Bewerbungsgespräch per Telefon?

Wie Sie Bewerbungsgespräche per Telefon am professionellsten führen.

Viele Firmen machen ihr Erstinterview am Telefon, insbesondere dann, wenn sich viele gute Kanditen beworben haben und wenn die Firma nicht an dem Ort ansässig ist, in dem geworben wird.

Am wichtigsten ist, dass Sie sich auch bei Bewerbungsgesprächen per Telefon der Bewertungssituation bewusst sind.

Vorbereitung 

Bewerbungsgespräche per Telefon müssen vereinbart werden! Klären Sie im Vorfeld, wann das Interview stattfindet und wer wen anruft! Sie bewahren sich selbst vor großer Nervosität, wenn diese Abklärung stattgefunden hat, wenn sich der Recruiter nicht zum vereinbarten Zeitpunkt gemeldet hat. Im Regelfall wird die Firma Sie anrufen.

Erzählen Sie Familienangehörigen und Freunden vom Interview und bitte Sie sie, zur besagten Zeit nicht anzurufen! Um sicher zu gehen, können Sie auch die “Anklopfen”-Funktion Ihres Handys vorübergehend deaktivieren. Andernfalls kann es Ihnen passieren, dass Sie während des Interviews durch permanentes Anklopfen abgelenkt werden.

Sorgen Sie auch sonst für eine störungsfreie Umgebung, indem Sie Fenster und Türen schließen! Schließen Sie Ihren PC, besonders dann, wenn Sie normalerweise viele Emails bekommen oder die Gefahr besteht, dass Sie zwischendurch Aktualisierungsmeldungen ablenken!

Mentale Vorbereitung

Bereiten Sie  sich etwa 15 Minuten vor Beginn mental auf das Gespräch vor, da jene Schritte wegfallen, die man normalerweise automatisch zur Vorbereitung nutzt. Da man nicht in der U-Bahn oder einem sonstigen Verkehrsmittel sitzt, fallen die Gedanken, die man sich am Weg zur Firma macht, weg.

Nehmen Sie eine bewusste Körperhaltung ein. Stellen Sie beide Füße fest auf den Boden und lümmeln Sie nicht am Sessel.  Ihre Körperhaltung spiegelt sich nämlich in Ihrer Stimme wieder!

Versuchen Sie während des Bewerbungsgespräches per Telefon auch so oft wie möglich zu lächeln. Insbesondere während Ihrer einleitenden Worte sollten Sie lächeln, denn auch das wird vom Gegenüber wahrgenommen!

Da am Telefon die Wahrnehmung von Mimik und Gestik des Gesprächspartners wegfällt, ist es wichtig, Pausen zu machen, um dem Gegenüber Gelegenheit zu geben, Zwischenfragen zu stellen. Da man “ins Leere” spricht, bekommt man auch erst zeitverzögert mit, wenn die Leitung unterbrochen wurde, wenn der Gesprächspartner gerade mit der Durchsicht Ihrer Unterlagen beschäftigt ist oder seine Konzentration sonst wie abgelenkt ist.

Sollte tatsächlich die Verbindung abgebrochen sein, warten Sie einige Minuten! in der Regel sollte der Anrufende sich noch einmal melden. Ansonsten landen beide Gesprächspartner in der jeweils anderen Mailbox, was den Gesprächsfluss weiter unnötig verzögert.

Halten Sie Stift und Papier bereit und notieren Sie wichtige Dinge! Wie bei jeder Bewerbung sollten Sie Ihrerseits auch bereits Fragen vorbereitet haben, die Sie gegen Ende des Telefonats stellen sollten!

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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Lesen Sie auch: “Bewerbung 2te Runde – was ist ein Assessement Center?”

PS: ich freue mich über Ihre Kommentare!

7 wichtige Tipps für Initiativbewerbungen

Prinzipiell bin ich kein großer Freund von Initiativbewerbungen. Warum? Das ist relativ einfach erklärt. Die meisten Menschen wenden sich mittels Initiativbewerbung an große Firmen. Und das macht wenig Sinn!

Wann es keinen Sinn macht!

Große Firmen haben eine Personalabteilung. Diese erfährt von den einzelnen Fachabteilungen, ob  Personal gebraucht wird. Das bedeutet, dass  die Mitarbeiter der Personalabteilung, meistens nur wissen, ob in den Abteilungen konkreter Bedarf besteht, wenn dieser nicht aktuell gemeldet wurde. Die Eigeninitiative und Motivation dieser Leute ist daher ausschlaggebend, ob eine Initiativbewerbung jemals dahin gelangt, wo die Entscheidung tatsächlich gefällt wird!

Wann es Sinn macht!

Wenn man eine Initiativbewerbung verschickt, sollte man direkt in dem Bereich bzw. Aufgabengebiet, in dem man gerne arbeiten möchte, eine Ansprechperson kennen bzw, zumindest in der Lage sein, diese direkt zu kontaktieren. Sinnvoll kann daher sein, in der Firma anzurufen und die Kontaktdaten des Verantwortlichen zu erfragen.

Wie es Sinn macht!

Da schon die meisten Bewerber, die sich auf ein konkretes Inserat bewerben, Probleme haben, ein sinnvolles Motivationsschreiben zu schreiben, ist es naturgemäß für jemanden, der keine Ausschreibung vor sich liegen hat, noch ungleich schwerer.

Hier gilt es, eine sehr genaue Vorstellung davon zu haben, was die Firma tut und was Sie für die Firma machen können, damit diese erfolgreicher wird.

Den meisten fällt schwer sich vorzustellen, was Sie konkret beitragen könnten und warum Ihr Beitrag besonders wichtig sein könnte.  Je konkreter die Vorstellung vom Job ist, desto eher wird Ihnen gelingen, die Wichtigkeit der Tätigkeit hervorzuheben und eigene Erfolge der Vergangenheit in besonders gutes Licht zu rücken.

Wenn Sie sich das verinnerlicht habt, überlegen Sie, WARUM Sie etwas besonders gut könnt (z.B. “weil ich ein natürliches Talent für Zahlen habe, machen mir schwierige Tabellenkalkulation besonders viel Spaß!“). Erzählen Sie davon, WAS Sie besser können als andere (“in der Schule fiel ich durch besondere Kenntnisse in xy auf”). Versuchen Sie eine Geschichte aufzubauen, WELCHE Fähigkeiten Sie haben und WARUM Sie denken, dass die Firma genau diese Tätigkeit brauchen kann (“Auf ihrer Homepage habe ich gelesen, dass sie xy machen. Da ich mich schon seit Jahren dafür interessiere, hätte ich einige Ideen, wie man dieses/oder jenes optimieren könnte”, z.B. könnte ich … ).

Nur wenn es Ihnen gelingt, ein Bedürfnis bei der Firma zu wecken und einen konkreten Nutzen aufzuzeigen, wird Ihre Initiativbewerbung erfolgreich sein!

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle aus­drücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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