass man seine Gehaltsvorstellung ruhig noch ein bisschen raufschrauben kann.

Beschäftigt man sich häufig mit Stelleninseraten, dann fällt auf, dass viele Arbeitgeber betragsmäßig spezifischere Angaben machen. Ein Indiz dafür, dass man sehr konkretes Bild über in Frage kommende BewerberInnen hat.

Ich empfehle darüber hinaus die Recherche im Internet über die jeweilige Branche und den bestimmten Job hinsichtlich der üblichen Gehälter. Die meisten Quellen (z.B. Gehälter für Projektmanager) beziehen sich zwar auf Deutschland und müssen für Österreich reduziert werden. Nichtsdestotrotz ist zumindest eine Orientierung möglich.

Für wen gilt die Verpflichtung

Die Verpflichtung gilt für jeden Arbeitgeber, für Personal- und Arbeitsvermittler und das AMS. Allerdings besteht die Pflicht nur bezüglich eines konkreten Jobs und nicht etwa für einen generellen Aufruf einer Firma, verschiedenste Mitarbeiter einstellen zu wollen.

Die Verpflichtung bezieht sich auf die Angabe eines Mindestentgeltes, wobei seit 2013 auch Arbeitgeber betroffen sind, die keinem Kollektivvertrag unterliegen.

Gehaltsangaben sind für alle Positionen außer leitende Funktionen, Geschäftsführer- oder Vorstandspositionen zu nennen.

Für Teilzeitstellen oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse bestehen keine Ausnahmen. Auch für sie muss die Verdienstchance genannt werden.

Was müssen Gehaltsangaben beinhalten?

Die Gehaltsangaben müssen insbesondere klären, welchen Betrag ein Mitarbeiter in einem bestimmten, zu nennenden Zeitraum (üblicherweise Angabe von Wochenstunden) mindestens verdienen wird. Bekannte Zulagen, die bereits im Inserat abgeleitet werden können (z.B.  erkennbar durch den Zusatz “Senior”) müssen bereits im Betrag eingerechnet sein.

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aktualisiert im Mai 2019