“nennen Sie uns drei Ihrer Schwächen”

Sie haben keine? Dann ist die Gefahr sehr groß, dass Sie für größenwahnsinnig oder arrogant gehalten werden!

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen und Sie sind gut beraten, wenn Sie sich bereits im Vorfeld darüber Gedanken machen, welche Ihrer Schwächen Sie getrost nennen können, weil sie für den begehrten Job nicht relevant sind!

Z.B. macht sich “ich kann mir Namen sehr schlecht merken!” in einem Job, der davon lebt, Beziehungen zu anderen Personen aufzubauen, Dinge zu organisieren und dabei viel mit anderen Menschen zu tun zu haben, weniger gut als wenn Sie sich um einen Job im Produktmanagement bewerben.

“Ich bin nur mäßig kreativ und kann nicht gut zeichnen!” kommt nicht so gut, wenn Sie sich in einer Schneiderei bewerben, als Sekretärin wird es wahrscheinlich irrelevant sein.

“mir liegt Kommunikation wesentlich mehr, als mit Zahlen zu jonglieren!” wäre keine gute Antwort, wenn Sie sich als Controller bewerben, unterstreicht aber Ihre Fähigkeiten, wenn Sie sich in einer PR Abteilung bewerben.

“Ich stehe nicht gern im Mittelpunkt” eignet sich für eine Rolle als Mitarbeiter gut, wird aber für die Bewerbung für eine Führungsposition eher kontraproduktiv sein.

Überlegen Sie daher im Vorfeld eines Bewerbungsgespräches welche Eigenschaften für den konkreten Job wichtig sind und welche nicht. Dementsprechend sollte Ihre Beantwortung ausfallen!

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häufiger Firmenwechsel – Sie haben ein Problem!

Wenn Sie in Ihrer Vergangenheit – ob aus eigenem Verschulden oder nicht – häufig Job gewechselt haben, dann haben Sie ein Problem!

Der Grat zwischen der möglichen Interpretation von “Flexibilität” und “Querulant” ist ein sehr schmaler.

Ich hatte einen Klienten, der auf ca. 20 Jahre Berufserfahrung zurückblickte.  Der längste Zeitraum, den er je in einer Firma verbrachte, betrug zwei Jahre. Je häufiger er die Firma wechselte, desto weniger kam er in die Position, Ansprüche stellen zu können. Nicht weiter verwunderlich ist es daher, dass die Jobs immer kürzer wurden und er sich in einer Ab­wärts­spirale befand.

Wenn man mehr als drei Jobs in den letzten zwei Jahren gemacht hat, gerät man in Erklärungsnotstand! Je jünger man zudem ist, desto schlimmer! Da jeder weiß, dass es – abhängig von der Jobqualifikation – doch mindestens ein bis zwei Monate braucht, bis man die Abläufe und die Ansprechpartner ausreichend kennt, hat man der Firma, die man – inklusive Kündig­ungs­frist und Abbau von Urlaub – nach z.B. sechs Monaten wieder verlässt, hauptsächlich Kosten verursacht.

Zu diesem Thema sind allerdings Pauschalaussagen nur schwer möglich, da im Einzelfall zu beurteilen ist, wie man vom thematisierten Umstand ablenkt und trotzdem „eine gute Figur“ macht!

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7 wichtige Tipps für gelungene E-mails

Im Regelfall verwenden Bewerber heutzutage E-mail Bewerbungen. Wenn auch die postalische Bewerbung aus der Mode gekommen ist, gibt es doch einige Relikte, denen man nach wie vor Aufmerksamkeit schenken sollte!

