Wie beurteilt ein Personalist Ihre Bewerbung?

Erfahren Sie, wie ein Personalist Ihre Bewerbung beurteilt. Wie geht er vor? Was ist ihm wichtig? Wie trifft er die Entscheidung, ob er Sie einlädt?

Geben Sie sich Mühe?

Sie sitzen gerade vor dem PC und schreiben Ihre Bewerbung?

Sie glauben, dass Sie den Job schon in der Tasche haben, weil Sie alle Kriterien erfüllen? Das Foto ist zwar nicht das allerbeste aber doch ganz passabel und außerdem ist ja viel wichtiger, dass Sie halbwegs die Kriterien des Inserates erfüllen?! Auch die Aufmachung der Unterlagen ist nicht wirklich wichtig, Hauptsache die Unterlagen gehen schnell raus?

Wie der Personalist Ihre Bewerbung beurteilt!

Weit gefehlt! Wahrscheinlich haben nicht alle Personalisten die gleiche Vorgangsweise aber doch alle eine sehr ähnliche. Schon alleine deshalb, weil viele Eindrücke automatisch bzw. unterbewusst gewonnen werden!

Die optische Aufmachung

So hinterlässt schon die Aufmachung der Unterlagen einen Eindruck. Die Unterlagen müssen optisch einladend gestaltet sein und Lust darauf machen, sie zu lesen. Sie dürfen nicht überladen sein und müssen schnell lesbar sein. Wenn eines der Kriterien nicht zutrifft, landet Ihre Bewerbung sehr flott auf dem “Leider Nein” Stapel!

Das Foto

Der nächste Blick erfolgt sofort aufs Foto. Ich versichere Ihnen, dass dieses Ihr wichtigster Sympathieträger ist!

Wenn Sie ein schlechtes Foto verwenden, dann werden Sie nur dann zum Bewerbungsgespräch eingeladen, wenn Sie Fähigkeiten und Kenntnisse haben, die nur wenige Kandidaten besitzen!

Selbstverständlich reicht das gute Foto allein nicht aus, aber es ist die genommene Hürde zum nächsten Schritt!

Muss- und Kann-Kriterien

Der Blick des Personalisten wird in Folge zu den Kriterien Ihres Lebenslaufes wandern, die im Stelleninserat als (sogenannte) Muss-Kriterien genannt waren! Diese sind ausnahmslos zu erfüllen, insbesondere dann, wenn es außer Ihnen noch 100te andere gibt, die den gleichen Job machen wollen!

Zum Schluss kommt das Bewerbungsschreiben

Und nach all diesen Hürden macht sich der Personalist daran, Ihr Bewerbungsschreiben zu lesen. Dabei haben Sie gute Chancen, wenn sich Ihr Schreibstil von dem aller anderen unterscheidet!

Social Media Präsenz

Wenn Sie jetzt noch interessant für den Personaler sind, dann wird er sich letztendlich im Netz auf die Suche nach Ihnen machen! Und hier sind Sie gut beraten, wenn alle Angaben, die man über Sie findet, auch mit denen in Ihrer Bewerbung übereinstimmen!

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Lesen Sie auch: Bewerbung ist Ihre Werbung!

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Mein Vorgesetzter – der anteilnahmslose Chef

Der anteilnahmslose Chef ist insofern schwierig zu handeln, als er kaum zu fassen ist. Da er Angst vor Zurückweisung und Fehlern hat, ist er schwer zu durchschauen!

Was charakterisiert ihn?

Haben Sie einen Chef, der sich aus allem raushält? Haben Sie das Gefühl, dass er nie anwesend ist? Trifft er keine Entscheidungen? Wissen Sie nichts über sein Privatleben und haben Sie das Gefühl, dass er auch nichts über das Ihre weiß?

Dann stehen Sie einem der Sorte “der anteilnahmslose Chef” gegenüber.

Was steckt dahinter?

Diesen Chef begleitet eine große Angst vor Zurückweisung. Aus diesem Grund geht er Kontakten aus dem Weg und hält eher Abstand zu anderen. Er selbst hält sich für uninteressant und unwichtig und auch von anderen hält er ebenso nicht besonders viel.

