Achtung Kleinbetriebe – Ersthelfer ab 1.1.2015

Ab 1.1.2015 benötigen neu bestellte Ersthelfer auch in Kleinbetrieben mit bis zu vier fix beschäftigten Arbeitnehmern eine mindestens achtstündige Grundausbildung in Erster Hilfe. Bisher reichte eine mindestens sechsstündige Unterweisung über lebensrettende Sofortmaßnahmen aus.

Als Beschäftigte gelten in diesem Zusammenhang Personen, die in einem Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis zum Betrieb stehen.  Vorsicht besteht daher bei juristischer Personen, deren Eigentümer bei der juristischen Person im Beschäftigungsverhältnis stehen.

Diese Ausbildung muss künftig entweder alle vier Jahre mit acht Stunden oder alle zwei Jahre mit vier Stunden aufgefrischt werden.

Für bereits bestellte Ersthelfer ist eine Auffrischung, je nach Datum der bisherigen Ausbildung, zu organisieren.  Personen, welche ihre Ausbildung zwischen 1998 und 2011 absolviert haben, benötigen eine Auffrischung, die bis längstens Ende 2015 zu erfolgen hat.  Hat die absolvierte Ausbildung im Zeitraum zwischen 2012 und 2014 stattgefunden, so hat die Auffrischung vier Jahre nach der Absolvierung zu erfolgen.

Dementsprechend haben auch neu bestellte Ersthelfer, die bereits eine achtstündigen Kursbesuch hinter sich haben, eine Auffrischung nach vier Jahren ab Kurssende zu absolvieren.

Für Betriebe ab fünf regelmäßigen Beschäftigten bleibt auch nach dem 1.1.2015 die bisherige Regelung aufrecht. Die Ersthelfer müssen in solchen Betrieben eine mindestens 16 stündige Grundausbildung nachweisen können. Für diese Personen ist wichtig, ihre Auffrischung alle vier Jahre im Ausmaß von acht Stunden oder alle zwei Jahre im Ausmaß von vier Stunden zu absolvieren.

Auffrischungen können durch autorisierte Ausbildungsreinrichtungen, z.B. dem Samariterbund oder durch einen Arbeitsmediziner erfolgen.

Wird seitens der Behörde ein Nichtentsprechen dieser Vorschriften festgestellt, drohen dem Betriebsinhaber  im erstmaligen Fall Strafen von € 166.- bis € 8.324, im festgestellten Wiederholungsfall von € 333.- bis € 16.659.-.

(Stand: 28.11.2014 – detaillierte Auskünfte sind bei geeigneten Rechtsvertretern einzuholen)

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Blog - unterschiedlich häufig - die Sprachform des generischen Femininum oder des Maskulinums verwendet. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweilige Verwendung geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

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“Europass” – ein Einheitsbrei

Jeder Bewerbungscoach wird Ihnen sagen, dass es Ihnen mit Ihrer Bewerbung gelingen muss, sich von der Masse abzuheben. Die EU sieht das offenbar anders, denn sie hat bereits 2002 ein Standardmuster für europaweit zu verwendende Lebensläufe veröffentlicht. Den Europass.

Sinn des Europass

Das Ziel war offensichtlich, Chancengleichheit für alle BewerberInnen auch außerhalb ihres eigenen Landes herzustellen.

Gut gemeint, aber leider nicht gut gemacht

Abgesehen davon, dass anzunehmender Weise in allen Europastaaten andere Kriterien für die gewünschten Inhalte gelten, begeht man mit der Verwendung des normierten Musters – zumindest im eigenen Land – einen Kapitalfehler im Bewerbungsprozess!

Ich persönlich kritisiere den Europass in mehrfacher Hinsicht.

