Wie Personalisten Ihre Bewerbung sehen!

Sie sitzen gerade vor dem PC und schreiben Ihre Bewerbung? Sie glauben, dass Sie den Job schon in der Tasche haben, weil Sie alle Kriterien erfüllen? Das Foto ist zwar nicht das allerbeste aber doch ganz passabel und außerdem ist ja viel wichtiger, dass Sie die Kriterien des Inserates erfüllen?!

Weit gefehlt! Wahrscheinlich haben nicht alle Personalisten die gleiche Vorgangsweise aber doch alle eine sehr ähnliche, schon alleine deshalb, weil viele Eindrücke automatisch bzw. unterbewusst gewonnen werden!

So hinterlässt schon die Aufmachung der Unterlagen einen Eindruck. Die Unterlagen können optisch einladend gestaltet sein, Lust darauf machen, sie zu lesen oder aber derart überladen, dass man selbst bei größtmöglicher Bemühung, sie zu lesen, ob der fünf (oder noch mehr?) unstrukturierten Seiten sofort w.o. gibt. Damit landet Ihre Bewerbung unter Garantie unverzüglich auf dem “Leider Nein” Stapel!

Der nächste Blick erfolgt sofort aufs Foto. Ich versichere Ihnen, dass dieses ihr wichtigster Sympathieträger ist! Wenn Sie ein schlechtes Foto verwenden, dann werden Sie nur dann zum Bewerbungsgespräch eingeladen, wenn Sie a) der einzige Bewerber sind oder b) in einer Spezialisierung arbeiten, wo es nur eine Handvoll Kandidaten in ganz Österreich gibt!

Selbstverständlich reicht das gute Foto allein nicht aus, aber es ist die genommene Hürde zum nächsten Schritt! Der Blick des Personalisten wird in Folge zu den Kriterien Ihres Lebenslaufes wandern, die im Stelleninserat als (sogenannte) Muss-Kriterien genannt waren! Diese sind ausnahmslos zu erfüllen, insbesondere dann, wenn es außer Ihnen noch 100te andere gibt, die den gleichen Job machen wollen!

Und nach all diesen Hürden macht sich der Personalist daran, Ihr Bewerbungsschreiben zu lesen. Dabei haben Sie gute Chancen, wenn sich Ihr Schreibstil von dem aller anderen unterscheidet!

Wenn Sie jetzt noch interessant für den Personaler sind, dann wird er sich letztendlich im Netz auf die Suche nach Ihnen machen! Und hier sind Sie gut beraten, wenn alle Angaben, die man über Sie findet, auch mit denen in Ihrer Bewerbung übereinstimmen!

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mein Vorgesetzter – der Anteilslose

Haben Sie einen Chef, der sich aus allem raushält? Haben Sie das Gefühl, dass er nie anwesend ist? Trifft er keine Entscheidungen? Wissen Sie nichts über sein Privatleben und haben Sie das Gefühl, dass er auch nichts über das Ihre weiß?

Diesen Chef begleitet eine große Angst vor Zurückweisung. Aus diesem Grund geht er Kontakten aus dem Weg und hält eher Abstand zu anderen. Er selbst hält sich für uninteressant und unwichtig und auch von anderen hält er ebenso nicht besonders viel.

Dieser Typ von Chef erledigt seine Arbeit entweder indem er alles rationalisiert und alle Gefühle  aus dem zwischenmenschlichen Kontakt verbannt. Oder aber er gehört zu jenen Menschen, die nach außen immer fröhlich sind, die aber, sobald Gefühle ins Spiel kommen, das Thema wechseln. Die dritte Möglichkeit seines Verhaltens ist die Taktik, jedem Unangenehmen aus dem Weg zu gehen!

Wie bekommen Sie nun diese Art von Chef dazu, dass er Entscheidungen trifft und Sie unterstützt? Da der Chef sich selbst für unbedeutend hält, ist es empfehlenswert, ihn wertschätzend um seine Unterstützung zu bitten! Indem man ihm das Gefühl gibt, kompetent zu sein, erreicht man, dass er seine Verantwortung wahrnimmt!

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“Erzählen Sie von sich!”… im Bewerbungsgespräch

Der Klassiker im Bewerbungsgespräch! Aber wissen Sie auch wirklich, wie Sie kurz und bündig Ihren Lebenslauf wiedergeben, ohne genau dasselbe zu erzählen, was Sie schon niedergeschrieben haben?