Woran erkennt man ihn?

Dieser Typ von Chef erledigt seine Arbeit entweder indem er alles rationalisiert und alle Gefühle  aus dem zwischenmenschlichen Kontakt verbannt.

Oder aber er gehört zu jenen Menschen, die nach außen immer fröhlich sind, die aber, sobald Gefühle ins Spiel kommen, das Thema wechseln.

Die dritte Möglichkeit seines Verhaltens ist die Taktik, jedem Unangenehmen aus dem Weg zu gehen!

Wie gehen Sie am besten mit ihm um?

Wie bekommen Sie nun diese Art von Chef dazu, dass er Entscheidungen trifft und Sie unterstützt?

Da der Chef sich selbst für völlig unbedeutend hält, ist es empfehlenswert, ihn wertschätzend um seine Unterstützung zu bitten! Indem man ihm das Gefühl gibt, kompetent zu sein, erreicht man, dass er seine Verantwortung wahrnimmt! Mit zunehmendem Maße wird er Ihnen gegenüber offener und wird auch Ihre Nähe suchen, da Sie ein angenehmes Gefühl in ihm auslösen.

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Lesen Sie auch: “was macht tolle Chefs so toll?”

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“Erzählen Sie von sich!” im Bewerbungsgespräch

Der Klassiker im Bewerbungsgespräch ist die Aufforderung “Erzählen Sie von sich!” Den meisten meiner Klienten macht diese Aufforderung zu schaffen. Wo fängt man an, wo hört man auf?

Hintergrund

Die Aufforderung “Erzählen Sie von sich!” lässt den Personalisten tief blicken! Er erfährt dabei meistens alles was er von Ihnen wissen will!

Können Sie Prioritäten setzen?

Der andere Grund ist, zu sehen, wie kommunikativ Sie sind, wie leicht (oder eben nicht) es Ihnen fällt, mit anderen zu kommunizieren, ob Sie eine kurze Zusammenfassung abgeben können oder ob es Ihnen schwer fällt, auf den Punkt zu kommen.

Wie werden Sie sich in Zukunft beim Job präsentieren?

“Erzählen Sie von sich!” zeigt dem Personalisten auch, wie Sie sich zukünftig im Job verhalten. Besonders wichtig ist das z.B. bei Verkäufern. Der Personalist kann also aus der Art wie Sie sich präsentieren ableiten, wie Sie das Unternehmen oder die Produkte zukünftig beim Kunden präsentieren.

Brennen Sie für den Job?

Aus der Art und Weise wie Sie erzählen, kann der Personalist ableiten, ob Sie für eine Sache brennen. Nicht selten beginnen die Augen eines Menschen zu leuchten, wenn er von richtig begeistert ist. Im Idealfall leuchten Sie dann, wenn Sie von Ihren Leidenschaften erzählen und diese etwas mit der zukünftigen Tätigkeit zu tun haben.

Fehler im Lebenslauf?

Nicht zuletzt gilt diese Aufforderung natürlich auch der Prüfung, ob die angegebenen Stationen Ihres Lebenslaufes auch tatsächlich korrekt sind.

Auch wenn es fast unglaublich klingt, es gibt doch immer wieder Kandidaten, die Ihren – angeblich eigenen – Lebenslauf nicht fehlerfrei wiedergeben können. Dabei ist es für den Personalisten sehr leicht, zu entlarven, ob es sich lediglich um eine kleine Erinnerungslücke zur einen oder anderen Jahreszahl handelt oder doch eher eine gravierendere Lücke zu einer Position!

Wie man es machen sollte!

Ratsam ist es daher, die Erzählung mit relativ zeitnahen Ereignissen zu beginnen bzw. rasch – nach einer kurzen Einleitung – zu Ihnen zu kommen. Wichtig ist dabei insbesondere von jenen Ereignissen zu erzählen, die auch für den neuen Job relevant sind. Hier haben Sie die Gelegenheit, immer wieder eine Brücke zum neuen Job zu schlagen und Ihre Stärken – die Sie auch im neuen Job einsetzen wollen – zu betonen!

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Lesen Sie auch: Fangfrage zum Thema Chef

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Piercings und Tattoos im Job?