  • Die Schrift ist unsympathisch.
  • Der vorgesehene Raum für Ihr Bild ist viel zu klein.
  • Die Überschriften sind in einem sehr eigentümlichen blau gehalten und passen in den seltensten Fällen zu den Farben Ihres Bildes.
  • Der eingegebene Text “flattert”aufgrund falsch gesetzter Tabulatoren.
  • Besonders die zweite Seite wirkt sehr unübersichtlich, da Tabellen für Fremdsprachenskills und EDV verwendet werden. Diese haben unterschiedliche Formate.

Ich empfehle generell höchstens zwei bis drei unterschiedliche Formatierungen zu verwenden, um Überschriften zu kennzeichnen oder Besonderheiten hervorzuheben. Der Europass verwendet vier (!) verschiedene Blautöne für Überschriften und drei unterschiedliche Schriftgrößen.

Wie wichtig diese Kriterien sind, beschreibe ich hier.  

Individualität

Ihre Bewerbung muss individuell sein! Je eher es Ihnen gelingt, sich von der Masse abzuheben, desto größer werden Ihre Chancen auf den neuen Job!

Personalisten kämpfen sich (nach eigenen – meines Erachtens eher zweifelhaften – Aussagen) bei jeder Stellenausschreibung durch ca. 250 Bewerbungen! Wenn alle 250 Lebensläufe schon formal gleich aussehen, macht es die Entscheidung für eine Handvoll davon nicht unbedingt einfacher! Mit Sicherheit aber tritt der in Erscheinung, der als Einziger das standardisierte Formular nicht benutzt hat!

Aufforderung

Vereinzelt findet sich in Stellenausschreibungen der Hinweis, dass der Europass verwendet werden soll. Selbstverständlich ist dieser Aufforderung nachzukommen. Ich allen anderen Fällen rate ich unbedingt zu  individuell gestalteten Bewerbungsunterlagen, die sich schon optisch von der Masse abheben!

Dass ich mit dieser Ansicht nicht alleine bin, können Sie auch im folgenden Presseartikel nachlesen.

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Die fünf häufigsten Fehler im Lebenslauf

In meiner langjährigen Tätigkeit haben sich einige Fehler im Lebenslauf gezeigt, die mir immer wieder begegnen.  Ich helfe Ihnen, Sie zu vermeiden!

das Foto im Lebenslauf

Dass das Foto vom letzten Strandurlaub für den Lebenslauf nicht wirklich geeignet ist, haben die meisten schon begriffen.  Allerdings verleitet das allzeit griffbereite Handy mit der tollen Kamera schnell mal, den Kollegen aufzufordern, ein Foto von einem vor der weißen Wand im Büro zu schießen. Meist sitzt dabei die Krawatte nicht richtig, der Kragen ist verknickt und der Lichteinfall passt nicht.

Auch wenn das Foto auf den ersten Blick noch so nett aussehen mag, die meisten betrachten es nicht mit den Augen eines Personalisten. Der nämlich fragt sich beim Betrachten eines Fotos unbewusst: “traue ich dieser Person zu, den Job zu machen?”, “vermittelt die Person Vertrauen?”, “wirkt die Person freundlich”, “vermittelt die Person Durchsetzungsstärke?”

Wenn man sich vor Augen führt, dass wir mit Gestik, Mimik und unserer Ausstrahlung kommunizieren, wird schnell klar, dass das Foto beim Betrachter einen Eindruck hinterlässt und wir es in der Hand haben, was wir tatsächlich vermitteln!

Gute Tipps für eigene Bewerbungsfotos finden Sie hier. Prinzipiell rate ich aber, die Fotos nur im Notfall und bei kleinem Budget selbst zu machen.

die Kontaktdaten im Lebenslauf

Immer wieder überraschend für mich ist, dass Jobbewerber entweder gar keine Kontaktdaten angeben oder diese falsch geschrieben sind! Auch das liegt daran, dass sie ihre Unterlagen nicht in dem Bewusstsein schreiben, dass ein Fremder sie liest!

