7 Todsünden beim Bewerbungsgespräch

Sie haben eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch erhalten? Herzliche Gratulation!

Um jetzt auch wirklich alles richtig zu machen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

Vor dem Gespräch

Immer wieder höre ich, dass Kandidaten unmittelbar vor dem Gespräch noch schnell “eine rauchen“, weil sie nervös sind! Fataler Fehler – noch dazu, wenn der oder die Gesprächspartner/in Nichtraucher/in ist! Vermeiden Sie daher unbedingt, diese eine Zigarette – stellen Sie sich einfach vor, Sie würden zum Zahnarzt gehen. Da sind Sie wahrscheinlich auch eher unentspannt, würden aber – so hoffe ich für den Zahnarzt – niemals auf die Idee kommen, nach dem Zähneputzen noch eine zu rauchen!?

Genauso schlimm ist, wenn Sie, um den Zigarettengeruch oder andere Gerüche zu übertünchen, Kaugummi kauend den Meetingraum betreten! Damit bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie dem Termin eher lässig gegenüber stehen und Ihnen der Ausgang desselben eigentlich auch gleichgültig ist. Genau dazu wird man Ihnen am Ende des Tages die Rechnung auch präsentieren.

Zu Beginn

Dass Sie den Damen vor den Herren die Hände schütteln, versteht sich von selbst und zeigt, dass Sie über gute Manieren verfügen!

Jedenfalls bemerken wird man auch, wenn Sie nicht warten, bis Ihnen ein Platz zugewiesen wurde. In einem professionellen Bewerbungsgespräch wird üblicherweise nichts dem Zufall überlassen, weshalb man im Vorhinein das “Setting” bestimmt hat. Ihnen wird also mit ziemlicher Sicherheit ein Platz angeboten. Warten Sie dieses Angebot unbedingt ab, bevor Sie sich setzen!

Warten Sie auch ab, bis Ihnen eine Frage gestellt wird. Ich habe sehr oft erlebt, dass nervöse Kandidaten durch “Vielreden” von Ihrer Nervosität abzulenken versuchten. Oder aber, besonders hervorstechen wollten, indem Sie zeigen wollten, dass sie die Gesprächsführung übernehmen könnten. Gerade letzteres kommt sehr negativ an. Seien Sie sich bewusst, dass der Interviewpartner die Gesprächsführung innehat und fallen Sie niemandem ins Wort!

Ähnlich wie beim Kaugummikauen, demonstrieren Sie Desinteresse, wenn Sie schlampig am Sessel sitzen oder gar “lümmeln”. Versuchen Sie eine gerade Sitzhaltung einzunehmen und beide Beine fest auf den Boden zu stellen! Damit richten Sie sich insgesamt auf und hinterlassen einen gefestigten, selbstbewussten Eindruck!

Oftmals begehen Kandidaten den Fehler, sich nur einem Gesprächspartner zuzuwenden. Im Regelfall nehmen in großen Firmen zwei oder mehrere Personen an einem Bewerbungsgespräch teil. Versuchen Sie, Ihren Blick schweifen zu lassen und immer wieder auch Augenkontakt zu jenen Personen halten, die Sie nicht direkt angesprochen haben.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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Rückforderung von Ausbildungskosten – legitim?

Die meisten Dienstverträge enthalten einen Passus über die Rückforderung von Ausbildungskosten. Welche Klauseln in Österreich legal sind.

Die rechtliche Situation

Der Arbeitgeber weist in nahezu allen, mir bekannten, Dienstverträgen  darauf hin, dass der Arbeitnehmer bei seinem Austritt aus dem Dienstverhältnis die Ausbildungskosten zurückzahlen muss.

Abgesehen davon, dass der Gesetzgeber im Arbeitvertrags-Anpassungsgesetz (AVRAG) genauestens regelt, welche Art von Ausbildungskosten zurückgefordert werden können, sieht das Gesetz auch eine Staffelung der Rückforderung vor (§ 2d des AVRAG).

Welche Ausbildungskosten dürfen nicht zurück verlangt werden?