  1. Wie schon anderenorts beschrieben, ist die Grundvoraussetzung für eine E-Mail Bewerbung eine seriöse E-Mail Adresse.
  2. Ein sinnvoller Betreff leitet sich bei den meisten Bewerbungen schon aus dem Inserat ab, da viele Firmen und Personalberater Job-Kennziffern verwenden! Diese sollte vorangestellt werden, gefolgt vom Job-Titel. Enthält das Inserat keine sonstigen Informationen die im Betreff genannt werden sollen, befühlt man ihn mit „Bewerbung als xy“.
  3. Im Schreiben selbst sollte in kurzen Worten beschrieben sein, was man mit seiner E-Mail bezweckt.
  4. Wie bereits im Motivationsschreiben sollte man unbedingt versuchen, das Schreiben persönlich zu adressieren. Dafür liefert das Inserat in der Regel Auskunft. Ist dies nicht der Fall, sollte man durch einen Anruf beim Unter­nehmen versuchen, herauszufinden, wer der konkrete Ansprechpartner ist!
  5. Achtung beim Stil der E-mail! Eine E-Mail ist schnell verfasst und verleitet leicht zu einem formlosen „Hallo“. Die E-Mail muss jedenfalls im selben Stil verfasst werden, wie es Motivationsschreiben und Lebenslauf sind. Der Stil sollte insgesamt dem Eindruck angepasst werden, den Inserat und Homepage vermitteln.
  6. Als Anhänge müssen Motivationsschreiben und Lebenslauf angefügt werden. Für eine „aussagekräftige“ Bewerbung – wie sie in vielen Inseraten gefordert wird – sollten auch Zeugnisse beigefügt werden. Dabei empfehle ich bis zu drei wichtige, für den Job relevante (!) Zeugnisse.
  7. Zum Abschluss – wie bei jedem Schreiben, das Sie nicht ausschließlich privat versenden – empfehle ich Ihnen, alles in aller Ruhe noch einmal auf Rechtschreib- bzw. Flüchtigkeitsfehler zu überprüfen!

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Email-Adresse mit Bedacht!

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie „süßes Häschen@hotmail.de“ lesen? Ähnliche Bilder entstehen bei „Hengst@gmx.de“ oder “Hexe@yahoo.de“ im Kopf!

Wer sich mit sexuell anzüglichen Email-Adressen auf eine seriöse Stellen­ausschreibung bewirbt, hat von vornherein sehr schlechte Karten, selbst wenn sie oder er sich für die Bewerbungsunterlagen sehr viel Mühe gegeben hat.

Nicht viel besser ist eine vermeintlich kreative Adresse, wie sie einer meiner Kunden verwendet hat. „verDORBen@yahoo.de[1], enthält einen Teil des echten Namens, weshalb ihn mein Kunde für besonders originell hielt! Wenn ein Wort mit „ver-” beginnt, wird sofort die Erwartung erzeugt, dass etwas verschwunden oder verloren sei. Die Assoziation bedeutet also etwas Negatives.

Am sinnvollsten ist es daher seinen tatsächlichen Namen nach dem Muster Nachname.Vorname@provider.at zu verwenden. Dabei gebe ich absichtlich den Tipp, den Nachnamen (zumindest in der Anzeige) voranzustellen, weil der Bewerber mit dem Nachnamen wahr­genommen wird. Es erspart dem Personalisten oder der Personalistin in der nach­folgenden Korrespondenz viel Zeit, wenn sie oder er in seinem Postfach nicht nach dem Vornamen suchen muss.

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[1] als ähnliches Beispiel, nicht aber die Originaladresse

Jobwechsel? ja, aber bitte mit Plan!

Oftmals höre ich, dass Menschen ihren Job wechseln möchten. Das ist an sich völlig legitim. Dennoch erlaube ich mir stets die Frage “Warum”?

Ein Jobwechsel will sehr gut überlegt und geplant sein! Am wichtigsten ist es, sich darüber im Klaren zu sein, aufgrund welcher Motive man den aktuellen Job verlassen möchte.

Macht einen der aktuelle Job krank? Wenn der Körper bereits die ersten Signale sendet, man morgens mit einem unguten Gefühl aufwacht und man gar nicht in die Firma gehen will, dann sollte man diese Signale sehr ernst nehmen und sich schleunigst nach einem anderen Job umsehen!