Kontrollieren Sie nach dem Erstellen Ihrer Unterlagen, ob alle Angaben vorhanden sind, um Sie kontaktieren zu können. Lassen Sie Ihre Unterlagen von anderen Personen überprüfen!

die Reihenfolge der Stationen im Lebenslauf

Meist merkt man, dass der Verfasser (s)eines Lebenslaufes seine schulischen und beruflichen Stationen vor dem geistigen Auge durchläuft, was dazu führt, dass beim Schreiben mit den ältesten Stationen begonnen wird. Das führt bei Menschen mit langjähriger Karriere dazu, dass man die letzte Station erst  auf der zweiten Seite findet. Machen Sie es dem Leser einfach! Beginnen Sie unbedingt mit der aktuellsten und damit letzten Station!

Schwächen die sich schon im Lebenslauf zeigen

Besonders drastisch ist, wenn behauptete Stärken schon durch die Bewerbungsunterlagen widerlegt werden. Wenn diese z.B. “Genauigkeit, Struktur und Zielorientierung” lauten, so ist es fatal, wenn Fehler aufgrund von Unachtsamkeit passieren, der Lebenslauf jegliche Struktur vermissen lässt oder die eigene Beschreibung auf zahlreichen Seiten passiert, ohne auf den Punkt zu kommen!

fehlende Kennzahlen im Lebenslauf

Im Zeitalter wo Unternehmen von Kennzahlen getrieben werden, ist es unerlässlich, behauptete Verantwortungen mit Kennzahlen zu untermauern. So “vergessen” Führungskräfte oftmals ihre Führungsspanne, KAMs* ihre Umsatzzahlen und Projektleiter namhafte Projekte anzuführen! Derartige Angaben vermitteln aber am schnellsten und effizientesten ein Bild Ihres Aufgabengebietes und zeigen, dass der Bewerber weiß, worauf es ankommt!

*Key Account Manager = gehobener Verkauf

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Generation PflichtPraktikum

Was möglicherweise vor einigen Jahren gut gemeint war, stellt sich in meinen Augen mittlerweile als Falle heraus! Das Pflichtpraktikum.

Wie alles begann!

Als die ersten Fachhochschulen am Markt erschienen, dachte man offenbar noch, dass es eine gute Idee sei, die fachliche Ausbildung mit Praxiserfahrung zu kombinieren. Der Schuss ging aus meiner Sicht nach hinten los!

Anfänglich fiel es vielen Studenten schwer, geeignete Praktikumsplätze zu finden. Dieser Umstand ist nicht weiter verwunderlich, hat man doch befürchtet, mit den Praktikanten zusätzlichen Aufwand zu haben, der sich letztlich nicht rentiert. Die Einarbeitungsphase wird schnell damit beendet, dass der Student wieder zurück an seinen Uniplatz geht!

Entwicklung der Praktika im Laufe der Zeit

Über die Jahre stellten Unternehmen offenbar fest, dass es durchaus sinnvoll sein kann, z.B. die Sommermonate mit vergleichsweise günstigem Personal zu überbrücken.

Die Kosten

Der Student zählt, wenn überhaupt, nur vorübergehend zum Personalstand und fällt daher hinsichtlich der FTE- Zahlen  (“full time equivalent“, eine Kennzahl zur Messung des Mitarbeiterstandes) besonders am Jahresende nicht ins Gewicht. Dieser Umstand ist für börsennotierte Unternehmen wichtig.

Gleichzeitig sorgen Verträge dafür, dass der Student nur ein geringeres in vielen Fällen sogar gar kein Gehalt (!) erhält und damit wesentlich günstiger ist als das Stammpersonal. Wenn der Student kein Gehalt bekommt, entfallen auch die Sozialaufgaben und Steuern.

Studenten sind oftmals vergleichsweise besser ausgebildet, höher motiviert  und insbesondere mit neuen Medien besser vertraut, als das Stammpersonal.

Recruitingwerkzeug

Letztlich haben Unternehmen erkannt, dass sie damit ein neues und  besonders effizientes Recruiting Instrument entdeckt hatten. Wie kann man besser feststellen, ob der Kandidat geeignet ist, als ihn monatelang unter Beobachtung agieren zu sehen? Die Unternehmen ersparen sich dadurch auch sämtliche Personalsuchkosten.