Kosten für Ausbildungen, die unternehmensspezifisch sind, dürfen  nicht zurückverlangt werden.  Sie bringen dem betroffenen Mitarbeiter keinen “Mehrwert” am freien Arbeitsmarkt.

Wie lange dürfen Ausbildungskosten zurück verlangt werden?

Das Rückforderungsrecht erlischt längstens nach fünf – in Ausnahmefällen acht – Jahren. Die Ausbildung gilt dann als quasi “abgearbeitet”.

Es besteht jedenfalls kein Recht zur Rückforderung, wenn das Arbeitsverhältnis während der Probezeit gelöst wurde.

Der Arbeitnehmer muss auch keine Kosten rückerstatten, wenn er unberechtigt entlassen wurde. Auch wenn er seinen vorzeitigen Austritt berechtig ausgesprochen, ist er nicht zum Ersatz verpflichtet. Gleiches gilt bei der Entlassung wegen andauernder Arbeitsunfähigkeit.

Bei  Kündigung seitens des Arbeitgebers ist der Arbeitnehmer nicht verpflichtet, Kosten rückzuerstatten,  sofern der Arbeitnehmer keinen begründeten Anlass zu seiner Kündigung gegeben hat.

Widerspricht eine Klausel im Dienstvertrag dem Erwähnten , so ist sie nichtig. Das bedeutet, dass vor Gericht so getan wird, als ob die Klausel nicht im Vertrag stünde.

Den genauen Wortlaut des Arbeitsvertrags-Anpassungsgesetzes können Sie hier nachlesen.

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Mobbing – Was ist das eigentlich?

Kürzlich hat sich der OGH mit dem Mobbing am Arbeitsplatz beschäftigt. Erfahren Sie, welche Pflichten sich für Führungskräfte daraus ergeben.

Definition nach den Gerichten

Unter Mobbing versteht man Handlungen über einen längeren Zeitraum, die geeignet sind, dass sich eine Person ausgegrenzt und erniedrigt fühlt!

Ziel jeder Mobbinghandlung ist die Ausgrenzung oder sogar die Vertreibung der betroffenen Person.

Die Handlungen werden mit einer gewissen Regelmäßigkeit ausgeübt und beeinträchtigen den Betroffenen mindestens über ein halbes Jahr! Beim Zeitraum der Regelmäßigkeit geht man von einmal pro Woche aus.

Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing tritt zwar in allen Lebensbereichen auf. Der zentrale Ort der öffentlichen Betrachtung ist allerdings der Arbeitsplatz, weil sich immer häufiger Gerichte mit dem Thema beschäftigen müssen.

Der Bereich des Arbeitsplatzes wird als objektiv besonders schützenswert angesehen, weil mit dem Verlust des Arbeitsplatzes meist auch der Verlust der finanziellen Existenz droht. Im Vergleich dazu haben Mobbing im Fußballverein oder Kirchenchor weniger dramatische Auswirkungen. 

Seitens Führungskraft  oder Kollegen  besteht “Mobbing” in Handlungen und Unterlassungen wie “schikanieren, beschimpfen, Unterlassen der Informationsweitergabe, regelmäßige Zuteilung von als unangenehm bzw. unbewältigbar angesehenen Aufgaben etc.”

Pflichten des Arbeitgebers

Eigentlich müsste es immer das Interesse einer Führungskraft sein, Mobbing im Team zu unterbinden, weil es mit Sicherheit die Performance des ganzen Teams negativ beeinflusst.

Die Gerichte halten nunmehr ausdrücklich fest, dass es insbesondere Pflicht des Arbeitgebers ist, unverzüglich zu handeln und dem Betroffenen wirksam zu helfen! Der Arbeitgeber wird durch die Führungskräfte repräsentiert, weshalb sie diese Verpflichtung persönlich trifft. 

Diese Fürsorgepflicht aus Allgemeinem Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) und Angestelltegesetz (AngG) zieht nach sich, dass der Arbeitgeber die Vorwürfe genau zu prüfen hat.

Dazu muss er Gespräche mit allen Beteiligten führen und versuchen, die Vorfälle zu klären. In der Praxis empfehle ich, die Gespräche bzw. Ihre Abhaltung zu protokollieren, um in Folge beweisen zu können, dass sie geführt wurden!