Ist Geld das Motiv, dann würde ich empfehlen, erst einmal das Gespräch zur Vorgesetzten oder zum Vorgesetzten zu suchen. Möglicherweise verhilft eine zusätzliche Ausbildung oder aber auch der Wechsel auf eine andere Position zum besser bezahlten Job! Denn sicher ist, dass selbst wenn Sie in einer neuen Firma mehr Geld bekommen, sich die Lust auf „noch mehr“ bald wieder einstellen wird!

Fühlt man sich im Hamsterrad, weil man unterfordert ist, dann sollte man dies im Vorfeld auch jedenfalls mit seiner Führungskraft besprechen. Finden sich keine Alternativen, dann kann man sich auf Jobsuche machen!

Hat man das Gefühl, dass man am sinkenden Schiff sitzt, dann sollte man versuchen, diesen Umstand zu verifizieren und im positiven Falle versuchen, so schnell wie möglich einen neuen Job zu finden!

Fakt ist, dass es ungleich leichter ist, einen neuen Job zu bekommen, wenn man noch in einem aufrechten Dienstverhältnis steht.

Fakt ist auch, dass es gewisse Umstände gibt, die die Jobsuche erschweren. Bei jungen Frauen ist es z.B. die Vermutung des Kinderwunsches – in der heutigen Zeit unterliegen sie diesem Verdacht allerdings auch noch jenseits der 35. Ich mache leider auch die Erfahrung, dass es ab 40 – leider wieder für Frauen – ungleich schwerer wird, einen neuen Job zu finden, als da­runter. Das Nadelohr zwischen „im gebärfähigen Alter“ und „zu alt“ wird also für Frauen immer enger. Für Männer wird es ab 50 schwierig, besonders dann, wenn es sich nicht um Führungspersönlichkeiten handelt!

“Nicht alles was glänzt, ist Gold!” Vergessen Sie auch nicht, dass Ihnen das, was sie an ihrem Job jetzt nicht mehr mögen, am Anfang nicht bekannt oder bewusst war. Genauso ist es aber auch in anderen Firmen. Wie der Bewerber sich von seiner besten Seite präsentiert, so tut es auch das Unternehmen in dem Sie sich vorstellen. Man wird Ihnen mit Sicherheit nicht auf die Nase binden, dass z.B. Ihr zukünftiger Chef ein Kotzbrocken ist! Man sagt Ihnen auch nicht, wie man es mit Gehaltserhöhungen oder Beförderungen hält! Sie bekommen erst im Laufe der Zeit mit, wie sich das Verhältnis Job versus Freizeit gestaltet, etc.. Besonders schlimm wäre also, vom Regen in die Traufe zu kommen, weil z.B. sogar noch das Betriebsklima in der neuen Firma noch viel schlechter ist, als in der alten.

Fakt ist letztlich, dass Ihre zukünftigen Chancen einen neuen Job zu finden, mit jeder Firma in die Sie wechseln, stetig sinken, wenn Sie in dieser nur kurze Zeit verbringen. Gerade dann, wenn Sie in einer Ihrer ersten Firmen lange geblieben sind und die Zeiten der nachfolgenden Firmen immer kürzer werden, wird man interpretieren, dass Sie selbst der Grund sind, dass Sie es nicht lange in einer Firma aushalten.

Überlegen Sie daher sehr genau, wie Sie vorgehen und treffen Sie keine „aus dem Bauch“ Entscheidungen, außer wenn Sie sich nicht Schlimmeres als ihre derzeitige Firma vorstellen können!

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Qualität statt Quantität bei Bewerbungen

Vielen meiner Klienten setzen bei ihren Bewerbungen auf Quantität statt auf Qualität. Sie wundern sich dann, dass sie häufig keine Antworten oder immer nur Absagen auf ihre Bewerbungen bekommen.

Haben Sie den Überblick?