Der Hintergrund dieser Frage ist zum einen zu prüfen, ob die angegebenen Stationen Ihres Lebenslaufes auch tatsächlich korrekt sind. Auch wenn es fast unglaublich klingt, es gibt doch immer wieder Kandidaten, die Ihren – angeblich eigenen – Lebenslauf nicht fehlerfrei wiedergeben können. Dabei ist es für den Personalisten sehr leicht, zu entlarven, ob es sich lediglich um eine kleine Erinnerungslücke zur einen oder anderen Jahreszahl handelt oder doch eher eine gravierendere Lücke zu einer Position!

Der andere Grund ist, zu sehen, wie kommunikativ Sie sind, wie leicht (oder eben nicht) es Ihnen fällt, mit anderen zu kommunizieren, ob Sie eine kurze Zusammenfassung abgeben können oder ob es Ihnen schwer fällt, auf den Punkt zu kommen.

Ratsam ist es daher, die Erzählung mit relativ zeitnahen Ereignissen zu beginnen bzw. rasch – nach einer kurzen Einleitung – zu Ihnen zu kommen. Wichtig ist dabei insbesondere von jenen Ereignissen zu erzählen, die auch für den neuen Job relevant sind. Hier haben Sie die Gelegenheit, immer wieder eine Brücke zum neuen Job zu schlagen und Ihre Stärken – die Sie auch im neuen Job einsetzen wollen – zu betonen!

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Piercings und Tattoos im Job?

Wer hat heute zu Tage keine Tätowierung? Ich selbst gehöre wahrscheinlich zu dem mittlerweile verschwindend geringen Anteil der Bevölkerung, der keine Tattoos hat. Tattoos sind offenbar gesellschaftfähig geworden.

Aber sehen auch die Unternehmen das so, bei denen Ihr Euch für einen Job beworben habt? Wenn das Tattoo sich an einer Stelle befindet, die nicht sichtbar ist, dann stellt sich die Frage für Euch nicht! Was aber, wenn sich das Tattoo über die Hemdsärmel hinaus findet oder – wie bei Frauen oft üblich – den Knöchel ziert?

Leicht ablesbar ist die Einstellung eines Unternehmens zu Euren Tattoos auf der Homepage eines Unternehmens. Je seriöser ein Unternehmen auftritt, desto weniger wird es Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben wollen, die extrem auffällig tätowiert sind oder, vor allem im Gesicht, viele Piercings haben.

Wichtig ist natürlich auch die Position, die Ihr zukünftig einnehmen wollt. Ist sie im BackOffice ohne Kundenkontakt angesiedelt, wird Eurer Körperschmuck weniger problematisch sein.

Um Euch den zukünftigen Weg nicht zu verbauen, solltet ihr jedenfalls sehr genau überlegen, wie künftige Arbeitgeber zu diesem Thema stehen könnten. Im Zweifelsfall und vor allem dann, wenn Ihr am Anfang Eurer Karriere steht, rate ich Euch eher zu unauffälligem oder leicht verdeckbaren Tattoos und Piercings!

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meine Führungskraft – ein Selbstdarsteller!

Unsicherheit wird als Schwäche empfunden und da niemand gerne unsicher und schwach ist, versucht die Person, diese Schwäche zu kompensieren. Dumm nur, wenn diese Person Ihre Führungskraft ist!

Jemand der – oder selbstverständlich auch die – sich selbst minderwertig fühlt (und deshalb zwangsläufig auch unsicher),  versucht sich nach außen hin  größer zu machen. Dies gelingt am ehesten, indem man sich selbst für sehr wichtig nimmt und andere klein macht. Umso kleiner der oder die andere, umso größer wird man selbst.

Angst als Motiv

Innerlich haben Menschen, die andere klein machen, große Angst, dass der andere besser sein könnte oder gar merken könnte, dass er  sich selbst  klein fühlt. Deswegen spionieren Menschen, die sich unsicher fühlen, allem hinterher, da sie versuchen, jede Gelegenheit von Größe eines/einer anderen im Keim zu ersticken.

Solche Führungskräfte haben verschiedene Taktiken, um sich selbst in Szene zu setzen. Einerseits können Sie permanente Rechthaber sein, oder aber gerne den Entertainer spielen, wobei ihre gute Laune meist nur solange aufrecht bleibt, als sie es sind, die die Witze erzählen.