Wenn der Arbeitgeber selbst nicht in der Lage ist, den Konflikt zu bereinigen, muss er einen Mediatoren hinzuziehen, um den Arbeitgeberpflichten nachzukommen.

Als geeignete Mittel zur Konfliktlösung kommen auch Versetzung bzw. Abmahnung des vermeintlich Mobbenden in Betracht.

Pflichten des Gemobbten

Der Betroffene muss genau dokumentieren, wann, wo und von wem er gemobbt wurde.

Die rechtlichen Folgen

Wenn der vermeintlich gemobbte Mitarbeiter sich mit einem begründeten Mobbingverdacht an den Arbeitgeber wendet, dieser aber keine geeigneten Hilfsmittel anwendet, so berechtigt das den gemobbten Mitarbeiter zum berechtigten, vorzeitigen Austritt. Dies bedeutet, dass der Mitarbeiter berechtigt fristlos kündigen darf.

In der Folge hat er Anspruch auf Entschädigungsleistungen wie “Abfertigung alt”, sowie auf Urlaubs- und Kündigungsentschädigung.

Letztlich kann der gemobbte Mitarbeiter sogar Schadenersatz geltend machen, wenn er z.B. psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen musste.

(zum OGH Urteil – Zusammenfassung)

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Unterschrift in Bewerbungsunterlagen

Viele meiner Kunden wundern sich, wenn ich Ihnen eine Unterschrift in ihren Bewerbungsunterlagen empfehle. Ihre Bewerbungsunterlagen werden dann besonders professionell,  wenn Sie sie “handschriftlich” unterschreiben. Sie können damit mehrere “Fliegen auf einen Schlag erschlagen”!

die Unterschrift im Lebenslauf

Sollten Sie sich im Bundesbereich bewerben, dann kann es Ihnen sogar passieren, dass Sie aufgefordert werden, Ihren gesamten Lebenslauf handschriftlich zu verfassen und sogar postalisch zu übermitteln! Für die jüngeren unter meinen Lesern wird das eine nachvollziehbar schwierige Aufgabe, da diese Form der Bewerbung ziemlich antiquiert ist!

Teilweise ist aber die Moderne auch schon im öffentlichen Bereich angekommen und es reicht ein  – auf dem PC  – verfasster Lebenslauf. Hier empfiehlt es sich jedenfalls als ein Relikt des handschriftlich verfassten Lebenslaufes eine eingescannte Unterschrift einzubauen.

Aber auch im privaten Wirtschaftsleben verleiht eine eingescannte Unterschrift Ihrem  Lebenslauf eine nicht zu unterschätzende persönliche Note.

Wenn Sie sich vorstellen, dass ein Personalist täglich mehrere – vielleicht sogar hunderte – Lebensläufe lesen muss, ist alles entscheidend, was Ihre Unterlagen von der Masse abhebt.  Wenn eine handschriftlich verfasste Unterschrift beigefügt ist, ist zudem bewusster, dass hinter dem Papierwerk ein Mensch “sitzt”. Dieser hat sich Zeit genommen und bemüht,  sehr gute Unterlagen zu verfassen!

die Unterschrift im Motivationsschreiben

Ich persönlich finde es ansprechend, wenn auch das Motivationsschreiben mit der gleichen Unterschrift ausgestattet ist.  Damit zeigt man, dass man die Bewerbungsunterlagen individuell und einheitlich gestaltet wurden.

Letztlich beweisen Sie mit einer eingescannten Unterschrift in Ihren Bewerbungsunterlagen, dass Sie in der Lage sind, Texte einzuscannen! Das klingt völlig banal, ist es aber nicht! Zum einen zeigt es, dass Sie die Befehle beherrschen, die erforderlich sind, um einen Scan in ein Dokument einzubetten, zum anderen verfügen Sie über die Gerätschaften, die dieses Unterfangen möglich machen!

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Referenzen

“Ist Recruiting eine Führungsaufgabe?”

Angeregt durch einen Zeitungsartikel stellte ich mir die Frage, ob  Recruiting auch eine Führungsaufgabe ist.