Sie sind gepierct oder tätowiert? Wann Piercings und Tattoos ein Problem für Ihre Bewerbung darstellen.

Wer hat heutzutage keine Tätowierung oder ein Piercing? Ich selbst gehöre wahrscheinlich zu dem mittlerweile verschwindend geringen Anteil der Bevölkerung, der keine Tattoos hat. Tattoos sind offenbar gesellschaftfähig geworden.

Eine Frage der Örtlichkeit

Aber sehen auch die Unternehmen das so, bei denen Ihr Euch für einen Job beworben habt? Wenn das Tattoo sich an einer Stelle befindet, die nicht sichtbar ist, dann stellt sich die Frage für Euch nicht! Was aber, wenn sich das Tattoo über die Hemdsärmel hinaus findet oder – wie bei Frauen oft üblich – den Knöchel ziert?

Eine Frage des Unternehmens

Leicht ablesbar ist die Einstellung eines Unternehmens zu Euren Tattoos auf der Homepage eines Unternehmens. Je seriöser ein Unternehmen auftritt, desto weniger wird es Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben wollen, die extrem auffällig tätowiert sind oder, vor allem im Gesicht, viele Piercings haben.

Eine Frage des Jobs

Wichtig ist natürlich auch die Position, die Ihr zukünftig einnehmen wollt. Ist sie im BackOffice ohne Kundenkontakt angesiedelt, wird Eurer Körperschmuck weniger problematisch sein.

Um Euch den zukünftigen Weg nicht zu verbauen, solltet ihr jedenfalls sehr genau überlegen, wie künftige Arbeitgeber zu diesem Thema stehen könnten. Im Zweifelsfall und vor allem dann, wenn Ihr am Anfang Eurer Karriere steht, rate ich Euch eher zu unauffälligem oder leicht verdeckbaren Tattoos und Piercings!

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Lesen Sie auch: Körpersprache im Bewerbungsprozess

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Meine Führungskraft – ein Selbstdarsteller!

Unsicherheit wird als Schwäche empfunden und da niemand gerne unsicher und schwach ist, versucht die Person, diese Schwäche zu kompensieren. Dumm nur, wenn diese Person Ihre Führungskraft ist!

Jemand der – oder selbstverständlich auch die – sich selbst minderwertig fühlt (und deshalb zwangsläufig auch unsicher),  versucht sich nach außen hin  größer zu machen. Dies gelingt am ehesten, indem man sich selbst für sehr wichtig nimmt und andere klein macht. Umso kleiner der oder die andere, umso größer wird man selbst.

Angst als Motiv

Innerlich haben Menschen, die andere klein machen, große Angst, dass der andere besser sein könnte oder gar merken könnte, dass er  sich selbst  klein fühlt. Deswegen spionieren Menschen, die sich unsicher fühlen, allem hinterher, da sie versuchen, jede Gelegenheit von Größe eines/einer anderen im Keim zu ersticken.

Solche Führungskräfte haben verschiedene Taktiken, um sich selbst in Szene zu setzen. Einerseits können Sie permanente Rechthaber sein, oder aber gerne den Entertainer spielen, wobei ihre gute Laune meist nur solange aufrecht bleibt, als sie es sind, die die Witze erzählen.

Wie reagieren Sie auf die Spielchen Ihrer Führungskraft? Kann es sein, dass Sie um des Frieden willens die Spielchen mitspielen? Kann es sein, dass Sie die ersten Versuche des Chefs (oder der Chefin) Ihre vorgelegte Arbeit mit dem Rotstift zu korrigieren, völlig erstaunt aber doch kommentarlos zur Kenntnis genommen haben und sich in weiterer Folge schön brav in ihre Rolle als “kleiner Volksschüler” eingefügt haben? Ist es mittlerweile bereits so, dass Sie Fehler machen, die Sie früher nie gemacht haben? Ist es  vielleicht auch schon so, dass anfänglich da oder dort ein Fehler aufgetaucht ist, mittlerweile aber kein einziges Wort mehr an der Stelle bleibt, wohin Sie es geschrieben haben?