Wie reagieren Sie auf die Spielchen Ihrer Führungskraft? Kann es sein, dass Sie um des Frieden willens die Spielchen mitspielen? Kann es sein, dass Sie die ersten Versuche des Chefs (oder der Chefin) Ihre vorgelegte Arbeit mit dem Rotstift zu korrigieren, völlig erstaunt aber doch kommentarlos zur Kenntnis genommen haben und sich in weiterer Folge schön brav in ihre Rolle als “kleiner Volksschüler” eingefügt haben? Ist es mittlerweile bereits so, dass Sie Fehler machen, die Sie früher nie gemacht haben? Ist es  vielleicht auch schon so, dass anfänglich da oder dort ein Fehler aufgetaucht ist, mittlerweile aber kein einziges Wort mehr an der Stelle bleibt, wohin Sie es geschrieben haben?

Lachen Sie über die Witze Ihrer Führungskraft und seien sie auch noch so fahl, nur um ihn oder sie bei Laune zu halten? Ist es mittlerweile so, dass die Kommunikation völlig einseitig verläuft, aus Angst, Sie könnten etwas Falsches sagen?

der Umgang mit Selbstdarstellern

Unterbrechen Sie das eingespielte Muster! Tun Sie, was Sie von Anbeginn an hätten tun müssen! Reagieren Sie erwachsen!

Befreien Sie sich aus der Rolle, in die sie gedrängt wurden. Insbesondere im ersten Beispiel wird deutlich, dass sie in die Rolle des Kindes bzw. in die des Unterlegenen gedrängt wurden. Seien Sie sich bewusst, dass Sie zwar MitarbeiterIn aber nicht Leibeigene(r) Ihrer Führungskraft sind und dass Sie ein Recht auf angemessenes Verhalten haben!

Brüllt Ihre Führungskraft z.B. herum, schreit er Sie oder Ihre Kollegen an, sollten Sie völlig ruhig das Muster unterbrechen und z.B. sagen: “Tut mir leid, aber bei dem Geschrei krieg ich Kopfschmerzen und muss mal eine Pause machen!” Verlassen Sie dann den Raum! (Ich bezweifle sogar, dass Ihre Führungskraft es wagen wird, Sie zu einem Vieraugengespräch zu holen, weil er sich ihres unangemessenen Tuns bewusst ist!)

Mit Sicherheit wird Ihr Vorgesetzter sein Verhalten ändern, weil er völlig überrascht ist, dass Sie aus einer erwachsenen Haltung heraus Stellung  bezogen haben und er das bisher nicht gewohnt war. Ihre Aktion zwingt ihn aber, sich ebenfalls auf die Ebene der erwachsenen Kommunikation zu begeben.

Dieser Prozess wird nicht von heute auf morgen erfolgreich sein, insbesondere dann, wenn der Chef schon viele Jahre in seiner bevorzugten, gut funktionierenden Rolle agiert (mit der er/sie sich so schön groß fühlt!). Je öfter Sie ihm/ihr aber auf einer erwachsenen Ebene begegnen, desto öfter wird auch er/sie gezwungen sein, dies zu tun!

Was eine gute Führungskraft ausmacht, lesen Sie hier.

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Achtung Fangfrage: “Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?”

Kommt Ihnen die Frage auch komisch vor? Sie bewerben sich gerade um einen neuen Job und sollen jetzt schon  sagen, wo Sie in fünf Jahren stehen? Ist es nicht genug, dass Sie noch nicht mal wissen, wo Sie morgen, geschweige denn in sechs Monaten stehen werden?

Schlucken Sie Ihre Verwunderung runter. Noch besser, seien Sie auf die Frage vorbereitet, sie wird mit ziemlicher Sicherheit kommen.

Empfehlenswert ist hier, einfach so zu tun, als hätten Sie den Job schon bekommen! Stellen Sie sich einfach vor, Sie betrachten den Job (und sich selbst) aus einer zukünftigen Perspektive. Wenn Sie sich mit der Firmenpräsentation im Internet vertraut gemacht haben und die Anforderungen des Jobs im Inserat wirklich gelesen haben (damit meine ich, auch überlegt haben, was die Anforderungen im Firmenkontext bedeuten), dann dürfte die Beantwortung nicht allzu schwer sein. Dann können Sie nämlich erzählen, dass Sie “auf der gegenständlichen Position schon einige wichtige Projekte leiten durften”, “die Verantwortung für eine bestimmte Zielerreichung übernehmen durften”, “in einem netten Team arbeiten”, dass Sie “aufgrund Ihrer besonderen Kenntnisse im Thema xy (das ebenso aus dem Inserat als besonders wichtig hervor ging!) auch tatkräftig unterstützen können”. Sie könnten erzählen, dass Sie “auch schon in einem Projekt mitarbeiten durften, das in einem anderen Land abgewickelt wurde” (vorausgesetzt, es handelt sich um ein Unternehmen, das auch Niederlassungen außerhalb Österreichs hat) und “dass Sie in diesem Projekt Ihre guten Englischkenntnisse (oder welche Sprache auch immer) unter Beweis stellen konnten”.