Somit wurde das, was ursprünglich als “Pflichtpraktikum” durch die Fachhochschulen geboren wurde, rasch zu einer gängigen Praxis. Nämlich Absolventen einer Hochschule nicht mehr fix sondern – über das Arbeitsrecht sonst eigentlich verbotene – befristete Verträge anzustellen. Dabei werden häufig Kollektivverträge und sozialrechtliche Vorschriften völlig ignoriert.

Für alle, die bereits  – möglicherweise sogar mehrfach und bei derselben Firma –  ein Praktikum absolviert haben und Unterstützung benötigen, gibt es eine Initiative, die sich um die Beseitigung der Mißstände bemüht.

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Infografik, die moderne Art sich zu bewerben …

Die wenigsten meiner Kandidaten haben schon mal etwas von einer Infografik gehört. Neben Bewerbungshomepage und Bewerbungsvideo ist sie aber geeignet aus der Masse herauszustechen.

Eine Infografik besteht tatsächlich nur aus einer Seite!

Richtigerweise wird Bewerbern geraten, ihre Lebensläufe möglichst kurz zu halten. Oftmals hört man sogar, der CV dürfte nicht länger als eine Seite sein.

Das ist insbesondere dann eine fast unlösbare Aufgabe, wenn man bereits einige Jahre Berufserfahrung vorzuweisen hat und sich damit auch verkaufen möchte! Daher ist man gut beraten, wenn man sich so kurz wie möglich hält und dennoch eine übersichtliche Darstellung aufweisen kann.

Eine gute, gleichzeitig moderne und in unseren Breitengraden noch nicht von vielen benutzte Variante sind Infografiken.

Wie wird eine Infografik gestaltet?

Eine Infografik im Zusammenhang mit einer Bewerbung ist die visuelle Darstellung aller wesentlicher Elemente, die auch ein tabellarischer Lebenslauf enthalten soll.

Anstelle der wörtlichen Beschreibung verwendet man sogenannte Piktogramme. Um z.B. Ihre Fremdsprachenkenntnisse oder Auslandsaufenthalte  zu visualisieren, verwenden Sie die Flagge des jeweiligen Landes. Für die Führungsspanne Ihrer Mitarbeiter können Sie die Kopfanzahl grafisch darstellen. Logos von Firmen stellen Ihre bisherigen Arbeitgeber dar und Logos etwaiger Ausbildungszentren Ihre Weiterbildungen. Ihrer Phantasie ist beim Erstellen der Infografik keine Grenze gesetzt. Allerdings müssen Sie überlegen, ob und welche Art der Infografik für die Branche geeignet ist, in der Sie sich bewerben.   Infrografiken sind in kreativen Berufen bzw. Branchen besonders geeignet.

Ob Sie Infografiken verwenden sollen, entscheiden Sie am besten anhand des Inserates. Je “steifer” sich die Firma im Inserat und auf Ihrer Homepage präsentiert, desto weniger werden Infografiken passend sein.

Es gibt bereits einige Tools die, zumindest als Basisvariante, im Internet frei verfügbar sind mit denen Sie eine Infografik erstellen können. Hier finde Sie eine hilfreiche Übersicht über das Angebot.

Einzelne Piktogramme können Sie ebenso kostenlos im Internet über zahlreiche Seiten beziehen. Ein Beispiel finden Sie hier.

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Bewerben ab 50 – mit welchen Unterlagen?

Bewerben ab 50 fällt vielen deshalb schwer, weil sie viele Jahre bei der gleichen Firma gearbeitet haben und das Wissen um die Gestaltung ihrer Unterlagen meist aus ihrer Schulzeit stammt! In vielen Fällen war damals überhaupt noch ein handschriftlich verfasster Lebenslauf Usus.