Lachen Sie über die Witze Ihrer Führungskraft und seien sie auch noch so fahl, nur um ihn oder sie bei Laune zu halten? Ist es mittlerweile so, dass die Kommunikation völlig einseitig verläuft, aus Angst, Sie könnten etwas Falsches sagen?

der Umgang mit Selbstdarstellern

Unterbrechen Sie das eingespielte Muster! Tun Sie, was Sie von Anbeginn an hätten tun müssen! Reagieren Sie erwachsen!

Befreien Sie sich aus der Rolle, in die sie gedrängt wurden. Insbesondere im ersten Beispiel wird deutlich, dass sie in die Rolle des Kindes bzw. in die des Unterlegenen gedrängt wurden. Seien Sie sich bewusst, dass Sie zwar MitarbeiterIn aber nicht Leibeigene(r) Ihrer Führungskraft sind und dass Sie ein Recht auf angemessenes Verhalten haben!

Brüllt Ihre Führungskraft z.B. herum, schreit er Sie oder Ihre Kollegen an, sollten Sie völlig ruhig das Muster unterbrechen und z.B. sagen: “Tut mir leid, aber bei dem Geschrei krieg ich Kopfschmerzen und muss mal eine Pause machen!” Verlassen Sie dann den Raum! (Ich bezweifle sogar, dass Ihre Führungskraft es wagen wird, Sie zu einem Vieraugengespräch zu holen, weil er sich ihres unangemessenen Tuns bewusst ist!)

Mit Sicherheit wird Ihr Vorgesetzter sein Verhalten ändern, weil er völlig überrascht ist, dass Sie aus einer erwachsenen Haltung heraus Stellung  bezogen haben und er das bisher nicht gewohnt war. Ihre Aktion zwingt ihn aber, sich ebenfalls auf die Ebene der erwachsenen Kommunikation zu begeben.

Dieser Prozess wird nicht von heute auf morgen erfolgreich sein, insbesondere dann, wenn der Chef schon viele Jahre in seiner bevorzugten, gut funktionierenden Rolle agiert (mit der er/sie sich so schön groß fühlt!). Je öfter Sie ihm/ihr aber auf einer erwachsenen Ebene begegnen, desto öfter wird auch er/sie gezwungen sein, dies zu tun!

Was eine gute Führungskraft ausmacht, lesen Sie hier.

Lesen Sie auch “Was macht tolle Chefs so toll?”

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“Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?”

Kommt Ihnen die Frage “Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?” auch komisch vor?

Sie bewerben sich gerade um einen neuen Job und sollen jetzt schon  sagen, wo Sie in fünf Jahren stehen? Ist es nicht genug, dass Sie noch nicht mal wissen, wo Sie morgen, geschweige denn in sechs Monaten stehen werden?

Schlucken Sie Ihre Verwunderung runter. Noch besser, seien Sie auf die Frage vorbereitet, sie wird mit ziemlicher Sicherheit in einer ähnlichen Form kommen.

Was wollen die Unternehmen wissen?

Der Hintergrund der Frage “Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?” ist relativ einfach. Unternehmen wollen wissen, ob es sich auszahlt, Sie einzustellen. Da Sie in Ihre Einarbeitung investieren müssen und Sie erst nach einiger Zeit wirklich produktiv für das Unternehmen arbeiten können, ist es legitim zu wissen, ob man langfristig auf Sie zählen kann.

Gleichzeitig wollen Unternehmen wissen, ob Sie in Wahrheit andere Pläne haben, als Sie preisgeben. Und zu meiner eigenen Verwunderung fallen auch viele Kandidaten genau in diese Falle.

Wie Sie antworten sollten!

Empfehlenswert ist hier, einfach so zu tun, als hätten Sie den Job schon bekommen! Stellen Sie sich vor, Sie betrachten den Job (und sich selbst) aus einer zukünftigen Perspektive.

Wenn Sie sich mit der Firmenpräsentation im Internet vertraut gemacht haben und die Anforderungen des Jobs im Inserat wirklich gelesen haben (damit meine ich, auch überlegt haben, was die Anforderungen im Firmenkontext bedeuten), dann dürfte die Beantwortung nicht allzu schwer sein.

