die 7 Stolpersteine bei der Jobsuche

Auf der Jobsuche gibt es so einige Stolpersteine, die man leicht verhindern kann, wenn man sie kennt!

Bevor man (zum ersten oder aber auch wiederholten Male) einen Job sucht, sollte man sich genau überlegen, wohin die Reise gehen soll. Dabei tun sich Anfänger naturgemäß wesentlich schwerer.

1) Prinzipiell gibt natürlich die Berufsausbildung einen gewissen Rahmen vor, aber ganz egal ob man Maschinenbauer, IT Experte oder Einzelhandelskauffrau ist, in allen Fällen sollte man sich gewisse Rahmenbedingungen überlegen, die der Job erfüllen soll. Dazu gehören Fragen zur Größe und Struktur eines Betriebes, der Zusammensetzung der Kollegenschaft hinsichtlich Alter, Geschlecht und Kultur und Fragen hinsichtlich des Arbeitsumfeldes, wie z.B. ob im Freien, in einem Großraumbüro oder vielleicht sogar auf einem Schiff arbeiten möchte. Wichtig ist darüber hinaus auch  die Vereinbarkeit von Job und Familie und danach sollten sich Arbeitszeiten und Reisebereitschaft richten.

Sobald man diese Fragen geklärt hat, kann man wesentlich spezifischer nach einem geeigneten Job suchen.

2) Beim Lesen diverser Inserate sollte man sehr genau – und auch  zwischen den Zeilen – lesen. Die Inserate sind alle nach einem ähnlichen Schema ausgebaut und man kann leicht zwischen seriösen und weniger seriösen Unternehmen unterscheiden. Ein seriöses Unternehmen wird sich in einer kurzen Einleitung selbst darstellen und dann detailliert aufzählen, nach welchen “Muss-Kriterien” es sucht! Ein Unternehmen, dass keinerlei Ansprüche an einen Bewerber stellt, außer vielleicht, dass Kandidaten “jung und hübsch” sein müssen, hat weder einen seriösen Unternehmensgegenstand noch sucht es seriöse Bewerber!

Unternehmen denen ihr Image wichtig ist, investieren in größere Anzeigen als jene, die darauf keinen Wert legen. Ebenso verhält es sich mit den Relationen zwischen Firmengröße und Anzeigengröße. Mit großer Wahrscheinlichkeit findet man Unternehmen die große Anzeigen schalten, eher an einer ansprechenden Innenstadtadresse und die mit kleinen, vielleicht sogar in einem Hinterhof.

3) Überlegen Sie genau, wie viele der genannten Kriterien in einem Jobinserat Sie nicht erfüllen! Wenn es zu viele sind (eine Nennung von absoluten Zahlen ist hier nicht zielführend aber es dürfen nicht mehr als 15-20% sein), dann dürfen Sie sich nicht wundern, dass Sie ein “mussten wir uns leider für einen Kandidaten entscheiden, der unsere Anforderungen besser erfüllt als Sie” erhalten! Sie sollten in einem solchen Fall genau überlegen, ob Sie sich selbst frustrieren oder aber die Bewerbung gleich bleiben lassen wollen!

4) Wenn Sie ein interessantes, ansprechendes Inserat gefunden haben, dann versäumen Sie keinesfalls die Chance sich einen Eindruck über das Unternehmen zu verschaffen. Da jedes größere Unternehmen im Internet vertreten ist, findet sich auf der Website alles über die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte, welche Werte das Unternehmen vertritt, wo es ansässig ist und vieles mehr. Machen Sie sich während des Lesens Notizen darüber, was genau Sie auf der der HP anspricht, was Sie besonders interessant finden, welchen Eindruck Sie von dem Unternehmen gewonnen haben. Diese Informationen sollten Sie anschließend in die Bewerbungsunterlagen einfließen lassen und Sie benötigen sie spätestens beim Bewerbungsgespräch!

5) Die meisten Bewerbungsschreiben beginnen mit einem langweiligen “hiermit bewerbe ich mich auf die Position xy“. Gut so, denn dann ist es für Sie nicht allzu schwer, es besser zu machen! Machen Sie den Leser neugierig, schüren Sie sein Interesse, Sie kennenzulernen und machen Sie sich so attraktiv, dass der Leser seinen Kandidaten oder seine Kandidatin in Ihnen bereits gefunden hat!

6) Sie können eine noch so gute Bewerbung geschrieben haben. Dieser Eindruck schwindet unverzüglich, wenn der Personalist sie googelt (und das wird er!) und Sauforgien, Posts mit fragwürdigen Inhalten und jede Menge Fehler findet. Googeln Sie sich daher selbst und entfernen Sie alles, was nur Ihre wirklichen Freunde (!) sehen sollten!

7) Seien Sie auf eine Kontaktaufnahme gefasst! Sobald Sie eine Bewerbung abgesandt haben, rechnen Sie zu jeder Uhrzeit und in jeder Lage mit einem Anruf vom Unternehmen. Gewöhnen Sie sich an, bei jedem Anruf mit unbekannter Nummer, Ihren Namen zu sagen und heben Sie nicht ab, wenn Sie gerade in einer Situation sind, wo Sie sich nichts notieren können bzw. wo Sie den Anrufenden schlecht verstehen!

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Warum Verzweiflung kein guter Begleiter auf der Jobsuche ist!

Unlängst habe ich ein e-Book gesehen, dass gerade mal 0,99 € gekostet hat. Ich habe mich gewundert und gefragt, wie oft der Autor sein Buch wohl verkaufen muss, um seine bis dahin angelaufenen Kosten zu decken.  Ich habe mich gleichzeitig gefragt, wie verzweifelt er schon ist, dass er sein Produkt derartig verschleudert!