Viele stehen auch vor dem Problem, sich überhaupt nie beworben zu haben und haben daher auch überhaupt keine Erfahrung im Bewerbungsprozess.

Wo fängt man an?

In den überwiegenden Fällen, wünschen sich die Firmen hinsichtlich Ihrer Unterlagen einen tabellarischen Lebenslauf (auch “Curriculum vitae – CV” für höhere Positionen).

Dieser sollte  die letzten 10 – 15 Jahre Ihrer Berufslaufbahn detaillierter beschreiben. Die Stationen, die Sie davor absolviert haben, sind nur mehr auszugsweise anzuführen. Tätigkeiten, die Sie in den letzten 10 – 15 Jahren ausgeübt haben, die nicht für den zukünftigen Job interessant sind, erwähnen Sie am besten nur mit einer Überschrift.

Hinsichtlich Ihrer Ausbildung sind nur die höchsten Abschlüsse und Zusatzausbildungen und Weiterentwicklungen von Interesse. Gänzlich uninteressant ist, wo Sie ihre Schulzeit absolviert haben, und welchen Notendurchschnitt Sie damals vorweisen konnten!

Ganz besonders wichtig ist, dass Sie sich bei der Beschreibung Ihrer bisherigen Tätigkeiten auf jene Dinge konzentrieren, die auch im nächsten Job von Interesse sind. Erwähnen Sie (fast) nichts, was nicht auch im angestrebten Job interessant ist.

Veraltete Angaben

Beim Bewerben ab 50 ist besonders wichtig, dass Sie mittel Ihrer Unterlagen junggeblieben erscheinen. Deshalb sollten auch Ihre Unterlagen so modern wie möglich sein.

Veraltet sind Angaben zu den Eltern sowie zu deren Berufen. Ebenso sind die Angaben zu persönlichen Details stark geschrumpft.  Ihre Kinder und der Familienstand werden von geringem Interesse sein, weil diese Angaben keine Relevanz für den Job haben, soferne Sie keine Kleinkinder haben. Da solche Fragen aber ohnehin nicht gestellt werden dürfen, können Sie getrost auf Angaben verzichten. Unüblich sind mittlerweile auch Angaben zum Religionsbekenntnis.

Auch Angaben zu Ihren Hobbys sollten Sie nur machen, wenn Sie genug Platz haben und die Hobbys irgendeinen Bezug zum Job haben. Wenn Ihre Hobbys besonders interessant sind, sollten Sie sie anführen, da sie Stoff für Small Talk bieten. Haben Sie aber ein Platzproblem und müssen sich für eine Streichung entscheiden, dann entfernen Sie die Hobbys als erstes.

Hobbys werden im Bewerbungsgespräch gerne angesprochen, weil Sie ein lockeres Gespräch zulassen. Das könnte aber eine Falle für Sie werden, wenn Sie ihr Hobby mehr mögen als Ihren Beruf. Dann wird man Ihre Augen glänzen sehen und Sie laufen Gefahr zu ausführlich davon zu erzählen.

Das Foto

Investieren Sie unbedingt in ein professionelles Foto. Wählen Sie dazu ein kompetentes Fotostudio, das auf Bewerbungsfotos spezialisiert ist. Suchen Sie eines aus, wo man mit Ihnen bespricht, für welchen Job Sie sich bewerben, da es unbedingt erforderlich ist, dass Sie am Foto die Eigenschaften transportieren, die für die Position wichtig ist.

Das Motivationsschreiben

Der zweite wesentliche Teil Ihrer Unterlagen ist das Motivationsschreiben. Immer wieder stelle ich fest, dass Bewerber diesem Teil ihrer Unterlagen zu wenig Aufmerksamkeit widmen.  Das Motivationsschreiben ist vielen ein Gräuel, weil Sie nicht wissen, wie Sie es verfassen sollen.