Dann können Sie nämlich erzählen, dass Sie “auf der gegenständlichen Position schon einige wichtige Projekte leiten durften”, oder “die Verantwortung für eine bestimmte Zielerreichung übernehmen durften”. Sie könnten auch sagen, dass Sie “in einem netten Team arbeiten”, und “aufgrund Ihrer besonderen Kenntnisse im Thema xy auch tatkräftig unterstützen können”.

Sie könnten erzählen, dass Sie “auch schon in einem Projekt mitarbeiten durften, das in einem anderen Land abgewickelt wurde” und “dass Sie in diesem Projekt Ihre guten Englischkenntnisse unter Beweis stellen konnten”.

Die Frage bietet Ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten, Ihre Stärken ins rechte Licht zu rücken und Ihr Wissen über das Unternehmen, welches Sie sich durch das eingehende Studium der Firmenhomepage angeeignet haben, kundzutun!

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Was ist ein Assessment Center?

Gratulation, Sie wurden zum “Assessment-Center” eingeladen. Doch was ist das eigentlich?

Definition

Ein Assessment-Center  (engl. to assess = einschätzen, beurteilen) ist ein Testauswahlverfahren, bei dem mittels verschiedener Aufgaben Schlüsse auf Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten gezogen werden.

Funktion

Das Assessment-Center gibt Gelegenheit, Sie auf Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu testen. Es bietet eine gute Möglichkeit der Vergleichbarkeit, da  alle Kandidaten am gleichen Tag getestet werden.

Viele Assessment-Center lassen die Kandidaten in unterschiedlichen Übungen gegeneinander antreten, damit leicht und schnell ersichtlich ist, wer sich behaupten kann bzw. wie sich die einzelnen Kandidaten in der Gruppe verhalten.

Das Assessment-Center stellt einen guten Schutz gegen Klagen wegen Diskriminierung dar, da die Beurteilung nach objektiven Maßstäben erfolgt.

Ablauf

In den meisten Fällen startet das Assessment-Center mit einer Selbstpräsentation der Kandidaten und anschließend werden Sie aufgefordert Einzelübungen zu erledigen oder sich auf andere Übungen vorzubereiten. Diese Aufgaben testen unterschiedliche Fähigkeiten auf verschiedenen Gebieten.

Die Ergebnisse werden jeweils vor den Assessoren präsentiert und im Anschluss bewertet. Die Assessoren sind Mitarbeiter des Unternehmens unterschiedlichster Disziplinen oder aber Berater mit weitreichender Erfahrung.

Inhalt

Neben Persönlichkeitstests und mathematisch zu lösender Aufgaben werden bei den Übungen Gruppendynamik, Durchsetzungsvermögen und Teamfähigkeit überprüft. Es sind oft Übungen dabei, die Ihre Reaktionszeiten und ihr logisches Denkvermögen überprüfen.

Je nach Job ist der Bewertungsmaßstab unterschiedlich, da sie für eine Führungsfunktion ganz andere Voraussetzungen brauchen, wie für eine Verkaufsfunktion oder einen Job als Pilot. Daher sind auch die Aufgaben unterschiedlich gestaltet.

Dauer

Assessment-Center dauern oft mehrere Stunden, in denen Sie höchst konzentriert und unter Zeitdruck arbeiten müssen. Daher ist eine gute Vorbereitung sehr empfehlenswert.

Vorbereitung

Fragen Sie bei der Einladung nach, mit wie vielen Stunden Sie rechnen müssen und welche Hilfsmittel gestattet sind.

Mit dieser unverfänglichen Frage könnte es Ihnen sogar gelingen, mehr Informationen über Inhalte und konkreten Ablauf  zu erhalten!

Viele Übungen kann man auch üben. Im Internet stehen dafür  unterschiedlichste Aufgaben zu Verfügung.

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Fangfrage: “Wie beurteilen Sie Ihren Lebenslauf?”

Die Fangfrage nach dem Lebenslauf ist eine der am schwierigsten zu beantwortenden.