Wer ist im Bewerbungsprozess involviert?

Um diese Frage zu beantworten, sah ich mir an, wer aller im Bewerbungsprozess involviert ist.

Das Inserat

Wenn eine Stelle zu besetzen ist, muss ein entsprechendes Inserat verfasst werden. Hier steht der Recruiter vor der ersten Hürde,  da er nicht weiß, was die Anforderungen an den Job bzw. an die Person, die er suchen soll, sind?

Also wird der jeweilige verantwortliche Kollege – nämlich die zukünftige Führungskraft – gebeten, das Inserat hinsichtlich der Anforderungen an Ausbildung und Persönlichkeit zu ergänzen.

Das Matching

Der Recruiter übernimmt in Folge die öffentlichwirksame Schaltung der Anzeige und sichtet die Bewerbungen. Die Auswahl erfolgt nach dem Match der gewünschten Anforderungen im Inserat und den angebotenen Skills seitens der Bewerber. Bei besonders spezifischen Job kann es durchaus vorkommen, dass der Recruiter von den Themen keine Ahnung hat. Dies zeigt übrigens deutlich, wie wichtig es ist, seine Bewerbungsunterlagen auf das Inserat abzustimmen.

Die Auswahl

Letztlich entscheidet die  Führungskraft, wer – aus der vorselektierten Menge – einzuladen ist. Die Entscheidungen sind dann vom Recruiter oft nicht objektiv nachvollziehbar, weshalb er dann auch kein Feedback über die Gründe der Ablehnung geben kann. Das ist übrigens einer der Gründe,  warum viele abschlägige Antworten von Unternehmen standardisiert sind.

Das Bewerbungsgespräch

Bei den Bewerbungsgesprächen sind  im Regelfall sowohl die Führungskraft als auch der Personalist anwesend. Dabei konzentriert sich die Führungskraft idealerweise auf die fachspezifischen Fragen.

Im Ergebnis halte ich das Recruiting auch für eine Führungsaufgabe, da es wichtig ist, die zukünftige Führungskraft von Anfang an in die Stellensuche einzubinden. Sie muss sich die Zeit nehmen, bei sämtlichen Schritten des Bewerbungsprozesses teilzunehmen. Der Recruiter der Personalabteilung unterstützt ihn dabei.

Der gesamte Prozess muss ein Zusammenspiel von beiden Akteuren sein.  Dieses Zusammenspiel trägt zu einem positiven Image der Firma bei und ermöglicht  Führungskraft Bewerber einen perfekten Start.

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Gehen, wenn es am schönsten ist!

In Zeiten von Globalisierung, demografischem Wandel und Digitalisierung sollte man Jobwechsel planen, um nicht als unflexibel zu gelten.

Laut aktueller Studie (Quelle: Beitrag im Standard, 17.2.2015) stimmen 93% der Befragten der Aussage “Ohne Flexibilität wird man am Arbeitsmarkt nicht bestehen können” zu.

Ein Problem für Ältere

Um aber mit fortgeschrittenem Lebensalter diese Flexibilität glaubhaft nachweisen zu können, muss man schon in jungen Jahren vorbauen! Die Flexibilität zeigt sich natürlich in Ihrem Lebenslauf!

Immer wieder kommen Klienten zu mir, die gezwungen sind, sich in Ihrer Lebensmitte zu verändern! Ein Blick in ihren Lebenslauf zeigt schnell, dass viele von Ihnen ihr ganzes Berufsleben in einer oder vielleicht zwei Firmen verbracht haben.

Die meisten Personalisten legen das als mangelnde Flexibilität aus! Umso wichtiger ist es dann, dass Sie verschiedene Stationen und Verantwortungen in einem Unternehmen auflisten, um damit eine Entwicklung innerhalb des Unternehmens nachzuweisen.  Ansonsten erwecken Sie den Eindruck des Stillstandes.

Was die Jungen tun können!