Die Frage bietet Ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten, Ihre Stärken ins rechte Licht zu rücken und Ihr Wissen über das Unternehmen, welches Sie sich durch das eingehende Studium der Firmenhomepage angeeignet haben, kundzutun!

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Fangfrage zum Thema Chef
Fangfrage zum Thema Familienplanung

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mein Vorgesetzter – mein Problem?

Kennen Sie das? Sie waren grad bei Ihrem Chef und jetzt kochen Sie vor Zorn? Er hat Sie gerade wieder mal grundlos kritisiert? Er hat Ihnen einen total langweiligen Auftrag gegeben oder ist Sie mal wieder übergangen?

Die Schimpfwörter, die Sie in diesem Moment für ihn parat haben, wollen wir uns alle lieber denken! Apropos, es gibt natürlich auch Chefinnen, die manchen Mitarbeiter zur Weißglut treiben, aber der Einfachheit halber verwende ich die männliche Form!

Was haben Sie nicht damals für Vorstellungen gehabt, als Sie sich um den Job beworben haben! Wie sehr haben Sie sich gefreut, ihn bekommen zu haben. Damals hatten Sie die Vorstellung, dass Sie einen Chef bekommen werden, der freundlich und fair ist, einer der zwar fordert aber auch fordert. Einen, der Ihnen im Alltagsstress den Rücken stärkt und nicht in denselben fällt. Einen Fachmann und Mentor. Leider ist bittere Realität, dass die meisten Chefs nicht so sind.

Kann man nichts machen? Das wäre die absolut falsche Reaktion! Die führt nämlich auf Dauer dazu, dass Sie ein Magengeschwür bekommen!

Kündigen? Das sollte der letzte Schritt sein, wenn alle anderen Möglichkeiten zu keinem guten Ergebnis für Sie geführt haben.

Sie können Ihren Chef nicht ändern, aber Sie können Ihr Verhalten ändern und damit wiederum seine Reaktionen darauf!

Wie Sie vorgehen können, lesen Sie im nächsten Beitrag!

Lesen Sie jetzt: “mein Vorgesetzter – der Anteilslose” oder “mein Vorgesetzter – der Selbstdarsteller”

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Bewerbung 2te Runde – was ist ein Assessment Center?

Gratulation, Sie wurden zur zweiten Runde im Bewerbungsprozess eingeladen!

Häufig lädt man Sie dabei zu einem “Assessment Center”. Doch was ist das eigentlich? Ein Assessment Center  (engl. to assess = einschätzen, beurteilen) ist ein Testauswahlverfahren, bei dem mittels verschiedener Aufgaben Schlüsse auf Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten gezogen werden. Dazu werden Sie aufgefordert, verschiedene Aufgaben, entweder alleine oder in der Gruppe, zu lösen. Diese Aufgaben testen unterschiedliche Fähigkeiten auf verschiedenen Gebieten. Es kann sich dabei um Persönlichkeitstests oder um mathematisch zu lösende Aufgaben handeln, bei denen Reaktionszeiten und logisches Denkvermögen abgefragt werden. Bei Gruppenaufgaben werden in erster Linie Ihr Verhalten in der Gruppe, Ihr Durchsetzungsvermögen, Ihre Teamfähigkeit und nicht zuletzt Ihr Führungspotential unter die Lupe genommen.

Assessment Center dauern oft mehrere Stunden, in denen Sie höchst konzentriert und unter Zeitdruck arbeiten müssen. Daher ist eine gute Vorbereitung sehr empfehlenswert. Fragen Sie bei der Einladung nach, mit wie vielen Stunden Sie rechnen müssen und welche Hilfsmittel gestattet sind. Mit dieser unverfänglichen Frage könnte es Ihnen gelingen, mehr Informationen über Inhalte und konkreten Ablauf  zu erhalten!

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Fangfrage: “wie beurteilen Sie Ihren Lebenslauf?”

Die Fangfrage nach dem Lebenslauf ist eine der am schwierigsten zu beantwortenden.

Der Sinn der Fangfrage

Der Sinn der Fangfrage nach dem eigenen Lebenslauf ist, Sie völlig aus dem Konzept zu bringen. Sie birgt die Gefahr in sich, sich entweder selbst schlecht zu machen oder aber zu selbstbewusst zu antworten.