Der Sinn der Fangfrage

Der Sinn der Fangfrage nach dem eigenen Lebenslauf ist, Sie völlig aus dem Konzept zu bringen. Sie birgt die Gefahr in sich, sich entweder selbst schlecht zu machen oder aber zu selbstbewusst zu antworten.

Das Layout

Gehen Sie daher keinesfalls auf die optische Aufmachung Ihrer Bewerbungsunterlagen ein, sondern beantworten Sie die Frage ausschließlich auf den Inhalt gerichtet. Beginnen Sie nämlich die optische Aufmachung (die sowieso Geschmacksache ist!) zu kritisieren, stellt sich sofort die Frage, warum Sie Ihre Bewerbung so (und nicht anders) gestaltet und verschickt  haben.

Sollte der Personalist tatsächlich auch nach einer Beurteilung des Designs fragen, dann bleiben Sie cool. Antworten Sie z.B. “Das Design gefällt mir sehr gut, ich habe es passend zu den Farben meines Fotos gewählt.”

Der Inhalt

Auf den Inhalt gerichtet, sollten Sie sich bei dieser Fangfrage ebenso zu keinerlei negativen Äußerungen hinreißen lassen! Vermeiden Sie Aussagen wie: „Natürlich lief nicht immer alles reibungslos. Dennoch erkennt man, dass ich immer meine Ziele verfolgt habe.” Damit eröffnen Sie die sofortige Nachfrage, was nicht reibungslos lief und damit bewegen Sie sich auf unsicheres Terrain!

Auf der sicheren Seite bleiben

Denken Sie immer daran, dass man Ihren Lebenslauf zumindest für so gut hält, dass man Sie eingeladen hat! Das bedeutet, dass man ihn sowohl nach dem Design als auch nach dem Inhalt für gut befunden hat.

Konzentrieren Sie sich auf sachliche Aussagen wie z.B. “man sieht, dass meine Interessen sich bereits früh gezeigt haben und ich immer in Positionen gearbeitet habe, wo ich meine Stärken einsetzen konnte”.

Beginnen Sie nicht, sich selbst in höchsten Tönen zu loben – Ziel dieser Frage ist nämlich – wie bei vielen Fangfragen – Sie in eine Stresssituation zu bringen und Ihre Persönlichkeit zu erkennen!

Wenn Ihr Lebenslauf Lücken hat und negativ behaftete Stationen beinhaltet – erwähnen Sie das mit keiner Silbe und wecken Sie keine schlafenden Hunde!

Über rechtliche Grenzen bei Fangfragen lesen Sie hier.

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Familienplanung Im Bewerbungsgespräch

Vor allem junge Frauen stellen sich die Frage, wie sie im Bewerbungsgespräch mit der Frage nach der Familienplanung umgehen sollen. Seit der Einführung der Elternzeit betrifft das Thema Männer allerdings gleichermaßen.

Die gute Nachricht zuerst. Wenn die Tatsache, dass Sie Kinder bekommen können oder möchten, ein No-Go für den Arbeitgeber wäre, dann hätte man Sie nicht eingeladen!

Die rechtliche Situation

Arbeitgeber sind zwar vom Gesetz her verpflichtet, Bewerber nicht wegen ihres Geschlechts zu diskriminieren. Allein, diese Verpflichtung schützt nicht davor, dass ein Arbeitgeber einfach gar keine Frauen (im gebärfähigen Alter) einstellt.

Die Frage nach der Familienplanung ist im Bewerbungsgespräch ebenso gesetzwidrig wie die Diskriminierung selbst. Das Verbot aber meines Erachtens leider genauso zahnlos.

Die Frage wird daher oftmals trotzdem gestellt. Ihr Hintergrund ist aber ein sehr simpler. Unternehmen wollen wissen, wie sie planen müssen.

Die “richtige” Antwort

Für all jene, die irgendwann mal Kinder haben wollen, sollte die Antwort genau in diese Richtung gehen. Sie könnten antworten ” … dass man zuerst mal Karriere machen möchte … “, “ … dass Kinder derzeit kein Thema seien …”, … dass man mit Kinder zwar gut umgehen kann, sie aber in naher Zukunft kein Thema seien …”.