Viele geben sich auch keine besondere Mühe, weil Sie von vornherein damit rechnen, dass Sie eine Absage bekommen werden! Das ist mit einem Verkäufer zu vergleichen, der Ihnen im Geschäft keine große Beachtung schenkt, weil er sowieso nicht damit rechnet, dass Sie was kaufen!

Nehmen Sie sich für das Gestalten Ihrer Unterlagen Zeit, verfassen Sie für jede Bewerbung ein eigenes Motivationsschreiben und gehen Sie individuell auf das inserierende Unternehmen ein!

Kontrollieren Sie von Zeit zu Zeit Ihren Lebenslauf auf Vollständigkeit und Fehler.

Zeugnisse

Beim Bewerben ab 50 sind die Zeugnisse ein besonderes Thema, da sich mit hoher Wahrscheinlichkeit einiges an Zeugnissen und Zertifikaten angesammelt hat.

Ich empfehle Ihnen nur dann, die relevantesten Zeugnisse mitzuschicken, wenn es ausdrücklich gewünscht wird.

Ansonsten entscheiden Sie nach Ihrer bisherigen Position, ob Sie tatsächlich Zeugnisse mit übermitteln. Ihr fortgeschrittenes Alter bringt nämlich den Vorteil mit, dass Sie über eine Menge an Erfahrung und Kompetenz verfügen. Daher ist es für Sie viel leichter, in einem Bewerbungsgespräch auf Augenhöhe zu begegnen.

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arme Generation Y …

Generation Y. Wie ticken sie, was brauchen, was wollen sie?  Eine persönliche Auseinandersetzung  mit einer ganzen Generation sich selbstüberschätzender Entscheidungsverweigerer.

Wer ist die Generation Y?

Sind Sie irgendwann zwischen 1980 und 1990 geboren? Wenn ja, dann weiß ich, ohne Sie je kennengelernt zu haben, wer Sie sind, wie Sie ticken und was Sie ausmacht! Überrascht?

Es ist nicht alles gut, was aus Amerika kommt!

Abgesehen davon, dass Wissenschaftler sich uneins darüber sind, wann Generation Y aufhört und Generation Z beginnt, hege ich doch einige Zweifel an der Pauschalierung.

Täglich aufs Neue lerne ich aus Zeitungen und einschlägigen Magazinen, dass Sie – unabhängig vom Geschlecht – jedenfalls von Ihren Eltern überschwänglich gelobt wurden und daher einen Hang zu Selbstüberschätzung haben! Aha!

Des Weiteren wird kolportiert, dass Sie “online aufgewachsen” seien. Unabhängig davon, dass ich mir für Sie wünsche, dass Sie nicht ernsthaft das Leben eines “Tamagotschis führen mussten, kann ich mich doch sehr deutlich an das Dilemma mancher Eltern der Nachfolger Generation Z erinnern. Beim Schuleintritt der armen Zler waren so manche Eltern  völlig ratlos, da sie weder über einen heimeigenen Computer,  geschweige denn über eine Internetverbindung  verfügten. Beides war aber fürs Erstellen der täglichen Hausarbeiten erforderlich.

Digital Natives!

Als “Digital Natives” sind Sie damit- logischerweise – auch wehrlos einem Überangebot an Informationen ausgesetzt  gewesen. Ganz offenbar weiß man auch, dass Ihre Eltern nie zugegen waren, um die Informationsquelle schlicht und ergreifend abzuschalten! Wie oben erwähnt, kann ich mich deutlich erinnern, dass erst 1997 die ersten Handys auf den Markt kamen und man von privaten PCs weit entfernt war. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel!

Hoch flexibel und entscheidungsunfreudig?

Ein weiteres Charakteristikum, das Sie angeblich auszeichnet, ist die Tatsache, dass  Sie zwar extrem flexibel gleichzeitig extrem entscheidungsunfreudig sein sollen. Der Grund dafür seien hohe politische und wirtschaftliche Unsicherheiten.

Bei genauerer Überlegung sticht mir persönlich allerdings rasch ins Auge, dass die Begriffe Flexibilität und Entscheidungsfreude einander bedingen, da Flexibilität eben die Eigenschaft voraussetzt, schnell zu entscheiden!