Die Frage, wie viele Bewerbungen sie verschickt haben und zu wie vielen Gesprächen sie eingeladen wurden, können mir KlientInnen beim Ersttelefonat selten genau beantworten. Viele BewerberInnen machen den Fehler, keine genauen Aufzeichnungen über Ihren Bewerbungsprozess zu führen.

Sie sollten sich also eine Liste über die Details Ihrer Bewerbungen machen. Notieren Sie, welche Reaktion Sie darauf bekamen. Daran lässt sich in den meisten Fällen bereits ablesen, was falsch läuft.

Haben Sie eine Strategie?

In vielen Fällen scheitert es daran, dass sich KandidatInnen keine Gedanken darüber machen, wo genau und unter welchen Umständen sie eigentlich arbeiten wollen.

Um den richtigen Job zu finden, muss man sich eine Strategie zurechtlegen. Erst wenn man sich darüber im Klaren ist, was genau man sucht und wo man solche Jobs finden kann, ist man auch in der Lage, die richtigen Parameter in die Jobbörsen einzugeben. Oft findet man geeignete Jobs auch unter anderen Schlagwörtern als jene die man normalerweise in die Suchmaschine eingibt!

Eine umfangreiche Liste aller gängigen Jobbörsen finden Sie hier.

Ich empfehle also, sich eine weitere Liste zu machen und Kriterien festzulegen, was in Frage kommt und was nicht. Damit steigern Sie automatisch die Qualität. Nur wenn Sie selbst wirklich wissen, was Sie eigentlich wollen, wird es Ihnen auch gelingen, einen Job zu finden, der zu 100% zu Ihnen passt.

Mit einer solchen Liste ist man auch beim folgenden Bewerbungsgespräch in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen. Arbeitgeber werten es als nämlich als Interesse, wenn Sie relevante Fragen zum Job stellen.  Außerdem können Sie böse Überraschungen nach Antritt des Jobs vermeiden, wenn Sie alles erfahren, was Ihnen wichtig ist.

Verzweiflung schadet beim Bewerben!

Viele Kandidaten bewerben sich aus Verzweiflung auf viele Inserate, bei denen von vornherein feststeht, dass Sie nicht der Wunschkandidat/ die Wunschkandidatin sind!

Sinnlos ist, sich auf Positionen zu bewerben, für die man deutlich geforderte, besondere Kenntnisse (sogenannte Muss- Kriterien) nicht mitbringt. Es ist nämlich offensichtlich, dass das Unternehmen andere Anforderungen hat, als Sie mitbringen.

Es macht auch keinen Sinn, sich zu bewerben, wenn aus der Stellenanzeige klar hervorgeht, dass man sich eine junge Person oder eine mit langjähriger Erfahrung vorstellt und man selbst das Gegenteil davon ist. Dadurch wird die Verzweiflung letztlich immer größer und man verschwendet Zeit und Energie, die man sinnvoller einsetzen könnte!

Mehr Qualität, weniger Quantität

Der falsche Weg ist also, sich aus Verzweiflung auf Jobinserate zu antworten, von denen man von vornherein weiß, dass man nicht auf den Job passt. Man steigert damit die Quantität, gewinnt damit aber nichts. Die Folge auf solche Bewerbungen ist nämlich häufig, dass man gar keine Antwort oder sehr schnell eine Absage erhält.

Dadurch dreht sich die Spirale der Frustration immer weiter nach unten und führt in den schlimmsten Fällen dazu, dass man noch mehr Bewerbungen auf noch unpassendere Jobs verschickt.

Halten Sie daher inne und überlegen Sie, bei wie vielen Ihrer Bewerbungen Sie sich von vornherein geringe Chancen ausgerechnet haben. Wenn Sie sich darüber bewusst sind, dass viele Bewerbungen von jeher aussichtslos waren, können Sie Ihren Frust verhindern.

Schärfen Sie Ihren Blick dafür, für welchen Job Sie tatsächlich geeignet sind und bewerben Sie sich nur auf entsprechende Inserate. Sie werden wahrscheinlich viel seltener entsprechende Inserate finden, erhöhen aber damit die Chance eingeladen zu werden und letztliche Ihren Traumjob zu finden.

