Bewerbungsgespräch per Telefon?

Viele Firmen machen ihr Erstinterview am Telefon, insbesondere dann, wenn sich viele gute Kanditen beworben haben und wenn die Firma nicht an dem Ort ansässig ist, in dem geworben wird.

1) Was gibt es beim Gespräch per Telefon zu beachten? Wichtig ist, dass trotzdem während des ganzen Gespräches das Bewusstsein darüber herrscht, dass es sich um eine Bewerbung handelt und nicht um ein lockeres Telefonat.

Insofern rate ich zur guten Vorbereitung!

2) Es sollte genau abgeklärt werden, wann das Interview stattfindet und wer wen anruft! Im Regelfall wird das die Firma tun, aber glauben Sie mir,  Sie werden mächtig nervös, wenn zur vereinbarten Zeit das Telefon nicht klingelt und Sie diesen Schritt im Vorfeld nicht abgeklärt haben!

3) Sagen Sie Ihren Familienangehörigen und Freunden, dass Sie sie zur besagten Zeit nicht anrufen sollen! Um sicher zu gehen, können Sie auch die “Anklopfen”-Funktion Ihres Handies vorübergehend deaktivieren. Andernfalls kann es Ihnen passieren, dass Sie während des Interviews durch permanentes Anklopfen abgelenkt werden.

4) Sorgen Sie auch sonst für eine störungsfreie Umgebung, indem Sie Fenster und Türen schließen! Schließen Sie Ihren PC, besonders dann, wenn Sie normalerweise viele Emails bekommen oder die Gefahr besteht, dass Sie zwischendurch eine Aktualisierungsmeldung ablenkt!

5) Bereiten Sie  sich etwa 15 Minuten vorher mental auf das Gespräch vor, da jene Schritte wegfallen, die man normalerweise automatisch zur Vorbereitung nutzt. Da man nicht in der U-Bahn oder einem sonstigen Verkehrsmittel sitzt, fallen die Gedanken, die man sich am Weg zur Firma macht, weg.

6) Nehmen Sie eine bewusste Körperhaltung ein. Stellen Sie beide Füße fest auf den Boden und lümmeln Sie nicht am Sessel.  Ihre Körperhaltung spiegelt sich nämlich in Ihrer Stimme wider!

7) Versuchen Sie während des Gespräches auch so oft wie möglich zu lächeln. Insbesondere während Ihrer einleitenden Worte sollten Sie lächeln, denn auch das wird vom Gegenüber wahrgenommen!

8) Da am Telefon die Wahrnehmung von Mimik und Gestik des Gesprächspartners wegfällt, ist es wichtig, Pausen zu machen, um dem Gegenüber Gelegenheit zu geben, Zwischenfragen zu stellen. Da man “ins Leere” spricht, bekommt man auch erst zeitverzögert mit, wenn die Leitung unterbrochen wurde, wenn der Gesprächspartner gerade mit der Durchsicht Ihrer Unterlagen beschäftigt ist oder seine Konzentration sonst wie ablenkt ist.

9) Sollte tatsächlich die Verbindung abgebrochen sein, warten Sie einige Minuten! in der Regel sollte der Anrufende sich noch einmal melden. Ansonsten landen beide Gesprächspartner in der jeweils anderen Mailbox, was den Gesprächsfluss weiter unnötig verzögert.

10) Halten Sie Stift und Papier bereit und notieren Sie wichtige Dinge! Wie bei jeder Bewerbung ist gut, wenn Sie Ihrerseits auch bereits Fragen vorbereitet haben, die Sie gegen Ende des Telefonats stellen sollten!

www.dieBusinesscoach.at

Lesen Sie auch: “Bewerbung 2te Runde – was ist ein Assessement Center?”

7 wichtige Tipps für Initiativbewerbungen

Prinzipiell bin ich ja kein großer Freund von Initiativbewerbungen. Warum? Das ist relativ einfach erklärt. Die meisten Menschen wenden sich mittels Initiativbewerbung an große Firmen. Diese haben eine Personalabteilung, die von den einzelnen Fachabteilungen erfährt, ob sie Personal brauchen oder nicht. Das heißt im Klartext, dass jene Mitarbeiter die in der Personalabteilung sitzen, keinen blassen Tau davon haben, ob in den einzelnen Abteilungen konkreter Bedarf besteht, wenn dieser nicht aktuell gemeldet wurde. Die Eigeninitiative und Motivation dieser Leute ist ausschlaggebend, ob eine Initiativbewerbung jemals dahin gelangt, wo die Entscheidung tatsächlich gefällt wird!

Wenn man also eine Initiativbewerbung verschickt, dann sollte man direkt in dem Bereich bzw. Aufgabengebiet, in dem man gerne arbeiten möchte, eine Ansprechperson haben.

Sinnvoll kann daher sein, in der Firma anzurufen und die Kontaktdaten des- oder derjenigen zu erfragen, die für den Bereich, in dem man gerne arbeiten möchte, zuständig ist.

Da schon die meisten Bewerber, die sich auf ein konkretes Inserat bewerben, Probleme haben, ein sinnvolles Motivationsschreiben zu schreiben, ist es naturgemäß für jemanden, der keine Ausschreibung vor sich liegen hat, noch ungleich schwerer. Hier gilt es, eine sehr genaue Vorstellung davon zu haben, was die Firma tut und was Ihr für die Firma machen könnt, damit diese noch besser wird.

Die meisten haben mit dieser Vorstellung bzw. Behauptung ein Problem, weil sie nicht verstehen, dass ein Mitarbeiter einem Zahnrad ähnelt. Wenn in einem Getriebe ein Zahnrad ausgebrochen ist, funktioniert das ganze Werk nicht mehr! Daher ist wichtig, dass jedem einzelnen klar ist, wie wichtig sein Beitrag zum Ganzen ist!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, zu verstehen, dass Euch Firmen einstellen, weil sie euch – im Sinne der Zahnradgeschichte – tatsächlich brauchen! Ich lese leider oft von Menschen, die noch keine Berufserfahrung haben, die verzweifelte Frage, warum Ihnen denn niemand eine Chance gibt! Die Antwort darauf ist eine wirtschaftliche. Wenn ihr Bezahlung erwartet, dann erwartet das Unternehmen eine sinnvolle Gegenleistung, wenn es sich um ein gewinnorientiertes Unternehmen handelt!

Wenn ihr Euch diese Einstellungen verinnerlicht habt, überlegt, WARUM Ihr etwas besonders gut könnt (z.B. “weil ich ein natürliches Talent für Zahlen habe, machen mir schwierige Tabellenkalkulation besonders viel Spaß!”), erzählt davon, WAS ihr besser könnt als andere (“in der Schule fiel ich durch besondere Kenntnisse in xy auf”), versucht eine Geschichte aufzubauen, WELCHE Fähigkeiten ihr habt und WARUM ihr denkt, dass die Firma genau diese Tätigkeit brauchen kann (“Auf ihrer Homepage habe ich gelesen, dass sie xy machen. Da ich mich schon seit Jahren dafür interessiere, hätte ich einige Ideen, wie man dieses/oder jenes optimieren könnte, z.B. ………..)!

www.diebusinesscoach.at

vielleicht auch interessant: was gehört in einen Lebenslauf