Wenn Sie die Chance dazu haben, dann sollten Sie Ihre Lebensplanung so anlegen, dass Sie mindestens alle drei bis sechs Jahre einen Jobwechsel einplanen! Je mehr verschiedene Firmen Sie durchlaufen, desto leichter wird es Ihnen auch zukünftig fallen, Ihren Job zu wechseln!

Je näher Sie dann zur Lebensmitte kommen, desto vorsichtiger müssen Sie allerdings beim Jobwechsel sein, da es ab dieser Zeit schwieriger wird, einen neuen Job zu finden.

Kürzere Abstände Ihrer Verweildauer bewirken leider das Gegenteil!

Wer in seinem Lebenslauf mehrere Stationen mit kürzerer als zweijähriger Anstellung auflistet, begibt sich in die Gefahr, einen allzu wechselfreudigen Eindruck zu hinterlassen.

Dies führt dazu, dass der Personalist sehr genau hinterfragen wird, weshalb es zu den häufigen Wechseln gekommen ist. Er wird außerdem daraus schließen, dass Sie auch in seinem Unternehmen nicht allzu lange bleiben werden!

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Gehalt im Bewerbungsgespräch!

“Die meisten Bewerber, die nicht in der glücklichen Lage sind, dass sich Headhunter um sie reißen – und wer ist das schon?  – kommen bei der Frage ums Gehalt schnell ins Taumeln. Das Thema Gehalt ist  nach wie vor eines, über das man in Österreich nicht gerne spricht.

Daher können die meisten Bewerber nur davon ausgehen, was sie in ihrem alten Job verdient haben. Berufseinsteiger sind meistens gezwungen, das anzunehmen, was das Unternehmen ihnen bietet.

Immer wieder überrascht mich, dass viele Bewerber beim Thema Gehalt zurückhaltend sind und nicht genau wissen, wie viel Geld sie bezahlt haben möchten!

Die Devise “Hauptsache Job” darf aber nur solange reichen, als das Gehalt zumindest die monatlichen Fixkosten und das, was man zum Leben braucht, deckt. Machen Sie sich in Ihrer Vorbereitung also auch zu diesem Thema Gedanken! “Welche Fixkosten habe ich monatlich?” “Wieviel brauche ich monatlich zum Leben und was kosten mich diverse Urlaube?”

Überlassen Sie das Thema Gehalt in ihren Bewerbungsgesprächen nicht dem Zufall! Informieren Sie sich darüber, welche Gehälter in einer Branche für die jeweilige Position üblich sind.

Vergleichen Sie diese mit den Gehaltsangaben im Inserat – die Angaben darüber sind seit einigen Jahren verpflichtend und zeichnen ein seriöses Inserat aus. Nutzen  Sie – je nach Ausgangslage – die Chance und fragen im Unternehmen nach der Gehaltsspanne, insbesondere wenn Sie bereits über langjährige Berufserfahrung verfügen!

Bedenken Sie immer, dass Sie auf Ihrer Jobsuche kein Bittsteller sind, sondern Ihre hervorragende Arbeitsleistung  gegen entsprechende Bezahlung anbieten!

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Die Länge des Lebenslaufes

Die Frage der richtige Länge des Lebenslaufes beschäftigt viele Bewerber. Oftmals wird sie damit beantwortet, dass ein Lebenslauf nicht länger als eine Seite haben darf.

Dies führt in der Regel dazu, dass die Inhalte mit aller Gewalt auf eine A4 Seite gepresst werden, mit dem Effekt, dass die Lesefreudigkeit extrem leidet. Schriften werden kleiner gemacht, Abstände werden entfernt und wichtige Details aufgrund des Platzmangels vernachlässigt!

Woher kommt der Mythos?

Diesbezüglich kann ich nur spekulieren. Nachdem die Empfehlung scheinbar aus dem Dunstkreis des Arbeitsamtes (AMS) entsprungen ist, hat er sich rasant ausgebreitet. Meine Vermutung ist, dass AMS  Beraterinnen mit sehr langen Lebensläufen konfrontiert waren. Der Einfachheit halber wurde die Empfehlung ausgegeben, dass die Länge des Lebenslaufes eine Seite nicht übersteigen solle. Ich kann das insofern nachvollziehen, als gerade Menschen, die lange arbeitslos sind,  dazu neigen, jedes Detail ihres Lebens zu erwähnen. Dies geschieht im irrigen Glauben, dass das ihre Jobchancen erhöhen könnte.