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7 wichtige Tipps zum Arbeitszeugnis!

Das Arbeitszeugnis Ihres bisherigen Arbeitgebers zählt zu den “aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen”, die häufig in Stelleninseraten verlangt werden.

Bestimmungen zum Arbeitszeugnis
  1. Ein Arbeitszeugnis muss nach dem Gesetz Auskünfte über Dauer und Art der Dienstleistung enthalten.
  2. Das Dienstzeugnis darf keine nachteilig Bemerkungen für die neue Jobsuche enthalten.
  3. Auch nachteilige Telefonauskünfte sind verboten und der Auskunftgeber haftet für den entstandenen Schaden.
  4. Jeder Dienstnehmer hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Dieses ist ihm auf Verlangen unverzüglich auszustellen. Einem Lehrling ist nach Beendigung oder vorzeitiger Auflösung des Lehrverhältnisses unaufgefordert ein Zeugnis auszustellen!Die Ausstellung kann bei Gericht eingeklagt werden. Es kann auch eine Schadenersatzklage erhoben werden, wenn man aufgrund der verspäteten Zeugnisausstellung eine Jobchance verliert.
  5. Jeder Dienstnehmer hat auch das Recht, ein Zwischenzeugnis zu verlangen. Das ist insbesondere wichtig, wenn man lange in einer Firma arbeitet und dort oftmals Jobs und Abteilungen wechselt!
  6. Ein abschließendes Arbeitszeugnis ist auf Kosten des Arbeitgebers zu erstellen. Für ein Zwischenzeugnis könnte der Arbeitgeber einen Kostenersatz verlangen.
  7. Die Ausstellung eines Zeugnisses kann theoretisch 30 Jahre lang eingeklagt werden.

Wenden Sie sich an die Arbeiterkammer,  wenn Sie trotz Aufforderung kein Arbeitszeugnis erhalten.

Umgang mit dem Arbeitszeugnis durch Unternehmen

Leider hat der Gesetzgeber mit diesen Regeln weit übers Ziel hinausgeschossen.

Der Gesetzgeber meinte es vielleicht gut, in der Praxis führte die Bestimmung allerdings dazu, dass die meisten Firmen nur mehr Fakten hinsichtlich Arbeitszeitraum und Ihrer Tätigkeiten in ein Arbeitszeugnis schreiben. Die Gefahr, wegen des Zeugnisses verklagt zu werden ist nämlich sehr groß geworden.

Unternehmen wurden  nunmehr indirekt gezwungen, Arbeitszeugnisse durch JuristInnen erstellen zu lassen. Das steigert den Arbeitsaufwand und benötigt Zeit. Besonders unklar ist nämlich, welche Äußerungen in einem Dienstzeugnis dem Arbeitnehmer zukünftig schaden könnten. Deshalb wird der Inhalt des Zeugnisses auf ein Minimum gekürzt und hat letztlich für den zukünftigen Arbeitgeber keinerlei Aussagekraft mehr.

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aktualisiert im Mai 2019

Was gehört zu den Bewerbungsunterlagen?

Die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen stellt für viele eine große Herausforderung dar.

Neulich wandte sich eine Klientin an mich. Als ich mir ihre Bewerbungsunterlagen durchsah, stellte ich fest, dass sie ein Dokument produziert hat, das insgesamt 15 (!) Seiten umfasste. Das Motivationsschreiben war darin noch nicht enthalten!

Die Bewerbungsunterlagen waren extrem unübersichtlich und auch die Gestaltung lud nicht zum Lesen ein.

Versetzen Sie sich in Ihr Gegenüber!

Personalisten und Personalberater sind Menschen. Nach eigenen Angaben bekommen sie durchschnittlich ca. 200 Bewerbungen auf ein Stelleninserat.