Lauter Egoisten?

Verknüpft damit finde ich eine weitere Eigenschaft, die man Ihnen nachsagt, eher verwunderlich.  Angeblich sind Sie ausgesprochen egoistisch. Wie kann das mit der behaupteten Entscheidungsunfreudigkeit zusammenpassen?

Ich kann nur für Sie alle hoffen, dass die Führungskräfte der Zukunft trotz allem, was man ihnen über die “Generation Y” einbläut, Sie als Individuum und nicht nach einer vorgefertigten Schablone behandeln!

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Schnuppertage können teuer werden!

Viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind an Schnuppertagen interessiert. Wie Sie Schnuppertage gestalten müssen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Ein rechtliches Problem

Beschäftigen Sie auch hin und wieder Personen, die Sie zwar im Bewerbungsgespräch angesprochen aber nicht restlos überzeugt haben?

Wollen Sie vielleicht dem Bewerber die Möglichkeit geben,  das Team und die Arbeitsumstände näher kennen zulernen? Tun Sie das womöglich aufgrund einer mündlichen Absprache?

Keine gute Idee, das kann teuer werden!

mehrere Rechtstatbestände

Bei jeder Tätigkeit die eine Person für Sie unternimmt, kommt ein mündlich geschlossener Dienstvertrag zustande, wenn die Tätigkeit nicht nur in einem bloßen Zuhören zu Ihren Erklärungen besteht und  sich zudem nicht auf wenige Stunden sondern vielleicht Tage erstreckt! Mit der Abhaltung der Schnuppertage begründen Sie also eventuell Dienstverträge.

In diesem Fall besteht die Pflicht zur Anmeldung zur Sozialversicherung genauso wie die Pflicht, entsprechendes Gehalt samt Nebenkosten zu bezahlen. Tun Sie das nicht, steht Ihnen für die Schnuppertage eine Verwaltungsstrafe ins Haus

Am Rande ist zu erwähnen, dass Sie mit dieser Anstellung – die Ihnen vielleicht gar nicht bewusst ist – möglicherweise die Mitarbeiterzahl überschreiten, die für diverse arbeitsrechtliche Vorschriften relevant sind, wie z.B. der Bekanntgabe einer anderen Person zur Elternteilzeit.

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“Results Only Work Environment“ (ROWE)

Results only work Environment (ROWE) – nicht die Anwesenheit sondern Ergebnisse zählen. Wir arbeiten nicht mehr in der Firma sondern von zu Hause aus! Wie ROWE unsere Arbeit und die Gesellschaft verändern werden.

Worum geht es bei ROWE?

“Hauptsache, die Arbeit wird erledigt!”

Glaubt man den Analysten der “Future Foundation” so werden wir 2020 nicht mehr zur Arbeit gehen, sondern unsere Arbeit einfach machen!

Amerikanisch geführte Unternehmen wie Microsoft oder IBM scheinen die Vorreiter einer unaufhaltsamen Bewegung zu sein.

ROWE und die Gesetze

Was aber bedeuten die Entwicklungen der letzten fünfzehn Jahre für Arbeitgeberschutzpflichten, wie z.B.  die Einhaltung der Arbeitszeit- und Ruhezeitbestimmungen, der Vorschriften zur Arbeitsplatzgestaltung und -Sicherheit?

Was bedeuten sie für steuerrechtliche Fragen wie z.B. den Sachbezügen oder den Abschreibungsmöglichkeiten für ein Arbeitszimmer?

Ist zwischen den Mitarbeitern und ihren Unternehmen eine Abgeltung hinsichtlich der Energiekosten getroffen, die ja beim Arbeiten von zu Hause aus, den Arbeitnehmer treffen?