Den gleichen Gedanken haben Personalisten, wenn Sie das Gefühl haben, dass der Bewerber einfach nur irgendeinen Job haben möchte, ganz egal um welchen Preis.

Unternehmen suchen Mitarbeiter, die ihnen helfen, ihren bisherigen Erfolg zu steigern. Dabei geht es nicht nur um Manager oder die Führungsriege, sondern um jeden Einzelnen, der zum Gesamtergebnis beiträgt. Es geht um die Kassiererin, die jeden Kunden freundlich begrüßt und man ihr ansieht, dass sie ihren Job gerne macht. Es geht um den Mechaniker, der den Kunden gut berät und eine Vertrauensbasis zu ihm herstellt.  Es geht um die Friseurin, die es schafft, das Wohlbefinden ihrer Kunden zu steigern, und um die Floristin, die den besonderen Geschmack der Kundin trifft, weil sie in der Lage ist, zuzuhören und den Strauß anlassentsprechend zusammenzustellen.

Den Beispielen gemeinsam ist, dass diese Menschen ihren Job gerne machen, sich daher hoch motiviert verhalten, von sich selbst überzeugt sind und dies auch wissen und vertreten können. Diese Menschen sind sich Ihres Wertes bewusst und schätzen ihn realistisch (in beide Richtungen!) ein!

Personalisten suchen nach Menschen, die diese Einstellung vermitteln und auf eine bestimmte Tätigkeit “brennen”. Sie suchen nach Menschen, deren Einstellung bereits in den  Bewerbungsunterlagen zum Ausdruck kommt. Sie suchen nach Menschen, die Ihnen aufgrund der Unterlagen und im anschließenden Gespräch sympathisch sind und die spezifische Joberfordernisse mitbringen.

Verzweiflung erzeugt beim Gegenüber Unbehagen, es schürt allenfalls Mitleid und ein Gefühl der Hilflosigkeit, auch beim Personalisten. Wenn er das schon in den Bewerbungsunterlagen merkt, wird er sich hüten, Sie zu einem Gespräch einzuladen!

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Lesen Sie auch: “Qualität statt Quantiät bei Bewerbungen!”

Wie man sich von der Masse abhebt!

In einem meiner letzten Artikel habe ich darauf hingewiesen, dass viele Bewerber sich wenige Gedanken bezüglich Ihrer Bewerbungsunterlagen bzw. bezüglich des angestrebten Jobs machen.  Das ist bereits der erste Vorteil für Sie – wenn Sie es anders machen!

Personalisten werden in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit mit Bewerbungen überschüttet. Dieser Umstand trifft viele Positionen, egal ob für diese ein Hochschulstudium vorausgesetzt wird oder es um eine Lehrstelle geht. Die Empfänger der Bewerbungsunterlagen wenden nur wenige Sekunden dafür auf, um die Dokumente auf Ihre Relevanz zu sichten. Dabei werden unverzüglich jene ausgesiebt, die die Muss-Kriterien einer Stelle nicht erfüllen oder die durch offensichtliche (Recht-)Schreibmängel auffallen.

Menschen wollen sich gut fühlen. Dies erreichen sie durch eigenes Tun aber auch dadurch, wie man sich ihnen gegenüber verhält. Bewerbungsunterlagen, die keine Wertschätzung zum Ausdruck bringen, vermitteln uns kein gutes Gefühl, sondern lassen uns spüren (wenn auch uns dies nur unser Unterbewusstsein vermittelt), dass wir es nicht wert sind, dass man sich Mühe für uns gibt! Aus diesem Grund landen Unterlagen bei denen der Leser spürt, dass der Schreiber sich keine Mühe gegeben hat, sofort auf dem “Leider Nein” Stapel.

Aus demselben  Grund wird in vielen Ratgebern aufgerufen, Motivationsschreiben an eine bestimmte Person “Sehr geehrter Herr Muster!” und nicht an die anonyme Masse “Sehr geehrte Damen und Herren!” zu übermitteln.

Ähnlich wie die Profis, die den ganzen Tag mit vielen Bewerbungsunterlagen zu tun haben, sofort erkennen, ob sich ein Bewerber Mühe mit seiner Bewerbung gegeben hat, indem er die Anzeige genau studiert  und sämtliche verfügbaren Informationen aus dem Internet eingeholt hat, erkennen sie, ob der Bewerber sich Gedanken darüber gemacht hat, warum gerade er (oder auch sie) zu ihrem Unternehmen passt.

Was macht gerade Sie zu dem Einen (oder auch der Einen), den das Unternehmen unbedingt braucht? Machen Sie sich Gedanken über Ihre Stärken! Da wir dazu neigen, unsere eigenen Stärken für völlig normal zu halten (wir kennen sie ja seit unserer Geburt!) ist es ratsam, Freunde oder Familienangehörige zu fragen, was denn besonders erwähnenswert ist.  Erzählen Sie dem Leser, zu welchen besonderen Ergebnissen diese Stärken geführt haben und womit Sie bereits in der Vergangenheit besonders aufgefallen sind.

Unternehmen brauchen Sie, weil sie weiterhin Erfolg haben wollen. Niemand stellt Sie ein, weil Sie keine besonderen Fähigkeiten haben! Unternehmen brauchen Sie, weil sie ein Bedürfnis abdecken wollen, dass der oder die Bewerberin bereits mitbringen soll.

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