Dabei stechen ihnen diejenigen ins Auge, die bei kleinstmöglichem Input größtmöglichen Output versprechen! Mit einfacheren Worten: jene Bewerbungen, bei denen sie mit dem geringsten Aufwand die größten Erfolgschancen sehen, sind ihnen am liebsten. Das ist menschlich und leicht nachvollziehbar.

Genau deshalb sollten Sie versuchen, Ihre Bewerbungsunterlagen so knapp wie möglich zu verfassen, und durch die Gestaltung Ihrer Unterlagen zum Lesen einladen.

positive Emotionen erzeugen!

Sitzt der Personalist vor einem Dokument und scrollt über Deckblatt und mehrere Seiten Lebenslauf und Zeugnisse, bauen sich beim Gedanken, alles lesen zu müssen, Aversion und Unbehagen, auf.

Wenn er versucht, das Dokument auszudrucken, um sich mehr Übersicht zu verschaffen, dann hat man spätestens dann „verloren“, wenn sich das Dokument nicht drucken lässt, weil es zu groß ist. Was mir tatsächlich schon passiert ist.

Trennen Sie die Dokumente und achten Sie auf die Dateigrößen.

Präsentiert sich jemand mit sympathischen Unterlagen, die kurz und knackig transportieren, wer die Person ist und was sie kann, ist der Personalist mittels raschem Durchblättern in der Lage, zu entscheiden, ob es Sinn macht, sich mit dieser Person zusammenzusetzen und mindestens eine Stunde seiner Zeit zu investieren, um diese Person zu interviewen.

Was gehört eigentlich zu den Bewerbungsunterlagen?

Deshalb empfehle ich meinen Klienten, die Bewerbungsunterlagen in drei Teile zu teilen: nämlich Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Nach diesem Muster sind auch die meisten Bewerberdatenbanken aufgebaut.

Bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen  fangen Sie am besten mit dem Lebenslauf an.  Dieser sollte für alle Bewerbungen stabil bleiben. Erst das Motivationsschreiben verfassen Sie individuell als Antwort auf ein bestimmtes Inserat.

Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte auf ca. zwei Seiten einen guten Überblick über wesentliche Stationen des Bewerbers oder der Bewerberin geben und sich nur mit Dingen beschäftigen, die für die gesuchte Stelle relevant sind!

Je älter Sie sind, desto eher ist auch eine dritte Seite zulässig. Insbesondere dann, wenn Sie IT Kenntnisse und Projektmanagement-Erfahrung detaillierter darstellen wollen.

Der Lebenslauf muss unbedingt mit Ihrer letzten Station beginnen. Bei üblicher  Gestaltung  Ihrer Bewerbungsunterlagen erwartet man die Berufserfahrungen am Anfang und erst dann eine Aufzählung der Schul- und Weiterbildungen.

Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben sollte in einem eigenen Dokument verfasst sein und in ungefähr vier bis fünf Absätzen darstellen, warum man sich für die Stelle interessiert und glaubt, ein geeigneter Kandidat oder eine geeignete Kandidatin zu sein!

Dabei überlegen Sie sich eine interessante Einleitung und schreiben im Mittelteil, was Sie bewegt sich zu bewerben, und warum man Sie einladen sollte. Vermeiden Sie so weit als möglich Nennungen, die sich schon im Lebenslauf finden.

Schließen Sie dann mit Ihrer Verfügbarkeit, Ihrer Bereitschaft zu Dienstreisen und mit Ihrer Gehaltsforderung ab, wenn diese Kriterien verlangt werden.

Zeugnisse

Wenn in einem Inserat angemerkt wird, dass Zeugnisse mitgeschickt werden sollen, dann sollte man sich auf die letzten zwei bis drei relevanten Zeugnisse beschränken und in einem Begleitmail anführen, dass man gerne bei Bedarf weitere Zeugnisse vorlegen wird!

Einige kostenfreie Vorlagen finden Sie hier zum Download.

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Lesen Sie auch: “DER Kardinalfehler im Motivationsschreiben”

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininums oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.