Wie man erfolgreich ist!

Meine langjährige Erfahrung und viele Erfolge meiner Kunden lassen mich sicher sein! Die einzige sinnvolle Antwort auf die Frage nach der Länge des Lebenslaufes kann nur folgende sein.  So lange, wie es braucht, um alle wesentlichen Stationen kurz und prägnant darzustellen!

Die Schriftgröße sollte dabei angenehm zu lesen sein und Abstände sollten verwendet werden, um den Lebenslauf gut zu strukturieren und damit die Lesefreudigkeit zu erhöhen. Im Regelfall benötigt man dafür bis zu zwei Seiten.

Was machen die Jungen?

Jüngere Bewerber werden es eher schaffen, ihre bisherigen schulischen und beruflichen Stationen auf eine Seite zu bringen, ältere werden möglicherweise mit zwei Seiten nicht das Auslagen finden.  Wenn das daran liegt, dass der oder die Bewerberin möglichst viele “High Lights” auflisten möchte, ist zu überlegen, ob diese in einer Projektliste (“die dritte Seite”) angefügt werden können.

Der Platzbedarf sollte jedenfalls nicht ihre oberste Priorität darstellen! Ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen, dass die Länge des Lebenslaufes nicht mehr wichtig ist, wenn er interessant zu lesen ist und über eine hohe Aussagekraft verfügt!

Viel wichtiger ist also, dass Ihre Unterlagen ansprechend gestaltet sind, zum Lesen einladen und beim Personalisten oder der Personalistin das Bedürfnis wecken, Sie kennenzulernen!

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Körpersprache im Bewerbungsprozess

Der Mensch kann nicht nicht kommunizieren. Erfahren Sie was Ihre Körpersprache über Sie aussagt und welche Bedeutung das im Bewerbungsprozess hat.

Kommunikation ist mehr als die Sprache!

Ist Ihnen bewusst, dass das gesprochene Wort weit weniger bedeutend ist, als der Eindruck, den Sie durch Ihr Auftreten, Ihre Gestik und Ihre Mimik hinterlassen?

In der Anfangsphase

Anlässlich eines Bewerbungsgespräches müssen Sie jedenfalls damit rechnen, dass mehrere Personen am Gespräch teilnehmen, die im Vorfeld die Einnahme bestimmter Rollen besprochen haben. So kann es sein, dass eine Person sich lediglich auf Ihren Auftritt konzentriert, während eine andere das Gespräch führt. Vielleicht ist noch eine dritte Person anwesend, die den Auftrag hat, gemeine, provokante Fragen zu stellen.

Achten Sie daher in den ersten 20 Sekunden sehr genau auf Ihr eigenes Verhalten . Wie in vielen Situationen des Lebens sind diese sehr entscheidend und maßgeblich für die Art, wie man Sie behandelt.

Begrüße Sie zuerst die anwesenden Damen, vergessen Sie niemandem die Hand zu geben und achten Sie auf einen festen Händedruck.

Warten Sie, bis man Ihnen einen Platz zuweist oder fragen Sie, welchen Platz Sie einnehmen sollen. Seien Sie sich bewusst, dass selbst die Platzwahl nicht dem Zufall überlassen ist.

Während des Gespräches

Achten Sie auch darauf, dass Sie Ihr Gegenüber während des Gesprächs nicht unterbrechen und versuchen Sie Augenkontakt mit allen Personen zu halten. Selbst mit jenen, die Ihnen nicht wichtig erscheinen!

Setzen Sie sich aufrecht hin, um einen selbstbewussten aber nicht arroganten Eindruck zu hinterlassen. Wenn Sie beide Beine fest auf den Boden stellen, wird das Einfluss auf ihre gesamte Körperhaltung haben.

Vermeiden Sie es, einen Stift in Ihren Händen zu halten, da dann die Gefahr groß ist, dass Sie mit diesem spielen.

