Achtung Fangfrage: “wie haben Sie sich auf unser Gespräch vorbereitet?”

Sie haben eine Einladung für ein Bewerbungsgespräch erhalten? Gratulation, Sie haben die erste Hürde geschafft!

Sie sollten sich jedenfalls darauf einstellen, dass Sie auf dem Prüfstand stehen, sobald Sie den Parkplatz oder spätestens die Aula des Unternehmens betreten haben!

Seien Sie sich bewusst, dass auch die Begegnung mit der Assistentin, die Sie ins Besprechungszimmer bringt, bereits Teil Ihrer Bewährungsprobe ist.

Im Laufe des Gespräches wird man mit einigen Fragen offensichtlich versuchen, Sie aus der Fassung zu bringen, andere werden auf Sie keinen ungewöhnlichen Eindruck machen, Sie aber möglicherweise trotzdem ins Schwitzen bringen! Eine davon ist , “wie Sie sich denn auf das Gespräch vorbereitet haben.” Sie können nun sagen “gar nicht!” oder erzählen, wie Sie die Kleidung ausgesucht, sich mit der Anfahrtszeit und den Verkehrsmittel vertraut gemacht haben oder ähnliches.  Aber – Sie vermuten es bereits – das kommt alles gar nicht gut! Formulieren Sie die Frage im Geiste um, in Wahrheit will man nämlich hören, “was Sie über das Unternehmen wissen”!

Unternehmen suchen nach Leuten, die sich ganz besonders für das Unternehmen und die Position im Speziellen interessieren. Wenn Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben und sich bereits vor dem Verfassen der Unterlagen mit der Homepage des Unternehmens vertraut gemacht haben, sollte Ihnen die Beantwortung nicht allzu schwer fallen. Sie sollten z.B. die Geschichte des Unternehmens kennen, um etwaige Entwicklungen nachvollziehen zu können. Sie tun gut daran, sich die Namen der Entscheidungsträger eingeprägt zu haben und Sie sollten nennenswerte Details und Kennzahlen parat haben. Falls Sie sonstige Details im Netz gefunden haben, etwa weil ein Award gewonnen wurde oder das Unternehmen als “besonders Mitarbeiterfreundlich” ausgezeichnet wurde, erwähnen Sie dies! Vorsicht ist bei Kritik geboten, möglicherweise treten Sie damit einem der Anwesenden auf den Schlips!

Besonders können Sie punkten, wenn das Unternehmen gerade dem nächsten Wachstumsschritt gegenübersteht und Sie genau damit schon Erfahrung haben!

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lesen Sie auch: “wo sehen Sie sich in fünf Jahren!”

Warum ist es wichtig, sich auf eine Bewerbung gut vorzubereiten?

Haben Sie gerade ein spannendes Inserat entdeckt?

Wenn Sie aus dem Inserat entnehmen können, um welche Firma es sich handelt, sollten Sie sich unbedingt deren Homepage ansehen. Die Homepage vermittelt einen Eindruck über das Unternehmen an sich, das Image, das nach außen getragen werden soll und über die Unternehmenskultur. Firmen denen Ihre Mitarbeiter wichtig sind, kommunizieren diesen Umstand. Sie können sich ein Bild über die Abteilung machen, in der Sie zukünftig arbeiten wollen und können sich auch überlegen, mit welchen Schnittstellen Sie künftig zu tun haben werden.

Über www.whatchado.com können Sie – soweit die Firma vertreten ist – sogar noch tiefere Einblicke ins Unternehmen bekommen. Dort erzählen Mitarbeiter diverser Unternehmen über ihren Arbeitsalltag und über Herausforderungen. Viele schildern auch Ihren beruflichen Werdegang.

Auf www.kununu.com geben Mitarbeiter Beurteilungen über diverse Firmen ab. Hier ist jedoch wichtig im Auge zu behalten, dass es sich um subjektive Aussagen handelt, die nur dann eine objektive Einschätzung zulassen, wenn mehrere Personen Ihre Eindrücke bewertet haben!

Durch diese Informationen können Sie sich ein Bild darüber machen, ob Sie zu der Firma passen und ob das auch die Firma ist, in der Sie gerne arbeiten wollen. Mit diesem (guten!) Gefühl verfassen Sie anschließend Ihr Motivationsschreiben.

Diese Recherche bietet Ihnen zudem eine gute Ausgangssituation, um sich im Bewerbungsgespräch wohl zu fühlen! Wenn Sie bereits einiges über die Firma wissen, treten Sie jedenfalls selbstsicherer auf, als wenn Sie völlig blank vor Menschen sitzen, die zumindest Ihren Lebenslauf kennen und daher jedenfalls um einiges mehr von Ihnen wissen!

Sie können im Interview laufend Parallelen zwischen Ihren bisherigen Erfahrungen und den zukünftigen Chancen für das Unternehmen einfließen lassen und werden die Recruiter dadurch beeindrucken können.

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Warum es so wichtig ist, ein gutes Foto im Lebenslauf zu verwenden!

Bekommen Sie laufend Absagen oder gar keine Antworten auf Ihre Bewerbungen?