Vorsicht ist bei der Antwort insofern geboten, als man auch nicht unbedingt als kinderfeindlich, egoistisch oder wenig emphatisch dastehen sollte.

Jene, die bereits Kinder haben, werden sich entweder auf eine Halbtagsstelle beworben haben oder sich genau überlegt haben, ob ein Ganztagsjob sich mit den Kinderbetreuungszeiten vereinen lässt.

Die Frage nach der Familienplanung bzw. -situation sollte daher genau in diese Richtung beantwortet werden, nämlich mit vorhandener Unterstützung durch Ehepartner, Großeltern und sonstige Personen, die auch im Notfall gerne einspringen können.

Das Thema Familienplanung sollte aber nicht überstrapaziert werden, sondern mit der Antwort nur die Sicherheit erzeugt werden, dass auch manchmal anfallende Überstunden nicht gleich die große Katastrophe auslösen.

Besonders punkten können Mütter übrigens mit der Tatsache, dass sie Dinge hervorragend managen können, viele Aufgaben unter einen Hut bringen, Meister im Organisieren und im Unterstützen anderer sind!

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Was muss mein Job mir bringen?

Bevor man auf die Jobsuche geht, sollte man sich einige Vorfragen beantworten. Nur dann wird es Ihnen gelingen, den wirklich passenden Job zu finden.

Was will ich eigentlich wirklich?

Die meisten Menschen, die auf Jobsuche sind, wissen, dass sie Geld verdienen wollen. Sie wissen auch,  dass sie einen Job haben wollen, der abwechslungsreich und herausfordernd ist. Sie wollen einen Job, er der ihnen Spaß macht. Für viele ist auch ausschlaggebend, dass die Arbeit angenehm zu erreichen ist und dass sie ausreichend Freizeit haben.

Die wenigsten Jobsuchenden stellen sich noch anderen Fragen.

Großes oder kleines Unternehmen?

Je jünger man ist, desto schwieriger ist es herauszufinden, was einem am Job noch wichtig ist. Je weniger berufliche Erfahrung man gemacht hat, umso wichtiger ist herauszufinden, ob man sich eher für ein Konzernunternehmen oder einen Familienbetrieb eignet. Fühlt man sich in einem Großraumbüro wohler, das die Kommunikation fördert oder braucht man Ruhe zum Arbeiten und möchte daher am besten in einem Einzelbüro arbeiten?

Bürojob oder Außendienst?

Jobsuchende setzen sich eher weniger bewusst mit den Fragen nach Arbeitszeit, Anwesenheiten im Büro oder der Reisebereitschaft auseinander. Im Verkauf sollte man sehr deutlich überlegen, wie viel Außendienst man noch als angenehm empfindet.

Arbeitszeiten

Viele stellen sich kaum die Frage, welche Arbeitszeiten ihrem biologischen Rhythmus entsprechen. Obwohl dieser Faktor in meinen Augen eine große Bedeutung hat, nehmen die meisten Leute die Arbeitszeiten als gegeben hin, weil sie denken, dass sie darauf keinen Einfluss hätten.

Kollegen und Team?

Ganz zentral sind die Fragen, die sich um Vorgesetzte und Kollegen drehen! Dabei ausschlaggebend ist die Frage: “Was bin ich selbst für ein Mensch und mit wem tu‘ ich mir im Umgang leicht?” “Wie bin ich gestrickt? Mit welchem Vorgesetzten kann ich gut?” 

Möchte ich lieber einen Mann oder eine Frau als Vorgesetzten? Möchte man junge oder alte Kollegen? Braucht man viel Anleitung oder möchte man eher selbständig arbeiten?

Wie wichtig ist mir Unterstützung von anderen? Erreiche ich bessere Ergebnisse, wenn ich alleine arbeite oder bin ich nur dann produktiv, wenn ich im Team arbeite?

Bevor man sich also durch Jobinserate wühlt, sollte man sich überlegen, welche der genannten Kriterien für einen wichtig sind. Man sollte versuchen, eine Gewichtung der Kriterien vorzunehmen und sich dann überlegen welches Unternehmen am ehesten zu einem passt. Erst von der Klärung dieser Vorfragen ausgehend sollte man sich auf Jobsuche begeben!

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