Machen Sie einen interessierten Eindruck und hören Sie zu, auch wenn Sie einen Gesprächspartner haben, der sich selbst am liebsten reden hört. Viele Interviewer halten Monologe, bei denen sie sich mehrfach wiederholen. Das birgt die Gefahr in sich, dass Ihre Aufmerksamkeit leidet und Sie, eine anschließend gestellte Frage, nicht beantworten können.

Zum Schluss

Achten Sie bei der Verabschiedung wieder darauf, alle Teilnehmenden zu verabschieden und bedanken Sie sich für das Gespräch!

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Was Sie im Vorstellungsgespräch erwartet!

Viele Bewerber die zum ersten Mal zum Bewerbungsgespräch gehen, wollen wissen, was sie im Vorstellungsgespräch erwartet.

Im Vorstellungsgespräch gibt es in der Regel mehrere Phasen. Wie weit Sie kommen, entscheidet darüber, ob Sie für den Job in die engere Wahl kommen!

Der Ablauf

Ein professionell geführtes Bewerbungsgespräch hat in der Regel fünf Phasen. Natürlich sitzen nicht überall nur Profis, die sich an diese Struktur halten. Sie können aber davon ausgehen, dass Sie in größeren Unternehmen und auf höheren Jobhierachien mit dieser Struktur rechnen dürfen.

Was Sie im Vorstellungsgespräch erwartet, hängt also ganz bedeutet davon ab, in welchem Unternehmen Sie sich bewerben.

Die 5 Phasen
Smalltalk

In der ersten Phase geht es um Smalltalk, den man allerdings nicht unterschätzen sollte. Bereits die Frage, wie es einem geht, könnte die erste Fangfrage sein. In dieser Phase werden Mimik, Gestik und ihre Kleidung abgeschätzt und bereits Ihr Händedruck und Ihr Verhalten bei der Platzzuweisung sagt einiges über Sie aus.

Kennenlernen

In der nächsten Phase geht es darum, Sie kennenzulernen weshalb Sie aufgefordert werden, von sich zu erzählen.  Je besser es Ihnen gelingt, in dieser Phase zu überzeugen, desto kürzer wird das Gespräch dauern und desto wohler werden Sie sich fühlen. Geben Sie den Personalisten die Informationen die sie für Ihre Entscheidung brauchen!

Man wird z.B. wissen wollen, warum Sie sich beworben haben und warum Sie sich gerade für diese spezielle Firma interessiert haben.  Man wird auch mehr oder weniger deutlich fragen, warum man gerade Sie für den Job wählen sollte.

Jobbeschreibung

In der dritten Phase wird man Ihnen das Unternehmen und den ausgeschriebenen Job näher erklären. Die Personalisten werden dabei besondere darauf achten, was Sie bereits vom Unternehmen wissen bzw. wie gut Sie sich darüber informiert haben. Diese Phase ist eine gute Gelegenheit einen Dialog zu führen. Sie könnten mit Fingerspitzengefühl (!) einhaken und nachfragen. Selbstverständlich dürfen Sie dabei den anderen nicht unterbrechen. Achten Sie auf gute Gelegenheiten mit eigenen Erfahrungen zu einem speziellen Thema Ihre Kompetenz zu beweisen.

Fragerunde

In der vierten Phase werden Sie aufgefordert, Fragen zu stellen. Hier ist jedenfalls wichtig, dass Sie sich bereits im Vorfeld kluge Fragen über das Unternehmen bzw. den Job überlegt haben.

Schlussphase

Die fünfte Phase bildet den Abschluss, in welchem Ihre Gehaltsvorstellung und etwaige Fristen geklärt werden. Man wird Ihnen die weitere Vorgangsweise erklären und Ihnen den Zeithorizont sagen, mit dem Sie rechnen müssen.

Die Frage nach dem Gehalt ist eine ganz entscheidende, die Ihnen in der Regel nur dann gestellt wird, wenn Sie in die engere Wahl bezüglich des Jobs kommen! Sie ist also ein Indiz dafür, wie gut Ihr Gespräch verlaufen ist.

Insgesamt dauern gute Vorstellungsgespräche 45 bis 60 Minuten.

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