Das Layout

Gehen Sie daher keinesfalls auf die optische Aufmachung Ihrer Bewerbungsunterlagen ein, sondern beantworten Sie die Frage ausschließlich auf den Inhalt gerichtet. Beginnen Sie nämlich die optische Aufmachung (die sowieso Geschmacksache ist!) zu kritisieren, stellt sich sofort die Frage, warum Sie Ihre Bewerbung so (und nicht anders) gestaltet und verschickt  haben.

Sollte der Personalist tatsächlich auch nach einer Beurteilung des Designs fragen, dann bleiben Sie cool. Antworten Sie z.B. “Das Design gefällt mir sehr gut, ich habe es passend zu den Farben meines Fotos gewählt.”

Der Inhalt

Auf den Inhalt gerichtet, sollten Sie sich bei dieser Fangfrage ebenso zu keinerlei negativen Äußerungen hinreißen lassen! Vermeiden Sie Aussagen wie: „Natürlich lief nicht immer alles reibungslos. Dennoch erkennt man, dass ich immer meine Ziele verfolgt habe.” Damit eröffnen Sie die sofortige Nachfrage, was nicht reibungslos lief und damit bewegen Sie sich auf unsicheres Terrain!

Auf der sicheren Seite bleiben

Denken Sie immer daran, dass man Ihren Lebenslauf zumindest für so gut hält, dass man Sie eingeladen hat! Das bedeutet, dass man ihn sowohl nach dem Design als auch nach dem Inhalt für gut befunden hat.

Konzentrieren Sie sich auf sachliche Aussagen wie z.B. “man sieht, dass meine Interessen sich bereits früh gezeigt haben und ich immer in Positionen gearbeitet habe, wo ich meine Stärken einsetzen konnte”.

Beginnen Sie nicht, sich selbst in höchsten Tönen zu loben – Ziel dieser Frage ist nämlich – wie bei vielen Fangfragen – Sie in eine Stresssituation zu bringen und Ihre Persönlichkeit zu erkennen!

Wenn Ihr Lebenslauf Lücken hat und negativ behaftete Stationen beinhaltet – erwähnen Sie das mit keiner Silbe und wecken Sie keine schlafenden Hunde!

Über rechtliche Grenzen bei Fangfragen lesen Sie hier.

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Fangfrage im Bewerbungsgespräch: Thema Familienplanung

Vor allem junge Frauen stellen sich die Frage, wie sie im Bewerbungsgespräch mit der Frage nach der Familienplanung umgehen sollen.

Die gute Nachricht zuerst: Wenn die Tatsache, dass Sie Kinder bekommen können oder möchten, ein No-Go für den Arbeitgeber wäre, dann hätte man Sie nicht eingeladen!

Arbeitgeber sind zwar vom Gesetz her verpflichtet, Bewerber nicht wegen ihres Geschlechts zu diskriminieren – allein, diese Verpflichtung kann nicht davor schützen, dass ein Arbeitgeber einfach keine Frauen (im gebärfähigen Alter) einstellt.

Die Frage nach der Familienplanung ist ebenso gesetzwidrig wie die Diskriminierung selbst , das Verbot aber leider genauso zahnlos. Die Frage wird daher oftmals gestellt. Ihr Hintergrund ist aber ein sehr simpler,  nämlich Bescheid darüber zu wissen, was das Unternehmen planen muss.

Für all jene, die irgendwann mal Kinder haben wollen, sollte die Antwort genau in diese Richtung gehen nämlich ” … dass man zuerst mal Karriere machen möchte … “, ” … dass Kinder derzeit kein Thema seien …”, ” … dass man mit Kinder zwar gut umgehen kann, sie aber in naher Zukunft kein Thema seien …”. Vorsicht ist bei der Antwort insofern geboten, als man auch nicht unbedingt als kinderfeindlich, egoistisch oder wenig emphatisch dastehen sollte.

Jene, die bereits Kinder haben, werden sich entweder auf eine Halbtagsstelle beworben haben oder sich genau überlegt haben, ob ein Ganztagsjob sich mit den Kinderbetreuungszeiten vereinen lässt. Die Frage nach der Familienplanung bzw. -situation sollte daher ebenso beantwortet werden, nämlich mit vorhandener Unterstützung durch Ehepartner, Großeltern und sonstige Personen, die auch im Notfall gerne einspringen können. Das Thema sollte aber nicht überstrapaziert werden, sondern mit der Antwort nur die Sicherheit erzeugt werden, dass auch manchmal anfallende Überstunden nicht gleich die große Katastrophe auslösen.

Besonders punkten können Mütter übrigens mit der Tatsache, dass sie Dinge hervorragend managen können, viele Aufgaben unter einen Hut bringen, Meister im Organisieren und im Unterstützen anderer sind!

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