Ist dem Arbeitnehmer bewusst, dass der Arbeitgeber sich möglicherweise einen Teil seiner Kosten dadurch erspart, dass sie vom Mitarbeiter getragen werden? Energie für PC, Telefon, die Heizung und letztlich auch die Kaffeemaschine treffen dann plötzlich den Mitarbeiter.

Was passiert hinsichtlich der – in den meisten Arbeitsrechtverträgen befindlichen – Bestimmungen zum Datenschutz. Kann jeder Mitarbeiter, der auf seinen privaten Geräten arbeitet (“bring your own device – BYOD”) garantieren, dass dabei keine Sicherheitslücken bestehen? Ist diese Frage den Arbeitgebern bewusst, die in der Firma enorme finanzielle Anstrengungen unternehmen, um Sicherheitslücken zu vermeiden?

Wird dem Mitarbeiter ein Teil der Verantwortung, die eigentlich den Arbeitgeber trifft, zugeschoben, obgleich die gesetzlichen Bestimmungen dazu anderes vorschreiben?

Eine Herausforderung für den Gesetzgeber

Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, hinkt die Gesetzgebung den aktuellen Entwicklungen hinten nach. Dies bedeutet jedoch ein unternehmerisches Risiko, da Gesetze, wie z.B, das Arbeitszeitgesetz, finanzielle Sanktionen in Form von Verwaltungsstrafen vorsehen.

Dem Unternehmer bleibt daher bis auf Weiteres nichts anderes übrig als den Spagat zwischen erwähntem finanziellen Risiko und den fortschrittlichen Entwicklungen zu machen.

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Wie man Mitarbeiter demotiviert …

Eine der Hauptaufgaben einer Führungskraft ist die Mitarbeitermotivation. In der Praxis werden Mitarbeiter aber oft demotiviert. Was Sie tun sollten!

So demotivieren Sie Ihre Mitarbeiter am schnellsten!

Mitarbeiter werden am schnellsten demotiviert, indem Sie Regeln oder Anweisungen geben, die schon morgen keine Gültigkeit mehr haben. Dies geht insbesondere dann einfach, wenn Sie z.B. mit Ihren Mitarbeitern jede E-mail, die diese schreiben, bis ins kleinste Detail besprechen und schon am nächsten Tag all Ihre Vorgaben über den Haufen stoßen.

Am besten lassen Sie sich auch jede E-mail als Entwurf ausdrucken, vorlegen und korrigieren anschließend mit einem Rotstift! Dies wiederholen Sie so oft, bis der Mitarbeiter versucht, aufzubegehren oder aber beginnt, Ihnen aus dem Weg zu gehen.

Im ersten Fall wird der Mitarbeiter über kurz oder lang die Konsequenz ziehen und sich einen anderen Job suchen. Im zweiten haben Sie ganze Arbeit geleistet, der Mitarbeiter bleibt Ihnen auf ewig – allerdings erwarten Sie bitte keine eigenständigen Handlungen mehr von ihm!

Leider sind derartige, absolut grotesk anmutende Szenarien Realität, die ich selbst kennenlernen durfte und von anderen erzählt bekam!

Wie es wirklich sein sollte!

In der Vergangenheit waren oben beschriebene Szenarien bestimmt keine Seltenheit. Ich selbst habe Sie Anfang der 2000er Jahre noch erlebt. Das obengenannte Szenario beschreibt den Vorgesetzten als Kontrollfreak, der kein Vertrauen in seine Mitarbeiter und deren Fähigkeiten setzt.

Ohne Zweifel ist ein derartiger Führungsstil heutzutage undenkbar. Mitarbeiter werden sich über Mobbing beschweren und scharenweise das Team verlassen.

Mitarbeitermotivation ist in Wahrheit DER Schlüssel zum Erfolg. Motivierte Mitarbeiter arbeiten gerne und streben den gemeinsamen Erfolg im Team an. Sie brauchen Vertrauen, Lob und Anerkennung und wollen selbstständig arbeiten. Dazu brauchen Sie Sicherheit, Stabilität und klare Vorgaben innerhalb derer Sie sich orientieren können.

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