So traurig es ist: Sie können unzählige Ausbildungen absolviert haben, wenn Sie nicht die einzige/der einzige Bewerber(in) sind, dann ist für die Einladung zu einem Gespräch relevant, wie sympathisch Sie aufgrund Ihres Fotos erscheinen!

Daher müssen Sie dem Foto mindestens genau soviel Aufmerksamkeit schenken, wie Ihren Unterlagen. Lassen Sie das verwendete Foto von möglichst vielen Freunden – vielleicht aber sogar Ihnen fremden Personen – begutachten und fragen Sie nach Ihrer Ausstrahlung. Leider vermitteln viele Bilder “Inkompetenz”, “unordentlich”, “schlampig”, “scheu”, “unsicher” oder aber “arrogant”, “dominant” etc.

Wenn Sie sich für einen Job bewerben, der es erfordert, dass Sie vor vielen Fremden Reden halten, dann ist das Foto, das “unsicher” vermittelt, nicht geeignet, die richtigen Informationen zu transportieren!

Überlegen Sie, welche Eigenschaften man braucht, um den Job zu machen, den Sie haben wollen. Prüfen Sie anschließend, ob Ihr Foto in der Lage ist, diese Eigenschaften zu transportieren!

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7 wichtige Fragen zum Lebenslauf

Grübeln Sie auch gerade, wie Sie Ihren Lebenslauf am besten verfassen?

Nachdem viele meiner Klienten ähnliche Fragen haben, versuche ich hier, die wichtigsten zusammenzufassen:

1) “Fange ich mit den Schulzeiten oder beruflichen Stationen an?”

Das Wichtigste kommt zuerst, daher müssen Sie immer Ihre letzte Station als Erstes anführen. Wenn Sie bereits berufliche Erfahrungen – auch in Form von Praktika – gemacht haben, müssen die vor den schulischen Stationen angeführt werden. Auch bei den schulischen Ausbildungen muss immer die jüngste als erstes genannt werden!

2) “Wie viele Seiten darf mein Lebenslauf haben?”

Als Faustregel gilt, dass er so kurz, aber gleichzeitig so informativ, wie möglich sein soll. Daher steht im Vordergrund, wie wichtig die Dinge sind, die Sie in Ihrem Lebenslauf erwähnen. Im Regelfall sollte Ihr Lebenslauf ein bis zwei Seiten lang sein!

3) “Was muss  bezüglich Schulausbildung alles in meinem Lebenslauf stehen?”

Diese Frage ist individuell zu beantworten! Wenn Sie gerade Ihre Schulausbildung abgeschlossen haben, sind alle Schulen und alle Abschlüsse zu nennen. Wenn Sie schon zwanzig Jahre Berufserfahrung hinter sich haben, dann reicht es, die letzte abgeschlosse Schule zu erwähnen. Wer ein Studium abgeschlossen hat und bereits langjährig im Berufsleben stand, kann sich die Erwähnung einer Matura oder einen Studienberechtigung sparen. Wenn Sie noch sehr jung sind, erwähnen Sie Schulprojekte und Auszeichnungen, die Sie in der Schule gemacht haben!

4) “Welche persönliche Daten muss ich anführen?”

Tatsächlich gibt es auch noch sehr junge Klienten, die den Namen und Beruf Ihrer Eltern anführen! Im Regelfall ist das unnötig und antiquiert. In Ausnahmefällen – etwa wenn die Eltern genau in der Branche und in dem Beruf selbstständig sind – könnte eine Erwähnung sinnvoll sein! Relevant sind aber Erreichbarkeitsdaten und die Angabe der Staatsbürgerschaft, da der Arbeitgeber wissen soll, ob man im Land, in dem man sich bewirbt, auch tatsächlich arbeiten darf. Versetzen Sie sich in die Lage des potentiellen Arbeitgebers und fragen Sie sich, welche Informationen für ihn relevant sind!

5) “Soll ich meine Tätigkeiten zu den beruflichen Stationen schreiben?”

Viel wichtiger als die Tätigkeit sind die Ergebnisse, die man erzielt hat! Wer also Kennzahlen, wie Umsätze, Kosteneinsparungen etc. anzubieten hat, der soll diese unbedingt erwähnen! In anderen Fällen ist es sinnvoll, wenn man sich auf ca. drei Tätigkeitsschwerpunkte beschränkt!

6) “Soll ich meinen Lebenslauf und mein Bewerbungsschreiben in einem Dokument zusammenfassen?”

Mache Datenbanken lassen nur das Hochladen eines Dokumentes zu. In diesen Fällen ist es sinnvoll, nur ein Dokument zu haben. Ansonsten ist es Geschmacksache, ob Sie getrennte Dokumente verfassen.

7) “Wie wichtig ist es, ein gutes Bild zu verwenden?”

Sehr wichtig! Ihr Lebenslauf ist in erster Linie ein Sympathieträger! Ihre Unterlagen entscheiden darüber, ob Sie zu einem Gespräch eingeladen werden! Je sympathischer Ihre Unterlagen samt Ihrem Foto erscheinen, desto höher ist die Chance zum Unternehmen Ihrer Wahl eingeladen zu werden!

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Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.